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MSC Seaview auf dem Weg nach Kiel

                                                                      

Montag, 27.09.2021


Moin Moin aus Laboe,

 

Heute starte ich mal mit einem Vorwort, denn wegen technischer Probleme kommen die NEWS vom Montag erst heute am Dienstag. Schreck für mich am Montagabend, als ich plötzlich nicht mehr auf meine Homepage zugreifen konnte. Dabei hatte ich doch nun 2 Tage an dem Bericht für das Freya-Frahm-Haus gesessen und 6.000 Bilder angeschaut um dann 75 Bilder davon in einem Extra-Album zu zeigen und einen entsprechenden Text zu gestalten.

 

Aber nichts ging mehr, einige meiner Leserinnen und Leser haben meine Nachricht im Fotoalbum vielleicht gelesen, denn dort kann ich in solchen Fällen zumindest eine Nachricht hinterlassen, weil das auf einem anderen Server läuft.

 

Da es schon nach 18 Uhr war konnte ich nicht mehr mit dem deutschen Support chatten, aber mit einem dänischen Chat-Bot, also einem Computer, der Deutsch schrieb, perfekt übrigens. Ist schon erstaunlich wie weit die Technik da ist, man merkt nur an Kleinigkeiten, dass kein Mensch am anderen Ende ist.

 

Ich habe meine Fehlermeldung eingetippt die ich erhalten hatte, der Chat-Bot hat mir dann aber andere Fehlermeldungen gezeigt, davon war es aber keine die bei mir gepasst hat. Daraufhin sollte ich meine Fehlermeldung noch einmal eintippen womit er wieder nichts anfangen konnte.

 

Danach dann der Hinweis, in 9 Minuten könnte ich in Englisch mit einem Mitarbeiter chatten oder er leitet das an die Technik weiter, dann wird das Dienstag früh behoben. Also so viel Englisch traue ich mir nicht zu um technische Probleme am Computer zu lösen, also habe ich den freundlichen Computer gebeten, das Dienstagmorgen zu regeln. Und siehe da, nun läuft wieder alles. Nun weiß ich zwar nicht woran es in Dänemark gelegen hat, aber Hauptsache, die NEWS sind jetzt online.

 

So, und ab hier geht es nun los mit den News von Montag und die starten wie immer mit

 

Moin Moin aus Laboe,

 

zack ist das Wochenende schon wieder vorbei, es war noch einmal ein wunderschöner Sommertag am Sonntag dabei. Die Wahl ist gelaufen, das sieht ganz nach einem „weiter so“ statt Aufbruch aus. Nun folgen wieder wochen- oder monatelange Koalitionsverhandlungen, nun heißt es für viele Politiker, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen, aber das war ja schon immer so. Einer will sogar regieren obwohl das Volk ihn gar nicht haben will, Onkel Donald lässt grüßen.

 

Doch zwischen den märchenhaften Wahlversprechen und der Realität im Alltag liegen nun einmal Welten wie wir alle wissen. Lassen wir uns aber davon nicht verrückt machen, wir haben in Deutschland immerhin eine Demokratie und dafür dürfen wie dankbar sein. Starten wir also mal wieder mit den kleinen Dingen des Lebens aus unserem beschaulichen Laboe.

 

Am Freitag wollte ich schon von einer netten Leserzuschrift der Familie Bruhne berichten, ist mir dann aber doch durchgerutscht. Deshalb heute. Vergangenen Montag hatte ich ja ganz begeistert geschrieben, wie schön es ist, dass man sich jetzt völlig frei und ohne Maske in den Restaurants oder bei Veranstaltungen bewegen kann, sofern man auf dem Handy seinen Impfausweis vorzeigt.

 

Aber, so der Hinweis von Familie Bruhne, was ist, wenn just in diesem Moment der Akku schlapp macht? Oder man holt das Handy aus der Tasche und es fällt auf dem Boden und ist hinüber. Oder es geht aus irgendeinem anderen Grunde nicht an. Was dann, wenn man vor irgendeinem Einlass steht und seinen digitalen Impfpass vorzeigen soll und es nicht kann?

 

Nun, dafür gibt es die „Immunkarte“, eine kleine und robuste Plastikkarte, auf der der offizielle BMG-QR-Code abgebildet ist wie auf dem Handy. Dieser Code wird europaweit von allen Stellen akzeptiert. Man erhält diese Karten in allen teilnehmenden Apotheken in ganz Deutschland zum Preis von 9,90€, Lieferzeit ca. 1 Woche. Alle weiteren Informationen über die Immun-Karte erfährt man HIER

 

Auf der Homepage kann man dann auch nach Eingabe seiner Postleitzahl eine Apotheke in der Nähe aussuchen um die Karte dort zu bestellen. In Laboe gibt es die Karte übrigens in der Wiking-Apotheke am Dellenberg. Eine kleine zusätzliche Sicherheit also, sollte einmal die Technik im ungünstigen Augenblick streiken.

 

Das nächste Thema ist wie Freitag schon angekündigt, die Jahreshauptversammlung des Freya-Frahm-Hauses die am 07.09.2021 stattfand. Neben den vorgeschriebenen formalen Dingen so einer JHV geht es auch immer um personelle Angelegenheiten und die Tatsache, dass die 1. Vorsitzende des Fördervereins, Frau Gabriela (Gabi) Lübeck aus zeitlichen Gründen ihr Amt nicht mehr ausüben kann, hat natürlich ganz großes Bedauern ausgelöst.

 

Gabi Lübeck ist nicht nur die Ehefrau meines Hausarztes, sondern sie arbeitet selber im Krankenhaus und während der Corona-Pandemie blieb keine Zeit mehr für irgendwelche anderen Dinge. Und so hatte Christa Heller, bislang 2. Vorsitzende des Fördervereins, Gabi Lübeck schon immer in allen Belangen unterstützt und Christa Heller wurde daher auch einstimmig zur Nachfolgerin gewählt. Zur Stellvertreterin wurde Astrid Krömer gewählt, aus sie ist ja schon seit Anbeginn des Freya-Frahm-Hauses mit dabei. Herzlichen Glückwunsch an die Damen.

 

Zum Abschied erhielt Gabi Lübeck vom Förderverein eine Steele des Laboer Holzkünstlers Werner Zangel. Diese Steele symbolisiert die 9 Jahre Vorstandstätigkeit von Gabi Lübeck in vielen bunten Farben.

 

Doch ganz so farbenfroh wie auf der Steele war es nicht immer, Ausdauer und Erfolg ziehen auch immer Neider nach sich, so auch im Freya-Frahm-Haus. Eine Partei bzw. Fraktion in der Laboer Gemeindevertretung ist es immer wieder gelungen, den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Freya-Frahm-Hauses Steine in den Weg zu legen wo immer es ging. Reiner Populismus statt sachlicher Kritik, kein Hintergrundwissen über die tatsächliche Arbeit des Vereins, dafür immer nur laut Krawall schlagen um das Haus möglichst unter die eigene Kontrolle zu bringen. Aber alle Versuche, dem Verein nachhaltig zu schaden, konnten zum Glück von den anderen Fraktionen und dem Verein selber abgewandt werden.

 

Und so können wir heute auf eine Erfolgsgeschichte des Hauses zurückblicken, die ganz im Sinn der verstorbenen Freya Frahm sein dürfte. Das Haus wieder zu einem Ort der Begegnung zu machen. Kinderlachen im Haus, Musik, Vorträge zu vielen unterschiedlichen Themen, Ausstellungen nicht nur zum Thema Kunst, sondern auch zu aktuellem Zeitgeschehen wie z.B. Flüchtlinge, Fischerei in der Kieler Förde oder ganz akturll, die Verschmutzung der Meere. Es gibt Gesprächsrunden, Märchenabende auf platt für Erwachsene und für Kinder, es gibt fast nichts was wir nicht schon sehen, hören und erleben durften, angepasst an die Räumlichkeiten im Freya-Frahm-Haus.

 

Natürlich hat die Corona-Pandemie auch vor dem Freya-Frahm-Haus nicht Halt gemacht. Nach der kompletten Schließung geht es nun langsam wieder los mit den Ausstellungen, denn da kann der Mindestabstand beim Betrachten der Bilder eingehalten werden. Doch werfen wir noch einmal einen kleinen Blick zurück. Ich hatte es schon am Freitag geschrieben, knapp 6.000 Fotos habe ich im Laufe der Jahre alleine von dem Haus und seinen Veranstaltungen gemacht und davon möchte ich heute einmal einige in einem Extraalbum zeigen.

 

Die ersten Fotos stammen vom Januar 2012 nach der Zwangsräumung der Mieter im Untergeschoss. Alle Fotos kann ich gar nicht zeigen, denn da wird einem übel und man muss sich fragen, wie die Menschen da überhaupt überleben konnten. Schwarzschimmel an Decken und Wänden, Dreck, Verwahrlosung, es war ein unfassbarer Anblick. Mein Kollege aus dem Archiv und ich hatten nach 10 Minuten Atemnot und mussten ins Freie. Nun war auch klar, weshalb die Mitarbeiter einer Entrümplungsfirma Schutzanzüge und Atemschutzmasken beim Ausräumen getragen hatten.

 

Ich habe noch Fotos von der Ausschusssitzung vom 07. März 2013 als die ersten Pläne zum Umbau vorgestellt wurden. Das Obergeschoss in dem Freya Frahm gelebt hatte war immerhin soweit in Ordnung, dass am 11. August 2013 das Haus teileröffnet werden konnte. Alles war improvisiert und auch wenn man das Erdgeschoss noch nicht betreten konnte, es war der Start in eine neue Epoche des Hauses das 1896 am Strand von Laboe von den Großeltern von Freya Frahm – Amanda und Gustav Lage - erbaut wurde.

 

Es gab Musik und Tanz am Eröffnungstag, das Archivteam hatte eine kleine Ausstellung zum Thema „Strandleben um die Jahrhundertwende“ zusammengestellt und zur Finissage am 08.09.2013 wurden die Drucke zu Gunsten des Kulturprogrammes des Hauses versteigert. So fing es also an.

 

Einige Fotos werden wir von den Umbauarbeiten sehen, vom Keller bis zum Dach, das ganze Haus musste komplett entkernt werden, unglaublich was da an Arbeit geleistet wurde. Ich habe ja auch alle Veranstaltungen von Anfang an live miterlebt, war bei den Pressegesprächen dabei, wo sollte ich da anfangen, wo aufhören? Aber wenn der Förderverein im nächsten Jahr sein 10-jähriges Bestehen feiert hätte ich zumindest schon mal einen groben Rahmen für eine kleine Festschrift.

 

Als ich mir die Fotos am Wochenende noch einmal angeschaut habe sind mir zu vielen Bildern wieder Geschichten eingefallen. Einige Ausstellungen laufen bei mir intern unter der Bezeichnung „GuV“ = Gesehen und Vergessen, andere Dinge und Veranstaltungen sind mir aber sehr gut in Erinnerung geblieben.

 

Viel Spaß haben mir immer die Workshops mit den Kindern gemacht wie z.B. mit Maus und Pinsel mit den beiden Kinderbuchillustratoren Astrid Krömer und Wolfgang Slawski die beide auch schon eigene Ausstellungen im FFH gezeigt haben. Aber auch der Fotograf Mario Reinstadler, der Künstler Ben Siebenrock, der Unterwasserfotograf Wim Westfield haben absolut sehenswerte und unvergessene Ausstellungen in Laboe gezeigt.

 

Die Vorträge der Universitätsgesellschaft in Kiel zu den unterschiedlichsten Themen waren immer sehr interessant und kehren hoffentlich bald wieder zurück. Professoren der Christian-Albrechts-Universität erklärten in leicht verständlicher Sprache viele Themen unserer Zeit, vom Doping im Sport bis zur Schokolade, ihrer Entstehung und was daraus gemacht wird (mit Verkostung – ich war dabei). Annie Lander Laszig aus Dänemark erklärte in der Weihnachtszeit immer, was für die Dänen Hygge bedeutet und und und.

 

Unvergessen natürlich auch die Ausstellungen an denen ich selber beteiligt war, so gab es 2015 zusammen mit meinen beiden Pressekolleginnen Astrid Schmidt und Philine Stoltenberg die Ausstellung „Laboe Objektiv“, unser Rathaus-Archiv-Team mit Volkmar Heller und Klaus Schnoor hat mehrere Ausstellungen über Laboe gezeigt und Vorträge gehalten, ganz erfolgreich auch die Doppelausstellung über Laboe um die Jahrhundertwende und die Mann´s und das Meer mit Dr. Uwe Naumann, Lektor im Rowohlt-Verlag und Experte für die Geschichte der Familie Mann. Unvergessen natürlich auch die private Überraschungsparty im Freya-Frahm-Haus anlässlich der Verleihung meiner Ehrennadel durch Ministerpräsident Daniel Günther.

 

Und so gäbe es noch vieles zu berichten und zu zeigen aus den letzten 9 Jahre von der erfolgreichen Arbeit des Fördervereins im Freya-Frahm-Haus. Für die Bilder habe ich ein Extra-Album erstellt, es ist nur einen Klick weit entfernt und wer mag drückt HIER. 

Die Fotos vom Wochenende dann wie gewohnt unten und im Album.

 

So, das war es für den Montag, heute übrigens wieder grau in grau. Ich sage Tschüss bis zum Mittwoch.

 

PS.: Und am heutigen Dienstag wieder herrlicher Sonnenschein <freu>

 

Euer Ostsee-Peter