Juni 2021



Verliebt in Laboe ...

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Hallo und herzlich Willkommen in meinem News Archiv.



Juni 2021


Freitag, 04. Juni 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

und willkommen zu den ersten NEWS im Juni. Und der fängt schon gut an und es gibt wieder jede Menge zu berichten und zu gucken aus und in Laboe. Wenn jetzt auch noch demnächst einige Veranstaltungen hinzukommen werde ich wohl meinen Rhythmus Mo, Mi, Fr wieder einführen müssen, sonst muss ich immer soviel auf einmal tippen und meine lieben Leserinnen und Leser auf einmal lesen, schauen wir also mal wie sich das entwickelt.

 

Highlight der Woche war sicherlich die Lieferung und Montage der beiden Stege für den barrierefreien Strandzugang neben dem Buena Vista. Ausgangspunkt der Idee für einen barrierefreien Strandzugang war der völlig marode und morsche Holzbereich an der Promenade der zum Strand führte. Daher wird die bislang

aus Holz bestehende Plattform durch rote Klinkersteine ersetzt, die sich dann nahtlos in das Gesamtbild der Promenade und Reventloustraße einfügen werden.

 

Das Problem bestand allerdings darin, dass ein gewisser Höhenunterschied von der Promenade zum Strand überwunden werden musste, wobei das Gefälle nicht zu steil sein durfte. Dieses Problem wurde durch zwei Stegelemente gelöst, die auf Stahlpfeilern im Sand ruhen. Diese beiden schwergewichtigen Teile wurden am 02. Juni 2021 unter Beisein von Bürgermeister Heiko Voss, Betriebsleiterin Martina Kussin und Dipl. Ing. Arne Levsen angeliefert und montiert.

 

Das war absolut spannend, denn die Stegkonstruktion musste ganz genau auf die neuen Stahlpfeiler passen und selbstverständlich mussten die beiden Elemente dann auch noch ineinanderpassen. Das war Millimeterarbeit, aber alles hat auf Anhieb und beim ersten Versuch gepasst. Der Kranführer hatte die Teile exakt in Stellung gebracht, die Monteure haben dann teils mit akrobatischen Einlagen, wie wir im Album oder unten sehen werden, die Bolzen und Schrauben befestigt, kräftig unterstützt von männlicher Muskelkraft.

 

Insgesamt kostet das Projekt rund 150.000 €, wobei 75% Fördergelder eingeworben werden konnten. Ganz so einfach war die Geschichte aber nicht, so Heiko Voß im Gespräch. Denn es mussten die Baufirmen ja trotz voller Auftragsbücher bereit sein, diese Aufgaben noch zusätzlich zu übernehmen und auch die Beschaffung der Baumaterialien ist momentan nicht gerade einfach.

 

Einen großen Dank richtete Heiko Voß daher an die Staatskanzlei Schleswig-Holstein sowie an die Baufirmen Armin Stoltenberg aus Fiefbergen und der Firma Berke WMB Technik aus Kiel. Die Projekt- und Bauleitung hat das Ingenieurbüro Levsen aus Heikendorf übernommen, die dafür sorgt, dass alle Arbeiten bis spätestens zum 30. Juni erledigt sind, denn dieser Termin muss unbedingt wegen der Fördergelder eingehalten werden.

 

Dipl. Ing Arne Levsen ist aber völlig zuversichtlich, dass alle Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden können. Und dann gibt es neben dem barrierefreien Strandzugang auch noch einen weiteren sehr schönen Effekt, wie er erklärte. Denn vom Beginn der Reventloustraße bei der Fahrwassertonne im oberen Bereich hat man dann eine freie Sichtachse bis zum Wasser. Die beiden Stegelemente besitzen auch eingebaute Lampen die mit der Straßenbeleuchtung gekoppelt sind, sodass sie abends eingeschaltet werden und so nicht nur für Licht, sondern auch für ein schönes Ambiente sorgen.

 

Nach den beiden Stegen geht es dann bis zum Wasser weiter mit 2 x 1 Meter großen Kunststoffplatten, in der Nähe des Wassers entsteht eine kleinere Plattform um das Wenden z.B. mit Rollstühlen zu erleichtern. Diese Elemente können wie die bisher vorhandenen anderen Holzstege auch, im Herbst wieder demontiert werden.

Dieser neue, barrierefreie Zugang zum Strand bedeutet daher eine ganz besondere Aufwertung und Bereicherung für Laboe, seine Einwohner und zahlreichen Gäste.

 

Die nächste Baustelle die ich besucht habe ist der Aukrug, ehemals El Mason Playa in Neu-Stein. Hier werden jetzt zur Absicherung zunächst einmal Spundwände in die Erde getrieben. Das geht ja heute hydraulisch und ist von daher viel leiser als früher als die Teile noch in den Erdboden gehämmert wurden. Da die Typbezeichnung so schön auf der Maschine stand habe ich gleich mal nachgeschaut, 639 PS, 72 to Einsatzgewicht, der Verfahrweg-Schlitten, so heißt das Teil heißt das die Bleche in den Boden drückt, ist 16 Meter lang, kommt hin, wenn man die Höhe der Maschine betrachtet. Ein 810 ltr. Dieseltank und 860 ltr. Hydrauliktank sorgen für die notwendigen Flüssigkeiten, das nur mal so zur Ergänzung.

 

Es gibt noch weitere Baustellen in Laboe, denn im Moment werden die Glasfaser Leerrohre verlegt. Sagenhaft wie schnell das geht – Trupp 1 reißt Straßen und Bürgersteige auf, Trupp 2 verlegt das Leerrohr und Trupp 3 macht sofort wieder alles zu. Sagenhaft wie schnell und effizient da gearbeitet wird. Ein schönes Foto erhielt ich von Reimer Eickmeier, eine riesige Kabeltrommel vor seinem Gebäude von FördeFeWo, aber nur kurze Zeit später war alles schon wieder vorüber. 

 

Nun verlassen wir mal die Baustellen aber obwohl ich ja schon ein gewisses Alter erreicht habe, bei solch technisch interessanten Dingen wird immer sofort das Kind im Manne bei mir geweckt.

 

Interessant war und ist es am heutigen Freitag im Hafen. Denn seit längerer Zeit war unsere „de Albertha“ mit Skipper Dick und seiner Crew wieder in Laboe. Und kaum war sie da, war sie auch schon wieder weg. Konnte noch kurz mit Dick schnacken, im Moment gibt es bis Mitte Juni Gruppencharterfahrten, heute geht es nach Kiel, Dienstag ist die de Albertha wieder zurück und dann sind die Laboer Schulkinder wieder dran. Allerdings noch mit einer Corona bedingten Einschränkung, denn es können im Moment nur 1-Tages-Törns gemacht werden. Aber trotzdem, es geht jetzt erst einmal wieder los und das ist die Hauptsache.

 

Das zweite Schiff das noch bis Sonntag im Hafen von Laboe liegt ist die „Beluga II“ von Greenpeace. Diesmal möchte Greenpeace mit einer Fotoausstellung des prämierten Fotografen Nikita Teryoshin über die deutschen Waffenexporte in Drittstaaten, also Länder außerhalb der EU, Nato und Nato-gleichgestellter Staaten. Die Waffen landen in den Händen von Diktatoren, in Krisen- und Kriegsgebieten und sorgen für Tod und großes Leid.

 

Nikita Teryoshin wurde 1986 in Lenigrad geboren und ist in St. Petersburg und Dortmund aufgewachsen, heutelebt er in Berlin. Er besuchte für sein Langzeitprojekt „„Nothing Personal – The Back Office of War“ zwischen 2016 und 2020 weltweit insgesamt bislang 14 Waffenmessen. Mit seinen Fotos gibt er den Besuchern der Ausstellung Einblicke in die skurril-zynische Welt der Waffenindustrie, einige dieser Bilder können wir in Laboe sehen.

 

Es geht Greenpeace nicht um ein generelles Waffenverbot, wie mir im Gespräch mit den freiwilligen Mitarbeiterinnen noch einmal versichert wurde, sondern um Einstellung der Waffenlieferung außerhalb der Nato und EU wie z.B. Algerien, Saudi-Arabien, Pakistan oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Daher fordert Greenpeace ein strenges Rüstungsexportkontrollgesetz und hat hierfür bereits einen Entwurf vorgelegt. Grund ist, dass die Bundesregierung in den letzten fünf Jahren Rüstungsgütern für durchschnittlich 3,3 Milliarden Euro in Drittländer zugestimmt hat, viele der Rüstungsgüter landen in Krisen- und Kriegsgebieten in den Händen von Diktatoren und Menschenrechtsverletzern.

 

„Entrüstung jetzt“ so lautet der Titel der Ausstellung die auf der Nordmole aufgebaut wurde.

 

Das Schiff war ja schon einmal zu Gast in Laboe, aber da es auch hier Corona-Einschränkungen gibt, ist ein Besuch an Bord leider nicht möglich. Wer sich trotzdem einmal ein Bild von dem Schiff machen möchte kann das aber mit einer virtuellen Tour und mithilfe einer Virtual-Reality-Brille machen. Test oder Luca-App sind nicht notwendig, es sollte jedoch eine FFP2 Maske getragen werden.

 

Start der Tour mit der Beluga II war am 28. Mai in Hamburg, insgesamt werden jeweils zu den Wochenenden bis Ende August 14 Häfen anlaufen. Wer also im Hafen ist sollte sich einmal diese Ausstellung anschauen, denn sie stimmt einen schon sehr nachdenklich und lädt zu Diskussionen ein.

 

Fertig gestellt und in Betrieb genommen wurden zwischenzeitlich auch die Ladestationen für die E-Bikes der Sprottenflotte, waren Dienstag noch alle 5 Räder da, waren am heutigen Freitag schon 4 unterwegs, sehr schön.

 

So, das war es für diese Woche, ich wünsche ein schönes Wochenende und sage Tschüss bis zum Montag.

 

Euer Ostsee-Peter

Montag, 07. Juni 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

Sommer am letzten Samstag, grau aber warm am Sonntag, so das Wetter am Wochenende. Gut gefüllt war daher der Strand und Füße baden ging schon mal auf jeden Fall, die Mutigen sprangen komplett ins rund 14 Grad warme Ostseewasser.

 

Das Leben kehrt zurück bei einer Inzidenzzahl am heutigen Montag von 3,11 im Kreis Plön und 12,47 in Schleswig-Holstein.

 

Damit verbunden sind Lockerungen und darüber können sich auch die Schulkinder der Abschlussklassen der Laboer Grundschule jetzt wieder freuen. Ausgerechnet im letzten Jahr zum 20-jährigen Jubiläum dieser Schulfahrten, immer gesponsert vom Verein Ole Schippn Laboe e.V., musste die Jubiläumsveranstaltung wegen Corona ebenso ausfallen wie die Fahrten auf der „de Albertha“.

 

Das war natürlich sehr schade und die Kinder waren natürlich sehr traurig, immerhin hat der Verein Ole Schippn in den letzten 20 Jahren rund 600 Schulkindern diesen 3-Tages-Törn meist Richtung Dänische Südsee kostenlos ermöglicht.  Viele dieser ehemaligen Kinder und heutigen Erwachsenen wären gerne zu dem großen Wiedersehensfest nach Laboe gekommen.

 

Aber immerhin, es geht dank der Erleichterungen nun los mit den Schülerfahrten, wenn auch in diesem Jahr noch in veränderter Form. So wird es in diesem Jahr keine 3-Tages-Törns geben, sondern drei 1-Tages-Törns. Unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften können jeweils ein Dutzend Viertklässler am kommenden Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr nebst Betreuern in See stechen und ihre Seele baumeln lassen. Und das ist doch schon einmal ein sehr schöner Start nach einem so entbehrungsreichen Jahr für die Kinder, Jugendlichen und natürlich auch für uns Erwachsene.

 

Auch der Shantychor des Vereins Ole Schippn traf sich nach langer Zeit am vergangenen Freitagabend wieder, um das erste Mal vor dem Vereinsheim zu proben und zu überprüfen, ob die Stimmbänder noch intakt sind. Und was soll ich sagen: Die Jungs und Deerns haben das Singen nicht verlernt. Ach was tat das gut, mal wieder Live-Musik zu hören und viele Meschen blieben spontan stehen um den fröhlichen Weisen zu lauschen, zu klatschen und mitzusingen.

 

Ja, das fast „normale“ Leben kehrt langsam wieder zurück, für viele von uns im Moment noch etwas ungewohnt nach den vielen Monaten des Lockdowns und sonstigen Einschränkungen wenn man an den Wochenenden auf der Promenade  (dort mit Maske) oder am Strand spazieren geht, aber es geht bergauf und das ist doch einfach toll.

 

Nun könnte ich heute noch einiges berichten über die Veranstaltungen die unsere Gäste und uns Eingeborene in den nächsten Wochen hier in Laboe erwarten. Auch ein sehr informatives und persönliches Gespräch mit Mario Moritz, dem Betreiber des neuen „Petite Tini“ am Probsteier Platz habe ich heute geführt. Das ist mir übrigens auch noch nie passiert, dass ich von so vielen Seiten, besonders aus der Laboer Damenwelt, angesprochen werde, mit wie viel Liebe zum Detail Mario sein neu eröffnetes Elsässer Restaurant führt. Nun steht aber auch die Probierung von Marios Flammkuchen ganz oben auf meiner To Do Liste.

 

Über die kommenden Sommer-Veranstaltungen und der neuen Ausstellung im Freya-Frahm-Haus werde ich dann am Mittwoch berichten, das Kulinarische hebe ich mir für den Freitag auf.  

 

Denn Laboe erwacht wieder zum Leben, darüber freue ich mich natürlich auch ganz besonders. Daher geht’s also zurück in den gewohnten Vor-Corona-Rhythmus der NEWS mit „MoMiFrei“. Das ist so ähnlich wie die „ProKonReiLa“ (Promenaden-Konzert-Reihe-Laboe), ha, Abkürzungen erfinden wie unser Laboer Veranstaltungsleiter Christian Bohnemann kann ich auch, aber tauschen möchte ich nicht mit ihm, wenn ich sehe, welche Vorschriften, Vorgaben, Kontrollen usw. er in diesem Jahr noch bei allen Veranstaltungen berücksichtigen muss.

 

Aber wir alle können uns auf jeden Fall schon mal auf ein unterhaltsames Programm freuen, mehr davon am Mittwoch.

 

Viele Grüße aus Laboe sendet Euch wie immer

der Ostsee-Peter


Mittwoch, 09. Juni 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

willkommen am Mittwoch, da müssen wir uns wohl alle erst einmal wieder dran gewöhnen, aber wer das verpasst kann das ja jederzeit noch im NEWS-Archiv nachlesen.

 

Wie schon am Freitag angekündigt, möchte ich heute bei meinen Leserinnen und Lesern schon einmal die Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen in Laboe wecken, sofern sie bis heute schon feststehen. Wobei alle Termine natürlich unter Vorbehalt sind, man weiß ja nie ob und wie sich die Lage noch verändern kann. Denken wir aber positiv, von daher also schon mal Stift und Kalender oder das „Schmahrtfohn“ zur Hand nehmen – save the date wie das auf auswärts heißt. Also reinschreiben oder eintippen……

 

Los geht’s im Juli gleich mit einem Knaller, denn am 09. und 10. Juli 2021 findet am Strand von Laboe ein Sommer-Open Air-Festival statt mit dem Titel „Die Schlagerwelle“. Für viel gute Laune und Stimmung sorgt am Freitagabend das Chaosteam Sascha und Marcel und heizt dem Publikum richtig ein. Atemlos durch die Nacht geht es weiter mit Helene Fischer, also genauer gesagt mit ihrem Double Barbara und Alex Parker als Udo Jürgens Interpret.

 

Samstag startet um 16:30 Uhr ein Kinderprogramm mit Sascha und Michi. In ihrer Show animieren die Beiden zum Singen, Feiern und Bewegen. Der Mitmachspaß für die ganze Familie! Am Abend tritt Frank Lukas auf, er steht in ganz Deutschland auf den Bühnen und im Gepäck hat er seine aktuelle Single „Freu dich nicht zu früh“. Als Highlight des Abends erleben die Zuschauer Kerstin Ott, bekannt durch ihren Hit „Die immer lacht“. Das zunächst einmal in Kürze.

 

Die Karten für die beiden Festival-Tage gibt es nur online der telefonisch beim Veranstalter, aber nicht in der Touristinfo. Auf der Homepage der Veranstalter sind auch alle Corona-Maßnahmen aufgeführt, es gibt grundsätzlich nur reservierte Sitzplätze, die Karten sind personengebunden, alles Maßnahmen zur Sicherheit der Besucher.

 

Freuen wir uns also, dass es in Laboe seit einigen Jahren wieder eine Open Air Veranstaltung gibt, wer schon einmal Näheres wissen möchte schaut HIER 

 

Dort findet man unter Infos & FAQ´s alles Wissenswerte über den Ablauf der Veranstaltung, das Programm und den Ticket-Vorverkauf.

 

Weiter geht es mit den anderen Veranstaltungen vom Tourismusbüro:

 

16.07. – 18.07.2021: Handgemacht Kunsthandwerker Markt (Rosengarten)

 

12.08. – 15.08.2021: Deutsche U19 Beachvolleyball Meisterschaften am Strand, wie                                                                                                    

                                  im letzten Jahr auch schon ohne Zuschauer

 

20.08. – 21.08.2021: German Classics Laboe (Hafenplatz)

 

17.09. – 19.09.2021: Handgemacht Kunsthandwerker Markt (Kurpark)

 

11.10. – 24.10.2021: Kulinarischer Herbstzauber Laboe (Hafenplatz)

 

22.10. – 24.10.2021: Lichtermeer (Kurpark)

 

Ein Kinderfest ist noch in Planung, dazu befindet sich die Veranstaltungsleitung noch im Austausch mit dem neu gegründeten Kinder- und Jugendbeirat, wahrscheinlich wird die Veranstaltung dann im September stattfinden.

 

Insgesamt 17 Konzerte der Reihe ProKonReiLa (Promenaden-Konzert-Reihe-Laboe) in der Musikmuschel sind zwischen dem 11. Juli und 26. September geplant. Den Anfang machen am Sonntag den 11. Juli um 16 Uhr Blaney & Heuer. Alle weiteren Konzerte siehe unten bzw. im Album.

 

Vom 13.08. – 22.08. 2021 sehen wir im Freya-Frahm-Haus auf Einladung der Gemeinde Laboe den Künstler Simon Marchner aus München, er entwirft speziell Tour Plakate und Poster für Musiker wie Olli Schulz, die Beatsteaks, Kettcar und Noel Gallagher aber z.B. auch für den VW-Konzern. Ein sicherlich ganz spannendes Projekt.

 

Hinsichtlich der Corona bedingten Auflagen, wird bis mindestens Ende August auf allen Veranstaltungen mit Publikumsverkehr eine Maskenpflicht, sowie eine Kontaktdatenerhebungspflicht bestehen. Die Einhaltung der AHA Regeln versteht sich von selbst. Die Testpflicht entfällt für Open Air Events. Änderungen vorbehalten.

 

Immer spannend und unterhaltsam sind für die Kinder nebst Eltern, Opas und Omas die Sommerveranstaltungen der Urlaubskirche Probstei. Auch hier gelten natürlich noch einige Corona-Einschränkungen, aber folgende Veranstaltungen in Laboe sind geplant die das Team von Pastorin Jane Mentz ab Juli für Laboe vorbereitet hat:

 

Montag bis Freitag: 18 Uhr Gute Nacht Geschichten im Kurpark

Mittwoch: Familienbasteln, Stockbrotbacken, digitale Schnitzeljagd für Familien durch Laboe

Donnerstag; Strandolympiade oder Wasserexperimente im Wechsel

Sonntag 04.07.21 und 29.08.21 geplant Ostseetaufen und Strandtrauungen.

 

Das Team in Laboe besteht aus Josephine Mentz (22), Moritz Frank (22) und Jona Gottburg (20).

 

Der bei einheimischen und Urlaubern sowie Tagesgästen so beliebte Orgelsommer mit über 3.500 Besuchern jährlich und rund 25 Konzerten muss auch in diesem Jahr leider Coronabedingt noch einmal ausfallen, somit auch die Orgelmatineen am Dienstagvormittag.

 

Aber ein bisschen was ist möglich aufgrund der gültigen Verordnungen und so hat Kantor Eckhard Broxtermann die „Orgelvesper immer am Dritten“ ins Leben gerufen. Zur Ruhe kommen, etwas Zeit für sich haben, den Tag Revue passieren lassen, so lautet das neue Angebot der Anker-Gottes-Kirche mit einem Bibelwort, einem Gebet und Orgelmusik bei Kerzenschein.

 

Beginn ist jeweils um 18:10 Uhr, Termine sind am Samstag den 03. Juli, am Dienstag den 03. August, am Freitag de, 03. September und am Sonntag, den 03. Oktober 2021.

 

So, dass erst einmal zu den Terminen die mir im Moment vorliegen, weitere folgen dann sicherlich noch im Laufe der nächsten Wochen. Ich bleib am Ball.

 

Weiter geht es mit der Kunst, und die überfiel mich plötzlich am Dienstag völlig unerwartet im Hafen von Laboe. Eigentlich wollte ich da nur einen ganz toll restaurierten Kutter fotografieren, aber als ich mich dann umgedreht habe, erblickte ich auf einmal viele schöne Bilder, die der Maler Horst Schwindt aus Kiel nach Absprache dort aufgestellt hatte.

 

Horst Schwindt war über 30 Jahre bei den Kieler Nachrichten beschäftigt, Malen war schon immer das Hobby des vielgereisten Künstlers aber als Kieler Sprotte hat es ihm natürlich das Wasser ganz besonders angetan. Und so konnten sich also gestern die Menschen an den schönen Bildern aus Laboe und Umgebung erfreuen in dieser 1-Tages Kurzausstellung.

 

Für mich persönlich waren das nicht nur schöne maritime Bilder, sondern auch ein sehr nettes Gespräch mit dem Künstler. Und noch etwas ist bei mir hängen geblieben – endlich einmal wieder etwas völlig Spontanes, eine Idee die vorher nirgendwo angekündigt war und die die Menschen zum innehalten und miteinander reden animierten, ganz toll. Wer etwas mehr über Horst Schwindt und seine Bilder erfahren möchte drückt HIER 

 

Weiter geht es mit Kunst, denn von Freitag, den 11. Juni bis Sonntag den 26. Juni 2021 zeigt der ehemalige Kunsterzieher und freischaffende Künstler Ulrich Vester im Freya-Frahm-Haus seine „Arbeiten aus vier Jahrzehnten“ und das ist auch gleichzeitig der Titel dieser interessanten Ausstellung.

 

Studiert hat Ulrich Vester an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, kommt vom plastischen Gestalten her und bevorzugte anfangs das Material Ton. Im Laufe von 40 Jahren verändert sich ja ein Mensch, innerlich wie äußerlich. Und da Ulrich Vester immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten war und ist, immer bereit, sich auf völlig neue Materialien einzustellen, bekommt der Besucher der Ausstellung ganz erstaunliche Dinge zu sehen, die Ulrich Vester in 4 verschiedene Werkgruppen eingeteilt hat.

 

Da wäre zunächst einmal das Gebiet der „Keramischen Plastik“. Anfangen mit einem feuchten Klumpen Ton, diesen dann formen oder das Übereinanderlegen und immer wieder verstreichen langer Wülste aus Ton ist eine der ältesten Techniken. Und sie hat schon etwas mediatives an sich, entscheidend war immer das eigene Körpergefühl bei diesen Arbeiten, so Ulrich Vester. Die Figuren sind als Hohlköper gefertigt, damit sie beim Brennen von ca. 1000 Grad nicht platzen, aber die Farben wurden nicht mit eingebrannt, sondern später als Pigmentpaste aufgetragen.

 

Und so entstanden farbenfrohe Werke, teils abstrakt, aber auch erkennbar als Kakteen, Korallen oder als andere Gegenstände, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

 

Bei der Werkgruppe „Figurenplastik“ die in den 80er und 90er Jahren entstanden, erkennt der Betrachter Einzelfiguren oder auch miteinander verbundene Figurenpaare, sei es im Beruf, in der Familie oder bei anderen Tätigkeiten.

 

Die Werkgruppe „Schablonendrucke“ entstand als Idee auf den Reisen von Ulrich Vester, weit weg von seinem Atelier und ohne die sonst übliche große Ausstattung. Ein Platt Papier, Bleistift, Schere, Pinsel und ein paar Farben lassen sich eigentlich überall auf der Welt auftreiben. Mit der Schere stellt man eine Lochschablone her, diese wird dann auf ein weiteres Stück Papier gelegt und dann mit Farbe ausgefüllt, um das einmal vereinfacht auszudrücken.

 

Völlig überrascht haben mich die Papierschnitte. Man muss schon genau hinschauen bis man erkennt, dass es sich dabei nicht um gemalte Bilder handelt, sondern um filigran ausgeschnittenes Papier, oftmals Packpapier. Hierbei spielt die Intuition eine große Rolle, so der Künstler. Es entstehen zunächst Muster aus Bleistiftlinien, die sich irgendwann zu einem zusammenhängenden Netz vereinen. Durch das Herausschneiden der Zwischenräume ergeben sich dann Papiernetze mit wunderschönen Formen. Eine Arbeit, die große Konzentration und Sorgfalt erfordert, aber während der Herstellung auch sehr beruhigend und meditativ wirkt.

 

Und so kann der Besucher also eine Zeitreise durch 40 Jahre Kunstschaffen von Ulrich Fenster antreten. So bunt wie das Leben, so bunt seine Werke. Es gibt keine gerade Linie, sondern ganz viele verschiedene Wege die nicht nur im Leben, sondern auch in der Kunst von Ulrich Vester eingeschlagen werden. Und daraus ergibt sich dann eine absolut spannende und interessante Ausstellung.

 

Geöffnet ist die Ausstellung im Freya-Frahm-Haus jeweils Di-Fr von 14:00 - 18:00 Uhr und Sa-So von 11:00 – 18:00 Uhr. Die AHA-Regeln gelten natürlich auch hier, ein Test braucht aber nicht mehr vorgelegt zu werden.

 

Und auch bei dieser Ausstellung wird Ulrich Vester den Erlös seiner verkauften Werke wieder zu Gunsten von „Kirche hilft helfen“ spenden. 2012 sind so über 3.700 € für dieses Projekt zusammengekommen.

 

„Kirche hilft helfen“ ist ein Projekt der Ev.-Luth. Anker-Gottes-Kirchengemeinde Laboe und wurde 2013 mit dem Preis der Akademie für ländliche Räume ausgezeichnet. Seit 12 Jahren wird dieses Projekt erfolgreich und ehrenamtlich von Sabine und Joachim Schuldt sowie Monika Boje geleitet. „Starke Kinder in starken Familien“ lautet der Leitspruch an dem sich das Wirken orientiert. Denn gerade die Coronakrise hat es ganz deutlich zum Vorschein gebracht, dass Kinder am meisten darunter zu leiden hatten.

 

Aber auch schon vor Corona lag der Fokus ihrer Arbeit auf der Stärkung der Familien, denn will man die Kinder stärken, müssen auch die Familien gestärkt werden. Und so übernimmt der Verein u.a. die Kosten einwöchige Familienurlaube auf einem Bauernhof, bei dem die Kinder zusammen mit ihren Eltern spielen, radeln, basteln oder Ausflüge unternehmen können.

 

Einzelförderungen wie Nachhilfe, Besuche von Museen, Theater oder Projekten wie „Kultur macht stark“ werden ebenfalls unterstützt. Für die Eltern gibt es Hilfe in Erziehungsfragen oder z.B. bei Behördengängen.

 

Finanziert wird die Arbeit größtenteils durch Spenden von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern sowie durch Spenden von Firmen und Banken, Kollekten, Einnahmen aus Vorträgen von „Plattschnacker“ Achim Schuldt und anderen mehr.

 

Und so ist es für Ulrich Vester ein sehr schönes Gefühl, wenn er mit seinen Werken, die er mit ganz viel Freude erstellt hat, nun auch noch mit dem Verkauf etwas Gutes für die Kinder und ihren Familien in Laboe tun kann.


So, das war es für heute, ich staune ja selber, was es im Moment alles für schöne Sachen aus Laboe zu berichten gibt. Und auch für den Freitag habe ich schon wieder einige schöne Geschichten über die ich berichten kann.

 

Bis dahin sage ich wie immer Tschüss

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 11. Juni 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

schon wieder ist eine Woche vorbei, im Moment rast die Zeit nur so dahin für mich. Neben meiner Homepage die ja nun wieder 3 x wöchentlich erscheint gibt es ja noch ein paar weitere Projekte die auf Fertigstellung warten, so das „Extrablatt 2021“.  Dieses großformatige Blatt bietet unseren Urlaubern ja immer eine sehr schöne Übersicht über die Veränderungen in Laboe, die Veranstaltungen sind ebenso enthalten wie so manches lauschiges Plätzchen abseits des Trubels. Auch der Historische Kalender für 2ß22 wird aufgrund der großen Nachfrage wieder erscheinen, nach 7 Monaten Corona-Stillstand rappelt es jetzt wieder hier im Karton bis die Tasten aus der Tastatur fliegen.

 

Aber das ist doch auch sehr schön und es macht mir viel Spaß über die positiven Dinge im Ort zu berichten. Negative Nachrichten aus der ganzen Welt gibt es ja schon mehr als genug die täglich auf uns einprasseln.

 

Ich habe gestern im Impfzentrum Kiel im Stena-Line- Terminal meine zweite Impfung bekommen und wie schön – die Color-Magic war das erste Mal seit Januar wieder in Kiel. Sogar über die Toppen geflaggt war das Schiff. An Bord befanden sich norwegische Passagiere, die aber in Kiel noch nicht an Land gehen durften. Und wann deutsche Passagiere wieder nach Norwegen einreisen dürfen ist noch nicht geklärt. Aber schön, endlich mal wieder ein Schiff der Color-Line zu sehen. Das Schwesterschiff Color-Fantasy soll dann ab 25. Juni wieder den Liniendienst aufnehmen.

 

Gewundert habe ich mich übrigens, als ich vom Bahnhof den Übergang zum Sophienhof gegangen bin, da habe ich nämlich direkt unter mir einen rein elektrisch betriebenen Bus der KVG gesehen. Von unten betrachtet unterscheidet er sich kaum von den anderen Hybrid-Gelenkbussen, aber von oben? Also was mich verblüfft hat war, dass die komplette Elektrik und Verkabelung völlig frei auf dem Busdach verlegt ist. Überall sah man zwar Aufkleber die vor der Spannung warnen, offene Kontakte, aber ansonsten gab es keinerlei Abdeckung zum Schutz vor Regen, Hagel oder Schnee, alles prasselt da ja auf das Dach hernieder. Also das muss dann ja alles zu 1000 Prozent wasserdicht sein, sagenhaft. Das zum Thema Technik im Vorbeigehen. Ich denke mir, das interessiert wahrscheinlich nicht eine meiner weiblichen Leserinnen, aber so sind wir Kerle nunmal wenn´s um feine Technik geht.

 

Dann möchte ich heute über das neue Restaurant „Petit Tini“ am Probsteier Platz berichten. Inhaber Mario Moritz stammt aus dem Elsass und hat u.a. 12 Jahre im Kieler Ratskeller und 6 Jahre lang als Restaurantchef im Strandbistro Bruno in Strande gearbeitet bevor er sich in diesem Jahr seinen Lebenstraum erfüllte und in dem ehemaligen griechischen Restaurant Greco-Grill am Probsteier Platz sein „Petite Tini“ eröffnete.

 

Und hier kann Mario Moritz nun all das umsetzen, was ihm schon immer am Herzen lag. Nämlich leckere Speisen aus dem Elsass servieren und seinen Gästen Zeit schenken um ihnen den Geist des Elsass etwas näher zu bringen. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die Tarte flambée, die elsässischen Flammkuchen, im Mittelpunkt seiner Speisekarte stehen.

 

Diese gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, ob herzhaft oder süß, ob Veggie oder Vegan, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und sozusagen als kleine Hommage an Laboe gibt es auch den Flammkuchen „Der Laboer“, belegt mit einer Creme aus Sauerrahm, Zwiebeln, Speck und Matjes Tartar.

 

Verschiedene Salate runden die Speisekarte ab, auch hierbei gibt es wieder eine vegane Ausführung.

Eine weitere Spezialität des Hauses sind die Black Tiger Garnelen PIL PIL brutzelnd im Tongefäß serviert oder die gegrillten Crevetten in Hausmarinade und einem Dip nach Wahl, dazu wird immer ein Landbaguette serviert.

 

Ein gutes Glas Wein aus dem Elsass wie zum Beispiel aus dem Weingut Antoine Heinrich passt sehr gut zu den Speisen und ab Mitte des Monats ergänzt dann auch das Elsässer Bier Kronenbourg die deutsch/französische Getränkeauswahl. Dazu wird dann noch eine ganz neue Zapfanlage installiert die nur per Druck und ohne CO2 arbeitet.

 

Und sollte nebenan das italienische Eiscafe Venezia seinen freien Tag haben, springt Mario Moritz in Absprache mit Renato Vetterel mit einer Langnese-Eistruhe vor dem Petite Tini ein.

 

An rund 40 Außenplätzen und 30 Innenplätzen können die Gäste Platz nehmen um dann Marios Philosophie einmal persönlich kennenzulernen. Mario Moritz möchte natürlich, dass seine Gäste mit den Speisen und Getränken zufrieden sind. Aber noch viel mehr möchte er seinen Gästen das Gefühl vermitteln, dass sie herzlich willkommen sind. Dass er persönlich für seine Gäste da ist und sie bei ihm etwas von der hektischen Zeit des Alltags vergessen und sich in aller Ruhe den Genüssen aus dem Elsass widmen können.

 

Nüchtern betrachtet könnte man sagen, das ist eben Dienstleistung und Service am Tisch, aber wer Mario einmal persönlich kennenlernt wird schnell feststellen, das sind keine hohlen Worte, das ist Marios Lebensphilosophie.

 

Eintauchen in die französische Gastfreundschaft, oftmals sind es nur Kleinigkeiten die ins Auge fallen, so die liebevoll gedeckten Tische, zu einem Elsässer Wein gibt es natürlich auch original Elsässer Weingläser, was immer auch sein mag, der Gast steht immer im Mittelpunkt von Mario Moritz.

 

Und so wird er ab dem 21. Juni auf Wunsch seiner Laboer Gäste auch den Ruhetag von Montag auf Dienstag verschieben, geöffnet ist dann jeweils von mittwochs bis montags von 11:00 bis 21:00 Uhr.

 

Es gibt noch einige Ideen, die Mario Moritz im Laufe des Jahres noch umsetzen möchte, aber das alles step by step.

Laboe ist auf jeden Fall um ein Gourmet-Erlebnis reicher, ich kann nur sagen, schaut einfach mal vorbei bei Mario im Petite Tini. Bon appétit. Und wer schon einmal in der Speisekarte blättern möchte drückt HIER  https://www.petite-tini.de/

 

Heute sind dann auch Urlaubsgäste in meinem Appartement eingetroffen, meine kleine Enkelin Jannina wollte doch auch mal Urlaub bei Opa Peter machen wie sonst immer ihr großer Bruder Jannis. Da ich aber ja mit Frauen immer völlig überfordert bin 😉 bringt sie ihre Oma mit, damit ist dann auch gleich die Essenszubereitung geklärt und mein Überleben in der nächsten Woche gesichert.

 

Am Samstag heißt es für mich „Ansegeln“ mit dem Verein „Ole Schippn“ auf der „de Albertha“. Natürlich unter Einhaltung der AHA Regeln und der 3 G´s = Geimpft, Getestet, Genesen. Da gibt es dann sicherlich wieder einige schöne Fotos am Montag zu sehen.

 

Bis dahin sage ich wie immer Tschüss

Euer Ostsee-Peter


Montag, 14. Mai 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

so, nun herrscht bei mir im Appartement wieder Jubel, Trubel, Heiterkeit, ist gar nicht so einfach, da immer ein bisschen Zeit zum Schreiben zu finden, denn Klein-Jannina freut sich natürlich, ihren Opa mal so ganz ohne ihre anderen beiden Geschwister für sich alleine zu haben.

 

Daher möchte ich heute zunächst einmal nur von dem „Ansegeln“ des Vereins Ole Schippn Laboe eV. vom vergangenen Samstag berichten.

 

Los ging es um 09:30 Uhr mit einem Treffen vor dem Vereinsheim und Abgabe eines gültigen Tests bzw. entsprechender Impfbescheinigungen. Danach gings weiter zum Liegeplatz der „de Albertha“ im Hafen, die ja von Mittwoch bis Freitag jeden Tag einen Törn mit den Kindern der Abschlussklassen der Grundschule Laboe gemacht hatte. Darüber werde ich noch einmal gesondert berichten.

 

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Jens Zywitza begrüßte die Mitreisenden und freute sich natürlich, dass nach einem Jahr Ausfall durch Corona zunächst einmal 3 Kinder-Törns mit den Abschlussklassen der Grundschule mit der „de Albertha“ dank der Unterstützung des Vereins OSL stattfinden konnten. Und auch das traditionelle „Ansegeln“ konnte nun nach der langen Pause – wenn auch mit beschränkter Teilnehmerzahl, es waren 16 Personen, 3 Crewmitglieder und 2 Bordhunde - endlich wieder stattfinden. Normalerweise sind es 24 Personen bei Mehrtages- und 30 Personen bei Eintagesfahrten.

 

Skipper Dick und Lotta, seiner Schiffs- und Ehefrau sah man auch an, wie glücklich sie sind, endlich wieder in See stechen zu können mit der alten Dame „de Albertha“. Nach der Sicherheitseinweisung ging es dann an Bord, wo uns Bootsmannsnachwuchs Marc begrüßte. Marc ist als Viertklässler aus Laboe 2012 das erste Mal mit der de Albertha in See gestochen und seit der Zeit hat ihn das Schiff nicht mehr losgelassen. Zu den Schulkindern hat er natürlich ein ganz besonderes Verhältnis, erinnern sie ihn ja jedes Jahr an seine eigene Schulzeit in Laboe. Sein Abitur hat er gerade vollendet, nun wird eine nautische Ausbildung gemacht bis es irgendwann einmal heißt: Ey, ey, Käptn.

 

Bevor die de Albertha den Hafen verlassen konnte mussten zunächst einmal die Segel klar gemacht werden und dann steuerte Dick wie immer den großen Frachtsegler gekonnt aus dem Hafen. Die genaue Bezeichnung für das Schiff lautet: "Groninger Einmast-Seetjalk, Plattbodenschiff, Kuttergetakelt". Gebaut 1891 in Holland, 33 Meter lang, 5,40 Meter breit, bei einem Tiefgang von nur 1,10 Metern.

 

Unser Mittagessen war in Marina Wendtorf bestellt, also ging es zunächst einmal Richtung Kieler Leuchtturm. Das Wetter war wechselhaft, überwiegend grau mit sonnigen Abschnitten. Aber die Stimmung an Bord war einfach toll, endlich mal wieder gemeinsam in See stechen. Zunächst ging es noch ohne Großsegel ganz gemütlich los, Dick, Lotta und Marc wollten ja die Frischgeimpften auf der Hinfahrt noch etwas schonen. Dass auf der Rückfahrt von allen voller Einsatz erforderlich war konnten wir zu dem Zeitpunkt ja noch nicht wissen.

 

Unterwegs haben wir dann noch den amerikanischen Truppenversorger „Supply“ getroffen, das war eines der größten Marine-Schiffe das jemals in Kiel festgemacht hat. 230 Meter lang war der graue Koloss, es ist auch eines der schnellsten Truppenversorger weltweit, 4 Gasturbinen erzeugen rund 100.000 PS und er erreicht eine Geschwindigkeit von rund 30 Knoten (55 km/h). Also das war schon ein beeindruckender Anblick und wir waren hautnah dabei.

 

Abenteuerlich gestaltete sich dann das Aussteigen im Hafen von Marina Wendtorf. Es gab nicht wirklich Platz für den großen Traditionssegler, also mussten wir etwas außerhalb anlegen und nur eine ganz schmale und zum Glück mitgeführte Holzplanke führte an Land. Aber mit Seilen als Handlauf und Hilfe der Crew sind wir alle von Bord gekommen, schließlich erwarteten uns dort ja leckere Fischfrikadellen mit Kartoffelsalat.

 

Was allerdings dann doch den einen oder anderen Schmunzler hervorrief war die Tatsache, dass die beiden Hunde partout nicht über diesen schmalen Steg wollten. Das hätte ich nun gar nicht gedacht, ich hätte vermutet, die flitzen da nur so drüber. Aber schaut mal unten die Bilder oder im Album, der Steg war tatsächlich nur etwas für Mutige oder Hungrige!!! Aber der Käptn lässt natürlich niemand zurück an Bord, also hat sich Dick die Hunde geschnappt und sie sicher an Land getragen.

 

Ein kurzer Fußmarsch führte uns dann zu Rönnaus Fischkutter Søgård, die legendären Dorsch-Frikadellen sind hier überall bekannt. Dazu ein frisches Kaltgetränk, so lässt es sich aushalten. Zurück an Bord das gleiche Spiel, alle wollten mit, nur die Hunde nicht. Aber zurück an Land bleibt auch niemand und so konnte Dick nach Durchzählen feststellen: Alle Mann wieder an Bord!

 

Der Wind hatte zwischenzeitlich aufgefrischt und nun wollten wir mal „richtig“ segeln. Aber um das Großsegel den 25 Meter hohen Mast hoch zu ziehen wird schon einiges an Muskelkraft benötigt. Kurbel drehen bis kurz zum Zusammenbruch, dann lösen die nächsten Männer ab. OK, Lotte und Marc würden das auch alleine schaffen, aber die angeblich starken Männer und tatsächlich starken Frauen wollten natürlich alle mal zum Kurbeldienst.

 

Und dann ging es aber ab. Ich bin ja nun schon sehr oft auf der "de Albertha" gesegelt, aber soviel Wind und solche Geschwindigkeit hab ich ja noch nie erlebt. Die Gischt sprühte nur so übers Deck, whow, das war segeln pur. Sagenhaft was die über 130 Jahre alte Dame noch drauf hatte. Akrobatisch auch die Mädels unter Deck beim Kaffee kochen, gerade durch den Gang zu gehen war gar nicht möglich, das war eher torkeln, dabei hatte ich doch nur ein alkoholfreies Bier zum Mittag getrunken.

 

Und der Wind blies so gut, da mochten wir in Laboe gar nicht abbremsen sondern haben uns bis Holtenau wehen lassen. Und erst dort haben wir gewendet und sind dann wieder Richtung Laboe gefahren. Dort gab es das nächste Problem – der Hafen war voll und am ehemaligen Holzkai konnten wir nicht mehr anlegen, weil ein anderes Schiff erwartet wurde.


Also hat Dick eine Meisterleistung vollbracht und das Schiff in Millimeterarbeit zwischen die Blauort und Hafenkante manövriert, das war eine absolute Meisterleistung.

 

Nach der Verabschiedung durch die Crew ging dann ein wunderschöner Tag zu Ende. Es war ja nicht nur das Ansegeln selber, sondern es hat uns allen innerlich wieder ein Stück Normalität zurückgegeben. Dafür ein ganz großes Dankeschön an den Verein Ole Schippn und an Dick, Lotta und Marc, ihr seid nicht nur Spitze sondern Super-Spitze.

 

So, das für den Montag, da es ein paar Fotos mehr geworden sind die ihr dann auch im größeren Format anschauen könnt als nachstehend, habe ich auch ein Extra-Album gemacht, ihr findet es HIER oder normal im Fotoalbum.

 

Ich sage dann Tschüss bis Mittwoch,

 

Euer Ostsee-Peter


Mittwoch, 16. Juni 2021


Moin Moin aus Laboe,

 

der Sommer zieht in Deutschland ein, die nächsten Tage sind ja bis zu 35 Grad und mehr vorhergesagt, für Laboe wurde die Hitzewarnstufe 1 ausgegeben, da ist es gar nicht mal soooo schlecht, wenn man an der Ostsee wohnt. Oder dort Urlaub macht.

 

Klein-Jannina ist glücklich, dass sie jeden Tag in der Ostsee planschen kann, sie hat auch schon viele Freunde gefunden die sich jeden Tag am Strand treffen. Übrigens Strand, hier sind jetzt schon täglich die Strandkontrolleure unterwegs die darauf achten, dass auch jeder eine Strandkarte hat. Wir „Eingeborenen“ haben ja eine Einwohner-Strandkarte und wer einen Strandkorb mietet bekommt dann auch eine Strandkarte dazu, sofern nicht vorhanden.

 

Aber es legen sich ja auch immer noch einige Menschen ohne Strandkarte vor die Strandkörbe statt in den ausgewiesenen Handtuchbereich, diese werden dann höflich aufgefordert, a) eine Strandkarte zu lösen und b) den Strandkorbbereich zu verlassen und sich in einen der beiden Liegebereiche zu begeben. Das hatte sich schon im letzten Jahr auf Grund der Corona-Situation sehr gut bewährt und wird in diesem Jahr fortgeführt. Eine Win-Win Situation für die Gemeinde und unsere Gäste.

 

Ein weiterer Eycatcher wie man heute so schön sagt, also ein Hingucker der ganz besonderen Art, kann man jetzt an einem Ferienhaus an der Ecke Wiesenweg/Friedrichstraße betrachten. Denn wer vom Kurpark kommend Richtung Strand geht, findet ab sofort dort schon an dem Eckhaus den Strand von Laboe an einer Hauswand.

 

Die früher einfarbige Fassade des großen Ferienhauses hat Dirk Rothöft, Inhaber von Appartement-Service Laboe, nämlich in eine zauberhafte Panoramalandschaft verwandeln lassen. Ursprünglich sollte die Fassade nur einen neuen Anstrich bekommen als die Idee entstand – da könnte man mehr draus machen als nur einen einfarbigen Neuanstrich.

 

Und so stand für Dirk Rothöft nach Beratung und Vorschlägen von seinen Mitarbeitern ganz schnell fest, dass das Haus einen Graffiti-Anstrich mit Bezug auf Laboe erhalten sollte. Dazu wandte er sich dann an das Graffitistudio von Christoph Kröger in Kiel, die ein entsprechendes Konzept erarbeitet und vorgestellt hatten nachdem sie sich gründlich in Laboe umgeschaut hatten.

 

In mehreren Tagen Sprayarbeit entstand an der Hauswand ein farbenfrohes Graffiti-Bild mit Strand, Strandkorb, U-Boot und Ehrenmal, bunten Kiterschirmen oder dem Anker vom Hafen. Allein das ist schon ein tolles Fotomotiv. Das aber noch viel spannender wird, wenn Menschen sich vor das Bild stellen, so tun als säßen sie im Strandkorb, man kann die Leinen des Kiterschirms ergreifen so dass es aussieht als flöge man damit den Strand entlang. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt um das Bild mit Leben zu erfüllen.

 

Und so beginnt der Strand von Laboe ab sofort also schon ein paar Meter vor dem Strand. Und mieten kann man das Ferienhaus natürlich auch, dieses und viele andere Häuser und Appartements der Firma Rothöft findet man HIER


Dann war Klein-Jannina heute ganz mutig, sie ist nämlich mit Opa Peter auf das Ehrenmal gefahren. Die Entscheidungsfindung hat allerdings etwas längere Zeit in Anspruch genommen nach dem Motto: Traue ich mich oder doch nicht.

 

OK, vielleicht hätte anfangs ich nicht erwähnen sollen, dass 341 Stufen nach oben führen, das war ja auch nicht „getüddelt“, aber der als ich nebenbei den Fahrstuhl erwähnte hat sie sich dann doch getraut. Und hat dann von oben immer versucht, unseren Strandkorb ausfindig zu machen.

 

Am Probsteier Platz in der ehemaligen Post bzw. dem ehemaligen Bekleidungsgeschäft von Moritz & Schrader entsteht gerade ein Campingshop. Camping hat ja im Moment Hochkonjunktur und so einen Laden gibt es ja bislang noch nicht in Laboe. Also schauen wir mal wie es wird, endlich mal ein Geschäft wo es in Zukunft was „Technisches“ zu kaufen gibt.

 

So, dass für den Mittwoch, freuen wir uns über das schöne Wetter und erinnern uns, dass es den ganzen Mai über kalt und regnerisch war, das ist alles erst ein paar Tage her.

 

Ich wünsche weiterhin eine schöne Woche, wollte gerade schreiben: und ich springe jetzt gleich in die Ostsee, aber das finde ich gemein für die Menschen, die jetzt im Büro oder Homeoffice schwitzen müssen, daher schreibe ich das jetzt nicht sondern sage nur Tschüss bis zum Freitag

 

Euer Ostsee-Peter