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Das Bild des Tages......

Treckre am Strand

                                                                      

Mittwoch, 19. Januar 2022


Moin Moin aus Laboe,

 

Laboe befindet nach wie vor im Winterschlaf, nur an den beiden Baustellen Fördeterrassen und an der Pumpstation im Kurpark sieht man, dass noch etwas Leben im Ort herrscht.

 

Auch der Bauhof ist jeden Tag im Einsatz, als gestern der Trecker am Strand vor der Schwimmhalle stand dachte ich schon, die Jungs fangen an die Halle abzureißen, ging aber nur um „Strandkosmetik“.

 

Wenn es also aus dem Ort nichts zu berichten gibt erzähle ich heute mal zwei Geschichten aus meinem Alltag. Vor ein paar Tagen hatte ich ja von unserer Color-Line Reise mit der Familie am 30.1.22 berichtet, lt. Aussage von Linda (die Nachnamen lass ich mal weg) sollten die Schiffe ab 20.1.22 wieder fahren, unserer gebuchten Reise also nichts mehr im Wege stehen.

 

Gestern Nachmittag erhielt ich dann von Mitarbeiterin Bianca von der Color-Line die Nachricht, die Schiffe fahren nun doch wohl erst ab Anfang Februar, aber sicher ist das im Moment auch noch nicht. Daher bot sie uns an, dass wir die Reise auch noch bis in den April rein umbuchen könnten, da es sich bei der Fahrt ja um eine Color-Line-Clubreise zum Sonderpreis handelt also nicht selbstverständlich.

 

Dann gestern Abend noch den Familien-WhatsApp-Chat angeworfen, gab einige Diskussionen wegen Urlaubstage oder Überstunden abbummeln, die gute Nachricht war, dass die Kinder Anfang April in Niedersachsen Osterferien haben, so haben wir uns dann auf Abfahrt 3.4.22 geeinigt. Und das habe ich dann Bianca von der Color-Line gestern Abend gegen 23.00 Uhr dann auch noch geschrieben.

 

Ich mach dann heute morgen im Bett die Augen auf und schaue auf mein Smartphone und was sehe ich: E-Mail von der Color-Line. Sehr geehrter Herr Dittmer usw….. aber nun kommts: leider ist der von ihnen gewünschte Termin am 03.04.22 bereits ausgebucht, ich kann ihnen dafür folgende Termine anbieten. Ich – immer noch im Bett während der Rest der Familie schon am Arbeitsplatz war (ach, Rentnerleben ist herrlich) nun die neuen Termine weitergeleitet. Antworten kamen in der Art dann von: Ach neee, nicht schon wieder oder also das kann ich jetzt nicht so spontan sagen, muss ich abklären usw. Ich zurückgeschrieben: Aber Eile tut Not sonst sind die Ersatztermine auch wieder weg.

 

Nach dieser morgendlichen Hektik im Bett dann erstmal die Kaffeemaschine klar gemacht. Gucke dann wieder auf mein Handy, nächste Mail von Color-Line, diesmal war es wieder Linda. Sehr geehrter Herr Dittmer…..  gerne bestätige ich ihnen die Umbuchung zum 3.4.22, anbei die neuen Reiseunterlagen usw. Ähhhh, wie jetzt……

 

Habe dann nochmal eine Mail an die beiden Mädels geschrieben mit dem Vermerk, dass ich in meinem Alter nicht mehr gedacht hätte, dass mich Frauen noch dermaßen verwirren können, aber die beiden haben das nun geschafft. Kam dann auch wieder eine sehr freundliche Mail zurück, man dankt mir für mein Verständnis, aber im Moment sind da tausende von Umbuchungen, Stornierungen usw. zu bearbeiten, wenn die eine Kollegin für uns einen Termin freigibt ist der natürlich für die andere Kollegin gesperrt.

 

Das ist ja auch alles kein Problem, denn die Damen und Herren vom Service haben in solchen Fällen ja eine wahre Flut zu bearbeiten und ich könnte mir auch vorstellen, dass einige Menschen dann ihren Frust bei den Mitarbeiterinnen abladen.

 

Ich finde diesen April-Termin eh besser, Corona sollte sich dann langsam wieder etwas beruhigt haben, es ist schon wärmer und abends ist es länger hell, bringt mehr Spaß an Deck. Also viele Vorteile gegenüber der Fahrt Ende Januar. Aber mal ganz ehrlich – was wildfremde Frauen doch für eine Unruhe in mein Leben bringen können, sagenhaft.

 

Geschichte zwei ist da schon ernster. Gestern sollte ein Päckchen für mich per DHL kommen, muss eine Aushilfe gewesen sein, denn unser Stamm-Paketbote weiß wo er die Sachen abgeben oder deponieren kann wenn einmal jemand nicht zuhause ist in unserer Anlage. Nun hatte ich aber einen Zettel im Briefkasten, man hat mich nicht angetroffen (kann sein) und hätte meine Sendung in der Packstation beim ALDI hinterlegt. Wieder mal ein erstauntes hä? meinerseits. Wieso nicht in der Rezeption oder in der Postfiliale abgegeben, das ist einmal über die Straße für mich.

 

So, nun habe ich zwar diese gelbe Kiste neben dem Aldi schon mal gesehen aber mich noch nie damit beschäftigt. Auf der Abholkarte stand dann noch folgendes: Wenn die Packstation einen Bildschirm hat soll ich auf ABHOLEN drücken und den Anweisungen am Bildschirm folgen um die Abholkarte dort einzuscannen.

 

Sollte die Packstation keinen Bildschirm haben benötige ich den Abholschein, ein Smartphone und die DHL-App auf dem Handy. Was weiß ich ob die Kiste da einen Bildschirm hat oder nicht. Ich habe zwar das ganze technische Equipment, aber nun stellt sich mir ja die Frage: Meint ihr das ernst liebe Post/DHL? Für junge Menschen alles kein Problem, aber was machen ältere Menschen ohne Smartphone. Da taucht vielleicht auch die Frage auf: was bedeutet denn auf dem Smartphone oder der Packstation den Code einscannen, wie geht das?

 

Nun, also unsere Packstation hat einen Bildschirm, man braucht also kein Smartphone. Wenn der Code auf der Abholkarte gescannt ist erscheint dann eine Tastatur auf dem Bildschirm auf der man seinen Namen eingeben muss, danach muss man auch noch mit dem Finger unterschreiben. Das sah aus als wenn meine 6-jährige Enkelin da ein schönes Bild gemalt hätte, meine Unterschrift war das jedenfalls nicht aber egal, die Kiste hat das akzeptiert und dann - „Sesam öffne Dich“ ging tatsächlich eine der vielen Klappen auf und ich konnte mein Päckchen in Empfang nehmen.

 

Tja, was in der Stadt sicherlich sehr praktisch ist, wenn in verschiedenen Stadtteilen jeweils so eine Packstation steht, finde ich das in Laboe etwas gewöhnungsbedürftig da wir doch ganz zentral eine Postfiliale haben. Für das Neubaugebiet Krützkrög macht die Packstation beim Aldi sicherlich Sinn, aber warum werden neuerdings Päckchen und Pakete für Empfänger im Zentrum nun wieder bis an den Ortsrand gekarrt wenn wir mitten im Ort eine Post haben, das erschließt sich mir im Moment noch nicht.

 

Und auch hier denke ich wieder an unsere Senioren, teils mit Gehwagen. Zur Post am Dellenberg kommen sie zwar bequem, aber zu Fuß zum Aldi rauf um sich dann auch noch mit der unbekannten Technik auseinander zu setzen statt einfach die Benachrichtigungskarte am Postschalter abzugeben, das sehe ich nicht unbedingt als perfekten Service an. Vielleicht ist es ja für den DHL-Fahrer wesentlich einfacher und schneller, die Sachen in der Packstation abzugeben statt in der Post, wo er eventuell keinen Parkplatz vor der Tür findet? Aber das wissen wohl nur die Paketboten.

 

So, dass waren mal wieder die Geschichten aus Laboe die das Leben schreibt. Wir lesen uns Freitag wieder. Nächste Woche muss ich dann mal schauen ob ich bis zum März nur noch zweimal statt dreimal in der Woche schreibe, im Moment liegt Laboe ja wirklich noch im tiefsten Winterschlaf.

 

Schaun mer mal. In diesem Sinne noch eine schöne Woche

 

Euer Ostsee-Peter