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endlich Sommer in Laboe

 Montag, 22. Juli 2024


Moin Moin aus Laboe,

 

Ferien jetzt in fast allen Bundesländern, endlich Sommer am Wochenende auch mal im Norden. Der Strand von Laboe konnte mit den Stränden in Spanien oder Italien locker mithalten, so voll war es hier. Am Sonntag kletterte das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten, das ist wirklich die große Ausnahme hier an der Küste. Denn am heutigen Montag ist es, nach Regen in der Nacht, wieder bedeckt und 18 Grad warm. Normal also.

 

Dazu kamen am letzten Wochenende dann noch der Kunsthandwerkermarkt und das Sommerfest des Deutschen Marinebundes. Aber wo waren die ganzen Menschen? Natürlich am Strand. Aber geguckt und gefeiert wurde natürlich trotzdem. Die freiwillige Feuerwehr Laboe war auch auf dem Sommerfest des DMB vertreten, unser Shantychor der Ole Schippn ließ wieder fröhliche Seemannslieder erklingen, an verschiedenen Ständen konnte man sich über die Marine und den DMB informieren und auch der Flohmarkt war gut besucht. Kühle Getränke sorgten für die notwendige Erfrischung.

 

Samstagabend war dann die Premiere im Lachmöwen-Theater mit dem Stück „De Nervbüdel“. Was für ein Stück! 150 lachende und jubelnde Zuschauer im Saal. Schauspieler auf der Bühne, die sich selber kaum das Lachen verkneifen konnten bei dem fröhlichen und ausgelassenen Publikum. Doch worum geht es in dem Stück, dass für so viel Heiterkeit sorgt?

 

Im Hotel „Justizia“ gegenüber dem Gerichtsgebäude mieten sich zwei Gäste ein. Der Auftragskiller Ralf Mahnke (Jan Steffen), der einen Kronzeugen mit Hilfe seines Scharfschützengewehrs ausschalten soll, und im Nebenzimmer zufällig der Fotograf Hans-Dieter Spitzeck (Christian Becker), der ebenfalls Fotos von dem viel beachteten Prozess machen will. Das Zimmermädchen (Lea Keßler) zeigt also den beiden Ankömmlingen ihre Zimmer, sie wird im Laufe der Handlung noch viel zu tun bekommen mit ihren beiden Gästen.

 

Ein paar Worte zum Bühnenbild, das von Söhnke Schnoor wieder ganz toll gestaltet wurde. Der Zuschauer sieht nämlich beide Hotelzimmer gleichzeitig, Regisseurin Birgit Brockmann hat es aber sehr gut verstanden, wichtige Szenen immer in einem Raum spielen zu lassen.


Das (Komödien)-Drama beginnt, als der Fotograf Spitzeck versucht, seine mit einem Psychiater (Michael Schmidt) durchgebrannte Ehefrau (Dorothea Slenczek) mehrfach telefonisch zu erreichen, die aber weder Lust hat mit ihm sprechen, noch sich mit ihm treffen will. Im Nebenzimmer beginnt der Profikiller Mahnke, in aller Ruhe seine Präzisionswaffe einschließlich Zielfernrohr und Schalldämpfer zusammenzubauen.

 

Gerade, als er die Waffe auf das Ziel justieren will, knallt der Rollladen vor seinem Fenster runter, lässt sich nicht mehr öffnen und es ist dunkel im Zimmer. Also erstmal die Waffe verstecken, das Zimmermädchen rufen, die das auch reparieren kann, während nebenan ein letztes kurzes Gespräch mit der untreuen Ehefrau geführt wird, in dem der Fotograf ihr mitteilt, dass er sich jetzt umbringen wird. Gesagt, getan, doch der Versuch misslingt knapp.

 

Das Zimmermädchen ist als erstes zur Stelle, in ihrer Not bittet sie den Zimmernachbarn um Hilfe, der erstmal wieder sein Gewehr verstecken muss und völlig genervt ist von der Störung. Die nächste Störung ist dann, als ein Polizist die Räume im Hotel nach einem etwaigen Attentäter durchsuchen will, aber für einen Profi-Killer ist ein einzelner Polizist kein Problem, der Hüter des Gesetzes verschwindet nach kurzem Handgemenge im großen Kleiderschrank.  

 

Als dann noch, unabhängig voneinander, die untreue Ehefrau und ihr Psychiater auftauchen, wird es richtig turbulent. Denn der Psychiater verpasst durch eine Verwechslung ausgerechnet dem Attentäter die Beruhigungsspritze, der daraufhin selig entschlummert. Denn er spritzt bewusst eine kräftige Dosis, nimmt er doch an, dass wäre der Ehemann seiner Geliebten. Und so jagt ein Gag den nächsten, man kommt kaum noch aus dem Lachen heraus.

 

Nach der Pause stellt sich dann im 3. Akt die große Frage – gelingt es dem Attentäter, den Kronzeugen vor dem Gerichtsgebäude noch auszuschalten? Er hat den Psychiater in einem kurzen, lichten Moment gezwungen, ihm ein Gegenmittel zu spritzen, damit er wieder wach wird und auf die Beine kommt. Allerdings verursacht das starke Gegenmittel gewaltige Nebenwirkungen bei ihm. Und kann die Ehe des Fotografen noch irgendwie gerettet werden, gibt es ein Happy End?

 

Ich weiß es ja nun, werde es hier aber nicht verraten, denn das sollte man einfach einmal selber gesehen haben. Das Stück ist noch bis zum 27. Oktober im Lachmöwen-Theater zu sehen. Karten kann man ganz bequem online bestellen, dort kann man sich auch die Sitzplätze selber aussuchen. Alle weiteren Info´s gib es HIER  

 

Am Sonntagnachmittag sorgte dann Ernest Clinton für eine tolle Stimmung in der Musikmuschel. Und das bei 30 Grad. Neben Gospel- und Rock´n Roll Songs sang er dann im zweiten Teil seine bekannten Hits und Ohrwürmer, wie die Rivers of Babylon, Sun of Jamaica und und und. Ein ganz toller Nachmittag und eines ist jedem Besucher klar geworden – auch wenn Ernest nicht mehr so oft auftritt – er hat es immer noch voll drauf, seine Zuschauer zu begeistern.

Aber die Hitze und der pralle Sonnenschein machte einigen Besuchern schon zu schaffen. Wie mein Archivbild zeigt, gab es früher auch große Sonnenschirme vor der Musikmuschel, die wurden am Sonntag sehr vermisst. 

 

Kommen wir nun zu den Veranstaltungen in dieser Woche. Das wird wieder sehr schön für unsere Gäste und uns Einheimische. Am Dienstag gibt es von 18:00 – 18:30 Uhr wieder eine Gute-Nacht-Geschichte für Kinder an der Konzertmuschel.

 

Eine Geschichte hören für die Größeren, Fingerspiele für die Kleineren, Mit-Mach-Lieder für alle. Und dann mit Gottes Segen schlafen gehen. Gute Nacht und bis zum nächsten Mal! Ein Hinweis der Urlaubskirche an die Eltern: Bitte begleiten Sie Ihre Kinder. Es gibt keine Kinderbetreuung. Die Aufsichtspflicht obliegt den Erziehungsberechtigten.

 

Am 26.07. 24 gibt es um 19:00 Uhr in der Musikmuschel ein "Sun Downer"-Abendkonzert der Extraklasse.

Voller Poesie und gleichzeitig unbeschwert, das ist die Musik der achtköpfigen, französischen Band MANNY! Wer bei "französisch" allerdings nur an Chansons denkt, gerät bei MANNY an die falsche Adresse. Natürlich haben sie auch solche im Gepäck. Allerdings sind sie mittlerweile mehr im temporeicheren Rock/Pop zuhause.

 

Am Samstag um 14:00 Uhr startet dann wieder der Tag der Seenotretter der auch diesmal in Laboe zwei Tage lang mit einem bunten Programm die Zuschauer in den Laboer Hafen lockt. Mit dabei sind auch wieder die Stationen Damp, Schilksee und Lippe/Weißenhaus.

 

Das genaue Veranstaltungsprogramm habe ich unten eingefügt. Spannend ist am Samstag natürlich das große Schwanenrennen im Hafen. Das findet in diesem Jahr leider zum letzten Mal statt, denn die Renn-Schwäne sind dann alle. Vor 3 Jahren hatte Henry Hildebrandt vom Seenotkreuzer BERLIN die Idee dazu und er und die Mannschaft und viele Freiwillige von Vereinen und Feuerwehr unterstützen diese Aktion immer gerne zu Gunsten der Seenotretter.

 

Und es gibt natürlich auch wieder wie jedes Jahr ganz viel zu gewinnen. Dazu erwirbt man im Infozentrum der DGzRS am Hafen oder bei Britt in Britt´s Büdchen (ein Stück weiter, dort kann man auch Kaffee trinken und kleine Snacks zu sich nehmen) für je 5,00€ eine Wettkarte mit der Nummer des Schwans. Rest-Wettkarten sind natürlich auch noch am Samstag erhältlich, soweit noch vorhanden. Am Samstag starten dann gegen 17:00 Uhr die Schwäne im Hafenbecken, leichte Wellen werden per Boot erzeugt und dann sausen sie um die Wette zum Ziel. Ein herrlicher Spaß für die Zuschauer.

 

Es gewinnen immer so viele Schwäne wie Preise vorhanden sind. Aber ein Gewinn ist es immer für alle, denn pro Karte darf man auch einen Schwan zur Erinnerung mit nach Hause nehmen und man tut nebenbei noch etwas Gutes für die Seenotretter.

 

Am Sonntag startet dann das Programm um 11:00 Uhr mit einem Böllerschuss und dem Typhon der im Hafen liegenden Schiffe. Interessierte können an Fahrten mit den Seenotrettungsbooten „Nimanoa“ und „Woltera“ teilnehmen. Die „Berlin“ und das dänische Heimwehrboot „MHV 910 Ringen“ sind ab 11.10 Uhr zur Besichtigung bereit.

 

Im Hafen zeigen ab 12.30 Uhr der Seenotrettungskreuzer „Berlin“, das Tochterboot „Steppke“ sowie die Rettungsboote „Jürgen Horst“ und „Nimanoa“ ihr Können. Es klappt nicht jedes Jahr, aber ein Highlight ist natürlich immer eine Bergungsvorführung auf der Förde vor dem Laboer Hafen mit dem Seenotkreuzer BERLIN und einem SAR-Hubschrauber der Marine. Ob es klappt und wenn ja zu welcher Uhrzeit, wird am Sonntag kurzfristig bekannt gegeben. Auf jeden Fall sehen wir unten schon mal zwei Fotos vom letzten Jahr wie das dann aussieht. Spannend auf jeden Fall.  

 

So, das war es für diesen Montag. Alleine anhand der vielen Veranstaltungen merken wir hier in Laboe, dass es Sommer ist - selbst wenn die Sonne einmal nicht scheint. Auch wenn ich nicht auf jeder Veranstaltung dabei sein kann - ich muss ja irgendwann zwischendurch auch immer noch schreiben und berichten - ist es im Sommer ein turbulentes und schönes Leben in Laboe.

 

Wir lesen uns am Freitag wieder, ich wünsche allen Urlaubern und Gästen eine schöne Zeit in Laboe, wir „Eingeborenen“ haben die ja zum Glück immer.

 

Euer Ostsee-Peter