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Blick vom Ehrenmal auf Laboe



Verliebt in Laboe ...

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Das Bild des Tages......

leerer Strand am Freitag

Freitag, 03. April 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

am heutigen Freitag war es dann soweit in Laboe wie in den Nachbargemeinden auch, Sperrung zahlreicher Parkplätze in Strandnähe, in Laboe sind es jetzt zusätzlich die Parkplätze MWSH, Surfers Paradise, Strandklause und An der Au. Die Parkplätze Katzbek und am Ehrenmal sind ja schon länger gesperrt. Weiterhin informieren Hinweistafeln an den Zufahrtsstraßen zum Strand dass die Parkplätze gesperrt sind um die Autofahrer möglichst gar nicht erst zu animieren, sich auf Parkplatzsuche zu begeben.

 

Ein Erlebnis hatte ich dann aber an dem Parkplatz An der Au, der Parkplatz ist ja auch immer bis auf den letzten Platz gefüllt mit Fahrzeugen von Spaziergängern die den Naturerlebnisraum besuchen und von Wassersportlern. Dieser beliebte Parkplatz war nun also auch abgesperrt, was einige Zeitgenossen aber nicht daran gehindert hat, das rot-weiße Absperrband zu entfernen um dann dort zu parken. Auch die Bushaltestelle war zugeparkt ebenso wie ein paar freie Lücken am ehemaligen El Mason Playa.

 

Gerade als ich vor Ort war kam nun ein Autofahrer langsam angefahren der auf Parkplatzsuche war, sah dass einige Fahrzeuge trotz Absperrung dort parkten und war dann gerade dabei, sich auch einen eigenen Parkplatz zu schaffen, als ein Polizeifahrzeug vorbeikam und natürlich anhielt, der Autofahrer noch mit dem abmontierten Absperrband in der Hand.

 

Und nun kommen wir dann mal zu dem Dilemma, in dem wahrscheinlich auch die Polizei steckt. Sie hat zwar mit dem Mann gesprochen, der musste das Flatterband auch wieder anbringen aber das war es dann auch schon.

 

Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, hat laut dem Statistikamt Nord an der Ostsee eine Küstenlänge von 685 km, an der Nordsee eine Länge von 644 km. Um Wassersport zu betreiben oder Spaziergänge am Strand zu unternehmen ist also für alle genug Platz in S-H vorhanden. Durch die Coronakrise appelliert die Landesregierung zurzeit an die Menschen: "Kein Tourismus, keine Tagesausflüge" und bittet darum, im näheren Umfeld zu bleiben. Auch wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, durch Schleswig-Holstein zu reisen. Daran halten sich zum Glück auch die meisten Menschen, nur einige Zeitgenossen eben leider nicht.

 

Die Urlaubsorte an der Küste sehen sich daher also leider gezwungen, um dem teils immer stärker werdenden Tagestourismus entgegenzuwirken, die Parkmöglichkeiten und Zufahrten zum Strand und Wasser zum Schutz der Gesundheit aller Einwohner drastisch einzuschränken. Natürlich ist es auch verständlich, dass die Menschen aus den Städten an die See wollen und wenn sich alle an die Vorgaben halten lässt sich das auch einigermaßen bewerkstelligen.

 

Aber dann kommen eben ein paar uneinsichtige Menschen die der Meinung sind, für sie gilt das alles nicht und damit sind wir dann zurück beim Parkplatz „An der Au“ in Neu-Stein. Wenn ein Autofahrer also sieht, oh prima, da brauche ich ja nur das Absperrband wegzunehmen und schon habe ich einen tollen kostenlosen Parkplatz, das haben die anderen schließlich auch so gemacht, dann kann man da nur ungläubig staunen. Da muss man sich doch wirklich fragen, was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Was verstehen die nicht wenn da ein Parkplatz abgesperrt ist?


Wir haben nun mal die Corona-Pandemie. Die meisten Menschen halten sich an die Vorgaben und Appelle, einige Egoisten aber eben leider nicht. Andere Bundesländer haben schon einen Corona-Bußgeld-Katalog, in Kiel wird noch daran gearbeitet, vielleicht würde ja ein Bußgeld diese Menschen zur Vernunft bringen, aber dann taucht natürlich sofort die Frage auf, wer will das kontrollieren?

 

Meines Erachtens fehlen da ganz klare und eindeutige Regeln statt nur Appelle, Bitten und Wünsche, sich an die Kontaktsperren zu halten. Das ist alles sehr schwammig formuliert und da kann sich jeder das Beste für sich heraussuchen.

 

Andererseits passiert aber ja auch eine Menge zum Schutz der Bürger, aber letztendlich sind wir alle gemeinsam gefordert und haben es selber in der Hand, ob wir die Pandemie als das betrachten was sie ist – nämlich lebensgefährlich. Oder so tun als gehe uns das alles nichts an und bringen uns damit nicht nur selbst sondern viele andere Menschen auch in Gefahr.

 

Nun schauen wir mal, wie die heute eingeleiteten neuen Maßnahmen am Wochenende greifen. Und wenn am Wochenende erst einmal unserer Politesse im Einsatz ist wird sich hoffentlich auch die Lage am Parkplatz An der Au wieder normalisieren.

 

Im Fotoalbum sehen wir heute dann mal ein paar andere Fotos als gewohnt, nämlich Laboer Parkplatzbilder. Und allen Urlaubern, die einen Osterurlaub in Laboe gebucht haben der nun leider ausfallen muss kann ich sagen, wenn ihr kommt werden sich alle Laboer ganz besonders bemühen, Euch einen wunderschönen Urlaub zu bieten.


Die schönen Ostsee-Bilder die wir heute sehen, werden auch in ein paar Wochen und Monaten noch genauso aussehen. Wir "Eingeborenen" haben zwar das Glück, an einem herrlichen Fleckchen Erde zu wohnen, aber die Beschränkungen und Auflagen gelten für uns genauso wie für alle anderen Bürger in Deutschland auch.

 

Halten wir also gemeinsam durch, beachten die Regeln und umso schneller können wir Corona hoffentlich hinter uns lassen.

 

Am Montag kann ich dann zwei Jubiläen ankündigen die am Dienstag zwar leider nicht in geplanter Form stattfinden können aber trotzdem sicherlich sehr schön und sicherlich auch lecker werden. Also bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende.

 

Liebe Grüße

Euer Ostsee-Peter  



Mittwoch, 01. April 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

mit meinem Bericht vom Montag habe ich anscheinend ganz vielen Laboer Bürgern aus der Seele gesprochen wie mir die die vielen Zuschriften gezeigt haben. Es war genau das Thema, das vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Laboe momentan auf der Seele brennt.

 

Ich hatte dann zu diesem Thema gestern ein sehr ausführliches und konstruktives Gespräch mit unserem Bürgermeister Heiko Voß, wir haben uns in freier Natur bei unseren Rundgängen getroffen. Mir war natürlich völlig klar, dass Heiko Voss nicht alles gefallen hat was ich geschrieben habe, aber mir und ganz vielen Einheimischen hat eben auch nicht gefallen, was da am vergangenen Wochenende in Laboe abgelaufen ist. Es herrschte also Gesprächsbedarf auf beiden Seiten.

 

Am vergangenen Montag erschien dann ja auch noch der Bericht in den Kieler Nachrichten, O-Ton Bürgermeister: er hat nichts gesehen was gegen das Gesetz verstößt, alles ist in bester Ordnung in Laboe. Das hat dann doch einige Bürger veranlasst, ihren Unmut in Form von Schreiben an den Bürgermeister oder Leserbriefen kund zu tun.

 

Was ist da also schief gelaufen? Oder eben auch nicht und deshalb habe ich Heiko Voss gebeten, mir das einmal so zu erklären, dass ich das als normaler Bürger auch verstehe und nachvollziehen kann. Und nur dann kann ich das neu  erworbene Wissen auch weitergeben, was ich hiermit sehr gerne mache.

 

Um etwas besser zu verstehen was da speziell am letzten Wochenende passiert ist müssen wir mal etwas zurückblättern in unserem Corona-Tagebuch. Ein wichtiger Stichtag war der 18. März und die TV-Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Nation. Blieben bis zu diesem Zeitpunkt die Menschen freiwillig zu Hause verkündete Frau Merkel, dass es vorerst keine Ausgangssperren geben würde, sie appellierte aber an die Bürgerinnen und Bürger dass sie sich an die vorgegebenen Abstände und Regeln halten mögen. In den einzelnen Bundesländern wurden daraufhin sofort entsprechende Verordnungen und Erlasse ausgegeben, bei uns im Norden nennt sich das etwas sperrig „Schleswig-Holsteinische Landesverordnung und Erlasse zum Umgang mit SARS-CoV-2“.

 

Und nun kommen wir langsam zum Kern der Sache, denn in dieser Landesverordnung ist genau geregelt, was erlaubt ist und was nicht. Einerseits. Andererseits ist aber auch vieles sehr schwammig formuliert wie wir noch sehen werden. Aber um schon einmal eines vorweg zu nehmen – Reisen innerhalb Schleswig-Holsteins sind für die Bewohner grundsätzlich nicht untersagt. In der Verordnung heißt es weiter: Allerdings gilt auch für Schleswig-Holsteiner, dass allen Beherbergungsbetrieben untersagt ist, Gäste zu touristischen Zwecken zu beherbergen. Gastronomische Betriebe etc. sind ebenfalls geschlossen.

 

Grundsätzlich prüfen die Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit den örtlichen Ordnungsbehörden, ob die aktuellen Regelungen eingehalten werden. Die Polizei unterstützt hierbei. Es werden aktuell keine besonderen Kontrollstellen durch die Polizei eingerichtet. Kontrollen führt die Polizei im Rahmen des Präsenzdienstes, lageangepasst und im Einzelfall durch.

 

Die Polizei setzt auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger und appelliert, die veröffentlichten Verhaltensregeln zur Vermeidung und Ausbreitung einer Infektion mit dem Corona-Virus ernst zu nehmen und einzuhalten. Grundsätzlich wird das Mitführen des Personalausweises empfohlen.

 

Und auch da haben wir es wieder. Die Polizei appelliert nur, setzt auf die Vernunft der Bürger, verboten ist aber nichts. Ganz anders sieht es allerdings bei Reisen aus touristischem Anlass aus anderen Bundesländern in das Gebiet des Landes Schleswig-Holstein aus, diese sind ausdrücklich verboten. An den Autobahnen A1 und A7 wird zudem durch Hinweisschilder über die Sperrung für Touristen informiert, Touristen werden zur Umkehr aufgefordert.

 

Wer aber in S-H wohnt kann also auch seinen Hobbys nachgehen in jedem Ort der ihm gefällt, so ist es gesetzlich geregelt. Ein Fall zum Eingreifen wäre nur gegeben, wenn z.B. die Kiter und Surfer dann in Gruppen zusammen sitzen um zu grillen oder ein Bier zu trinken oder wenn sich am Strand Gruppen bilden, das alles ist verboten. Und deshalb stehen da übrigens im Moment auch noch keine Strandkörbe. In solch einem Fall kann und muss die Polizei eingreifen und Platzverweise aussprechen. Ein Bußgeld ist aber ausdrücklich nicht vorgesehen.


Wenn die Wassersportler auf dem Wasser sind haben sie automatisch genügend Abstand. Wenn sie alle an Land z.B. beim An- und Umkleiden den Sicherheitsabstand einhalten, selbst wenn es 20 einzelne Menschen gleichzeitig sind, gibt es keinerlei Grund zum Eingreifen.

 

Weiter heißt es in der Verordnung: Grundsätzlich ist auch ein Besuch anderer Familienmitglieder (z. B. Eltern, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartner) nicht untersagt. Ausflüge sind erlaubt, allerdings würden groß angelegte Ausflüge an die Nord- und Ostsee die Bemühungen der Landesregierung unterlaufen, die Ausbreitungsgeschwindigkeit von SARS-CoV-2 zu verlangsamen. Daher sind Ausflüge, wie Spaziergänge, möglichst auf das nähere Umfeld zu beschränken.

Kontakte zu anderen Personen sind dabei ausdrücklich auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und, wo immer möglich, ist ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten.

 

Und auch da ist es wieder Auslegungssache wenn es heißt: Ausflüge sind erlaubt aber „möglichst“ auf das nähere Umfeld zu beschränken, ein sehr dehnbarer Begriff. Wo fängt das an, wo endet das?

 

Kommen wir zu den unzähligen geparkten Autos in der Strandstraße am letzten Wochenende. Die Polizei fährt vorbei und guckt nur. Das alles hat Heiko Voß natürlich auch gesehen. Aber selbst wenn die Fahrzeuge im Halteverbot stehen interessiert das die Polizei nicht, denn dafür ist das Ordnungsamt zuständig. In Laboe also die Politesse, die am letzten Wochenende aber nicht im Einsatz war. Die Polizei greift nur ein wenn Fahrzeuge verkehrsbehindernd geparkt sind und somit eine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.

 

Ich glaube, wir können schon an diesen Beispielen erkennen, wie schwierig es ist, das von uns Wahrgenommene mit den vorhandenen Bestimmungen, die sich auch noch fast täglich ändern, in Einklang zu bringen.

 

Bürgermeister Heiko Voß hat mir mehrfach versichert, dass er die Ängste und Bedenken der Bürger sehr gut verstehen und nachvollziehen kann. Die meisten Bürger verhalten sich sehr vernünftig, gehen nur mit max. 2 Personen spazieren, halten Abstand und treffen dann plötzlich auf die Schar der Surfer und Kiter die nur an ihr Vergnügen denken und ihren Spaß haben. Aber das ist eben nicht verboten solange sich alle an die Vorgaben von Mindestabstand und Personenanzahl halten. Und als Bürgermeister muss er sich nun einmal an die Gesetze und Vorschriften halten, die uns Bürgern aber im Einzelnen normalerweise gar nicht bekannt sind und daher für Unruhe und Unmut sorgen.

 

Trotzdem hat der Bürgermeister natürlich auch etwas Spielraum und so wird vom 03. April bis zunächst 19. April der Fördewanderweg in Absprache mit der Bundeswehr gesperrt. Hier zeigte übrigens die Info-Tafel gestern und heute unterschiedliche Texte an, aber das wird sich noch einpendeln.

 

Die Parkplätze in Neu-Stein und vor der Schwimmhalle werden bis zum kommenden Freitag ebenfalls gesperrt. Auch der Parkplatz von Surfers Paradise am Ehrenmal wird jetzt zusätzlich gesichert und abgesperrt. Zusätzliche Halteverbotsschilder und Hinweistafeln werden aufgestellt und auch die Politesse ist am Wochenende im Einsatz. Darüber hinaus wird sehr genau kontrolliert, ob für die Osterfeiertage noch weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen um die Tagestouristen, die normalerweise herzlich willkommen sind, zu ihrem eigenen und zu unserem Schutz aus Laboe fernzuhalten.

 

Nun könnte man sich natürlich fragen, warum ist das nicht alles schon viel früher in die Wege geleitet worden? Aber „hätte, wenn und aber“ bringen uns ja im Moment nicht weiter, das kann man später aufarbeiten. Wichtig ist nur, dass jetzt etwas geschieht damit sich so etwas nicht wiederholt, auch wenn es ja nicht verboten war.

 

Warten wir also ab was am nächsten Wochenende passiert und dann sehen wir weiter. Wer selber einmal nachlesen möchte was in der Landesverordnung steht drückt HIER oder für den Fragen- und Antwortenkatalog HIER

 

Dann gibt es noch ein paar weitere sehr interessante Daten die mir Veranstaltungsleiter Christian Bohnemann heute aus seiner technischen Datenquelle zur Verfügung gestellt hat. Wenn wir nun alle der Meinung waren, am letzten Wochenende war es voll auf der Promenade, dann zeigen die Zahlen ein ganz anderes Bild auf.

 

Am Samstag den 28.03.2020 wurden 1091 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade gezählt. 

Am Sonntag den 29.03.2020 waren 900 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade.

 

Schauen wir uns nun einmal zum Vergleich die Zahlen von diesen beiden Tagen im letzten Jahr an, sah es wie folgt aus:

 

Am Samstag den 30. März 2019 wurden 4553 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade gezählt. 

Am Sonntag den 31. März 2019 wurden 5017 Personen innerhalb von 24 Stunden auf der Promenade gezählt.  

 

Bedeutet, an dem Wochenende in der Coronakrise gibt es beim Vergleich des Wochenendes 2019 zu 2020 einen Rückgang der Besucherzahlen von 76% bzw. 82%.

 

Der tägliche Durchschnitt an Menschen auf der Promenade im ganzen Jahr liegt übrigens bei 2398 Personen. Wochentags sind in dieser Jahreszeit im Durchschnitt etwa 800 Personen täglich auf der Promenade unterwegs.

 

Auch diese Zahlen mögen hoffentlich dazu beitragen, den Pulsschlag etwas zu senken. Wenn dann noch am Wochenende die neuen Maßnahmen umgesetzt werden, sollte es eigentlich endlich wieder ruhiger werden in Laboe. Wobei natürlich auch das Wetter eine große Rolle spielt. Dauerregen und Flaute über Ostern käme in diesem Jahr ausnahmsweise gar nicht mal nicht so ungelegen.

 

Fassen wir also zusammen. Tatsache ist, es gibt momentan keine gesetzliche Grundlage, den Zustrom an Tagesgästen aus Schleswig-Holstein zu stoppen. Was Bürgermeister Heiko Voß jetzt zusätzlich in die Wege geleitet hat ist, dass die Aufenthaltsqualität (was für ein Wort) in Laboe noch weiter herunter gefahren wird. Sollte das immer noch nicht reichen ist das Ende der Fahnenstange nach unten noch nicht erreicht, da geht noch was.

 

Aber gehen wir mal davon aus, dass sich die Laboer am kommenden Wochenende wieder ohne Angst an den Strand und in die Natur wagen können.

 

Ich hoffe, ich konnte heute einmal mit einem Blick hinter die Kulissen etwas zur Aufklärung beitragen. Auch für mich war vieles ganz neu und überraschend was ich in den letzten zwei Tagen zu diesem Thema erfahren habe, man lernt doch nie aus.

 

Das soll es gewesen sein für den Mittwoch, gerade schreibe ich noch vom schlechten Wetter, schon ist es da. Soooo war das nun auch nicht gemeint lieber Petrus. Im Album sehen wir dann ein graues Bild von heute und ansonsten herrliche Sonnenscheinbilder vom Dienstag aus dem Naturerlebnisraum.

 

Ich sage dann mal Tschüss bis zum Freitag

Euer Ostsee-Peter


Montag, 30. März 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

ein dramatisch schönes Wochenende liegt hinter uns. Dramatisch wegen der Sturmflut und den gefühlt tausenden von Tagesgästen, die am Wochenende wieder über Laboe hergefallen sind. Schön durch den herrlichen Sonnenschein der trotz reichlich Wind das Wetter beherrschte. Eigentlich alles OK, wenn......

 

... wenn wir nicht im Moment die Corona-Krise hätten. Ganz Schleswig-Holstein (und natürlich alle anderen Bundesländer auch) sind fast zum Stillstand gekommen, nur in Laboe tobt das Leben als wenn die Verantwortlichen hier noch gar nicht mitbekommen haben, was gerade draußen in der Welt passiert.

 

Um den Tagestourismus zu stoppen wurden Spielplätze, öffentliche Toiletten usw. sowie die Parkplätze Katzbek und am Ehrenmal gesperrt. Soweit so gut. Aber was nützt das, wenn die Parkplätze vor der geschlossenen Schwimmhalle und dem gesperrten Hafen weiterhin geöffnet bleiben? Wahrscheinlich hat sich jemand gedacht, den armen Kitern und Surfern aus den Umlandgemeinden ist es ja nicht zuzumuten, den weiten Weg vom Ehrenmalparkplatz zu Fuß mit ihrer schweren Ausrüstung zu laufen, lassen wir also den Parkplatz an der Schwimmhalle geöffnet. Dazu keine Kontrolle der parkenden Fahrzeuge in der völlig zugeparkten Strandstraße, unsere auswärtigen Gäste sollen sich ja wohl fühlen in Laboe.

 

Auch der Hafen zieht natürlich immer wieder viele Besucher an, gerade auch bei der Sturmflut am Sonntag, da kommen zusätzlich dann noch die „Katastrophen-Touristen“ um zu gucken, also lassen wir auch den Parkplatz geöffnet damit die Leute es nicht so weit zum Hafen und Strand haben. Auch für die Verpflegung mit Speisen und Getränken ist überall gesorgt, in Laboe kann man sich auch zu Corona-Zeiten als Auswärtiger prächtig amüsieren.

 

Wie wäre es noch mit entsprechenden Plakaten im ganzen Land?

„Über Ostern an die See? Kein Problem - kommt nach Laboe!!!“

Das ist zwar jetzt ironisch gemeint, aber so kam es mir am Sonntag vor in Laboe.

 

Und so denken wahrscheinlich auch viele der Tagestouristen, die am vergangenen Wochenende trotz aller Ermahnungen und Verfügungen teils weite Anfahrten in Kauf genommen haben, nur um in Laboe ihren Spaß zu haben.

 

Sorry, ich bin auch nur ein Einwohner von Laboe und verstehe das einfach nicht. Cuxhaven sperrt seinen Strand für auswärtige Besucher, in Laboe sind sie herzlich willkommen. In Damp werden Kiter und Surfer kontrolliert und gegebenenfalls aus dem Wasser geholt sofern es sich nicht um Einheimische handelt. Wer mal am Wochenende gesehen hat wie viele Camperfahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen in der Strandstraße geparkt haben, der weiß wovon ich rede. Da es aber anscheinend in ganz Schleswig-Holstein nirgendwo mehr so viel Fun gibt wie in Laboe, nimmt man natürlich auch gerne Fahrten von 100 km und mehr auf sich, um hier seinen Spaß zu haben.

 

Im Bereich Neu-Stein sieht es auch nicht anders aus. Wie mir eine Bewohnerin dort erzählte war sogar der Privat-Parkplatz der jetzt leeren Ferien-Appartementanlage am vergangenen Wochenende vollgestellt mit Fahrzeugen aus ganz Deutschland.

 

Also irgendetwas läuft da ganz gewaltig schief in Laboe und das fällt nicht nur mir auf sondern vielen Bewohnern, mit denen ich am Wochenende (mit weitem Abstand) gesprochen habe. Auch in den sozialen Netzwerken findet man dazu zahlreiche Fotos und Berichte entsetzter Anwohner.

 

Immer wieder taucht der Vorschlag auf, da Laboe ja nur zwei Zufahrten hat, diese zu sperren. Wer nach Laboe hinein will muss das entsprechend begründen und belegen. Im Prinzip also eine sehr einfache und wirkungsvolle Maßnahme, die zu normalen Zeiten natürlich an den rechtlichen Voraussetzungen scheitern würde. Aber wir haben im Moment nun mal keine „normalen“ Zeiten.

 

Wie sonst will Laboe die Sache mit den Tagestouristen in den Griff bekommen wenn nirgendwo kontrolliert wird? Wer zu normalen Zeiten in Laboe falsch parkt hat nach 5 Minuten ein Ticket unter dem Scheibenwischer – und jetzt? Es geht um unserer aller Gesundheit und Leben, das scheinen viele Touri-Egoisten zu vergessen die immer noch nicht wahrhaben wollen, dass sie mit ihrem Verhalten anderen Menschen schaden können. Hauptsache sie können ihrem Hobby nachkommen und haben Spaß, wen interessieren da die anderen?

 

Während in anderen Urlaubsorten konsequent gehandelt wird, lädt Laboe die Gäste quasi ein und das kann es irgendwie nicht sein und darüber herrscht großer Unmut bei den Einheimischen die mir geschrieben haben oder mit denen ich in den letzten Tagen gesprochen habe. Die Menschen sollen und müssen an die frische Luft um spazieren zu gehen, natürlich immer mit Abstand, das klappt auch während der Woche sehr gut und da muss ich den Laboern ein großes Lob aussprechen. Aber an Ostern mag ich jetzt noch gar nicht denken.

 

Daher spreche ich glaube ich auch im Namen vieler Einwohner die Bitte an die Gemeinde aus, die Vorgaben und Anweisungen der Landesregierung konsequenter anzuwenden. Wir müssen ja nicht das Rad neu erfinden, wir müssen nur besser kontrollieren und uns an die Vorgaben halten, dann ist schon eine Menge gewonnen. Wir müssen an den Schutz der Menschen denken, ganz speziell auch an die, die jeden Tag auch weiterhin ihren Dienst für uns versehen.

 

Laboe war in letzter Zeit politisch gesehen nach stürmischen Zeiten endlich wieder in ruhige Fahrwasser gekommen, viele positive Dinge gab es schon zu berichten. Das wollen wir doch nicht damit zunichtemachen, dass Laboe sehr unrühmlich als lebhaftester Ostsee-Urlaubsort während der Corona-Krise in die Geschichtsbücher eingeht, oder?

 

Ich bin ja nun auch ein Mensch der den Tourismus sehr befürwortet und unterstützt so gut es geht hier im Ort, sonst würde es ja diese Homepage und weitere Projekte für Laboe gar nicht geben. Aber es kann und darf doch nicht sein, dass sich während der Corona-Krise die Einheimischen am Wochenende kaum noch auf die Straße wagen, weil Laboe von auswärtigen Tagesgästen regelrecht überrannt wird. Da muss dringend etwas geschehen.


Die Corona-Krise geht vorüber und danach sind alle Urlauber und Tagesgäste wieder ganz herzlich willkommen. Aber in der momentanen Situation geht die Sicherheit der Menschen vor, wer darauf keine Rücksicht nimmt ist einfach nur dumm und ignorant und muss sich dann auch nicht wundern, wenn zu härteren Maßnahmen gegriffen werden muss und das wäre doch sehr schade.

 

Kommen wir zur Sturmflut, die zwar angekündigt war aber dann doch irgendwie in ihrer Heftigkeit überraschte. Als unlängst die Orkane über Laboe hinweg fegten war es zwar gut windig, aber größere Schäden waren zum Glück nicht zu verzeichnen.

 

Am Sonntag herrschte nur Windstärke 8, da macht sich nun kein Küstenbewohner einen Kopp, allerdings kam der Wind diesmal aus Nord-Ost und trieb das ganze Wasser wieder vor sich her, das kürzlich erst aus der Förde heraus gedrückt wurde. Und so reichen auch verhältnismäßig geringe Windgeschwindigkeiten zwischen 62 – 74 km/h aus, um den gerade so schön hergerichteten Strand völlig zu überfluten.

 

Die Stege am Hafen standen unter Wasser, dem Seenotkreuzer Berlin fehlten an seinem Steg nur ein paar Zentimeter und er wäre an Land gewesen, also das sah schon alles sehr beeindruckend aus. Daher sehen wir heute im Album wie sich Laboe innerhalb von ein paar wenigen Stunden dramatisch verändern kann. Eben noch weiter Strand mir vereinzelten Besuchern, dann plötzlich die entfesselte Ostsee. Sagenhaft. Und wieder ein paar Stunden später ist am Montag fast alles wieder so, als wäre nichts gewesen.

 

Dann möchte ich noch über eine Aktion in Schleswig-Holstein berichten, die sich an unsere Schulkinder richtet. Durch die Corona-Krise müssen ja die überall im Land abgehaltenen und beliebten Ferien-Workshops jetzt abgesagt werden. In Laboe hat das immer die Kinderbuchautorin und Illustratorin Astrid Krömer übernommen, ihr zur Seite stand ihr Ehemann Wolfgang Slawski, bekannt durch seine Wimmelbild-Bücher und die lustigen Laboe-Schwände die man auf Postkarten, Tischsets, Tassen usw. findet. Wer immer noch nicht weiß wer gemeint ist drückt einmal HIER 

 

Bessere Lehrmeister als die beiden konnten die Kinder aus Laboe gar nicht bekommen und so entstanden immer ganz kreative Geschichten aus gemalten Bildern, die dann teilweise per Computer noch bearbeitet oder zu neuen kleinen Kunstwerken zusammen gesetzt wurden. Das hatte den großen Vorteil, dass die Kinder neben der eigenen Kreativität ganz spielerisch auch noch den Umgang mit einem recht anspruchsvollen Fotobearbeitungsprogramm kennen gelernt haben.

 

Das alles gibt es also im Moment leider nicht mehr, aber es gibt eine andere Möglichkeit, damit die Kinder in Schleswig-Holstein auch weiterhin kreativ bleiben, das Online-Projekt heißt: Schüler*innen@homeart. Worum geht es bei dem Projekt?

 

Nun, nach der ersten Freude über die verlängerten Osterferien, Schule zu Hause und viel Freizeit kommt aber nun so langsam ein anderes Problem zum Vorschein. Man muss teilweise dicht gedrängt den ganzen Tag mit seinen Eltern verbringen, Freunde zu besuchen gestaltet sich auch manchmal schwierig und mit der Gruppe los ziehen geht schon mal gar nicht mehr. Den kleineren Kindern fehlen die Spielplätze, den größeren die Sportplätze oder Treffs, wo sie früher immer zusammen waren.

 

Die Herausforderungen, die durch die Situation der letzten Tage und Wochen

entstanden sind, das Fehlen der Freunde und sicher auch die Langeweile kennzeichnen die jetzigen Tage. Diese Emotionen können zugleich der Ursprung für kreative Prozesse sein. Daher haben die Kreisfachberater*innen

für Kulturelle Bildung an den Schulen in Schleswig-Holstein ein bisher einmaliges Projekt entwickelt, das allen Schülern*innen im Land die Möglichkeit bietet, sich kreativ mit der derzeitigen Situation auseinanderzusetzen und

ihre Ergebnisse anderen zu zeigen.

 

Sie haben daher die erste landesweite Schülerausstellung zur historischen Situation um das Corona-Virus initiiert: „Schülerinnen@homeart“.

 

Etwas beitragen kann jeder Schüler, jede Schülerin von heute an bis zum regulären Schulbeginn. „Alles ist möglich, beispielsweise Musik, Bilder, Fotos, Videos, Gedichte, Kurzgeschichten“, so Antje Wilkening, Kreisfachberaterin für

den Kreis Segeberg. Ihre Kollegin Frederice Graf aus Stormarn ergänzt: „Unsere virtuelle Ausstellung bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Gefühle und Gedanken auf künstlerische Art und Weise zum Ausdruck zu bringen und ihre Werke

mit anderen zu teilen. So können Hoffnung und ein Gefühl von Gemeinsamkeit entstehen.“

 

Für die musikalisch Interessierten gibt es sogar einen extra geschriebenen Song, den die Schüler nun gemeinsam weiterentwickeln können. Im Song ‚Verrückte Zeit‘ können die Schüler gemeinsam musizieren und Teil eines großen

Ganzen werden“, sagt Dirk-Lorenzen Matthiesen, Kreisfachberater für Flensburg, der den Song zur interaktiven Gestaltung entwickelt hat.

 

Die eingesendeten Beiträge sollen dabei nicht nur im Internet bleiben. Ingo Schlünzen aus Neumünster gibt daher schon jetzt bekannt: „Alle Ergebnisse haben die Chance, im nächsten Schuljahr auf einer zentralen Landes-Performance Ausstellung präsentiert zu werden.“

 

Wer also bei diesem tollen und landesweiten Projekt mitmachen möchte schaut einmal HIER Viel Spaß.

 

So, das war es für den Montag, so viel habe ich am Mittwoch sicherlich nicht zu berichten, aber schauen wir mal was bis dahin alles passiert in Laboe, Überraschungen gibt es ja immer wieder.

 

Bis dahin sage ich Tschüss

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 27. März 2020



Moin Moin aus Laboe,

 

wenn am Wochenende die Uhren umgestellt werden auf die Sommerzeit, wenn Ostern vor der Tür steht und deshalb alle Sandbretter entfernt wurden und die große Raupe den Strand von Laboe planiert, dann ist eigentlich alles wie immer um diese Jahreszeit, nur jetzt ist es eben völlig anders.

 

Nun ist aus dem Strand mit Saharadünen wieder ein ganz normaler Strand geworden, denn die Raupe war schon bestellt als noch keiner das Wort Corona gehört hatte. Dort, wo bei solch einem schönen Wetter das pralle Leben am Strand getobt hätte wird es nun über Ostern wahrscheinlich sehr still sein, wenn die Einheimischen ihren gut 1 km langen Sandstrand für sich haben. Ja, wir haben es sehr gut hier in Laboe im Gegensatz zu den Menschen in einer Großstadt, die vielleicht auch noch jeden Tag dichtgedrängt in öffentlichen Verkehrsmitteln stehen müssen weil sie kein Homeoffice machen können. Dafür dass wir an so einem schönen Ort leben dürfen wir wirklich dankbar sein.

 

Ich denke, Dankbarkeit ist etwas sehr wichtiges im Moment. Dankbarkeit für all die Menschen, die auch jetzt noch Tag für Tag ihre Gesundheit aufs Spiel setzen, damit das öffentliche Leben nicht völlig zum Erliegen kommt, wir alle genug zu essen und zu trinken haben.

 

Andererseits steht aber zu befürchten, dass trotz der vielen Ermahnungen und Hinweise über Ostern viele Tagestouristen an die Ost- und Nordsee fahren werden. Cuxhaven hat da z.B. seit dem heutigen Freitag ganz konsequent seine Strände für auswärtige Besucher gesperrt und das wird auch ganz strikt kontrolliert. Auch das wäre in Laboe als Maßnahme denkbar um den teils immer noch sehr starken Tagestourismus einzudämmen. Und nun kommt auch noch dieser wunderschöne Strand hinzu. Wir müssen abwarten was passiert und wenn Appelle an die Vernunft nicht ausreichen müssen weitere Maßnahmen zum Schutze aller ergriffen werden.

 

Berichten möchte ich ja auch noch von dem schönen Wanderweg oberhalb des „normalen“ Weges durch den Naturerlebnisraum. Der beginnt in Laboe bei der Strandklause, ist für PKW gesperrt aber mit einem Fahrrad und natürlich für Fußgänger ist dieser gut ausgebaute Weg begeh- und befahrbar. Und wie ich noch so vor dem Zugang stehe und überlege, ob ich diesen Weg überhaupt schon einmal bewusst wahrgenommen habe und wo der wohl hinführt, kommt mir Margret Diekötter von der Gemeindevertretung auf ihrem Fahrrad aus diesem Weg entgegen.

 

Ich da natürlich sofort einmal gefragt, wie üblich jetzt mit 2 Meter Abstand, und Margret Diekötter erklärte mir dann fröhlich, dass dieser Weg einmal vor vielen Jahren als Radfahrweg von der Gemeinde angelegt wurde. Er ist zwar sehr gut in Schuss aber er wird kaum noch genutzt, die meisten Menschen die zu Fuß oder mit Fahrrädern den Naturerlebnisraum durchqueren benutzen den unteren Weg, der aber teilweise nach starken Regenfällen an einigen Stellen kaum passierbar ist. Sie benutzt diesen Weg aber immer sehr gerne, weil dort kaum Menschen unterwegs sind. Der Weg endet dann am Parkplatz vom „Koffiehuis“ in Neu-Stein, von dort aus kommt man dann ja Richtung Steilküste.

 

So, und mit diesem Wissen im Kopf habe ich mich dann auf diesen mir völlig unbekannten Weg gemacht den wahrscheinlich jeder Laboer kennt. Und was soll ich sagen? Das ist ja tatsächlich ein toller Weg und man hat einen herrlichen Blick von oben auf den Naturerlebnisraum und die Ostsee. Während auf dem unteren Weg einige Menschen unterwegs waren bin ich die ganze Zeit völlig alleine dort spazieren gegangen, das war wunderschön. Bilder dazu sehen wir dann im Album. Danach kam dann allerdings die Geschichte mit den unzähligen geparkten Fahrzeugen in Neu-Stein.

 

Zu dem Thema erhielt ich gestern Abend noch eine Mail von einer Leserin aus Laboe und sie schrieb mir: „Das gleiche Bild mit den vielen parkenden Autos bot sich uns auch heute Nachmittag. Wir wurden im Naturerlebnisraum von einer Frau angepöbelt, der wir sagten, dass sie ihre 3 ! großen Hunde, die auf uns zusprangen, anleinen soll. Sie behauptete, dort sei der Hundestrand und wir sollten aufgrund unseres Alters gefälligst nach Hause gehen. Da fehlen einem wirklich die Worte!“

 

Tja, es wird leider nicht zu vermeiden sein, dass umso länger die Corona-Krise andauert, es immer öfters auch zu Aggressionen kommen wird. Ich hatte am Mittwoch ein sehr langes Gespräch mit Anke Buuk in ihrer Praxis für Psychotherapie am Probsteier Platz, an sich ging es um ihr 10-jähriges Jubiläum dass sie am 7. April feiert, aber das Thema Corona ist natürlich gerade im Moment auch für die Therapeuten ein ganz wichtiges Thema.

 

Sie zeigte mir ein Schreiben der Therapeutenverbände wo stand, dass die rasante Ausbreitung des Corona Virus bei vielen Menschen zusehends für eine tiefe Verunsicherung und Angst sorgt. Dadurch entsteht im Moment bei vielen Personen ein erhöhter Gesprächsbedarf. Auch die zwangsweise auferlegte Einsamkeit oder das unfreiwilligen Zusammensein für einen längeren Zeitraum überfordern viele Menschen.

 

Anke Buuk ist darauf vorbereitet diesen Menschen zu helfen, der Bericht  erscheint in der nächsten Ausgabe vom „Förde-Kurier“ am 8. April und auch ich werde natürlich noch einmal ausführlich berichten, denn auch das Café „Mocca-Fee“ feiert am 7. April Jubiläum, 13 Jahre sind Sandra und Simone nun schon in Laboe um uns mit ihren Leckereien das Leben zu versüßen. Das wird gefeiert – mit Geburtstagstorte to go!!!

 

So, das für den Freitag. Diesmal hört man kaum etwas über die Aufregung mit der Zeitumstellung, die Welt ist mit wichtigeren Dingen beschäftigt. Am Montag werde ich über ein sehr schönes Projekt für Schulkinder in Schleswig-Holstein berichten, denn überall müssen ja die sonst so beliebten Ferien-Workshops nun ausfallen.

 

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende, macht das Beste draus und vor allen Dingen, bleibt gesund.

 

In diesem Sinne ganz liebe Grüße aus Laboe

Euer Ostsee-Peter




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wer keinen Parkplatz hat macht sich einen...
zum Glück fahren die Schiffe noch regelmäßig an Laboe vorbei
Hinweisschilder weisen auf gesperrter Parkplätze hin
Blick Richtung Schilksee und Strande
Spaziergang durch den Naturerlebnisraum am Dienstag
die Möwen interessiert Corona nicht
Surfer und Kiter in Laboe
Parkplatz Surfers Paradise (Archivbild)
Promenade Laboe zur Jahrhundertwende, nur zu zweit, so ist es sichtig  :-)
stürmischer Sonntag in Laboe
volle Parkplätze durch auswärtige Tagestouristen
so sieht es jetzt normalerweise am Strand aus
so ist es richtig, Abstand und Rücksicht, Corona geht vorrüber und dann sind wieder alle Gäaste in Laboe herzlich willkommen
Sturmflut in Laboe
SK BERLIN fast an Land
eine der niedlichen Schwan-Karten aus Laboe
Tolles Schülerprojekt in S-H
der Strand wird planiert
nur wird der Strand wieder hübsch gemacht
hier beginnt der Weh Richtung Neu-Stein
Anke Buuk vor ihrer Praxis