November 2021



Verliebt in Laboe ...

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Hallo und herzlich Willkommen in meinem News Archiv.


November 2021




Montag, 01. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

neuer Monat, neue Woche, neue Uhrzeit und für einige Menschen in Deutschland sogar ein Feiertag. Willkommen im Monat November.

 

Bei mir ist nun Ruhe eingekehrt, meine Rasselbande ist wieder gut in Buchholz angekommen. Nun fehlt irgendwie wieder etwas, z.B. der Kaffee den Klein-Jannina jeden Morgen für mich gemacht hat oder das gemeinsame Kochen mit meiner Tochter.

 

Als ich am Samstag meine Familie nach Kiel gebracht habe, konnten wir an der Bushaltestelle am Hafen zur Freude der Kinder noch eine Übung mit der Jugendfeuerwehr beobachten. Im Gebäude der Seenotretter gab es eine Explosion, 4 Verletzte mussten aus der Halle geborgen werden.

 

Da gab es viel zu tun für die jungen Feuerwehr-Kids, denn bis so ein Schlauch richtig am Hydranten sitzt spritzt es schon mal etwas. Jannina hätte am liebsten gleich mitgemacht aber da kam dann auch schon unser Bus. Sollte Jenny also einmal mit ihren Kids nach Laboe ziehen, die Jugendfeuerwehr bekommt dann Zuwachs.

 

Im Album werfen wir dann heute einmal einen Blick in den herbstlichen Kurpark und bekanntermaßen ist ja nach dem Wochenende vor dem Wochenende. Und da erwarten uns so einige nette Sachen. Starten möchte ich heute schon einmal mit der Ankündigung zum Kunstmarkt am Wochenende im Freya-Frahm-Haus.

 

Es ist der erste Kunstmarkt dieser Art im FFH, regionale Künstlerinnen und Künstler bieten u.a. Gedrechseltes, Figürliches, Fotografisches, Collagen, Malerei, Kunstkarten und Bilderbücher an. Und da darf man sicherlich sehr gespannt sein, denn in verschiedenen Einzel-Ausstellungen konnte man ja schon über die Kreativität unserer Künstlerinnen und Künstler aus Laboe und Umgebung staunen.

 

Weihnachten rückt näher, also eine gute Gelegenheit, einmal etwas ganz Persönliches zu erwerben und zu verschenken. Geöffnet ist die Ausstellung von Freitag, den 5. November bis Sonntag, den 7. November jeweils von 13 – 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, es gelten die 3G-Regeln.

 

So, das war es für den Tag 1 im November. Wir lesen uns dann am Mittwoch wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss

 

Euer Ostsee-Peter


Mittwoch, 03. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

und das am „Weltmännertag 2021. Am 19. November gibt es dann noch den Internationalen Männertag, also da können wir Kerle nicht meckern. Als Ausgleich dafür ist am 8. März dann wieder der Internationale Frauentag plus Muttertag jeweils am zweiten Sonntag im Mai, ist also alles gerecht aufgeteilt mit den Ehrentagen für Frauen und Männer.

 

Am Strand geht es weiter mit dem Aufstellen der Sandschutzbretter, im Moment sieht ja alles so friedlich aus am Strand, kaum zu glauben, dass man im Frühjahr diese Elemente kaum noch aus dem Sand gezogen bekommt, so verschüttet sind sie von den Sandverwehungen.

 

Auf der Schiffswerft Laboe ist wieder ein neues Floating Home, also ein schwimmendes Haus in Arbeit, zwei Stück sind ja zwischenzeitlich fertiggestellt worden, zumindest eins davon kann man mieten. Ich habe mir da heute einmal eine Karte mitgenommen, die schwimmenden Häuser mit je 64 qm Wohnfläche sind ja schick ausgestattet, sogar mit Sauna. Irgendwann würde ich d ja doch gerne mal einen Blick hineinwerfen, nicht dass ich etwa neugierig wäre, ich würde das mal eher als wissbegierig bezeichnen.

 

Am kommenden Freitag, den 05.11.21 startet ab 17:30 Uhr ein Lichterfest im Kurpark. Diesmal wird es vom TV Laboe organisiert und dient sozusagen als Ersatz für das sonst jährlich stattfindende Laterne laufen für unsere kleinen Mitbürger.

 

Und da bietet sich natürlich der Kurpark wieder einmal an. Es wird Musik gespielt, es gibt Bratwurst und alkoholfreien Punsch für die großen und kleinen Besucher. Und so wird am Freitag der Kurpark also von vielen Laternen beleuchtet welche die Kinder sicherlich ganz stolz durch den Kurpark tragen werden.

 

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an Petra aus Holzwickede. Liebe Petra, ich habe mich sehr über Deine netten Worte und den „eingerollten Fisch“ gefreut. Ganz herzlichen Dank dafür und dann bis bald im Juni in Laboe.

 

So, das war es für den Mittwoch aus Laboe. Nachdem die letzten Tage das Wetter noch sehr schön war, zieht langsam immer mehr Bewölkung auf. Aber OK, wir haben November, da darf das auch mal so sein.

 

Ich wünsche weiterhin eine schöne Woche und sage Tschüss bis zum Freitag

 

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 05. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

hoch die Hände – Wochenende. Heute gibt es wieder etwas mehr zu lesen. Bevor wir uns den schönen Dingen des Lebens widmen wie z.B. der Kunst noch zwei Meldungen aus Laboe. Da denkt man immer, in Laboe ist es so friedlich, aber auch hier passieren Dinge, die man nicht unbedingt haben.

 

Am 3. November um 1:11 Uhr nachts hieß es Vollalarm für die Feuerwehr Laboe und diesmal war es keine Übung. Der Verschlag vor dem Haus beim Friseur meines Vertrauens Heinz Reimann brannte, darin waren gelbe Säcke und Müllcontainer untergebracht, es wird Brandstiftung vermutet.

 

Als die freiwillige Feuerwehr kurze Zeit später in der Reventloustraße eintraf schlugen die Flammen bereits bis zu Höhe des 1. Stocks, die Schaufensterscheibe war durch die Hitze schon geborsten. Nur durch das beherzte und schnelle Eingreifen FFW Laboe konnte ein Übergreifen der Flammen in das Gebäudeinnere vermieden werden. Die Bewohner des Hauses mussten für die Zeit des Löscheinsatzes ihre Wohnungen verlassen.

 

Man kann den freiwilligen Helferinnen und Helfern der Feuerwehr Laboe gar nicht oft genug für ihren Einsatz danken. Denn mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen zu werden, sich in Windeseile einsatzfertig zu machen, zur Feuerwache zu fahren um dann mit den Einsatzfahrzeugen zum Brandort zu fahren, das alles verdient gewaltigen Respekt.

 

Insgesamt waren 26 Einsatzkräfte in der Nacht vor Ort, ebenso Polizei und ein RTW vom Rettungsdienst Kreis Plön. Einsatzende war um 02:36 Uhr. Nochmals ein ganz großes Dankeschön an Euch alle.

 

Bei meinem heutigen Rundgang ist es mir erst so richtig bewusst geworden, die Pizzeria „La Dolce Vita“ an der Promenade gibt es ja gar nicht mehr. Und so haben plötzlich die Fotos, die ich letzte Woche mit meiner Tochter Jenny und Jannina und Jonathan dort im „Zirkuszelt“ noch gemacht habe, jetzt eine ganz besondere Bedeutung für mich.

 

Ich hatte mich noch eine ganze Zeit mit der Helena Kelsch unterhalten und auch verabschiedet, immerhin war sie seit 15 Jahren in Laboe. Helena erzählte mir dann, dass sie sich, wie schon beim ersten Corona-Lockdown auch schon, nun voll dem Bereich maschinelle Atem-/Sauerstoffgeräte widmen werde. Liebe Helena, wir – und damit meine ich meine Besucher, Freunde und Familienangehörige haben uns immer sehr gut aufgehoben bei Dir und Deinem Team gefühlt. Danke für Alles. Ein neues Restaurant an der Stelle ist übrigens nicht geplant.

 

So, das waren die zwar aktuellen, aber nicht so fröhlichen Nachrichten, nun kommen wir zu einem sehr schönen Ereignis, dem Kunstmarkt am Wochenende im Freya-Frahm-Haus. Ich war zum Glück schon eine Stund vor Eröffnung da um mich in Ruhe umzusehen, was für ein Glück, denn Punkt 13 Uhr strömten plötzlich eine Menge Besucher in das Freya-Frahm-Haus.

 

Insgesamt 12 Künstlerinnen und Künstler aus Laboe und Umgebung zeigen dort an diesem Wochenende ihre Arbeiten, viele der Kunstschaffenden kenne ich ja persönlich, es waren aber auch ein paar für mich neue Gesichter dabei.

 

Und so sind viele Dinge dabei die mich auf Anhieb begeistert haben und da weiß ich jetzt gar nicht wo ich anfangen soll. Denn da sind so schöne Dinge dabei die sich sehr gut als Geschenk für sich selber oder andere liebe Menschen eignen und vor allen Dingen denke ich mal, bei der Vielzahl der unterschiedlichen kleinen und etwas größeren Kunstwerke dort ist für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Starten wir mal im Erdgeschoss. Treffen wir auf Sabine Andresen, sie hat schon öfters ihre Acrylbilder im FFH ausgestellt, jetzt zeigt sie farbenfrohe Schalen mit Figuren, Leuchtobjekte mit Figuren oder auch eine ganz spezielle Spieluhr in einem kleinen Reisekoffer mit einem Song aus „Forrest Gump“.

 

Etwas weiter zeigt Ingo Bornholdt seine Aquarellbilder. Dabei geht es ihm darum, Stimmungen in der Natur einzufangen die je nach Lichteinfall ganz besondere Effekte ergeben. Die Aquarelle gibt es entweder in Form von Post- oder Klappkarten oder auch großformatiger mit Rahmen als Bilder. Auch sein Skizzenbuch hat Ingo Bornholdt mitgebracht, dort hält er seine Eindrücke fest denen er auf seinen Unternehmungen in der Natur begegnet.

 

Gegenüber ist der Stand von Christiane Minkenberg aus Fiefbergen, bei ihr finden wir neben Spieluhren und Figuren auch verzierte Kugeln. Ebenfalls an dem Stand zeigt Christel Rimek aus Heikendorf ihre kleinformatigen Acryl-Bilder. Etwas weiter treffen wir auf Astrid Krömer, ihre großformatigen Acrylbilder zeigen Motive aus der Umgebung, wer kennt z.B. nicht die Klappbrücke an der Hörn in Kiel, auch für Astrid Krömer spielen Licht und Schatten, Sonnenaufgänge und Untergänge eine große Rolle in ihren stimmungsvollen Bildern.

 

Eine Etage höher stoßen wir auf den Rest der Familie. Auch Mama Monika Krömer konnte schon auf vielen Ausstellungen ihre großformatigen Bilder zeigen, es sind die drei großen Themenbereiche Schiffe, speziell Segelschiffe, Häfen und Häuser die man auf ihren Bildern immer wieder findet. Im Freya-Frahm-Haus kann man aber an diesem Wochenende auch kleinformatige Bilder und Postkarten kaufen, alle farbenfroh und maritim.

 

NIcht fehlen darf natürlich Astrids Ehemann Wolfgang Slawski, wer durch Laboe geht hat in irgendeinem Laden ja sicherlich schon einmal die Postkarten, Tischsets Wimmelbücher oder sonstige Dinge mit den lustigen Laboe-Schwänen gesehen. Sowohl Astrid als auch Wolfgang sind ja Kinderbuch-Illustratoren, und so findet man auch die Bücher der beiden im ersten Stock.

 

Christiane Lage, sie kannte ich bislang nur als Märchenerzählerin, übrigens nicht einfach so, sondern sie ist nicht nur Lehrerin, sondern eine ausgebildete Märchenerzählerin die das sowohl in Hochdeutsch als ook op platt vertelln kann.

 

Auf dem Kunstmarkt zeigt sie ihre vielfältigen Papierarbeiten. Wie wäre es einmal mit einem Handgefertigten Notizbuch mir selbstgemachten, marmoriertem Einband? Auch die kleinen, dreidimensionalen Papierbilder wecken die Neugier und eine Schachtel um Kleinigkeiten zu verstauen kann man auch immer gebrauchen.

 

Und noch zwei gute Bekannte aus Laboe treffen wir im Obergeschoss. Da ist zum einen Dieter Roespel mit seinen Edelstahl-Figuren die man auf oft im Ortsbild wiederfindet. Dorsch bzw. Kabeljau gibt es also nicht nur in den Restaurants von Laboe, sondern auch in Edelstahl von Dieter Roespel. Noch nicht gesehen hatte ich den Leuchtturm mit wechselnder Beleuchtung oder den kleinen Kiter. Als schönes Geschenk geeignet finde ich auch die Engel mit dem Herz in der Hand.

 

Auch Werner Zangel mit seinen Drechslerarbeiten ist in Laboe sehr bekannt und wir konnten seine Arbeiten auch schon bei verschiedenen Ausstellungen und Veranstaltungen bewundern. Auch diesmal zeigt er seine kunstvoll gedrechselten Schalen, die er hauptsächlich aus Ulme, Apfel- oder Kirschbaum herstellt. Wichtig ist Werner Zangel, dass die Maserung des Baumes immer gut sichtbar ist, und da Bäume nicht immer kreisrund sind lässt der Künstler auch schon einmal ganz bewusst ein Stück des ursprünglichen Baumstammes sichtbar.

 

Neben den großen Holzschalen gibt es aber auch Mitbringsel aus Holz wie z.B. Flaschenöffner mit gedrechselten Holzgriffen, Kreisel, Trudelhölzer usw. Und auch an seiner Drechselbank wird man Werner Zangel live erleben können.

 

Es gäbe noch so vieles zu berichten und zu zeigen, aber wer kann sollte unbedingt einmal selber im Freya-Frahm-Haus vorbeischauen. Und wer nicht nach Laboe kommen kann, für den habe ich im Album ein paar Bilder vorbereitet die einen kleinen Querschnitt von die vielen schönen Dingen zeigen. Die Ausstellung ist noch am Samstag und Sonntag jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, ein Besuch lohnt auf jeden Fall.

 

So, das war es für das Wochenende. Ich war eben noch im Kurpark beim Lichterfest für die Kinder vom TVL, viel Andrang und viele fröhliche Kindergesichter mit ihren meist selbstgebastelten Laternen. Davon dann am Montag mehr und vielleicht gibt es dann am Montag auch wieder ein „Sonder-Album“ von irgendwas, schauen wir mal.

 

Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Euch der

 

Ostsee-Peter


Montag, 08. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

was für ein gewaltiges „tatütata“ am Samstagvormittag in Laboe, darüber gleich mehr und wie Freitag schon angekündigt gibt es davon natürlich wieder ein Sonder-Album mit spannenden Bildern.

 

Zunächst aber einmal fand ja am Freitagabend noch das Lichterfest des TV Laboe für die „Lütten“ im Kurpark statt. Im Bereich der Freilichtbühne verbreiteten Fackeln warmes Licht und auch der vorher noch teils kräftige Regen verzog sich dann zum Glück wieder schnell.

 

Viele bunte Laternen der Kinder leuchteten im Dunkeln und es waren teilweise sehr schöne, selbstgebastelte Exemplare darunter. Dieses Ufo aus einer selbstgebastelten Flasche mit Kometenschweif war ja ganz toll, das Foto habe ich gleich an meine Tochter Jenny weitergeleitet, sie war auch ganz begeistert, aber noch hat sie ja eine kaputte Hand.

 

Und so zogen statt eines großen Laternenumzuges quer durch Laboe die Kinder durch den Kurpark, wie schön. Nicht so schön fand ich persönlich allerdings die dichtgedrängten Menschenmengen vor dem Zelt an dem Bratwurst und Glühwein ausgegeben wurden. Ich hatte mich zwar auch auf eine Bratwurst gefreut, aber das war mir dann doch zu viel Trubel und Enge dort. Momentan schießen die Coronazahlen gewaltig in die Höhe, das Risiko, mich dort und dann evtl. noch bei irgendwelchen Impfverweigerern anzustecken war mir persönlich dann doch zu groß.

 

Was für mich positiv von diesem Abend in Erinnerung bleibt ist natürlich, dass es für die kleinen Kinder ein toller Abend und ansonsten eine liebevoll gestaltete Veranstaltung war. Endlich mal wieder Laterne laufen mit anderen Kindern zusammen. Nach dem Lichtermeer im Oktober im Kurpark nun noch das Lichterfest hinterher, das hat den Kids sicherlich ganz viel Spaß gemacht.

 

Das nächste Thema.

 

Ich glaube, am Samstagvormittag wurden wohl viele Menschen in Laboe durch das anhaltende Sirenengeheul der aus allen Himmelsrichtungen eintreffenden Rettungskräfte aufgeschreckt. Ziel war die Jenner-Arp-Sporthalle auf dem Schulgelände der Grundschule Laboe.

 

Ich hatte von dieser geplanten Groß-Übung schon vor 14 Tagen erfahren, der Umfang der Übung am Samstag hat mich dann aber doch überrascht. Denn im Gegensatz zu der Übung im Vereinsheim der Ole Schippn im letzten Monat hatte diese Übung dann doch eine ganz andere Dimension.

 

Die offizielle Meldung der Feuerwehr dazu liest sich wie folgt: „Am Samstag, den 06. November 2021 wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Laboe um 10:52 Uhr ein Vollalarm (Feu 00 R1) ausgelöst. Es gab eine Explosion während einer Sportveranstaltung in der Jenner-Arp-Sporthalle in Laboe mit mehreren Verletzten, Feuer und Rauch in der Halle“.

 

Dabei hatte die Übung, ausgearbeitet von dem stellvertr. Gruppenführer Ulrich Harms und Nicolai Meller, zunächst einmal unspektakulär begonnen. Vor dem Schulgebäude lag eine „bewusstlose“ Person (Jörg Hoffmann, Jugendfeuerwehrwart) die herbeigerufene RTW-Besatzung der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. konnte der verletzten Person schnell helfen, dabei stellte sich dann heraus, dass durch eine Explosion in der Halle mit mehreren Verletzten zu rechnen sei worauf sofort ein Großalarm ausgelöst wurde.

 

Angefordert wurden neben der Freiwilligen Feuerwehr Laboe auch die Wehren aus Brodersdorf, Stein und sogar die Bundeswehrfeuerwehr aus dem Munitionsdepot. Das geschieht recht selten und nur bei Großschadensereignissen. Neu dabei und technisch hochinteressant war Drohneneinheit der Feuerwehr Stadt Preetz die für die Luftaufklärung zuständig war. Ferner wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) für Großschadensereignisse des Kreises Plön sowie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Plön alarmiert.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Laboe und die Bundeswehrfeuerwehr waren als erstes vor Ort um die ersten Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Der 1. Hauptbrandmeister und Gemeindewehrführer Volker Arp aus Laboe schickte die ersten Trupps zur Erkundung aus, wobei dicker Rauch aus den Eingängen der Sporthalle quoll.

 

Nach und nach trafen immer mehr Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Rettungsdienste aus den verschiedenen Ortschaften ein, die rund um die Schule und Sporthalle so aufgestellt wurden, dass sie auf dem Gelände selbst, aber auch von der Schulstraße, dem Dellenberg und der Dorfstraße aus gleichzeitig das Feuer angreifen und Verletzte bergen konnten.

 

In der Schule wurde ein Sammelplatz für Verletzte eingerichtet, zunächst einmal wurden aber die aus der Halle befreiten Menschen gesichtet, erstversorgt und je nach Schwere ihrer Verletzungen zum Transport in die jeweiligen Krankenhäuser vorbereitet, in dem Fall diente das Feuerwehrhaus am Schwanenweg als Krankenhaus.

 

Mittels Drehleiter der FFW Laboe und der Wasserkanone der Bundeswehrfeuerwehr wurden die Löscharbeiten von oben bzw. vom Schulhof aus durchgeführt. Hier hat sich auch der Einsatz der Drohne von der Feuerwehr der Stadt Preetz sehr bewährt die in knapp 60 Meter Höhe über dem Gelände wertvolle Aufnahmen lieferte.

 

Diese Drohne hat natürlich sofort mein ganz großes Interesse geweckt. Es handelt sich dabei um das Modell DJI Matrice 300 RTK das mit einer Hybrid-Kamera ausgestattet ist die sowohl normale Bilder mit bis zu 200-fachem Zoom als auch Wärmebildaufnahmen liefern kann. Eine absolute Profi-Drohne, der Gesamtpreis liegt bei rund 20.000€.

 

Die maximale Steighöhe beträgt 7.000 Meter, das Abfluggewicht beträgt 9 kg bei einer Zuladung von 2,7 kg. Die Flugdauer pro Akkuladung beträgt 55 Minuten, die Drohne ist bis zu 15 km Entfernung steuerbar, kann bis zu Windstärke 7 in der Luft bleiben und ist natürlich auch Wasser- und staubgeschützt.

 

Die Bilder werden dann auf einen großen Monitor übertragen der mit einem kleinen Notstromaggregat mit Strom versorgt wurde. So können sich alle Einsatzkräfte sofort ein genaues Lagebild aus der Luft verschaffen und gezielt eingreifen.

 

Falls also jemand noch nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für mich sucht ….. freu, freu, freu.

 

Auf dem Wagen der Einsatzleitung hing nicht nur ein Bauplan der Halle, sondern auf dem großen Monitor könnte man sofort wieder aufflackernde Glutnester erkennen, mit Hilfe der Wärmebildkamera verletzte Personen aufgespürt und genau geortet werden. Im Ernstfall eine ganz große Hilfe für die Einsatzkräfte vor Ort in schwer zugängliche Bereiche.

 

Gespenstisch war es dann im Inneren der Sporthalle in der man durch die extreme (Kunst-)Rauchbildung kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Hier suchten mehrere Trupps mit Atemschutz systematisch jeden Winkel der Halle nach verletzten Personen ab die dann geborgen, begutachtet, Erstversorgt und dann in die Sammelstelle in der Schule zur Weiterbehandlung bzw. Vorbereitung für den Abtransport ins Krankenhaus gebracht wurden.

 

Im Gegensatz zu der Übung im Vereinsheim der Ole Schippn im letzten Monat der ja sehr klein und eng war, ist das Durchsuchen so einer großen Halle nach verletzten Menschen wesentlich schwieriger. Ich war ja nun auch mittendrin in der Halle, das hat dann schon etwas Gespenstisches an sich, wenn man nur die Suchscheinwerfer der Feuerwehrleute im dicken Qualm aufblitzen sieht. Und durch die Atemschutzausrüstung sieht es dann ja wirklich so aus als wenn urplötzlich irgendwelche Außerirdische vor einem auftauchen. War ein merkwürdiges Gefühl, das muss ich zugeben.

 

Nachdem alle „Verletzten“ gerettet wurden konnte die Übung gegen 13:30 Uhr vor Ort beendet werden. Danach trafen sich die Einsatzkräfte dann noch im Feuerwehrhaus, ein großes Dankeschön der Feuerwehr Laboe geht an das Restaurant „Seeterrassen“ und die Bäckerei Steiskal für die Bereitstellung der Einsatzverpflegung.

 

Dieses große Szenario hat sehr eindrucksvoll bewiesen, dass das Zusammenspiel der vielen unterschiedlichen Hilfsorganisationen sehr gut und reibungslos funktioniert hat. Hoffen wir, dass solch ein Ernstfall nie eintreten wird, aber sehr beruhigend ist es dann doch zu wissen, dass im Notfall alles reibungslos abläuft. Von daher sind solche Übungen sehr wichtig, um eventuelle Schwachpunkte zu erkennen und weitere Optimierungen auszuarbeiten.

 

Daher ein ganz großes Dankeschön an alle Beteiligten der Rettungskräfte und an die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer sozusagen hinter der Bühne, die ebenfalls zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen haben. Ihr alle seid unsere Heldinnen und Helden des Alltags.

 

Die Bilder der Großübung könnt ihr unten sehen oder aber im größeren Format als Extralbum "Feuerwehr-Großübung" im Fotoalbum bzw. gleich HIER 

 

So, das war es für den Montag, wir lesen uns am Mittwoch wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss

 

Euer Ostsee-Peter


Mittwoch, 10. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

nach der ausführlichen Berichterstattung am Montag wird es nun heute etwas ruhiger, obwohl am Wochenende schon die nächsten Events auf mich warten. So gesehen ist also sogar noch fix was los in Laboe in dieser grauen Jahreszeit. Ich habe gerade mal eben im Archiv vom November 2020 nachgeschaut (könnt ihr auch HIER ) da war ja absolut tote Hose in Laboe.

 

Das ist nun aber gleich mal ein gutes Stichwort, denn eine liebe Freundin aus Berlin ist Dienstag in Laboe eingetroffen und abends wollten wir dann gemeinsam zum Essen gehen. Eine Sache, über die man sich normalerweise keinen Kopf machen muss in Laboe, die sich aber dann urplötzlich als ein gewaltiges Problem herausstellte.

 

Rhodos eine Treppe tiefer bei mir und La Dolce Vita komplett geschlossen, Petite Tini Ruhetag, Hanoi Xua Ruhetag, Buena Vista Betriebsferien, Haus Erholung bis 11.11.geschlossen, Ocean eleven Ruhetag – und nun? Da wir Hunger hatten war uns der Weg zu den Seeterrassen oder Casa Tripaldi etwas zu weit und nach Anstehen vor der Fischküche war uns auch nicht so.  

 

Da kam uns die rettende Idee – das BOSNA. Hatte ich leider in letzter Zeit etwas vernachlässigt, denn nur eine Treppe runter laufen ist dann doch bequemer für einen älteren Herren wie mich als ein paar Schritte bis ins BOSNA zu laufen, Asche auf mein Haupt. Also dort angerufen, ja ist auf, nur montags Ruhetag, Tisch bestellt und einen wunderschönen Abend dort verbracht bei Samir und Amra Hrgic. Und da wir uns alle schon lange nicht mehr gesehen hatten gab es natürlich auch eine Menge zu erzählen.

 

Reichhaltig und lecker war es natürlich auch wieder, so wie man das nun schon seit über 20 Jahren im BOSNA kennt.

 

Was lernen wir daraus? Momentan an einem Dienstag in Laboe zum Essen gehen gestaltet sich auf jeden Fall spannend.

 

Spannend dürfte übrigens auch die neue Ausstellung im Freya-Frahm-Haus werden die am kommenden Freitag, dem 12. November 2021 startet. Denn der Tourismusbetrieb Laboe hat im November 2020 auf Instagram seine Social Media Kampagne “#Laboe22 Insta Fotochallenge“ gelauncht. Auf gut Deutsch, es wurde ein Foto-Wettbewerb gestartet den es bisher in dieser Art in Laboe noch nicht gab.

 

Ein Jahr lang haben viele Instagram Abonnentinnen des Ostseebad Laboe ihre Laboe Fotos mit dem Hashtag “#Laboe22“ veröffentlicht. Die schönsten dieser Fotos werden nun als hochwertige Drucke vom 12. 11. – 21.11.2021 in der Fotoausstellung im Freya-Frahm-Haus Laboe zu sehen sein.

 

Dieser Termin schon einmal vorab zum Merken, Bilder und weitere Infos von der neuen Ausstellung gibt es dann am Freitag hier in den NEWS.

 

Ansonsten sehen wir heute im Album eine paar schöne Herbstbilder, Strand und Promenade leuchten da in der untergehenden Sonne ganz besonders schön. Meiner Lieblingsbank hinter dem ehemaligen El Mason Playa habe ich auch mal wieder einen Besuch abgestattet, da geht es ganz langsam auch voran, zwei neue Wände stehen da schon. Aber kein Vergleich zu dem Bauprojekt „Fördeterrassen“, da wird wesentlich mehr Tempo an den Tag gelegt.

 

So, dass für den Mittwoch, wir lesen uns dann am Freitagabend wieder, bis dahin sage Tschüss aus dem heute etwas grauen Laboe.

 

Euer Ostsee-Peter

 

Freitag, 12. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

nun wird es langsam Novemberlich bei uns im Norden, graue Farben überwiegen am Himmel, aber noch ist es über 12 Grad warm, frieren braucht man also noch nicht.

 

Aber wenn es draußen grau ist, ich kenne einen Ort, in dem im Moment Fotos hängen, die in den kräftigsten Farben erstrahlen und eine sonnige Stimmung verbreiten. Ich meine das Freya-Frahm-Haus, denn dort beginnt am heutigen Freitag die Ausstellung „#Laboe22“.

 

Dieser für manche vielleicht etwas kryptische Titel stammt von einem Fotowettbewerb, den Veranstaltungsmanager Christian Bohnemann im letzten Jahr auf der Social-Media Plattform Instagram ins Leben gerufen hat. Instagram ist ja mehr oder weniger der reine Fotoableger von Facebook und dort werden eben auch sehr viele Menschen erreicht die gerne fotografieren, sei es als Hobby oder auch professionell.

 

Und unter dem sogenannten Hashtag #Laboe22 konnten die Menschen - angesprochen waren hauptsächlich Urlauber - ihre schönsten Laboe-Fotos posten. Über 1.000 Fotos sind in einem Jahr zusammengekommen, so der 39-jährige gelernte Veranstaltungskaufmann Christian-Hendrik Bohnemann, der seit 2015 sehr erfolgreich die Veranstaltungen in Laboe organisiert.

 

Jeden Monat wurden dann immer 5 Fotos ausgewählt aus der die Instagram Abonnenten/innen des Ostseebad Laboe ein Foto des Monats auswählen sollten. Und so blieben dann von den über tausend Fotos 12 Fotos übrig die jeweils die meisten Stimmen bekommen haben.

 

Wer nun so wie ich denkt, von den rund 1.000 Fotos werden im Freya-Frahm-Haus wie üblich 50 - 60 Bilder und mehr gezeigt, der hat sich an der „normalen“ Vorgehensweise orientiert. Aber wie wir im Laufe der Jahre gesehen haben, ist Christian Bohnemann immer wieder für eine Überraschung gut. Denn es sind genau nur diese 12 Sieger-Fotos im Großformat die auf Aluplatten kaschiert und oberflächenvergütet wurden, die in der Ausstellung zu sehen sind. Die verschiedenen Formate liegen bei 100 cm Breite und zwischen 60 – 80 cm Höhe. 12 Bilder von Januar bis Dezember. 

 

Hier geht es eindeutig um Qualität vor Quantität, so Christian Bohnemann. Die Besucher sollen sich genau auf diese 12 wunderschönen Fotos einlassen, in denen die Fotografinnen und Fotografen ganz besondere Momente in Laboe eingefangen haben. Immer spielt das Licht eine ganz außergewöhnliche Rolle, welches bekannte Motive plötzlich völlig anders erscheinen lassen.

 

Auf Anfrage kann man die großformatigen Fotos auch kaufen, Christian Bohnemann wird während der Ausstellungszeiten vom 12.11. bis 21.11.21 jeweils zwischen 12 und 18 Uhr anwesend sein. Aber es gibt eine weitere Möglichkeit, sich selber oder anderen lieben Menschen ein schönes Geschenk zu machen, denn die 12 Fotos gibt es auch als Kalender für das Jahr 2022.

 

Dieser hochwertige Kalender im Format DIN A3 kostet 24,99€ und ist in der Ausstellung ab sofort und ab Montag in der Tourist-Info, im Strandgaenger Shop am Dellenberg 2 oder im Strandgaenger Onlineshop unter https://www.strandgaenger.de/ zuzügl. Versandkosten bestellbar. 12 traumschöne Laboe Motive auf hochwertigem Bilderdruckpapier für Daheim oder das Büro. Perfekt für die Momente, in denen die Sehnsucht besonders laut nach der Ostsee und speziell nach Laboe ruft.

 

Dann möchte ich noch eine ganz besondere Premiere im Lachmöwen-Theater ankündigen die zwar erst am Freitag, den 10. Dezember 2021 um 20:00 Uhr stattfindet, aber die Karten sind bei solchen Aufführungen erfahrungsgemäß immer schnell vergriffen.

 

Denn zu Gast ist wieder einmal das Ohnsorg-Theater aus Hamburg mit dem neuen 2-Personen Stück „DE BANK IN’N PARK“. Bei dieser Komödie von Keir McAllister geht es um das Leben zweier Männer (gespielt von Till Huster & Marco Reimers) deren Leben völlig aus den Fugen geraten ist.

 

Tom steckt mitten in einer Sinnkrise und findet nur ein paar Minuten am Tag etwas Trost und Frieden allein auf einer einsam gelegenen Bank im Park. Alex wiederum trauert um seine verstorbene Effi. Die Bank ist sein Ort des Gedenkens, ein Heiligtum seines Verlustes.

 

Als die beiden aufeinandertreffen, versucht jeder, seinen Anspruch auf die Parkbank durchzusetzen. Es entwickelt sich ein köstlich-absurder Konflikt mit immer neuen, ungeahnten Wendungen und verblüffenden Offenbarungen.

 

Eine rabenschwarze Komödie – emotional und tiefgründig, urkomisch und berührend

zugleich. Regie führt Nora Schumacher, Übersetzung ins Plattdeutsche von Kerstin Stölting.

 

Der Vorverkauf für diese turbulente Komödie hat begonnen, Karten sind erhältlich entweder in der Vorverkaufsstelle Dorfstraße 8, oder online HIER


So, das war es wieder für diese Woche. Am Montag gibt es auch wieder einiges zu berichten aus Laboe und so freue ich mich schon auf ein schönes Wochenende in Laboe u.a. mit heißem Apfelpunsch und Schmalzbroten.

 

Ich sage Tschüss bis Montag

Euer Ostsee-Peter


Montag, 15. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

nun ist das Wochenende schon wieder vorbei, starten wir also fröhlich in die neue, leicht graue Woche. Zwei sehr nette Geschichten vom vergangenen Samstag habe ich heute für meine Leserinnen und Leser in Wort und Bild gefasst, nun sag mal jemand, in Laboe ist nichts los im November.

 

Das erste ist eine lustige und sehr schmackhafte Geschichte und die begann, als mich in der letzten Woche Rolf Aulitzky anrief. Vielen Laboern ja bekannt als 1. Vorsitzender der Marinekameradschaft Laboe oder als Chef des Laboer Herrenkochklubs, der schon seit 32 Jahren in Laboe existiert. Rolf Aulitzky ist dort schon seit über 20 Jahren als Chef und Hobbykoch mit dabei.

 

Und Rolf fragte mich dann am Telefon, warum ich denn noch nie samstags bei ihm gegessen habe. Ich: Hä? Wie? Wo? Was? Nun, meinte er fröhlich, am Samstag gibt es bei ihm auf dem Hof entweder eine kräftige Kartoffelsuppe oder Bratkartoffeln mit Speck, Spiegeleiern und Gurke.

 

Ich also sofort zugesagt, bislang wusste ich ja noch gar nichts von dieser Geschichte und Bratkartoffeln gehören zu den wenigen Dingen in meinem Leben, für die man mich sogar nachts aus dem Bett klingeln darf. Ich mich also am vergangenen Samstag rechtzeitig auf den Weg gemacht um noch etwas Zeit zum Klönen mit Rolf und Ehefrau Christina zu haben.

 

Die Idee zu diesem im Moment noch in loser Folge stattfindenden Mittagessen hatte Christina. Denn Auli´s bekannte Gulaschkanone steht im Moment auch durch Corina oft ungenutzt in der Garage herum und das könne man doch ändern, so Christina.

 

Gesagt, getan, seit Oktober ist die Feldküche also an manchen Samstagen in Betrieb auf dem Grundstück von Rolf und Christina Aulitzky im Fördewanderweg 5. An welchen Samstagen genau und was es dann jeweils für leckere Sachen gibt hatten die beiden bislang öffentlich aber nur auf Facebook unter „Ostseebad Laboe“ oder „Laboe Allerlei“ veröffentlicht. Doch da habe ich bislang noch nie nachgeschaut, ich bin nicht so der Facebook-Fan.

 

Am Anfang kamen mehr oder weniger nur die Nachbarn, aber durch Mund-zu-Mund-Propaganda, also Live-Facebook sozusagen, sprach sich das langsam als Geheimtipp herum, nur bis zu mir war das noch nicht durchgedrungen. Das werde ich aber jetzt hiermit sofort ändern.

 

Der lustige Skandal war dann aber, dass immer, wenn ich jemanden am Wochenende von meinem leckeren Essen bei Auli´s Gulaschkanone erzählt habe dann die Antwort kam: Ach, wusstest Du das noch gar nicht? Hatte mich schon gewundert, dass du noch gar nicht drüber berichtet hattest. Oder auch: Och, da war ich schon öfters, ist ja immer sehr lecker und preiswert.

 

Hallo??? Gefühlt wusste das halb Laboe, nur ich nicht! Also wenn es in Zukunft um eine nette neue Futterstelle in Laboe geht bitte ich doch um sofortige Benachrichtigung.

 

Absolut urig geht es am Fördewanderweg zu, genauso mag ich das. In der Garage stehen Tisch und Bänke und unter einem Vorzelt draußen gibt es einige Stehplätze. Alles ungezwungen, alles ganz locker, man kommt sofort ins Gespräch mit den Menschen. Kaffee oder Kakao gibt es auch immer, manchmal auch selbstgebackenen Kuchen.

 

Ab Dezember soll dann regelmäßig zweimal Monat die Feldküche in Betrieb gehen und Christina verriet mir, dass es am Samstag, den 4. Dezember zwischen 12:00 und 15:00 Uhr Sauerkraut mit Kassler, Kochwurst, Schweinebacke und Klößen gibt.

 

Und am 11. Dezember können wir uns auf Kartoffelpuffer, Schmalzbrote und Bratapfelkuchen freuen. Von letzterem habe ich noch nie gehört bzw. Bratapfelkuchen auch noch nie gegessen, den muss ich unbedingt probieren und Kartoffelpuffer gehen wie Bratkartoffeln auch immer bei mir.

 

Und so gibt es also ein neues, kleines und uriges gastronomisches Angebot, das im kommenden Jahr dann auch in „Laboe Aktuell“ angekündigt werden soll. 

 

Wer nun denkt, da hat der Ostsee-Peter aber gut geschmaust am Samstagmittag, dem kann ich in meiner zweiten Geschichte erzählen, dass es am Nachmittag weiter ging mit Schmalzbroten und Apfelpunsch auf dem Hof Wiese.

 

Denn dort stellte die Autorin Traute Krull in feierlichem Rahmen ihr neues Buch „Lasst Anker fall´n“ vor den rund 70 geladenen Gästen vor.

 

Der Grund für dieses neue Buch ist das 50-jährige Bestehen der Anker-Gottes-Kirche in Laboe, die am Palmsonntag 1972 eingeweiht und somit am Palmsonntag 2022 ihren 50. Geburtstag feiert. Und da zu diesem Anlass doch eine kleine Broschüre sehr schön wäre, wurde dieser Wunsch des Kirchenkreises an Traute Krull herangetragen, die ja schon einige Bücher über das Leben in Laboe und die Geschichte dieses ehemals kleinen Bauern- und Fischerdorfes veröffentlicht hat.

 

50 Jahre für eine Kirche sind ja nun kein Alter, auch wenn es sich dabei um eine sehr markante und auffällige Kirche handelt, deren Dach mit 4 unterschiedlich hohen Spitzen einen liegenden Anker symbolisieren soll, daher auch der Name „Anker Gottes Kirche“. Das sollte eigentlich schnell erledigt sein, so die ersten Gedanken von Traute Krull.

 

Andererseits gibt es in der Probstei aber in Schönberg und Probsteierhagen zwei Kirchenspiele, die schon Mitte des 13. Jahrhunderts während der Besiedlung der Probstei gegründet wurden. Und da tauchte sofort die Frage auf, wann und warum hat sich Laboe von der Mutterkirche in Probsteierhagen getrennt?

 

Daher begab sich Traute Krull auf Spurensuche und musste immer tiefer in die christliche Geschichte eintauchen, um die ständig neu aufkommenden Fragen beantworten zu können. Und das fing dann ganz am Anfang an mit der Frage, wie kam die Botschaft Jesu überhaupt von Jerusalem zu uns in den Norden? Lubodne (Laboe) wurde 1240 das erste Mal vom Kloster Preetz erwähnt, um 1250 herum entstand die St.-Katharinenkirche in Probsteierhagen als mittelalterliche Felssteinkirche die auch für die Gläubigen in Laboe zuständig war.

 

Bis zum Jahr 1906 gehörte die Gemeinde Laboe zum Kirchenkreis Probsteierhagen, aber die immer größer werdende Zahl der Neubürger forderte eine eigene Kirche in Laboe.

 

All diese geschichtlichen Aspekte beleuchtet Traute Krull in ihrem neuen Buch. Und so wurde zur Vorstellung des neuen Buches auch ein ganz besonderer Ort gewählt, nämlich der Hof Wiese von Eckhard Wiese und Hildegard Witzki. Dieses zwischen 1535 und 1540 erbaute Fachhallenhaus im Oberdorf mit seiner ca.150 qm großen Diele ist eines der ältesten sehr gut erhaltenen Bauernhäuser in Schleswig-Holstein.

 

Begrüßt wurden die rund 70 geladenen Gäste von Kantor Eckhard Broxtermann und Pastor Daniel Kuhl dankte in seinem Grußwort Traute Krull für die umfangreichen Recherchen zur Anker-Gottes-Kirche in Laboe.

 

Musikalisch wunderschön passend zu dem festlichen Rahmen spielte Michaela von Karger, 1974 in Minneapolis, USA, geboren, auf ihrer keltischen Harfe. Die Einführungsrede zu dem Buch hielt Probst i.R. Matthias Petersen aus Heikendorf. Matthias Petersen war u.a. auch Bordpfarrer bei der U-Bootflottille in Kiel, Gemeindepastor in Heikendorf und seit dem 15. Januar 2001 als Propst 13 Jahre lang für den Kirchenkreis Plön tätig.

 

Er stellte noch einmal in seiner Rede sehr lebhaft die Mühsale der damaligen Zeit in den Vordergrund, wenn die Laboer meist zu Fuß nach Probsteierhagen in die Kirche gelaufen sind. Ob man das den heutigen Konfirmanden auch noch zumuten könnte? Er dankte auch noch einmal ganz herzlich allen Menschen, welche die Gemeinde durch ihre Taten geprägt haben. Die Kirche mag ihre Strukturen ändern, aber sie sollte immer eine Kirche der offenen Türen sein, ein Ort der Ruhe und Besinnung an Gott.

 

Und nach den Harfenklängen von Michaela von Karger gab es dann Schmalzbrote und heißen Apfelpunsch. An dem Bücherstand konnte man sowohl das ganz neue, rund 100 Seiten starke Buch „Lasst Anker fall´n“ als auch die bisher erschienen Bücher von Traute Krull kaufen, die sie auch vor Ort signierte. Ab sofort ist das neue Buch auch in der Elatus Buchhandlung, Strandstraße 11 oder im Blumengeschäft von Nicole Krüger im Brodersdorfer Weg 26 zum Preis von 11€ erhältlich.

 

So, dass für den Start in die neue Woche, wir lesen uns dann am Mittwoch wieder. Es soll weiterhin grau bleiben im Norden, dann lassen wir eben die Sonne in unseren Herzen scheinen.

 

Liebe Grüße aus Laboe sendet euch der Ostsee-Peter

Mittwoch, 17. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

immer noch grauer Himmel im Norden, also richtig schönes November-Wetter.

 

Ich hatte am Dienstag zwei Termine in Kiel, da bleibt auch zwischendurch immer etwas Zeit für einen kleinen Bummel durch die City. In diesem Jahr werden in der Kieler Innenstadt trotz aller Coronawarnungen wieder 4 Weihnachtsmärkte an den bekannten Stellen Asmus-Bremer-Platz, Holstenstraße, Holtenauer Straße und Rathausplatz aufgebaut.

 

In den meisten Innenräumen gilt lt. der Ansprache von Ministerpräsident Daniel Günther am heutigen Mittwoch ab dem kommenden Montag jetzt auch die 2G Regel in Schleswig-Holstein. Das betrifft besonders Restaurants, Kneipen, Hotels usw. Ausnahmen mit 3G gibt es z.B. für Friseure. Auch Kontaktbeschränkungen werden wieder eingeführt. Ich denke mal, solche Vorschriften zu erlassen ist ja nicht das Problem, der Knackpunkt sind die flächendeckenden Kontrollen.

 

Wenn die Politik nun damit liebäugelt, 2G oder 3G auch in öffentlichen Verkehrsmitteln einzuführen, wer soll das kontrollieren? Sollen sich da etwas die Busfahrer/-innen oder die Zugbegleiter Wortgefechte mit Ungeimpften liefern? Ich wäre sofort für solche strengen Maßnahmen, aber solange nicht gewährleistet ist wie das alles kontrolliert werden soll ist das alles mal wieder heiße Luft aus der Politik.

 

Freuen wir uns, dass wir in Schleswig-Holstein die niedrigsten Inzidenzzahlen in ganz Deutschland haben dank hoher Impfquote, vielleicht auch noch einmal ein kleiner Anreiz für alle Zweifler.

 

Eine Veranstaltung für die nächste Woche kann ich schon ankündigen. In der sehr schön renovierten „Alten Bäckerei“, Reventloustraße 1, findet in der Zeit vom 22.-29.11.2021 in der Zeit 10 -18 Uhr eine Keramikmalaktion statt. Dipl.-Ing. Anja Klein M.A. aus Laboe schrieb mir dazu:

 

Wir werden Teller, Tassen, Müslischalen, Seifenschalen und vieles mehr zur Verfügung stellen für eine individuelle Bemalung mit Stempeln, Schablonen und weiteren Hilfsmitteln. Auch können Wünsche geäußert werden, die wir versuchen in der einen Woche zu besorgen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es ist für Kinder und Erwachsene geeignet. Kinder ab 12 Jahre dürfen ohne Erwachsene kommen. 

 

Es geht uns um gemeinsamen Spaß und das Ausprobieren für ein beispielsweise besonderes Weihnachtsgeschenk. Am 26.11 kann man sogar mit einer Anmeldung bis 24 Uhr bei uns Keramik anmalen. Die Keramik wird im Anschluss dann von uns gebrannt. Jedes Objekt, das angemalt und gebrannt wird, hat einen anderen Preis. Die Preise pro Objekt werden ca. zwischen 10 - 20€ +/- liegen. Weitere Auskünfte und Anmeldung bei Frau Klein unter 0173-4303930.

 

Frau Klein hat auch schon ein Buch zu dem Thema „Facetten der Kunsttherapie“ veröffentlicht, wer sich einmal für die verschiedenen Ansätze in der Kunsttherapie interessiert drückt HIER

 

Im Album sehen wir dann heute ein paar Fotos aus der Landeshauptstadt vom Aufbau der Weihnachtsmärkte. Die Pyramide am Asmus Bremer Platz steht schon und auch ein Einhorn in wechselnden Farben ist mir in Kiel begegnet. Geöffnet sind die 4 Weihnachtsmärkte vom 22. November bis 23. Dezember 2021, Änderungen wegen Corona sind natürlich möglich.

 

So, das war es für den Mittwoch. Weiterhin eine schöne und erfolgreiche Woche, bleibt gesund.

 

Liebe Grüße aus Laboe sendet Euch

der Ostsee-Peter


Freitag, 19. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

nach wie vor ist es grau und windig in Laboe, Windstärke 7 aus West zeigt mir gerade die Messstation auf dem Leuchtturm Kiel an. Aber dafür ist es sommerlich warm mit 14 Grad, da wird man am Strand nicht so eiskalt durchgepustet, auch sehr angenehm.

 

Am heutigen Freitag ist dann das Segelschulschiff „Gorch Fock“ nach 6 Jahren Reparaturzeit zu seiner ersten Auslandsfahrt gestartet. Pünktlich um 10:00 Uhr wurde in Kiel abgelegt, ich hatte ja noch die stille Hoffnung, dass bei dem günstigen Westwind die Gorch Fock vielleicht unter Segeln an Laboe vorbeifährt, das war abr leider nicht der Fall.

 

120 Männer und Frauen der Stammbesatzung sind an Bord, Kurs Skagerrak. Da könnte es bei dem momentanen Wind schon mal etwas heftiger werden, der Seewetterbericht sagt dort bis zu Windstärke 9 voraus. Also eine erste Bewährungsprobe für das generalüberholte Schiff.

 

Um Skagen herum erreicht die Gorch Fock dann die Nordsee, durch den Ärmelkanal wird dann die Biskaya angesteuert, danach geht es dann zum Auftanken nach Lissabon.

 

Nach weiteren Testfahrten kommen dann im Januar auf Teneriffa die ersten Offiziersanwärter an Bord und im März 2022 wird die Gorch Fock wieder zurück in Kiel erwartet. Und geplant ist auf jeden Fall, dass das Segelschulschiff der Marine im nächsten Jahr zur Kieler Woche wieder die Windjammerparade anführt.

 

Werfen wir also heute im Album noch einmal einen Blick auf die Gorch Fock und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

Ansonsten ist es ruhig geworden in Laboe, Urlaubsgäste sind kaum noch da und so treffen sich eben die „Eingeborenen“ zum Klönschnack. Welche Auswirkungen die neuen Corona-Verordnungen auf den Tourismus haben bleibt abzuwarten.

 

Veranstaltungen wurden mir für dieses Wochenende nicht gemeldet, wer aber noch nicht vorbeigeschaut hat, dem empfehle einen Blick ins Freya-Frahm-Haus zu werfen, dort ist noch bis zum Sonntag die Fotoausstellung #Laboe22 jeweils von 12 – 18 Uhr zu sehen.

 

Damit verabschiede ich mich dann auch für diese Woche und sage Tschüss bis zum Montag

 

Euer Ostsee-Peter


Montag, 22. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

ein wunderbar sonniger Sonntag liegt hinter uns, das habe ich dann gleich mal für einen Spaziergang nach Möltenort genutzt. Obwohl ich auf dem Rückweg dann doch noch auf dem Stück vom Laboer Hafen bis nach Hause gut nass geworden bin war es ein wunderschöner Tag. Ist schon immer lustig mit dem Wetter hier.

 

Auch auf der Promenade in Möltenort war ordentlich Betrieb, das dort der Strand aber ja wesentlich kleiner ist als in Laboe trifft man sich dort natürlich im Bereich des schönen Spielplatzes. Heißgetränke oder Eintopf gab es dort auch zu kaufen am Strandkiosk, alles in allem eine sehr gemütliche Atmosphäre dort.

 

Losgegangen also in Laboe im Sonnenschein, aber am U-Boot-Ehrenmal zogen dann plötzlich ganz schnell sehr dunkle Wolken auf. Aber wenigstens einen heißen Kaffee wollte ich mir noch gönnen bevor ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht habe.

 

Die Color-Line-Fähren sieht man dort aus einer völlig anderen Perspektive als in Laboe, auch interessant. Ich hätte jetzt ja gerne noch etwas mehr speziell über die Color Magic an dieser Stelle geschrieben, aber es gibt ein Enkelkind von mir das schon sehr gut lesen kann und auch immer mal wieder schaut was der Opi so über Laboe schreibt, deshalb werde ich erst nach Weihnachten noch einmal auf das Thema Color Magic zurückkommen.

 

Ein Schleppzug auf der Förde weckte auch mein Interesse. Der Schlepper VB Roennebeck zog den Marine-Seeschlepper A 1451 „Wangerooge“ hinter sich her, das Gespann war auf dem Weg von Wilhelmshaven nach Rostock. Der Marineschlepper Baujahr 1966 sah aus wie ein alter Seelenverkäufer der kaum noch schwimmfähig ist, aber ein heutiger Blick auf meinen Vesseltracker zeigt, dass beide Schiffe die Werft von Tamsen Maritim in Rostock heil erreicht haben.

 

Ansonsten gelten ab heute auch in Schleswig-Holstein die verschärften Corona-Regeln, Übernachtungen und der Besuch von Restaurants, Kneipen usw. nur noch mit 2G. Auf den vier heute in Kiel gestarteten Weihnachtsmärkten und in den umliegenden Bereichen herrscht lediglich Maskenpflicht, ansonsten aber keine Zugangsbeschränkungen, nur in Innenräumen 2G.

 

Diese lasche Regelung der Stadt Kiel stößt bei einigen Parteien und Politikern auf großes Unverständnis, befürchtet man hier doch den Start zu einem „Superspreaderevent“, denn wie will man auf einem Weihnachtsmarkt dichtes Gedränge an den (Glühwein)-Ständen vermeiden wo dann natürlich die Masken abgenommen werden müssen.

 

Es ist wie immer mal wieder ein herumlavieren zwischen „was kann ich erlauben“ und „was muss ich einschränken“, das aber eigentlich gerade im Hinblick auf die ständig steigenden Inzidenzen im Vordergrund stehen sollte. Letztendlich muss aber jeder für sich selber entscheiden ob er sich in das Weihnachtsmarkt-Getümmel stürzt oder nicht. Ich kann da jedenfalls sehr gut drauf verzichten, trotz Impfung.

 

Wir lesen uns am Mittwochabend wieder, im Freya-Frahm-Haus wird die nächste Ausstellung vorbereitet, ich werde berichten was es dort zu sehen gibt.

Bis dahin sage ich Tschüss aus Laboe, bleibt gesund.

 

Euer Ostsee-Peter

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Mittwoch, 24. November 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

wenn wir uns heute im Album die Bilder vom sonnigen Kurpark und den dunklen Wolken am Strand anschauen könnte man meinen, zwischen den Fotos liegen Wochen, aber es ist wirklich nur ein Tag. Immer wieder spannend, welche tollen Bilder uns die Natur frei Haus liefert.

 

Und da wäre ich dann auch schon gleich beim Thema, denn im Freya-Frahm-Haus startet am kommenden Freitag eine neue Ausstellung mit dem Titel „Spurensuche - SO oder SO“ mit Ulla Koschel und Peter Huch.

 

Zwei Künstler, deren Arbeitsweisen unterschiedlicher kaum sein können, die aber zwei Dinge verbindet – die Freude an ihrer Arbeit und ihr Humor, wenn man sich mit den beiden Künstlern unterhält. Man kann die Welt ja bekanntermaßen „SO oder SO“ betrachten und Ulla Koschel hat eine ganz besondere Art, ihre Gedanken, ihr Erlebtes oder ihre Träume in abstrakter Form auf die Leinwand zu bringen.

 

Manchmal ist es Buch das sie fasziniert wie z.B. Richard Powers „Klang der Zeit“ um daraus dann ein Bild zu machen und um sich dann die Frage zu stellen: Ein Vogel und ein Fisch könnten sich verlieben und so heißt auch eines ihrer Bilder. Warum? Das erklärt Ulla Koschel den Besuchern sehr gerne, denn zu jedem Bild gibt es eine eigene Geschichte.

 

Manchmal ist es nur ein indianisches Wort wie „Chinook“ dass Ulla Koschel zu einem Bild animiert. Und so trifft der Besucher auf meist großformatige, sehr farbenfrohe Acrylbilder bei denen sich genaues Hinschauen lohnt. Meine Deutung eines Bildes, dass da Elefanten an einem bunten Fallschirm zur Erde gleiten war zwar sehr gut, aber vollkommen falsch. Denn der bunte Fallschirm den ich gesehen hatte war das farbenfrohe und von der Sonne angestrahlte Glasmosaik in Ulla Koschels Bad wie sie mir fröhlich erklärte. Aber Elefanten sind da wirklich auf dem Bild.

 

Einige Bilder sind auch als Collagen gestaltet, hier findet man dann Zeitungsschnipsel, Fische aus Gipsbinden, Stoffe, Schablonen und Schellacküberzüge. Konturen oder Texte werden mit Kohle oder Farbstiften aufgetragen. So entsteht die farbenfrohe Welt von Ulla Koschel, die sich schon auf viele Gespräche mit den Besuchern der Ausstellung freut

 

Das war das eine SO, das andere SO führt uns auf Spurensuche in die Natur wie Peter Huch sie in seinen Monotypien sieht. Diese Maltechnik ist nicht sehr häufig anzutreffen, sie erfordert Spontanität und eine gewisse Schnelligkeit um zu einem brauchbaren Ergebnis zu gelangen. Wobei mit Mono nicht die Monochrome Malerei in einem Farbton oder Schwarz-Weiß gemeint ist, sondern Mono bezieht sich auf die Anzahl der Bilder die gedruckt werden können, denn im Prinzip gibt es von jedem Bild nur ein einziges Exemplar.

 

Denn die verschiedenen Farben werden nicht auf ein Blatt Papier aufgebracht, sondern das Bild entsteht zunächst auf einer Glas- bzw. Acrylscheibe. Hilfsmittel sind dabei Rakel, Spachtel und Pinsel. Auf die noch nasse Farbe wird dann recht schnell das Papier aufgelegt und mit einer Rolle glattgestrichen. Danach wird dann das Papier zügig und gleichmäßig abgenommen damit die wasserlösliche Farbe nicht verwischt. Kleinere Änderungen können noch vorgenommen werden solange die Farbe noch nicht trocken ist. Alles in allem ist also viel Erfahrung notwendig, um Monotypien herzustellen und es gibt daher immer nur ein einziges Original.

 

Sollte noch genügend Farbe auf der Glasscheibe sein könnte man evtl. auch noch ein zweites Exemplar anfertigen, dass dann aber in den Farbtönen wesentlich blasser ausfällt als das Original.

 

Es gibt aber auch noch eine weitere Methode eine Monotypie herzustellen, wie Peter Huch erläuterte, der sich seit 1973 mit der Monotypie beschäftigt. Dabei wird das Papier auf die gleichmäßig eingefärbte Glasplatte gelegt, mit einem Bleistift oder Falzbein wird dann das Motiv auf die Rückseite gemalt oder gerieben und dadurch dann die Druckfarbe auf das Papier gedrückt, je nach Druck mal heller oder kräftiger. Diese Art der Monotypie mit Bleistift-Zeichnung auf der Rückseite bezeichnet man auch als Durchdrückzeichnung. Mit dieser Methode ist aber tatsächlich nur ein einziges Exemplar möglich und die Zeichnung auf der Rückseite bleibt erhalten.

 

Eine sehr spannende Maltechnik wie ich finde und die Ergebnisse sind dann im ersten Stock des Freya-Frahm-Hauses zu sehen. Es gibt also wieder einmal interessante Dinge zu entdecken bei dieser Gemeinschaftsausstellung.

 

Geöffnet ist die Ausstellung vom 26.11.21 bis 12.12.21 jeweils Sa 13 -17 Uhr, So 11 -17 Uhr und Di, Mi, Fr 13 - 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, lt. Landesverordnung S-H ist die 2G-Regelung in Innenräumen vorgeschrieben, daher bitte Impfnachweise und Personalausweis vorlegen.


So, das war es mal wieder für den Mittwoch, wir lesen uns Freitagabend wieder und dann haben wir den November gottseidank auch bald geschafft. Ich sage bis dahin wie immer Tschüss aus Laboe

 

Euer Ostsee-Peter