Mai 2022



Verliebt in Laboe ...

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Mai 2022

Montag, 02. Mai 2022


Moin Moin aus Laboe,

 

whow, was für ein Wochenende!!!

 

Und das fing am Freitag schon mit meinen beiden lieben Freunden Doris und Markus aus Buchholz an, die mit ihrem Wohnmobil angereist waren. Das hatte auch seinen Grund und deshalb möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für all die vielen Glückwünsche, die mich persönlich, per Post, per Mail oder über die sozialen Netzwerke erreicht haben, bedanken. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

 

Freitagabend gings dann zum Geburtstagsschmaus ins Petite Tini. Doris hatte Mario dann auf Französisch erzählt das ich Geburtstag hätte und in sekundenschnelle war unser Tisch als Geburtstagstisch geschmückt. So wurde auch dieser Abend bei Mario wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis und nun gibt es schon wieder zwei weitere neue Fans aus Buchholz in der Nordheide für das Petite Tini in Laboe.

 

Am Samstag gings dann weiter mit Freunden aus Hannover zum Kaffee trinken und Torte essen im MoccaFee, gut dass in meiner Waage gerade die Batterien alle sind. Das Wetter war übrigens wieder toll am Wochenende und es folgte dann noch ein ganz besonderes Highlight am Samstag.

 

Auf dem Hafenvorplatz hatten sich nämlich rund 40 Sportwagenfahrer/-innen mit ihren Fahrzeugen zu einem kurzen Zwischenstopp eingefunden. Was für eine Augenweide, da schlug so manches Männer- und vielleicht auch Frauenherz höher. Ferrari, Lamborghini, Aston Martin, Mercedes, Porsche, Audi R8, Mc Laren, das war einfach super. In solchen Momenten rückt der Umweltschutz weit nach hinten und Begeisterung macht sich breit. Na klar, das sind Autos die normalerweise keiner braucht, aber das frage ich mich genauso auch bei den SUV´s die immer mehr werden und die Städte verstopfen. Oder warum müssen viele Elektro-Autos zwischen 300 und 500 PS oder noch mehr haben?

 

Davon mal ab, rein komme ich in solch einen Sportwagen ja noch, habe ich im letzten Jahr live bei einer Tour in einem Porsche Carrera GTS erlebt, aber wenn dann wohlmöglich noch junge Damen neben solch einem Flitzer stehen und mir helfen müssen da wieder raus zu kommen, auweia…..  Aber ein Wagen wäre dann doch für mich dabei gewesen, es war ein Maserati SQ4 Ghibli, eine 4-türige Limousine der gehobenen Preisklasse, so ein Fahrzeug wäre dann schon eher etwas für mich - sofern das notwendige Kleingeld vorhanden wäre.

 

Es gibt natürlich unten und im Fotoalbum eine Menge Fotos von diesem unerwarteten Event in Laboe und auch ein kleines Video von der Abfahrt der Sportwagen aus Laboe. Allein dieser Sound…

 

Am Sonntag war dann die Konfirmation von meinem Enkel Jannis, der ja mittlerweile in Laboe auch schon sehr bekannt ist. Um 10:00 Uhr war die Konfirmation in der St. Paulus Kirche in Buchholz, hier wurden auch schon meine beiden Kinder Jenny und Kevin getauft und konfirmiert und auch die Taufen von Jannis, Jannina und Jonathan fanden dort statt. Tja, wie die Zeit vergeht, nun also schon die Konfirmation von Jannis.

 

Wenn alles planmäßig geklappt hätte wäre ich am Sonntag um kurz nach 9:00 Uhr in Buchholz am Bahnhof gewesen, zu Fuß von dort zur Kirche 10 Minuten, hätte also noch in aller Ruhe einen kleinen Bummel durch den Ort machen können.

 

Aber die Betonung liegt auf „WENN….“ Der Zug von Kiel nach Hamburg sollte um 07:02 Uhr starten, um 07:00 Uhr kam dann der erste Hinweis, die Abfahrt verzögert sich um ca. 20 Minuten. Na gut, das kennt man ja von der Bahn und so etwas hatte ich mit eingeplant.

 

Gegen 07:15 Uhr kam dann der Hinweis auf der DB-App und die Durchsage, der Halt in Kiel entfällt. Kurz danach kam dann noch die Berichtigung, dass der Zug komplett ausfällt wegen Erkrankung des Zugpersonals. Na toll, immer wenn es mal wichtig ist!!! Nach Kassel habe ich auch schon mal über 7 Stunden statt der üblichen 3:22 Stunden gebraucht, aber nun sowas ausgerechnet zur Konfirmation meines Enkels.

 

Anzugschluss von Hamburg nach Buchholz natürlich nicht mehr erreichbar, also schon mal die Familie informiert und in Alarmbereitschaft versetzt. Tochter Jenny wollte mich dann evtl. in Hamburg bzw. Harburg abholen, aber wenn dann ein Zug erstmal fährt ist er wesentlich schneller als jedes Auto auf der Strecke, da nützt auch ein Ferrari nichts. Mittlerweile stand der Folgezug von Kiel nach Hamburg bereit, in Hamburg angekommen habe ich dann gerade noch einen „Metronom“ nach Bremen über Buchholz abfahren sehen. Und richtig schön voll war es am Sonntagmorgen auch auf dem Hauptbahnhof, da konnte man nicht meckern.

 

Kleine Familien-Interna nebenbei. Nachdem Klein-Jonathan morgens gesehen hatte, dass Mama Jenny und seine Schwester Jannina Kleider angezogen hatten wollte er auch unbedingt ein Kleid anziehen, es gab Gebrülle und Aufstand bis zum Abwinken. Was macht Jenny? Zieht dem Kind zur Konfirmation ein Kleid an und Ruhe war. Jonathan war glücklich und allen anderen hat es ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

 

Ich dann neben Kinderaufstand nun noch mit meinem Zugausfall dazwischen. In Absprache mit der Familie wurden dann Lösungsvorschläge erarbeitet, Hochrechnungen angestellt, Abholung am Bahnhof in Buchholz per Auto erörtert, aber wie heißt es doch so schön: no risk, no fun! Ich bin das Risiko eingegangen indem ich mir zugetraut habe, es schneller zu Fuß mit allen Abkürzungen, quer über Parkplätze und sonstigen Umgehungen als mit dem Auto bis zur Kirche zu schaffen. Und so war es dann auch, die Glocken fingen gerade an zu läuten als ich leicht außer Atem aber ganz entspannt die Kirche erreicht habe.

 

Die Kirche wurde übrigens 1892 als neugotischer Backsteinbau errichtet und ist sehr schlicht gehalten, das nur mal so nebenbei. Nun bin ich ja an sich überhaupt kein Kirchengänger, aber das was in Buchholz dort auf die Beine gestellt wurde hat mich dann doch völlig überrascht.

 

Zunächst einmal wurden die Besucher von Pastor Wilhelm Nordmann darauf hingewiesen, dass der komplette Tauf-Gottesdienst live aufgezeichnet würde und sofort als Stream und auch später jederzeit auf Youtube noch einmal angeschaut werden könne. Das richtet sich auch an alle Verwandte, Freunde und Bekannte der Konfirmanden die nicht persönlich am Gottesdienst teilnehmen können, nun aber weltweit per Livestream dabei sein könnten. Das nenne ich doch mal eine gute Idee.

 

Und tatsächlich, ich habe mir heute schon einmal ein paar Ausschnitte aus dem 1,5 Stunden langen Video angeschaut, Besucher, die 5 Konfirmanden (2 Mädels, 3 Jungs) die Besucher und auch ich bin sehr gut zu erkennen…… Aber nicht nur das, Pastor Wilhelm Nordmann liest nichts mehr von einem Zettel ab, sondern hat alles auf seinem Tablet das er immer bei sich trägt.

 

Obwohl es eine sehr schöne Orgel in der Stadtkirche St. Paulus gibt (gebaut von der Orgelbauwerkstatt Peter Plum, Marbach, eingeweiht am 25.06.2000) gab es kirchliche Pop-Musik, falls es solch einen Begriff gibt, gespielt von einer tollen Band und ich denke mal, genau die richtige Musikbegleitung für die jungen Konfirmanden.

 

Aber noch etwas gab es während des Gottesdienstes das die volle Aufmerksamkeit der Besucher auf sich gezogen hat. Die Gottesdienstbesucher sollten nämlich den Konfirmanden etwas wünschen. Kann man natürlich persönlich machen, aber hier funktionierte das völlig anders und ich muss sagen, ich war total verblüfft wie man einen Gottesdienst heute gestalten kann damit er auch junge Menschen anspricht.

 

Um die Wünsche zu übermitteln benötigt man ein Smartphone und wer es ausgestellt hatte sollte es wieder einschalten. Dann wurde von der Kirchendecke eine große Leinwand heruntergelassen, darauf stand zunächst nur eine Internetadresse und ein Code zum Einloggen auf die Seite.

 

War man „drin“ konnte man 3 Wünsche für die Konfirmanden auf seinem Smartphone eingeben die dann in Echtzeit auf die große Leinwand übertragen wurden. Wobei doppelte Begriffe automatisch aussortiert wurden, man konnte ja nicht wissen was der Nachbar eintippt. Natürlich Liebe, Glück, Frieden usw. aber irgendjemand hatte auch „Schokolade“ eingegeben, auch ein netter Wunsch der dann für Heiterkeit sorgte als er auf der Leinwand erschien. Also das fand ich absolut verblüffend, nicht technisch, das ist ja heutzutage kein Problem, sondern so etwas in einem Gottesdienst live zu erleben, whow.

 

Aber die Gemeinde ist auch auf Facebook oder Instagram aktiv, warum also nicht auch einmal andere Wege im Gottesdienst beschreiten die auch junge Menschen (oder junggebliebene wie mich) in ihren Bann zieht. Und noch etwas, das Pastor Wilhelm Nordmann in meinen Augen völlig richtig gemacht hat.

 

Denn es gab keine Sprüche die völlig entrückt und weit entfernt von jeglicher Realität waren und mit denen junge Leute heute auch absolut nichts mehr anfangen können. Sondern Pastor Nordmann hat sein Anliegen, seine Bitten und Wünsche in klarer und verständlicher Sprache vorgebracht. Das Ganze gepaart mit flotter Musik und Einbeziehung der Besucher in den Gottesdienst einerseits „elektronisch“ oder althergebracht durch das Abendmahl, das fand ich einen sehr guten Mix zwischen modernem und traditionellem Gottesdienst.

 

Und ich persönlich bemerke gerade, dass es für mich schon sehr ungewöhnlich ist, so ausführlich über einen Gottesdienst zu schreiben. Um es also auf den Punkt zu bringen: Der Konfirmationsgottesdienst war OK.

 

Anschließend ging es dann von Buchholz nach Tostedt „Zum Meier-Hof“, ein typischer Landgasthof von denen es früher wesentlich mehr auf dem Lande gab. Mit verschiedenen Sälen für bis zu 200 Personen, sei es zum Tanzen oder als Kino bestuhlt. Und über das Essen braucht man sich keinen Kopf zu machen, deftig, reichlich und immer lecker. Einen schönen großen Garten gab es auch, da konnten sich dann Kids ordentlich austoben und wir ein schönes Familienbild machen und fröhliche Gespräche führen.

 

So klang dann ein schöner Familientag langsam aus, ich habe mich wieder auf den Weg nach Laboe gemacht und hier könnte dann mein Wochenendbericht enden.

 

Aber das i-Tüpfelchen des Tages war dann noch eine Durchsage im Zug während der Fahrt von Hamburg nach Kiel. „Sehr geehrte Fahrgäste, bitte beachten sie folgenden Hinweis. Dieser Zug fährt heute nur bis Neumünster. Ich wiederhole – dieser Zug fährt heute nur bis Neumünster! Wir bitten alle Fahrgäste, in Neumünster auszusteigen, dieser Zug fährt im Anschluss zurück nach Hamburg. Diejenigen Fahrgäste die von Neumünster aus in Richtung Rendsburg oder Flensburg fahren möchten werden gebeten, auch mit nach Kiel zu fahren da ab Neumünster heute keine Züge mehr Richtung Rendsburg/Flensburg verkehren. Ein Ersatzzug nach Kiel steht in Neumünster bereit“.

 

Nun könnte ja eigentlich alles in Ordnung sein sollte man meinen, allerdings war der Ersatzzug der in Neumünster stand schon sehr gut voll. Nun kam noch ein kompletter, gut besetzter Zug aus Hamburg dazu, da waren dann sogar die Stehplätze mehr als knapp und teilweise standen die Menschen dicht an dicht gedrängt. Umfallen konnte da keiner mehr. Man stelle sich nur mal vor es gäbe noch Corona….. Ich hatte zwar das Glück einen Sitzplatz zu ergattern, aber trotzdem, das war schon recht grenzwertig.

 

Wie dem auch sei, ich habe zuhause nach einem langen, anstrengenden aber sehr schönen Wochenende dann flugs die horizontale Lage eingenommen und schließe jetzt mit meinem Eingangssatz: „Whow, was für ein Wochenende“.

 

Wir lesen uns am Freitag wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss

Euer Ostsee-Peter  


Freitag, 06. Mai 2022


Moin Moin aus Laboe,

 

starten wir mit einer guten Nachricht - es läuft langsam wieder an in Laboe, es gibt wieder eine Menge zu berichten, das merke ich daran, dass meine News am Montag und Freitag wieder viel länger werden als im Winterhalbjahr. Corona hat irgendwie seinen Schrecken verloren, die Menschen lernen langsam, sich mit dem Virus zu arrangieren der uns sicherlich noch viele Jahre in allen möglichen Mutationen begleiten wird.  Nun ist es der Überfall von Russland auf die Ukraine, der die Welt in Atem hält.

 

Trotz allem, der gewohnte Alltag kehrt im Moment mehr oder weniger zurück wie vor den Corona-Zeiten und daher starten in diesem Jahr auch wieder Großveranstaltungen wie die Kieler Woche oder das Münchner Oktoberfest. Etwas bescheidener geht es zwar in Laboe zu, aber auch hier läuft es jetzt langsam wieder an. Dazu schon mal einige Veranstaltungshinweise am Schluss der heutigen NEWS.

 

Das bedeutet für mich allerdings, auch mein C.W.M. = Corona–Winter–Modus ist vorbei, um die Berichte nicht zu lang werden zu lassen gibt es jetzt also ab sofort wieder wie von früher gewohnt die NEWS auch am Mittwoch, also Mo-Mi-Fr.

 

Bevor es um die Story des Tages geht – dem ersten 2-Tages-Törn der Schulkinder mit der „de Albertha“, möchte ich auf mein heutiges Titelbild zu sprechen kommen. Das habe ich nämlich vom dem 20 qm großen Balkon eines 5-Sterne Ferienappartements in der Hafenstraße aufgenommen – natürlich mit Blick auf den Hafen. Und diese Ferienwohnung hat mich schwer beeindruckt. Dankeschön an Petra und Michael für den Ein- und Ausblick.

 

Portland 6 heißt das Appartement, 110 qm groß, 3 Zimmer, 2 Bäder, Waschmaschine, Trockner alles im Appartement vorhanden, TV im Schlafzimmer gibt es auch. Besonders begeistert hat mich auch die freistehende Küche, also da würde ja sogar ich mir mal etwas Leckeres kochen. Die Preise liegen zwischen 100 – 170 € pro Tag, für solch ein 5-Sterne Appartement und in der Lage sicherlich angemessen. Und daher entsprechend immer voll belegt in der Saison.

 

So, das nur mal zum warm schreiben. Nun aber zu einer sehr schönen Geschichte, denn endlich können sie wieder starten – die Fahrten mit den Kindern der 4. Klassen aus der Grundschule Laboe mit dem Traditionssegler „de Albertha“.

 

Diese Fahrten werden ja nun schon seit über 20 Jahren vom Verein Ole Schippn, kurz OSL ermöglicht, dabei ist es dem Verein ganz wichtig, dass jedes Kind aus den Abschlussklassen kostenlos mitfahren kann, daran hat sich bis heute nichts geändert. Finanziert werden die Fahrten aus freiwilligen Spendengeldern von Mitgliedern, Sponsoren, Eltern oder Teilnahme an Wettbewerben wie z.B. in diesem Jahr beim Umweltpreis der Kieler Stadtwerke usw.

 

Für die Kinder selber ist es immer DAS große Ereignis in Laboe bevor sie auf die weiterführenden Schulen wechseln. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass Bootsfrau Lilli oder Bootsmann Marc als Viertklässler ihre ersten Erfahrungen als Schüler auf der de Albertha gemacht haben und bis heute dem Schiff treu geblieben sind.

 

Für das Jahr 2020 war seinerzeit eine große Feier geplant, 20 Jahre Schülerfahrten auf der „de Albertha“, dazu waren alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler eingeladen worden, mit großem Festzelt im Hafen und buntem Programm. Aber dann kam Corona und alles musste leider abgesagt werden.


Im letzten Jahr konnten dann immerhin schon Tagestouren für die Kinder angeboten werden, Übernachtungen an Bord waren aber noch nicht erlaubt. In diesem Jahr geht es nun endlich wieder los für die Kids, insgesamt 3 mal 2 Tage heißt es Leinen los im Hafen von Laboe. Wohin es geht? Immer dorthin wohin der Wind uns treibt, so Skipper Dick. Das ist meist Richtung Dänische Südsee, an die Schlei nach Maasholm, nach Damp, irgendwo dort in dem Bereich wird dann in einem Hafen übernachtet.


Für die Kinder ist es jedes Mal ein aufregendes Abenteuer, wenn sie plötzlich das Bordleben hautnah erleben können. Natürlich ohne Smartphone, Nintendo Switch oder ähnlichen Geräten. Musik und Spiele werden analog gesungen und gespielt. Doch bevor es am Mittwoch losging gab es zunächst einmal eine umfangreiche Sicherheitseinweisung von Skipper Dick und Bootsfrau Lilli.


Wie verhalte ich mich richtig an Bord, was finde ich wo, wer sind meine Ansprechpartner, was passiert mit dem Müll (niemals etwas über Bord werfen), wie verhalte ich mich in einem Notfall und was gibt es sonst noch zu tun an Bord?

Nun, zu tun gibt es immer jede Menge, denn der ehemalige Frachtensegler, Baujahr 1891, lässt sich nur bewegen, wenn alle gemeinsam mit anpacken. Segel setzen, Schwerter kurbeln, aber auch Backschaft, also Küchendienst, gehört dazu. Gemüse putzen, Kartoffeln schälen, auf See bekommt man ordentlich Hunger bei den vielen unterschiedlichen Tätigkeiten an Bord. Wer an Deck ist trägt immer eine Schwimmweste, da gibt es keinerlei Ausnahmen, erklärt Skipper Dick weiter in seiner Einweisung.


Eine Frage die immer wieder von den Kids gestellt wird lautet: „Gibt es hier denn gar keine Geschirrspülmaschine an Bord?“ Nein, gibt es nicht, es wird von Hand abgewaschen. Aber dafür wird abends an Land gegrillt und auch genug Zeit zum Austoben ist immer eingeplant.


Bei den 3 Törns in diesem Jahr fahren jeweils zwischen 15 und 16 Schülerinnen und Schüler mit, sie werden von 6 Betreuern des Vereins „Ole Schippn“ begleitet und auch die 3 Mann Besatzung haben immer die Kinder im Blick.

Große Freude dann am Mittwoch kurz vor dem Auslaufen der „de Albertha“ bei dem Verein Ole Schippn, denn Bernd Schmidt, Vorstandsmitglied der Kieler Volksbank und die Marketing-Managerin Lydia Christiansen übergaben einen (symbolischen) Scheck in Höhe 2.000 € an den Verein, damit diese Törns für die Kinder weiterhin stattfinden können.

Und nicht nur das, während der Fahrt nach Laboe hat Bernd Schmidt ganz spontan entschieden, dass auch die nächsten 3 Jahre der Verein mit jeweils 2.000 € aus dem Programm „Soziales Engagement – Gemeinsam für die Region“ durch die Kieler Volksbank unterstützt wird. Das bedeutet für den Verein Planungssicherheit und so können auch in den nächsten Jahren die Schülerfahrten mit der „de Albertha“ durchgeführt werden. Schiff Ahoi.


Am Probsteier Platz in/nebem dem Camping-Shop macht sich ein kleiner Softeis-Laden mit dem Namen „Bootsjunge“. 

Die ersten Kreuzfahrtschiffe starten nun auch wieder ab Kiel, im Album sehen wir die AIDAluna auf dem Weg nach Oslo und auch das neue Hybrid-Fördeschiff „Friedrichsort“ ist zu Probefahrten vor meinem Balkon unterwegs. War im ersten Moment sehr erstaunt was die „Gaarden“ da für komische Schlenker vorwärts und rückwärts macht zwischen Schilksee und Laboe, der Blick auf den Vesseltracker zeigte dann aber, dass es sich um das neue Schiff aus der Gaarden-Flotte handelt.

 

Nach und nach sollen die 4 alten Schiffe gegen 5 neue Hybrid-Schiffe ausgetauscht werden, damit ist dann ein Betrieb zu jeder vollen Stunde zwischen Laboe und Kiel möglich.

 

Zum Schluss noch eine sehr schöne Nachricht. In diesem Jahr wird es in Laboe wieder das sehr beliebte Weinfest geben, das ist ja sozusagen das Event-Highlight nicht nur in Laboe, sondern an der ganzen Kieler Förde. Die Veranstaltung findet vom 01. - 03. Juli im Rosengarten statt, wie immer mit Wein von verschiedenen Winzern, Kaltgetränken aller Art und kulinarischen Spezialitäten, dazu gehört dann wie in alten Zeiten ein hochwertiges Live-Musikprogramm. Daher also „Freumodus“ ON.

 

Von Freitag, dem 13. Mai bis Sonntag den 15. Mai findet im Hafenbereich auch wieder der Kunsthandwerkermarkt „Handgemacht“ statt. Ich habe einmal nachgeschaut, es ist bereits der 14. Markt in diesem Format in Laboe.

 

Auch die Auftritte ab 06. Juli in der Musikmuschel stehen fest, ich werde diese dann wie gewohnt entsprechend vorher ankündigen.

 

Am heutigen Freitag hatten wir dann noch hohen Besuch im Hafen. Ministerpräsident Daniel Günther war nach Laboe gekommen, denn am Sonntag sind ja Landtagswahlen in Schleswig-Holstein. Begleitet wurde er von Werner Kalinka MdL, begrüßt wurden sie von Günter Petrowski, dem Ortsvorsitzenden der CDU Laboe-Brodersdorf.

 

Schaut man mal so auf die Wahl-Prognosen für Sonntag sieht es sehr gut aus für Daniel Günther, er ist ja nicht nur in Schleswig-Holstein sehr beliebt, auch in anderen Bundeländern zollt man ihm Respekt und Anerkennung für seine ruhige und sachliche Arbeit. Denn schließlich hat er Schleswig-Holstein sehr gut durch die Corona-Krise gebracht und solche starken Lockdown-Einschränkungen wie in anderen Bundesländern gab es hier bei uns im Norden ja nie.

 

Überrascht war ich dann aber doch, wie viele Menschen in den Hafen gekommen waren um unseren Ministerpräsidenten einmal live zu erleben. Daniel Günther blickte in seiner Rede dann noch einmal zurück auf das was in Schleswig-Holstein geschafft wurde in den letzten Jahren, aber durch Corona und den Krieg in der Ukraine sieht sich die Politik ja nun völlig neuen Aufgaben gegenüber. So steht die Sicherheit in vielen Bereichen ganz oben auf der Agenda. Sicherheit durch die Bundeswehr, deren Etat für Ausrüstung gerade so stark erhöht wird wie nie zuvor.

 

750 zusätzliche Polizeikräfte wurden in den letzten Jahren in S-H eingestellt, 20 Millionen € in die Polizei investiert. Denn, so Daniel Günther, wir haben uns alle schon mal sicherer gefühlt.

 

Sicherheit bedeutet aber auch sichere Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum, Mobilität speziell auf dem Land und vieles mehr. Angesprochen wurde auch die Notwendigkeit der Flüssiggasterminals in Schleswig-Holstein, denn nur über den Seeweg kann die Gasversorgung gesichert werden bis zum Umstieg auf erneuerbare Energie. Und er möchte sich beim Bund dafür einsetzen, auch Rentner und Rentnerinnen die Vergünstigungen bekommen die ansonsten nur Arbeitnehmern zugutekommen sollen. Und so lautet der Slogan des Ministerpräsidenten dann auch #kurSHalten!


Für das leibliche Wohl war bei der Veranstaltung auch bestens gesorft, den Auli´s Gulaschkanoe vom 1. Laboer Herrenkochklub stand bereit. Es gab eine kräftige Erbsensuppe oder aber die legendär leckeren Reibekuchen von Christina, die ich mir ja nun nicht entgehen lassen konnte. Ihr kennt meinen Spruch - , bevor die nun noch in schlechte Hände gekommen wären.....

 

Das war es für diese Woche. Am Sonntag heißt es für mich auch wieder einmal „Ansegeln“ vom Verein Ole Schippn auf der „de Albertha“, Maloche an Bord bis zum umkippen aber immer wieder wunderschön. Ich hoffe, Bootsfrau Lilli lässt mich da nicht hängen, wenn ich über der Schwertkurbel zusammenbreche…. Den Bericht dazu gibt es dann am kommenden Mittwoch, vorher schaffe ich es nicht.

 

Wir lesen uns am Montag wieder, dann werfen dann wieder einmal einen Blick in den herrlich blühenden Kurpark und schauen mal, was es sonst alles so am Wochenende zu sehen gab in Laboe.

 

Ich wünsche ein schönes und erholsames Wochenende

 

Euer Ostsee-Peter

Montag, 09. Mai 2022


Moin Moin aus Laboe,

 

was für ein Sonntag…… Muttertag, Landtagswahl in Schleswig-Holstein, der Verein Ole Schippn segelt an mit insgesamt 4 Schiffen, ich war dabei.

 

Aber der Reihe nach. Strahlend blauer Himmel am Sonntag, das war ja Muttertagswetter vom Feinsten. In Schleswig-Holstein waren am Sonntag Landtagswahlen. Auch wenn das Ergebnis vorhersehbar war, aber dass CDU-Ministerpräsident Daniel Günther dann letztendlich sogar 43,5% aller Stimmen erreicht hat ist schon bemerkenswert in der heutigen Zeit. Ist aber ja auch kein Wunder, denn schließlich war der Ministerpräsident am vergangenen Freitag noch in Laboe und das bringt bekanntermaßen immer Glück, Kraft und gute Laune. Das die AfD wieder aus dem Landtag geflogen ist erfreut sicherlich so ganz nebenbei auch noch sehr viele Menschen in Schleswig-Holstein.

 

Dann war da noch das tolle „Ansegeln“ des Vereins Ole Schippn am Sonntag, das hat wieder eine Menge Spaß gemacht. Darüber werde ich Mittwoch berichten, muss ja erstmal aus 184 Fotos ca. 30 heraussuchen für den Bericht, ummenum dann noch einen Text texten und das alles unter schwierigen Bedingungen, schließlich plagt mich ein kapitaler Muskelkater nach der ungewohnten körperlichen Arbeit an Bord der „de Albertha“. Aber den Kater nehme ich gerne in Kauf, war es doch wieder ein unvergessenes Erlebnis mit vielen netten und fröhlichen Menschen an Bord.

 

Dafür machen wir dann heute wie Freitag angekündigt mal wieder einen Spaziergang durch die schöne Natur, schließlich hat Laboe ja noch mehr zu bieten als nur Strand und Ostsee. Starten wir daher im Naturerlebnisraum, dazu gleich ein Hinweis. Denn am kommenden Samstag, den 11. Mai findet ein Bürgerspaziergang durch den Naturerlebnisraum statt.

 

Grund ist, dass eine Aufwertung dieses Naturraumes in der Gemeindevertretung beschlossen wurde, wobei der Naturschutz natürlich nicht vernachlässigt werden darf und bei dem Projekt an erster Stelle steht. Aus diesem Grund wird auch die Landschaftsarchitektin, Frau Sabine Franke von dem Planungsbüro Franke's Landschaften und Objekte aus Kiel mit dabei sein um das neue Konzept vorzustellen und die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten.

 

Treffpunkt ist am Samstag, den 14. Mai um 11:00 der Eingang zur Dünenlandschaft im Bereich Strandklause.

 

Für alle Menschen die an der Geschichte Laboes interessiert sind erscheint am kommenden Donnerstag ein neues Buch von Christian Lantau aus Laboe, es ist bereits sein drittes Buch und heißt: “Geschichte und Geschichten vom Badeleben in der Probstei.“ Christian Lantau war am Sonntag beim Ansegeln mit auf der „de Albertha“, daher konnte ich kurz mit ihm zwischen Schwert hochkurbeln und Segel setzen mit ihm sprechen.

 

Der Name Lantau ist ja in Laboe ein Begriff, als ich 2008 nach Laboe gezogen bin gab es ja noch das Kaufhaus Lantau in der Parkstraße. Dort gab es gefühlt eigentlich alles zu kaufen was man im Haushalt so benötigte, ob Schuhe, Mode, Häkelsachen, Knöpfe, Reißverschlüsse, Haushaltswaren und vieles, vieles mehr.

 

Ein weiterer Zweig in der Familie war auch sehr bekannt in Laboe, das war die Familie Christian Engelke, der Urgroßonkel von Christian Lantau der das Hotel und Restaurant Seegarten seinerzeit geführt hat.

 

So ist es diesmal auch kein reines Geschichtsbuch, wie Christian Lantau mir erklärte, sondern es geht hauptsächlich um überlieferte Geschichten der Menschen von damals, es sind Erzählungen seiner Eltern, Groß- und Urgroßeltern, die er sozusagen in seinem Kopf gespeichert hat und die er nun in dem neuen Buch zu Wort kommen lässt. Selbstverständlich mit vielen Fotos aus deinem eigenen Archiv.

 

Christian Lantau wird sein neues Buch am kommenden Donnerstag, den 12. Mai 2022 um 19:00 Uhr im Freya-Frahm-Haus vorstellen. Wegen der begrenzten Anzahl Plätze ist eine Anmeldung bis spätestens 10. Mai 2022 unter info@freya-frahm-haus.de erforderlich. Der Eintritt ist frei.

 

Das Buch ist dann ab dem 12. Mai im örtlichen Buchhandel in Laboe, Schönberg, Heikendorf und Preetz erhältlich.

 

So, das war es für den Montag. Wir lesen uns dann am Mittwoch wieder, u.a. mit einem Bericht über das „Ansegeln“ von dem Verein OSL und auch einen Blick hinter die Kulissen zur neuen Ausstellung von Monika Krömer im Freya-Frahm-Haus habe ich dann schon geworfen.

 

Ich sage dann mal Tschüss

Euer Ostsee-Peter  

 Mittwoch, 11. Mai 2022


Moin Moin aus Laboe,

 

ab sofort nun auch wieder am Mittwoch. Und da gibt es gleich zwei schöne Geschichten, einmal wie bereits angekündigt über das „Ansegeln“ mit dem Verein Ole Schippn Laboe am vergangenen Sonntag und dann eine Vorschau auf die neue Ausstellung von Monika Krömer die am Freitag im Freya-Frahm-Haus startet.

 

Ich finde es tut einfach gut, auch einmal über etwas Alltägliches zu schreiben und zu lesen, das für sich genommen ja gar nicht wichtig ist auf diesem Planeten. Es lenkt aber trotzdem einen Augenblick ab von all den schlimmen Dingen überall auf der Welt, sei es nun Krieg, Hunger, Flüchtlinge, Klimawandel oder Pandemien.

 

Daher starten wir mal mit meinem Ansegel-Bericht, denn das „Ansegeln“ ist ja seit vielen Jahren Tradition beim Verein OSL, ebenso wie im Herbst dann das „Absegeln“. Die „de Albertha“ mit Skipper Dick war pünktlich wieder zurück von den 3 Schulkinder-Törns und so hieß es dann Sonntagmorgen um 09:30 Uhr für alle Mitansegler/-innen Antreten vor dem Vereinsheim. Es herrschte am Sonntag nicht nur Kaiserwetter, das war ein regelrechtes OSL-de Albertha-Ansegelwetter mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und leichter Brise.

 

Hier spricht dann normalerweise der 1. Vorsitzende des Vereins, Jens Zywitza, ein paar Begrüßungsworte, aber Jens wollte sich anscheinend dem allgemeinen Trend auch einmal anschließen und hatte sich in freiwillige Quarantäne begeben. Da war doch mal was? Ach ja, Corona, aber Jens geht es gut und so richtete dann der 2. Vorsitzende Friedel Reker 1.) Grüße von Jens aus und 2.) das Wort an die Mitreisenden.

 

Es gab einen kleinen Blick achteraus über die erfolgreichen Fahrten mit den Schulkindern der Laboer Grundschule und auch noch einmal einen herzlichen Dank an die Kieler Volksbank für die großzügigen Spenden und die Bereitschaft, auch in den nächsten 3 Jahren diese Kinder-Törns zu unterstützen, ich hatte ja darüber berichtet. Aber es fuhr nicht nur die de Albertha zum Ansegeln, auch drei weitere Segelboote von Vereinsmitgliedern stachen in See.

 

Bevor es an Bord der „de Albertha“ ging hieß es dann aber zunächst antreten vor dem Schiff, denn ohne eine Einweisung von Skipper Dick kommt niemand an Bord. Und so galt es für alle alten Hasen und junge Häsinnen erst einmal den Sicherheitseinweisungen zu lauschen. Dann geht es ja immer um andere wichtige Sachen für diejenigen die das erste Mal mit dabei sind, wo befinden sich die Toiletten, wie funktionieren sie und natürlich der Hinweis, dass sich dieser alte holländische Frachtensegler (Baujahr 1891) nur fortbewegt, wenn viele Hände mit anpacken.

 

Dick zur Seite standen natürlich seine Ehefrau Lotta und die beiden jungen Bootsfrauen Luisa und Lilli. Die hatten die Männer sehr gut im Griff wenn es um die Verteilung der schweren körperliche Arbeit ging wie Segel setzen und Schwerter hochkurbeln. Dann war da noch der junge Bordhund von Lotta und Dick dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, der aber im Moment anscheinend noch lieber Offboard statt Onboard ist.

 

Nach dem Auslaufen aus dem Laboer Hafen ging es sofort an das Segel klarmachen. Vor dem Strand von Laboe wurde dann zunächst das Großsegel gesetzt, etwas später folgte dann noch das Focksegel. Insgesamt stehen auf der „de Albertha“ 350 qm Segelfläche zur Verfügung. Und die wollen per Hand und Kurbel in 25 Meter Höhe gebracht werden.

 

Aber wenn dann das Schiff so über die Ostsee gleitet ist das immer wieder ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Die Weite, das Platschen der Wellen, die Ruhe. Bis es dann wieder heißt: Klarmachen zur Wende und die Bootsfrauen die Anweisungen erteilen wer was gleich auf Kommando zu machen hat. Aber nur dann – denn wehe es zieht einer schon vorher an dem ihm zugewiesenen Seil oder fängt ohne Befehl schon mal an zu kurbeln, das würde den ganzen eingespielten Ablaufplan durcheinander und das Schiff vom Kurs abbringen.

 

Auch Ersatzleute werden beim Segelsetzen oder Schwerter kurbeln immer mit eingeteilt, sollten nämlich die Herren der Schöpfung wegen der ungewohnten, schweren körperlichen Anstrengungen über der Winde zusammenbrechen, teilen die Bootsfrauen sofort Ersatzleute ein damit es keine Unterbrechung gibt. Oder machen es halt selber, aber das kratzt natürlich schwer am Ego des starken Geschlechts. Und so war es immer ein fröhliches Miteinander an Bord, es wurde viel gelacht und dieser tolle Törn genossen.

 

Mittagessen gab es im Hafen von Strande, genauer gesagt auf der Mole. Erbsensuppe mit reichlich Einlage und viel Zubehör, alternativ oder zusätzlich auch Kartoffelsalat mit Würstchen und natürlich Kaltgetränken aller Art. Was natürlich auf keinen Fall fehlen durfte war der „Emmes Katun“, DAS Kultgetränk aus und in Laboe! 1962 von dem Laboer Gastwirt Klaus Kröger von der Pension Bandholz „erfunden“, die es ja heute noch in Laboe gibt.

 

Nach dem fröhlichen Mittagessen und Umtrunk hieß es dann wieder „Alle Mann an Bord“ und dann wurden wieder die Segel gehisst um noch ein paar Runden auf der Kieler Förde zu drehen. Nach dem Einlaufen in den Hafen von Laboe wurde dann zunächst einmal die „de Albertha“ entladen, bevor es noch ein gemütliches Zusammensein vor dem OSL Vereinsheim gab.

 

So klang ein wunderschöner Sonntag aus der wieder einmal ganz viel Spaß gemacht hat. Der Verein, der ja auch einen eigenen Shantychor hat sucht immer neue Mitglieder. Egal ob jemand beim Restaurieren alter Schiffe (Ole Schippn) helfen, im Shantychor mitsingen oder sich einfach nur mit netten Menschen treffen möchte, schaut einfach mal auf der Homepage von OSL vorbei, dort erfährt man alles Wissenswerte über den Verein.

 

Ich habe über das Ansegeln wieder ein Extra-Album erstellt, zu finden im Fotoalbum oder gleich HIER. Dort auf das erste Foto klicken und die Bilder erscheinen in groß auf dem Bildschirm. 4 von 68 Fotos sehen wir aber auch unten und im Mai-Album. Viel Spaß beim Bilder anschauen.

 

Thema Nummer 2 ist die neue Ausstellung „Farbrausch maritim“ von Monika Krömer im Freya-Frahm-Haus die am kommenden Freitag um 18:00 Uhr startet. Wenn das Wetter gut ist sogar mit einer kleinen Vernissage im Garten. Man könnte fast sagen, was früher die Kelly-Family in der Musik war, ist heute in Laboe die Krömer-Family in Sachen Kunst.

 

Mutter Monika Krömer beschäftigt sich seit 2004 mit der Malerei, bekannt geworden ist sie durch ihre großformatigen, farbenfrohen maritimen Bilder, die mal realistisch aber auch halbabstrakt wirken. Tochter Astrid Krömer ist Kinderbuchillustratorin, Leiterin vieler Kreativ-Workshops, die aber auch durch ihre maritimen Bilder große Aufmerksamkeit erringen konnte. Astrids Ehemann Wolfgang Slawski ist ebenfalls Kinderbuchillustrator, bekannt sind aber auch seine Wimmelbild-Bücher und er ist auch der Erschaffer der niedlichen Laboer Schwan-Motive.

 

Eine künstlerisch umfangreich begabte Familie also, was werden die Besucher ab Freitag also sehen können im FFH? Auf insgesamt 3 Etagen zeigt Monika Krömer rund 70 teils großformatige Bilder, sie zeigen einen Querschnitt ihres bisherigen Schaffens von 2007 bis heute, wobei natürlich die Segelschiffe, die Häfen und die Städte im Vordergrund stehen.

 

Aufgefallen ist mir, dass sich bei den neuen Bildern von Monika Krömer die Farben von überwiegend blau in Richtung wärmerer Farben verschoben haben, das gefällt mir auch sehr gut. Sie arbeitet hauptsächlich mit Acryl, teilweise unterstützt von Kreide oder Kohle um spezielle Nuancen herauszuarbeiten.

 

Aber auch Collagen sind zu sehen und was ich bislang noch gar nicht bei ihr gesehen habe sind Bilder von Tieren in leicht abstrakter Form. „Das rote Pferd“ ist solch ein Bild, aber das Pferd ist nicht nur von einem Elefanten umgeben, sondern auch von Fischen, passt daher also auch wieder in die Kategorie Maritim.

 

Die stets fröhliche Künstlerin freut sich schon auf viele nette Gespräche mit den Besuchern der Ausstellung. Alle Bilder sind käuflich zu erwerben, 10% der Einnahmen spendet Monika Krömer für die Ukraine-Hilfe. Und so kann auch die Kunst dazu beitragen, das Leid der Menschen aus der Ukraine etwas zu mildern, eine sehr schöne Idee wie ich finde.

 

Freuen dürfen sich die Besucher also auf eine farbenfrohe, maritime Welt mit vielen Segelschiffen, bunten Städten und anderen Dingen mehr und genau das ist ja auch der Titel der Ausstellung: „Farbrausch maritim“.

 

Geöffnet ist die Ausstellung im Freya-Frahm-Haus nach der Eröffnung am Freitag dann jeweils Do – Sa von 13:00 – 18:00 Uhr und So/Feiertag von 11:00 – 18:00 Uhr. Ich wünsche schon einmal ganz viel Spaß.

 

Dann noch einmal der Hinweis, dass ab diesem Freitag bis zum Sonntag der erste Kunsthandwerkermarkt des Jahres 2022 in Laboe stattfindet, insgesamt ist es der 14. Markt in dieser Form in Laboe, geöffnet ist der Markt jeweils von 10 – 19 Uhr.

 

 So, das war es für den Mittwoch, wir lesen uns dann am Freitagabend wieder, dann sicherlich schon mit einem kleinen Überblick über den Kunsthandwerkermarkt. Bis dahin sage ich wie immer Tschüss

 

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 13. Mai 2022


Moin Moin aus Laboe,

 

Freitag der 13. startet etwas feucht und mit bedecktem Himmel, aber die Natur wartet natürlich dringend auf den Regen. Wir hier an der Küste hatten in letzter Zeit gefühlt ja schon Hochsommer, also gönnen wir der Natur ihren Regen. Das sehen die Aussteller vom Kunsthandwerkermarkt sicherlich etwas anders, aber das Wetter soll auf jeden Fall noch besser werden am Wochenende.

 

Berichten möchte ich heute über die Buchvorstellung „Geschichte und Geschichten vom Badeleben in der Probstei“ von Christian Lantau die am Donnerstagabend im Freya-Frahm-Haus stattfand.

 

Ausverkauftes Haus und es wären sicherlich noch viel mehr Menschen gekommen, aber die Platzverhältnisse sind nun einmal recht eng im Haus für solche Veranstaltungen. Aber so bleibt es bei dem familiären Charakter was ich persönlich sehr schön finde.

 

Die Buchvorstellung hat mir sehr gut gefallen, Christian Lantau versteht es, die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Aber nicht nur er hat die Geschichten und Anekdoten von seinen Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und der Verwandtschaft vorgetragen, sondern auch seine Familie war aktiv mit eingebunden bei den Vorträgen in dem sie abwechselnd aus dem neuen Buch vorlasen.

 

Immer wieder aufgelockert wurden die Vorträge durch kleine Akkordeoneinlagen und wenn dann z.B. die Klänge der kleinen Conny Froboess erklangen: Pack die Badehose ein…. dann passte das natürlich ganz genau zu den Anfängen des Badelebens in der Probstei und in Laboe. Das war eine ganz tolle Idee die großen Anklang im Publikum gefunden hat.

 

Viele Fotos zeigten sehr anschaulich die Entstehung des Kur- und Badelebens, interessant auch immer die damalige Bademode, denn die Vorschriften besagten ja zu Zeiten von Kaiser Wilhelm II., dass man nur fast vollständig bekleidet ins Wasser durfte. Und um möglichst ungesehen in der Ostsee baden bzw. planschen zu können wurden um 1900 dann Badekarren vom Strand ins Wasser gezogen in denen sich die Damen und Herren dann umziehen konnten.

 

Später entstanden dann ja in Laboe auch feste Badeanstalten in der Förde mit Umkleidekabinen auf den Stegen. Ich habe dazu heute auch noch einmal ein paar Bilder aus meinem Archiv zur Veranschaulichung mit eingefügt.

 

Ein Zweig der Familie Lantau, die Familie Christian Engelke, ist in Laboe bekannt geworden durch das Hotel Seegarten und die Strandhalle. Das Hotel Seegarten wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgebaut, ist aber heute noch erkennbar in der Hafenstraße. Aus der Strandhalle entstand dann nach mehreren Umbauten später das heutige Strandhotel - das alles jetzt hier mal ganz vereinfacht beschrieben.

 

Und so wechselten sich Familiengeschichten ab mit Fotos aus der damaligen Zeit, immer aufgelockert durch kleine bekannte Hits auf dem Akkordeon. Einige Bilder waren mir aus dem Rathausarchiv zwar bekannt, aber es gab auch viele neue interessante und seltene Aufnahmen aus dem Privatarchiv von Christian Lantau.

 

So verging der Abend wie im Fluge, nach dem Vortrag blieb natürlich noch Zeit um an Christian Lantau Fragen zu stellen und die eine oder andere Geschichte aus dem alten Laboe wurde noch ausgetauscht. Und selbstverständlich konnte man das Buch auch vor Ort erwerben, ab heute ist es auch in den Buchhandlungen von Laboe bis Schönberg erhältlich.

 

Das zu dem interessanten Vortrag von Christian Lantau der gerne noch einmal wiederholt werden könnte, denn nicht alle Interessierten konnten am Donnerstag einen Platz ergattern.

 

Platz ergattern, dazu fällt mir gerade spontan ein, der Vorverkauf für das Sommerstück „Op Düvels Schuvkar“ im Lachmöwentheater hat begonnen. Premiere für diese Komödie ist am 23. Juli 2022, ich werde die Tage noch ausführlicher berichten. Aber da die Karten meist schnell vergriffen sind (2 Vorstellungen sind jetzt schon komplett ausverkauft) sollte man nicht mehr allzu lange warten mit der Kartenbestellung. Alles Wissenswerte und Aktuelle erfährt man HIER  https://lachmoewen.de/index.php

 

Dann ist am heutigen Freitag der 14. Kunsthandwerkermarkt „Handgemacht“ in Laboe gestartet. Mit grauen Wolken, Nieselregen und teils kräftigem Wind. Aber das wird besser. Seit 2 Jahren nun auch mal wieder das volle Programm statt eingezäunt und mit Vorgaben der Laufrichtung.

 

Über 50 Aussteller und Kunsthandwerker haben ihre Zelte aufgebaut zwischen dem Hafenplatz bei den Seenotrettern, vorbei an der Fischküche bis auf den Rosengarten. Am heutigen Freitagmittag war witterungsbedingt noch nicht allzu viel los, aber so hatte ich wenigstens die Gelegenheit, mich einmal wieder mit Gori und Gerda Aus Gori´s Atelier zu unterhalten. Besonders hochwertige Textilien bieten die beiden an, die Motive hat Gori selbst entworfen und gemalt, so gibt es nicht nur die Motive auf T-Shirts, Pullovern usw. sondern auch als Acryl-Bilder.

 

Laboe wurde jetzt ganz kurzfristig eingeschoben, ansonsten kann man die beiden im August wieder in Stein erleben, sofern das Haus des Kurgastes dann fertig umgebaut ist.

 

Ansonsten findet man wie immer eine umfangreiche Sammlung an Kunsthandwerker-Schmuck, Bekleidungen, Gartenmöbel, Lederwaren und, und und.

Heute finden wir im Album die ersten Fotos von meinem Schnelldurchgang, gewaltig graue Wolken zogen auf die meinen Schritt beschleunigt haben. Montag sehen wir dann hoffentlich auch ein paar „sonnige“ Bilder von dem Kunsthandwerkermarkt im Album.

 

So, das war es für diese Woche. Fast – denn nun kommen noch ein paar ganz persönliche Worte für Laura aus Laboe. Eines vorweg – ich kenne Laura nicht persönlich und wahrscheinlich habe ich sie auch noch nie gesehen, aber sie hat mir gestern gewaltigen Stress und einen großen Schrecken erspart. Und das kam so:

 

Nachdem ich vom Freya-Frahm-Haus auf dem Weg nach Hause war habe ich auf dem Rückweg noch schnell zwei Fotos von der Baustelle der neuen Pumpstation am Kurpark gemacht, das geht dort ja jetzt auch schnell mit dem Gebäude.

 

Zuhause angekommen hatte ich mich gerade meiner Klamotten entledigt als mich eine Nachricht meiner Nachbarin erreichte. Na, wieder zu Hause, vermisst Du nichts??? Ich schaue so an mir runter, nö, war alles noch da……

 

Und was ist mit deinem Portemonnaie? Ich: Hä? Was soll damit sein, ist in der Jackentasche! Antwort meiner Nachbarin: Und wieso hab´ ich das jetzt??? Ich: Ähhh…. Willst du mich ver…hohnepiepeln oder was? Mittlerweile dann aber doch mal im Flur  in die Jackentasche gegriffen und NICHTS!!! Dabei hatte ich das Portemonnaie noch 100-prozentig im Freya-Frahm-Haus in der Hand.

 

Ich mich also wieder notdürftig angekleidet und runter zu meiner Nachbarin die mir dann erzählte, dass da eine junge Dame mit Hund gewesen sei die vor der Adresse Oberdorf 7 stand und nun nicht recht weiter wusste mit der Geldbörse in der Hand. Wie will man da jemanden finden in den 62 Appartements. Aber meine Nachbarin war glücklicherweise gerade vor der Haustür, die kennt mich ja nun schon seit vielen Jahren und so nahm alles ein gutes Ende.

 

Bargeld habe ich ja immer nur sehr wenig dabei, aber das ganze Theater mit Ausweis und Karten, puuuhhh. Und daher auch auf diesem Wege noch einmal ein ganz, ganz großes Dankeschön liebe Laura. Es tut so gut wenn man weiß, dass es doch noch so viele ehrliche Menschen gibt. Und Du hast nicht lange überlegt, sondern Dich sofort auf die Suche nach mir gemacht, und das finde ich ganz toll und dafür danke ich Dir von ganzem Herzen.

 

So, das war mir jetzt noch einmal ganz wichtig, nun sage ich aber wie immer Tschüss bis zum Montag

 

Euer Ostsee-Peter