News-Blog
Blick vom Ehrenmal auf Laboe

Mittwoch, 20. Juni 2018

 

Moin Moin aus Laboe,

 

das Kieler Woche-Wetter hat sich eingependelt auf „überwiegend freundlich“ und heute möchte ich dann im Fotoalbum auch mal einige Bilder zeigen, wie die Kieler Woche von Laboe aus aussieht.

 

Kleines Drama gestern als die „Cap San Diego“ an Laboe vorbeifuhr. Hatte das zwar im Hinterkopf und sogar hier angekündigt, da ich aber im Moment an 3 verschiedenen Projekten arbeite, wurde ich auf den Museumsfrachter erst nach dem lauten tuten aufmerksam. Das kleine Drama daran war nun, dass bei der großen LUMIX gerade der Akku in der Ladestation lag und die kleine LUMIX auf den ersten Blick nicht greifbar war. Die befand sich nämlich noch in meiner Weste und die hing auf dem Flur in der Garderobe. Sozusagen noch im Laufschritt einfach draufhalten mag die Kamera allerdings auch nicht und so ist von 5 Fotos nur eines einigermaßen brauchbar.

 

Aber die Cap San Diego wird am kommenden Dienstag, den 26.6. gegen 18:00 Uhr aus Rostock zurückerwartet, dann bin ich besser vorbereitet.

 

Plattschnacker Achim Schuldt

Einen Rückblick noch auf den vergangenen Sonntag, denn da hieß es ja „Plattdüütsch in uns Kark“ mit Achim Schuldt. Ihm zur Seite standen Gesa Lantau und Pastor Daniel Kuhl. Nun kennt man Achim Schuldt ja als „Plattschnacker“ der aus dem Stand raus „Döntjes“ – also kleine lustige plattdeutsche Geschichten am laufenden Band erzählen kann. Bei biblischen Texten ist das aber nicht so einfach, diese in die plattdeutsche Sprache zu übertragen, denn „Platt“ ist immer direkt und geradeaus, abstrakte Begriffe gibt es da kaum wie im Hochdeutschen.

 

In diesem Gottesdient ging es um das Thema Liebe, dazu las Gesa Lantau auf Plattdeutsch Texte aus dem Hohelied der Liebe (1.Kor.13)

 

Um dieses Thema in die heutige Zeit und dann noch in plattdeutsch zu übertragen, musste Achim Schuldt also bildlich und wortreich umschreiben, was Liebe in der heutigen Zeit bedeutet. Geld alleine macht eben nicht glücklich, das ist nur der äußere Schein. Liebe ist unabhängig vom Stand, von Reichtum oder lauten Worten, wie Achim Schuldt in seiner Predigt aufzeigte. Glaube, Liebe Hoffnung, diese 3 Begriffe kennen wir alle, doch am größten von ihnen ist und bleibt die Liebe, so die Erkenntnis.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es dann noch anregende Gespräche bei dem Kirchenkaffee. Einen Hinweis noch zu dem nächsten Gottesdienst. Dieser wird wie alljährlich zur Kieler Woche als Open Air Gottesdienst auf der Freilichtbühne im Kurpark stattfinden.

 

Beginn ist um 10:15 Uhr, begleitet wird Pastor Kuhl von der Kantorei und dem Posaunenchor. Im Anschluss wird zum Kirchenkaffee eingeladen.

 

Veranstaltungsmäßig rückt der „Ankerplatz Laboe“ in den Vordergrund, der am Freitag, den 22. Juni um 16:00 Uhr von "Lui & Fiete" mit Ihrem Programm "Riesenspaß von der Waterkant" eröffnet wird. Ab 19:00 Uhr spielt "Nordward Ho" auf und gehen mit dem Publikum auf Rock`n Roll Fangfahrt.

 

Logo Ankerplatz Laboe

Der „Ankerplatz Laboe“ ist eine neue Veranstaltung, die Christian Bohnemann ab Freitag das erste Mal präsentiert. War musikalisch gesehen das „Sommerdeck“ für die jüngere Generation konzipiert, heißt es nun Spaß, Fun und Gute Laune für Alle.

 

Zur großen Windjammerparade am kommenden Sonnabend wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, um einen absoluten Experten nach Laboe zu holen der die große Windjammerparade kommentieren wird. Es ist „Spooky der Steuermann“. Der kann nicht nur dummes Zeug sabbeln, nein – er singt sogar auch noch. Und manchmal soll er sogar richtig liegen mit seinen Kommentaren 😊 Also Spooky, kleiner Tipp: das Führungsschiff der Windjammerparade ist in diesem Jahr die Brigg „Roald Amundsen“.

 

Ab 13:30 Uhr am Samstag treten dann "Lend`n Ear” mit Celtic & Irish Folksongs auf.

Tja, und ab 18:00 Uhr heißt es dann "Dance on" mit den tanzbarsten Rocksongs der 60er und 70er Jahre. Das hört sich doch schon mal prima an. Den Abschluss bildet dann am Sonntag ab 14:00 Uhr “Peter Suuutsche” mit seinem Programm “Von Binnenland bis Meeresgrund”. Für die Binnenländer – suutsche bedeutet hier im Norden langsam, vorsichtig oder auch behutsam. Na, dann bin ich ja schon mal neugierig was Peter denn so suutsche vorbringen wird.

 

Verpflegung ist natürlich auch gesichert, mit dabei sind auf jeden Fall die beiden Mädels mit ihrem Food-Truck „Des Teufels fette Beute“, die waren letztes Jahr auf dem Weinfest mit dabei. Aus Flensburg kommt "Ragnars Nordic Finefood" angereist. Ragnar besitzt einen eigenen Fischkutter und was er dann so im Netz an Fischen findet wird geräuchert und mit eigenen Saucen verfeinert und in einer Semmel verkauft. Brötchen könnte man auch sagen – daher ja vielleicht auch der Begriff „Fischbrötchen“. Whow.

 

Nun muss eigentlich nur noch das Wetter mitspielen, gute Stimmung bringen wir alle selber mit. Und zur Not hängt die Regenjacke immer griffbereit am Haken aber laut Wetterbericht soll es zur Windjammerparade nur bewölktsein, also normal.

 

So, das war es für den heutigen Mittwoch. Weiterhin eine schöne Woche wünscht Euch der

Ostsee-Peter

 

Montag, 18. Juni 2018

 

Moin Moin aus Laboe,

 

so, da bin ich wieder zurück in Laboe, jetzt allerdings mit verheirateter Tochter. Und da Ehemann Stefan ja auch schon eine Tochter hatte besteht die neue Familie nun aus Stefan, Jenny, Jannis, Jannina, Jonathan und Selina.

 

Und so bin ich auch endlich mal wieder in meine alte Heimat Buchholz in der Nordheide gekommen, denn die Hochzeit der eigenen Tochter ist ja schon mal ein wichtiger Grund. Aber kein Wasser, keine Schiffe, dafür viel Verkehr, es ist laut und hektisch und irgendwie so gar nicht mehr meine Stadt, in der ich 30 Jahre gelebt habe. Andererseits ist natürlich alles vertraut, bis auf 2 neue Einkaufscentren hat sich in der Innenstadt nicht viel verändert.

 

das frischvermählte Ehepaar

Auch das Standesamt ist noch immer dort wo es schon immer war – ein eigenes Gebäude getrennt vom Rathaus mitten in der City, dort war in den 80-er Jahren mal die Bücherei untergebracht, das kenne ich auch noch.

 

Sehr schön feierlich und persönlich war die Trauungszeremonie. Der Standesbeamte hatte mit großem Einfühlungsvermögen noch einmal die Lebenswege des Brautpaares verlesen.

 

Tja, und nach dem offiziellen JA-Wort und dem Kuss wurden die Gäste dann schon vor dem Standesamt von meiner Freundin Doris und Mann Markus mit Sekt und Orangensaft erwartet und Klein Jannina durfte Blumen streuen. Doris ist auch eine liebe und alte Freundin aus Buchholz, die mir damals als alleinerziehender Vater einer pubertierenden Tochter immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte.

 

Anschließend ging es dann zum Essen in den Rosengarten. Nicht nach Laboe, sondern in der Nähe von Buchholz gibt es auch einen Ort namens Rosengarten. Und das Hotel „Böttchers Gasthaus“ war schon zu meiner Zeit ein Begriff für gutes Essen. Und auch diesmal wurden wir nicht enttäuscht, das umfangreiche Hochzeits-Menü findet ihr im Album sowie ein paar andere Fotos. Die „offiziellen“ Fotos hat eine Fotografin gemacht, so z.B. wie der Vater, also ich, seine Tochter im Standesamt in den Trauungsraum geleitet. Die reiche ich dann nochmal nach.

 

Das Mittagessen zog sich bis in die Nachmittagsstunden hin und nach gemütlichem Zusammensein fuhr dann um 21:00 Uhr der Zug Richtung Hamburg und von da weiter nach Kiel. War der ICE aus Stuttgart über Hamburg nach Kiel fast leer erwartete mich dann beim Aussteigen in Kiel die große (aber eigentlich zu erwartende) Überraschung. Erster Abend Kieler Woche, mittlerweile kurz nach 23:00 Uhr und ich kann es mit einem Wort ausdrücken: „Hölle“! Menschenmassen im gesamten Bahnhof, jede Menge Polizei, ebenfalls rund um den Bahnhof weitere unzählige Menschen, weil sich vor dem Bahnhof auch eine der großen Bühnen befindet. Dann nur 7 Minuten Zeit um vom Zug zu den Bushaltestellen zu kommen, normalerweise schafft man das locker wenn man sich etwas sputet, aber an diesem Freitag…….

 

Ich mich also todesmutig über die 4-spurige Straße gekämpft, eigentlich hätte der Bus nach Laboe schon weg sein müssen, aber da stand zum Glück noch eine Menschentraube davor die alle noch mitwollten. Puuh, also gefühlt waren da 300 Leute im Bus, das habe ich auch noch nicht erlebt. Irgendwann nach Mitternacht war ich dann glücklich aber kaputt wieder zuhause, den Sonnabend habe ich fast komplett verschlafen, schließlich bin ich ja nun auch nicht mehr der Jüngsten einer.

 

Am Sonntagvormittag habe ich dann aber Achim Schuldt bei seiner Plattdeutschen Predigt gelauscht, die er zusammen mit Gesa Lantau und Pastor Daniel Kuhl hielt, davon dann am Mittwoch mehr, da heute noch 2 aktuelle Ereignisse stattfanden.

 

Kranzniederlegung Ehrenmal

Denn um 10:00 Uhr fand die internationale Kranzniederlegung am Ehrenmal statt. Diese Kranzniederlegung wird traditionell immer am ersten Montag nach Start der Kieler Woche durchgeführt.

 

Für unseren neuen Bürgermeister Marc Wenzel war es der erste offizielle Außen-Termin, mit dabei waren auch Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier und Amtsdirektor Sönke Körber vom Amt Probstei. Dann natürlich der DMB mit seinem Präsidenten Heinz Maurus, dem Marinekommando vertreten durch den Inspekteur der Marine sowie Delegationen aus China, Frankreich, Großbritannien, Litauen, Polen, den USA, Vertreter der maritimen NATO-Einsatzverbände sowie Vertreter vom Land Schleswig-Holstein.

 

Vor dem offiziellen Teil habe ich mich dann noch mit dem Bundesgeschäftsführer des DMB, Alexander Hub, unterhalten und der fragte mich dann, wieso ich Donnerstag geschrieben hätte, es wären bei der Verleihung zum besten Bootsmann des Jahres keine Bänke aufgestellt gewesen. Die wären zu der Verleihung nämlich noch nie aufgestellt worden.

 

Also da war ich aber nun doch sprachlos. Ich habe die Verleihung ja nun auch schon ein paar Jahre mitgemacht, da hätte ich ja nun glatt mein letztes Hemd - also sagen wir mal mein vorletztes Hemd - verwettet, dass da immer Bänke gestanden haben. Daraufhin habe ich zuhause in meinem Archiv natürlich sofort meine Bootsmanns-Bilder der letzten Jahre durchgesehen und siehe da, es waren tatsächlich noch nie Bänke zu dieser Veranstaltung aufgebaut worden. Daher Asche über mein Haupt, so kann man(n) sich irren, den Satz habe ich dann schnell mal wieder rausgenommen.

 

Zu der Kranzniederlegung hielten der evangelische Militärdekan des Flottenkommandos, Armin Wenzel und der leitende katholische Militärdekan Monsignore Rainer Schadt einen gemeinsamen Gottesdienst in Deutsch und Englisch ab. Nach der Kranzniederlegung wurde dann noch im Ehrenmal eine Tafel mit Bibelstellen feierlich enthüllt, die von der Militärseelsorge gestiftet wurden. Das also zu der internationalen Kranzniederlegung am Laboer Ehrenmal am heutigen Montag.

 

Entschlammung des Kurpark-Teiches

Wer heute durch den Kurpark lustwandelt ist wird sich bestimmt verwundert die Augen gerieben haben. Schwimmt da etwa „Nessi“ im Kurparkteich? Denn ein Ungeheuer mit langem Schwanz lärmte durch den Teich. Aber es war nur ein kleiner Saugbagger, der den Teichgrund vom mittlerweile fast einen halben Meter hohen Schlamm befreite, so der 2. Vorsitzende des Vereins der Kurparkfreunde, Uwe Steffen. Dieser Schlamm verhindert den natürlichen Austausch von Sauerstoff und Nähstoffen im Teich, es kann sich Fäulnis bilden, was sich auch schon am Geruch bemerkbar machte und der Teich kann dann „kippen“.

 

Nun wurde der Teich also heute erstmals nach 10 Jahren vom Schlamm befreit, was die Firma „Ökologischer Gewässerdienst Wandhoff“ aus Bad Malente übernommen hat. Dabei kam ein sogenannter „Truxor“ zum Einsatz. Ein „Truxor“ ist ein multifunktionales Amphibien-Fahrzeug zur schonenden Gewässerpflege. Er bewegt sich äußerst sanft mit Stoffketten und Gummilamellen. Durch den geringen Bodendruck von nur 32g/cm2 gegenüber einem Menschen mit 76g/cm2 werden die Bodenstrukturen und Kleinstlebewesen nicht in Mitleidenschaft gezogen.

 

Der ausgebaggerte Schlamm wurde auf die angrenzenden Beete und die Wiese verteilt, denn er ist ja ein sehr nähstoffreicher Dünger. Nun sieht es im Moment im und um den Teich zwar etwas grau aus, aber die Natur wird es bald schon wieder richten und der Kurparkteich wird dann wieder mit klarem Wasser die Besucher und die Teichbewohner erfreuen.

 

So, das war es für den Start in die Woche. Ansonsten Kieler Woche-Wetter wie gehabt, die Natur freut sich über jeden Regenschauer, die Ki-Wo-Segler sind das gewohnt und wir Eingeborenen schließlich auch. Und nach der Kieler Woche zeigt die 14-Tage Wettervorhersage ja auch wieder Sonnenschein an.

 

Liebe Grüße aus Laboe sendet Euch der Ostsee-Peter

 

Donnerstag, 14. Juni 2018

 

Moin Moin aus Laboe,

 

starten möchte ich mit der wohl wichtigsten Nachricht des Tages für Laboe: Laboe hat einen neuen Bürgermeister. Von der Gemeindevertretung wurde Marc Wenzel (Grüne) gewählt. Herzlichen Glückwunsch.

 

Die erste konstituierende Sitzung nach der Kommunalwahl stieß natürlich auch bei den Bürgern auf großes Interesse, sodass die Sitzplätze in der Cafeteria der Grundschule nicht ausreichten und viele Zuschauer sich mit einem Stehplatz begnügen mussten.

 

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch die noch bis zu diesem Tag amtierende Bürgermeisterin Ulrike Mordhorst wurden zunächst die ausgeschiedenen Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter durch Frau Mordhorst verabschiedet.

 

Nachdem dann aber auch Ulrike Mordhorst verabschiedet wurde, übernahm das älteste Mitglied der Gemeindevertretung, Frank Eike Giesler, zunächst den Vorsitz für den weiteren Verlauf der konstituierenden Sitzung.

 

Zwei Änderungen der Hauptsatzung wurden noch diskutiert, so stellten die Grünen den Antrag, die Anzahl der bisherigen 3 stellvertretenden Bürgermeister*innen auf 4 zu erhöhen. Begründung: Durch die Wahl des fraktionslosen Einzelkandidaten Karl-Christian Fleischfresser ist so ein besserer Austausch der Informationen aus dem Rathaus in die Fraktionen und zum Einzelkandidaten sichergestellt. Diese Satzungsänderung wurde angenommen.

 

der neue BGM Marc Wenzel mit Vorgängerin Ulrike Mordhorst

Die CDU beantragte eine u.a. eine Satzungsänderung für die Rückkehr von einem ehrenamtlichen Bürgermeister zu einem hauptberuflichen Bürgermeister, da die Führung der Gemeinde durch ein/e ehrenamtliche Bürgermeister*in nicht angemessen zu bewältigen ist. Dieser Punkt wurde vertagt.

 

Bevor es zur Wahl des neuen Bürgermeisters ging stellten sich die beiden Kandidaten Marc Wenzel (Grüne) und Tobias Slenczek (SPD) den Gemeindevertretern vor und begründeten ihre Motivation, warum sie sich als Kandidaten für das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters in Laboe bewarben.

 

Nachdem auch die Fragen der Gemeindevertreter beantwortet waren schritten die Gemeindevertreter zur geheimen Wahl an die Wahlurne.

 

Als neuer Bürgermeister für Laboe entschieden sich die Gemeindevertreter für Marc Wenzel. Er wurde zunächst von Ulrike Mordhorst beglückwünscht, die Vereidigung nahm dann Frank Eike Giesler als ältestes Mitglied der GV vor.

 

Die erste offizielle Amtshandlung des neuen Bürgermeisters Marc Wenzel bestand darin, die 4 stellvertretenden Bürgermeister/innen nach Vorschlägen aus den Fraktionen zu ernennen und zu vereidigen. Wobei es im Vorfeld einige Diskussionen, Unklarheiten und Unterbrechungen zwecks Klärung der Sachlage zum 4. stellvertr. Bürgermeister durch Amtsdirektor Sönke Körber und GV-Mitglieder gab.

 

So bewarb sich der von de Grünen-Fraktion vorgeschlagene Einzelkandidat Karl-Christian Fleischfresser auch persönlich um das Amt des 4. stellvertretenden Bürgermeisters, letztendlich wurde dann aber Jörg Erdmann (CDU) gewählt.

 

Somit wurden als stellvertretende Bürgermeister/-innen gewählt und vereidigt:

 

1. stellv. Bürgermeisterin: Anette Kleinfeld (LWG)

2. stellv. Bürgermeister: Günter Petrowski (CDU)

3. stellv. Bürgermeister: Inken Kuhn (SPD)

4. stellv. Bürgermeister: Jörg Erdmann (CDU)

 

Alle alten und neu gewählten Gemeindevertreter bekundeten den Willen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zum Wohle von Laboe und seiner Bürger. Das wäre natürlich sehr schön, abzuwarten bleibt, welche der vielen Wahlversprechen von den Fraktionen und dem Einzelkandidaten nun tatsächlich auch umgesetzt werden.

 

Aber zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch an alle gewählten neuen und alten Gemeindemitglieder, nun heißt es Ärmel aufkrempeln, es gibt eine Menge zu tun. Und wie schon in der großen Politik: Ein weiter so wie bisher darf es nicht mehr geben.

 

Festakt am Ehrenmal

Das zweite große Ereignis in Laboe war der Festakt am Marine-Ehrenmal wo um 14.00 Uhr durch den Präsidenten des Deutschen Marinebundes (DMB), Heinz Maurus, der Ehrenpreis für den besten Bootsmann des Jahres 2018 verliehen wurde.

 

Alljährlich wird der beste Absolvent der Bootsmannausbildung an der

Marineunteroffizierschule Plön mit der Goldenen Bootsmannsmaatenpfeife des DMB ausgezeichnet. Damit würdigt der Deutsche Marinebund symbolisch die außergewöhnlichen Leistungen und die hohe Einsatzbereitschaft der Frauen und Männer der Deutschen Marine bei ihrem häufig gefahrvollen Dienst.

 

In diesem Jahr konnte Dietrich Wladislaw diese Auszeichnung entgegennehmen. Er konnte sich gegen 526 weitere Lehrgangsteilnehmer durchsetzen. Er überzeugte durch überdurchschnittliche schulische und menschliche Leistungen.

 

Die Festansprache hielt Ingbert Liebing (CDU), Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund.

 

Wünschen wir dem jungen Bootsmann Dietrich Wladislaw eine erfolgreiche Karriere bei der Marine.

 

So, das war es für diese Woche. Wir lesen uns am Montag wieder. Die Kieler Woche startet, die Fußball-WM startet, Jenny heiratet, für Abwechslung ist also auf jeden Fall gesorgt.

 

In diesem Sinne ein erholsames Wochenende.

Euer Ostsee-Peter

 

Mittwoch, 13. Juni 2018

 

 

Moin Moin aus Laboe,

 

so, dass KWW = Kieler Woche-Wetter ist bislang beständig in dieser Woche, grauer Himmel, wenig Sonne und so soll es wohl auch bleiben diese Woche. Für die Segler ist natürlich der Wind das Wichtigste, bei Flaute macht das ja nicht wirklich Spaß.

 

Und wo wir schon bei den Schiffen sind starten wir auch gleich mal damit. Denn die CAP SAN DIEGO, das größte, fahrtüchtige Museums-Frachtschiff der Welt ist wieder einmal on Tour. Der erste Einsatz in diesem Jahr war ja schon beim Hafengeburtstag in Hamburg im Mai, ab 15. Juni startet die große Tour von Hamburg bis Cuxhaven, durch den Nord-Ostsee-Kanal bis Kiel und ab 19.06. geht es dann von Kiel weiter bis nach Warnemünde.

 

Kapitän Rüdiger von Ancken teilte mir vorab schon einmal die voraussichtlichen „Laboe-Zeiten“ mit, der Plan sieht wie folgt aus:

 

Am 17.06. Sonntag kommen wir mit der Cap San Diego nach Kiel, Liegeplatz wie gehabt am Seefischmarkt. Planmäßiges Anlegen dort gegen 18.00 Uhr, wenn uns nicht der Kanal einen Strich durch die Planung macht. Das Dampfschiff „Bussard“ wird uns schon im Kanal treffen und begleitet uns dann die ganze Zeit.

 

Wenn wir gut durch den Kanal kommen, könnten wir zwischen 15.00 und 16.00 Laboe passieren. Wir tuten 3mal, drehen dann in die Strander Bucht und fahren langsam zum Seefischmarkt zurück. Dort kann die Cap San Diego dann am Montag, den 18. Juni besichtigt werden, Besuchszeiten sind von 10.00 bis 18.00 Uhr. Erwachsene 5 €, Kinder 2 € Eintritt.

 

Am 19.06. Dienstag fahren wir gegen 10.00 Uhr an Laboe vorbei auf dem Weg nach Warnemünde und am 26.06. Dienstag kommen wir zurück nach Kiel Seefischmarkt. Wir werden Laboe wohl ab 18.00 Uhr passieren.

 

Am 27. und 28. ist das Schiff wieder zu besichtigen. Am Freitag, den 29.06. fahren wir zurück via Rendsburg nach Hamburg. An diesem Tag passieren wir Laboe 100%ig ab 10.00 Uhr, drehen in die Strander Bucht und daddeln langsam nach Holtenau.

 

Soweit also die geplanten „Laboe-Zeiten“. Nun kann man die Cap San Diego aber nicht nur besichtigen, sondern auch mal eine Strecke mitfahren. Ist die Besichtigung schon sehr eindrucksvoll, mal mit diesem wunderschön erhaltenen Stückgutfrachter unterwegs zu sein ist natürlich ein absolutes Highlight. Einige wenige Plätze sind noch frei, wer sich dafür interessiert drückt einfach mal HIER. Unter „Fahrten“ geht es dann zu den Törns 2018 und auch im Album habe ich noch einmal ein paar Infos eingefügt.

Achim Schuldt Predigt auf Platt

 

Dann habe ich noch zwei weitere Ankündigungen für den Sonntag. Um 10:00 Uhr heißt es in der Anker-Gottes-Kirche wieder „Plattdüütsch in uns Kark“ mit Achim Schuldt.

 

Zusammen mit Pastor Daniel Kuhl und Gesa Lantau wird Achim Schuldt über ein sehr schönes Thema predigen, und zwar über die Liebe.

 

In seiner Predigt wird Achim Schuldt auf den Kaukasischen Kreidekreis von Brecht eingehen. Zwei Frauen streiten sich um ein Kind. Der Richter stellt das Kind in einen Kreidekreis und fordert die Frauen auf, das Kind zu sich rüber zuziehen, wer das schafft, soll das Kind bekommen Brecht hat dies Urteil aus einem anderen Kulturkreis entnommen, übrigens auch die Bibel kennt dazu ein salomonisches Urteil.

 

Jedoch haben alle Texte vor Brecht das Ziel gehabt, die leibliche Mutter zu finden. Brecht dagegen hat die Frau finden lassen, die das Kind am meisten liebt, und das ist die eigentliche Mutter. In der Predigt wird Achim Schuldt auch auf die Laboer Sage eingehen, in der eine Frau im Goldberg gierig viel Gold zusammenrafft und darüber ihr Kind vergisst und es verliert.

 

Wie immer, wenn Achim Schuldt predigt dürfte es recht voll werden in der Kirche. Daher ist also rechtzeitiges Kommen von Vorteil. Eingeladen sind natürlich nicht nur die Laboer und Probsteier, sondern auch Urlauber und Tagesgäste. Mal eine Predigt auf Plattdeutsch zu hören ist doch einmal ganz was Spezielles.

 

Am Sonntag, den 17. Juni um 11:00 Uhr findet die Vernissage der Ausstellung „Haus und mehr von dem Ehepaar Anne-Kathrein und David Erban statt.

 

David Erban wurde in Chichester in England geboren, studierte Germanistik an der University of Kent at Canterbury in England und setzte danach sein Studium in den Bereichen Anglistik und Romanistik an der Universität Hamburg fort. Bis 2015 übte er eine Lehrtätigkeit an der Staatlichen Fremdsprachenschule in Hamburg aus.

 

Seit 1986 beschäftigt er sich mit Keramikarbeiten, ein Schwerpunkt seiner Arbeiten sind architektonische und geometrische Formen.

 

Anne-Kathrein Erban absolvierte u.a. ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, seit 2005 betreibt sie ein eigenes Atelier in Norderstedt und ist heute Zweite Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft-Kunst (LAG) in Schleswig-Holstein. Ihr Schwerpunkt liegt in der Malerei, wobei sie experimentierfreudig zwischen Naturalismus und Abstraktion wechselt. Zu sehen sind daher in der Ausstellung nicht nur Bilder, sondern auch Holzschnitte, Zeichnungen und Radierungen.

Das Künstlerehepaar David und Anne-Kathrein Erban zeigen ihre Werke im FFH

 

Das gemeinsame Thema dieser Ausstellung lautet ja „Haus und mehr“. Ein Haus, so David Erban, ist ja zunächst einmal immer eine Abgrenzung nach außen. Aber ein Haus hat auch Fenster und Türen, um das Außen herein zu lassen. Besonders gut ausdrücken lässt sich das mit keramischen Objekten. Die Besucher sehen daher Häuser die oftmals geschlossen wie eine Burg wirken, aber trotzdem immer wieder Öffnungen, Türen und Fenster beinhalten, um den Austausch von Innen und Außen zu ermöglichen.

 

Anne-Kathrein zeigt ua. anhand von Teebeuteln, die ja auch eine Hausform haben, verschiedene Varianten von Häusertypen. Aber auch in ihren Holzschnitten finden sich Häuser wieder. Oder auf Bildern die auf Packpaier gemalt wurden, wobei zunächst das Packpapier zerknüllt, dann wieder geglättet und darauf mit Gouachen gemalt wird, was sehr unterschiedliche Farbtönungen hervorruft. Insgesamt sind etwa 60 Exponate ausgestellt. Fotos dazu sehen wir heute im Album.

 

Die Öffnungszeiten im Freya-Frahm-Haus sind Mo-Fr von 14-18 Uhr und Sa-/So von 11-18 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Das ganz große Ereignis findet aber noch heute Abend statt, Laboe bekommt wieder einmal einen neuen Bürgermeister bzw. eine neue Bürgermeisterin. Und damit verbunden werden gleich 4 stellvertretende Bürgermeister/-innen von der Gemeindevertretung gewählt.

 

Was nun allerdings so ein kleiner Ort wie Laboe mit 4 stellvertretenden Bürgermeister/-innen anfangen will erschließt sich mir als einfacher Bürger noch nicht, da müsste ja schon eine Seuche o.ä. ausbrechen, bevor der 4. stellvertretende Bürgermeister auch mal zum Zuge kommt. Selbst in Berlin gibt es nur 2 stellvertretende Bürgermeister, nämlich Senatorin Ramona Pop und Senator Dr. Klaus Lederer. Und Berlin ist ja bekanntermaßen geringfügig größer als Laboe.

 

Aber OK, jede Fraktion möchte wahrscheinlich einen Posten abbekommen und in Laboe ist ja politisch gesehen eh immer alles anders, was ist hier schon normal? Lassen wir uns also überraschen, in ein paar Stunden wissen wir mehr und dann kommt die Stunde der Wahrheit, ob die Parteien auch alles das umsetzen können was sie den Laboern im letzten Wahlkampf so vollmundig versprochen haben. Es bleibt also spannend.

 

Da am Freitag ja meine Tochter heiratet und ich da schlecht zwischendurch die NEWS machen kann, werde ich also am morgigen Donnerstag über das Ergebnis der Bürgermeisterwahl berichten, ebenso wie über die Auszeichnung des „Besten Bootsmann des Jahres“ im Marine-Ehrenmal.

 

Bis dahin sage ich Tschüss,

Euer Ostsee-Peter

 

 

 

 

<<zurück zur Startseite