Oktober 2020
Blick vom Ehrenmal auf Laboe



Verliebt in Laboe ...

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Hallo und herzlich Willkommen in meinem News Archiv.



Oktober 2020


Freitag, 02. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

dann wollen wir heute einmal in den hoffentlich „Goldenen Oktober“ starten. Das Wetter sieht bislang gar nicht so schlecht aus, gegen Abend ist es tatsächlich immer recht goldig.

 

Berichten möchte ich heute von der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwochabend, die wegen der notwendigen Abstandsregelungen jetzt immer in der Jenner Arp-Sporthalle stattfinden.  Wer mich persönlich kennt weiß ja, dass ich mit dem Thema Laboer Politik nicht so viel am Hut habe, aber zwei wichtige Tagesordnungspunkte standen auf dem Programm, zum einen der Ablaufplan zum Wirtschaftsplan 2020 und zum anderen die Sanierung der Strandzäune an der Promenade, das hat mich dann doch sehr interessiert.

 

Und um es gleich vorweg zu nehmen, es war eine sehr gute und sachlich geführte Sitzung mit einem regen Austausch an Argumenten, so soll es ja auch sein. Das kenne ich leider auch noch ganz anders, die Umlandgemeinden sprachen dann immer von den „Laboer Verhältnissen“ weil es hier immer völlig chaotisch zuging auf den Sitzungen. Daher habe ich mir das dann auch nicht mehr angetan.

 

Mittwochabend aber herrscht ein sehr sachlicher Ton, jeder ließ jeden ausreden und in Ruhe seine Argumente vortragen. Das habe ich als sehr positiv empfunden. Zunächst einmal zur Finanzlage, die sich natürlich durch die Corona-Pandemie entsprechend verschlechtert hat, so Bürgermeister Heiko Voß in seinem Bericht.

 

Die Zahlen berufen sich auf den Buchhungsstand per 31.07.2020, alle weiteren Zahlen bis zum 31.12.2020 sind natürlich nur vorsichtige Prognosen, da nicht absehbar ist, ob es vielleicht noch einen weiteren Lockdown gibt.

 

Im Bereich Tourismus wird Laboe durch fehlende Veranstaltungserlöse und Kurabgaben einerseits, andererseits wegen erhöhter Personalkosten durch die Strandwärter, die zur Kontrolle der Hygienevorschriften eingestellt wurden, mit Mindereinnahmen von rund 87.000 € rechnen müssen.

 

Die Meerwasserschwimmhalle war ja von März bis August wegen Corona geschlossen. Zusätzlich zu den über 500.000 € Verlust pro Jahr kommen nun noch Mindereinnahmen durch Eintrittsgelder in Höhe von rund 74.000 € hinzu, die aber um ca. 20.000 € reduziert werden konnten, da in dem Zeitraum die externen Reinigungsarbeiten entfallen sind. Somit verbleibt dann noch ein zusätzlicher Verlust in Höhe von 54.000 €.

 

Insgesamt wird der Jahresverlust der Gemeinde Laboe auf 728.000 € geschätzt.

 

Viel Raum nahm dann auch die Diskussion über die maroden Strandzäune ein. Einig waren sich alle Fraktionen darüber, dass umgehend etwas geschehen muss. Denn dieser Anblick ist eines Ostsee-Urlaubsortes nun wirklich nicht würdig.

 

Und so unterbreiteten die Fraktionen verschiedene Vorschläge wie z.B. von der sofortigen kostengünstigen Lösung und späterer genauerer Planung Mithilfe eines Architekten-Wettbewerbes. Auch der Vorschlag, zunächst einmal in dem 420 Meter langen Bereich Fundamente zu schaffen auf den später dann Gabionen, Stelen oder Holzzäune ganz variabel errichtet werden können wurde ausführlich diskutiert.

 

Bürgermeister Heiko Voss erläuterte dann aber noch einmal, dass auf jeden Fall auch der Landesbetrieb für Küstenschutz mit einbezogen werden muss, denn neben der Optik spiele natürlich auch der Küstenschutz eine wichtige Rolle, wie wir an den letzten großen Stürmen gesehen haben. Auch die Verkehrssicherheitspflicht ist ein wichtiger Aspekt der berücksichtig werden muss und für den die Gemeinde verantwortlich ist.

 

Nach einer Sitzungsunterbrechung erfolgte eine Abstimmung aller Fraktionen, die dann einstimmig den Bürgermeister beauftragten, beim Landesamt für Küstenschutz die baulichen Möglichkeiten für ein Betonfundament vom Katzbek bis zum Birkenweg abzuklären und auch eventuelle Fördergelder einzuwerben.

 

Auf den ca. 100 Metern die jetzt völlig verrottet, beschädigt oder nicht mehr vorhanden sind, sollen zunächst einmal als Sofortmaßnahme Gabionen aufgestellt werden, um die Promenade vor Sand- und Schneeverwehungen zu schützen.

 

Grundsätzlich waren sich die Gemeindevertreter/-innen einig, dass Gabionen eine gute Lösung wären, aber Details zur Gesamtgestaltung müssten natürlich noch in den verschiedenen Gremien geklärt werden. So sollen natürlich die Gabionen nicht zu hoch werden, schließlich bietet der Blick von der Promenade einen herrlichen Blick auf die Kieler Förde und die Ostsee. Andererseits müssen sie aber auch ihre Schutzwirkung erfüllen und sollen z.B. durch Sitzelemente aufgelockert werden. Welche Farbe sollen die Steine haben, und auch die Frage der Gestaltung Strandzugänge muss noch beraten werden.

 

Fazit: Es soll also umgehend losgehen mit den Arbeiten an der Promenade, darüber waren sie alle Fraktionen zum Glück einmal einstimmig einig.

 

Meine Frage als am Ortsgeschehen interessierter Bürger lautet aber: Warum erst jetzt? Warum wird erst gehandelt, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist? Die Gemeinde hat Jahre und Jahrzehnte Zeit gehabt, dieses bekannte Problem zu lösen, aber außer Flickwerk ist in den ganzen Jahren nie etwas passiert.

 

Die Bilder der völlig verrotteten Promenade 2020 werden leider vielen Menschen, egal ob Einheimische oder Besucher, noch lange im Gedächtnis haften bleiben. Und die Bilder davon wird man in 10 oder 20 Jahren immer noch im Rathaus-Archiv als Abschreckung sehen können, wie heruntergewirtschaftet Laboe im Jahre 2020 aussah als Folge davon, wenn nicht rechtzeitig etwas für die Instandhaltung des Ortes gemacht wird.

 

Soweit also mal mein Ausflug in die Laboer Politik, was gibt es sonst noch aus Laboe zu berichten? Nun, der Neubau des Mehrfamilienhauses am Fördewanderweg schreitet voran, da bekommen die Bewohner der dahinterliegenden Reihenhäuser einen ganz schönen Klotz vor die Nase gesetzt.

 

Nach wie vor erfreuen sich die Forschungsfahrten mit der MS Sagitta von der Meeresbiologischen Station im Naturerlebnisraum großer Beliebtheit. Gerade auch für Kinder und Jugendliche immer wieder ein schönes Erlebnis, die Fahrten finden je nach Nachfrage mehrmals täglich statt, Plätze können gebucht werden unter den Telefonnummern: 0160 - 967 602 97 oder 0163 - 340 44 02.

 

Am Sonntag geht dann auch der kleine kulinarische Herbstzauber am Hafen vorbei, wer also noch einen leckeren Hamburger und ein Crépes essen möchte sollte noch einmal schnell am ehemaligen Holzlagerkai vorbeischauen.

 

So, das war es für heute. Wir lesen uns am Montag wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss

Euer Ostsee-Peter

Montag, 05. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

dann wollen wir mal fröhlich in die neue Woche starten, das Wochenende war hier im Norden teils sonnig, aber zwischendurch auch recht windig mit vereinzelten Schauern.

 

Aber durch die in einigen Bundesländern gestarteten Herbstferien war Laboe auch wieder sehr gut besucht. Egal ob auf der Promenade oder bei Spaziergängen am Strand, es waren immer viele Menschen unterwegs, um die frische Seeluft bei einem Spaziergang am Strand, auf der Promenade oder im Hafen zu genießen.

 

An den Wochenenden ist ja immer die Fußgängerbrücke bei der Baltic-Bay-Werft geöffnet und so konnte ich mir dann das  schwimmende Wohn/-Ferienhaus das dort geradeauf der Werft gebaut wird auch einmal aus der Nähe anschauen. Noch ist es ja nur der Rohbau auf dem Betonfundament, aber es schwimmt schon. Das Haus selber wird dann aus Lärchenholz und Aluminium gebaut, die Bauweise entspricht modernen Energiesparhäusern.

 

Das Besondere an dieser Baureihe der Firma Floatng Homes aus Verden an der Aller idt, dass sie nicht als Hausboote eingestuft werden sondern als Häuser und somit auch in einen Bebauungsplan aufgenommen werden müssen. Denn die schwimmenden Häuser werden, wie normale Häuser auch, an das öffentliche Versorgungsnetz für Wasser, Abwasser und Strom angeschlossen.

 

Gegenüber einem Hausboot liegt das schwimmende Haus wesentlich ruhiger im Wasser, Grund dafür ist der große Schwimm-Ponton aus Beton auf dem das Holzhaus aufgebaut ist. Insgesamt sind 5 solcher Schwimm-Häuser geplant, 2 davon sollen zur nächsten Saison für die ersten Feriengäste an der Baltic-Bay fertiggestellt sein.

 

Man kann die Häuser nicht nur mieten, sondern auch kaufen, der Preis für Laboe steht noch nicht fest, aber in Großenbrode, wo schon vier dieser Häuser liegen, schwimmen, stehen - je nach nach Betrachtungsweise, kostet so ein schwimmendes Haus vom Typ A mit rund 60 qm Wohnfläche schlüsselfertig 280.000 € + 8.500 € Erschließungskosten. Teurer sind sie in Marina Minde an der südlichen Ostseeküste von Dänemark. dort zahlt man für diesen Haustyp schon 370.000 € + 10.000 € Erschließungskosten + 4.900 € Liegeplatzgebühr.

 

Wohnen einmal anders, demnächst also auch in Laboe. Wer sich darüber einmal näher informieren möchte drückt HIER 

 

Geschlossen hat für dieses Jahr auch „Britt´s Büdchen“ und wer sich gewundert hat, das heute so wenig Möwen am Strand waren, die haben sich alle oben auf dem großen Feld am Brodersdorfer Weg aufgehalten. Der Bauer hat gepflügt und die Möwen haben sich artgerecht ernährt. Komischerweise waren auch viele Krähen dort, aber abseits auf einer Grünfläche, entweder schmecken denen die leckeren, frischen Würmer nicht oder sie wollten keinen Stress mit den Möwen haben.

 

Am Dienstag schaue ich mal im Freya-Frahm-Haus vorbei, denn dort findet ein Workshop mit 8 Schüler*innen aus Laboe und Umgebung zum Thema „Ich male mir meine Welt - meine Wünsche, Träume, Ziele“. Astrid Krömer und Wolfgang Slawski, die beiden bekannten Kinderbuchillustratoren aus Laboe betreuen die Kinder während des 3-tägigen Workshops. Anschauen kann man sich die Arbeiten der Kinder dann vom 09. – 11. Oktober im Freya-Frahm-Haus, zusammen mit Bildern aus 6 Projekten 2020. Darüber werde ich dann am Mittwoch noch genauer berichten. Aber eines ist jetzt schon klar, die Kinder haben immer ganz viel Spaß bei diesen Arbeiten nicht nur auf dem Papier, sondern auch am Computer.

 

Im Album finden wir dann auch noch ein Plakat mit den Gesamt-Veranstaltungen im Monat Oktober im FFH.

 

Das für den Montag, wir lesen uns am Mittwoch wieder, bis dahin wie immer Tschüss


Euer Ostsee-Peter

Mittwoch, 07. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

heute geht es einmal wieder um Kinderlachen und kreative Kinder in Laboe, denn die Kinderbuchillustratorin und freie Künstlerin Astrid Krömer aus Laboe konnte seit längerer Zeit wieder einmal einen Ferien-Workshop im Freya-Frahm-Haus anbieten. Natürlich unter Corona-Bedingungen. Das bedeutete, dass diesmal nur max. 8 Schüler*innen teilnehmen konnten um die Sicherheitsabstände zu gewährleisten. Für die Kids im Alter zwischen 9 und 16 Jahren ging es in dem Workshop um das Thema: „Ich male mir meine Welt - meine Wünsche, Träume, Ziele“

 

Was haben die Kinder von heute für Träume? Sind sie erfüllbar? Nun, eine Reise zum Mond war nicht dabei, mal war es ein Baumhaus oder ein eigenes Haus, aber da war der Swimming-Pool immer ein ganz wichtiger Wunsch. Auch Nasser Mohammed Alsalik träumt von einem Haus umgeben von hohen Bergen, einem schönen Garten und natürlich auch mit einem Pool und Liegestühlen drumherum. Der Traum von einer Villa wechselte sich ab mit einem Wohnwagen an einsamer Stelle am Meer. Also alles durchaus realistische Wünsche, welche die Kinder da zu Papier gebracht haben.

 

Astrid Krömer und ihr Mann Wolfgang Slawski konnten trotz Corona-Einschränkungen bisher insgesamt 6 Projekte 2020 an der Grundschule Laboe, der Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf und der Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule Wellingdorf durchführen. Gefördert wurden diese Kurse durch "Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule", ein Projekt der Landesregierung Schleswig-Holstein, vertreten durch das Ministerium für Schule und Berufsbildung und das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa.

 

Und so entstanden ganz verschiedene Projekte wie zum Beispiel „Malen wie ein Künstler“ mit Astrid Krömer oder „Mit Pinsel und Pixel“, dass sie zusammen mit ihrem Mann Wolfgang Slawski zum Thema Malen und Digitale Bildbearbeitung durchgeführt hat. Hier werden neben der Kreativität zum Bilder malen auch noch Kenntnisse mit dem Umgang des Fotobearbeitungsprogrammes GIMP vermittelt, eine freie Software, ähnlich wie Adobe Photoshop, welche die Kinder dann später auch zuhause nutzen können. Kooperationspartner dieser Projekte war der Förderverein Freya-Frahm-Haus e.V.

 

All diese farbenfrohen Bilder der jungen Künstlerinnen und Künstler aus den Schulklassen 1 – 7 verdienen es, einmal in der Öffentlichkeit gezeigt zu werden. Ich konnte am Dienstag schon einmal ein paar der kleinen Kunstwerke bestaunen, man spürt, mit wieviel Freude die Bilder entstanden sind und sie zaubern einem immer ein kleines Lächeln auf die Lippen. Diese Bilder sind so herrlich unbeschwert, man spürt, dass die beiden Kinderbuchillustratoren den Jugendlichen und Kids ganz viel Raum beim Malen und Zeichnen lassen, andererseits aber immer ganz wertvolle Tipps aus ihrer eigenen Praxis geben können, wenn ein Kind mal nicht weiterkommt.

 

Die Ausstellung ist nur sehr kurz im Freya-Frahm-Haus zu sehen und zwar von Freitag, den 09. – Sonntag, den 11. Oktober jeweils von 15 – 18 Uhr. Am Wochenende darauf startet dann nämlich schon wieder die nächste Ausstellung „Aufgemischt“, dazu dann Weiteres im Laufe der kommenden Woche.

 

Mehr über Astrid Krömer erfährt man HIER 

Mehr über Wolfgang Slawski findet man HIER 

 

Ansonsten war ich heute einmal wieder in Kiel um meinen alten Freund Maik aus Göttingen vom Bahnhof abzuholen. Gelernter Koch, jahrelang auf einem U-Boot als Smut gefahren, der kann auch in einer kleinen Appartementküche tolle Sachen zaubern. Somit ist für mich essenstechnisch wieder eine Woche Überleben gesichert ;-) Wobei dann die Rückfahrt mit dem Fördedampfer von Kiel aus teilweise recht regnerisch war, aber trotzdem – eine Seefahrt die ist lustig, besonders, wenn sie nach Laboe führt.

 

Wir lesen uns am Freitag wieder, falls es nicht wie gewohnt bis um 20 Uhr klappt einfach später nochmal schauen.

 

Bis dahin sage ich Tschüss

Euer Ostsee-Peter

 

Freitag, 09. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

zwei Tage liegen hinter uns hier in Laboe, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Am Donnerstag den ganzen Tag Dauer-Regen, am Freitag Dauer-Sonne. Und so haben sich mein Kumpel Maik und ich uns heute aufgemacht zu einem Rundkurs von Nicole Krüger´s Blumenladen bis zur Steiner Mole, aufgelockert durch einen Besuch im Kaffeeklatsch Stein und Abendessen im Haus Erholung. Knapp 15 km Fußmarsch bei herrlichem Wetter, das hat Spaß gemacht.

 

Am gestrigen Donnerstagabend haben die fleißigen Handwerker des HGV dann im strömenden Regen den Maibaum abgebaut. Normalerweise hätte ich noch etwas länger zugeschaut, aber der feine Nieselregen war dann doch etwas sehr unangenehm. Für die Kamera.......

 

Auf dem Weg zur Steiner Mole ist uns ein Brautpaar aufgefallen, das von einer sehr kreativen Fotografin fotografiert wurde. Die junge Dame hat sich nichts geschenkt mit ihrer Kamera und war gut drauf wie wir auf einem meiner Bilder sehen werden.

 

An der Steiner Mole trauten sich dann sogar zwei junge Männer ins Wasser um eine Runde zu schwimmen, Wassertemperatur zurzeit 14 Grad. Alle Achtung.

 

Und als wir auf dem Rückweg dann am Campingplatz Neustein vorbeikamen, spielte gerade ein Akkordeonspieler fröhliche Weisen auf. Die Campingplatzgäste auf der einen Seite, wir auf der anderen Seite des Zaunes, haben kräftig mitgeschunkelt, das war doch mal eine nette musikalische Einlage.

 

Das letzte Stück auf unserem 15 km Rundkurs haben wir dann aber vom Ehrenmal aus mit einem Fahrrad der Flottensprotte absolviert. So haben wir also heute das volle Fitnessprogramm durchgezogen, mein Fitness-Tracker war jedenfalls ganz begeistert.

 

Nun ist schon nach 22 Uhr und die Bilder sagen glaube ich mehr als Worte über diesen schönen Tag in Laboe und Umgebung.

 

Ich wünsche ein schönes und erholsames Wochenende und sage Tschüss bis zum Montag.

 

Euer Ostsee-Peter

Montag, 15. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

die neue Woche startet sonnig, wie schön. Unverhofft kommt oft und als ich gestern Nachmittag meine Runde durch den Ort und den Kurpark gedreht habe, kam ich auch am Lachmöwen-Theater vorbei. Auf der Bank vor dem Theater saßen Jan Steffen und Regisseur Stephan Greve und Schauspielerin Dorothea Slenczek winkte mich dann lebhaft zu sich, wie es so ihrer fröhlichen und lebhaften Art entspricht.

 

Und so erfuhr ich dann, dass am gestrigen Sonntag die letzte Aufführung des Stückes „Scheit mi een bäten dod!“ -  also schieß mich ein bisschen tot“ wäre, und wenn ich das Stück noch immer nicht gesehen hätte gibt’s auch einen freien Platz für mich und ein Stück Lübecker Nuss-Marzipan-Torte wäre auch noch da.......

 

Da habe ich mich dann aber doch gewundert, wie schnell die Zeit vergangen ist. Ich hatte ja bei den Proben des 1-Mann Stückes mit Christian Becker zugeschaut und immer gedacht, irgendwann will ich mir das aber auch mal komplett anschauen, aber das hat ja noch Zeit. Aber so ist das nun mal im richtigen Leben – es ist ein Irrglaube, man hätte immer für alles noch genug Zeit. Wäre ich nicht gestern zufällig am Lachmöwen-Theater vorbeigekommen, hätte ich das Stück nicht mehr sehen können.

 

Ich hatte ja seinerzeit über den Inhalt schon einmal ausführlich berichtet. Das Bühnenstück mit einem großartigen Christian Becker, der voll in seiner Rolle als kleiner Angestellter aufging, möchte ich aber doch noch einmal kurz Revue passieren lassen. Es geht um einen kleinen Angestellten, der gerade seine Kündigung erhalten hatte und nun keinen Sinn mehr in seinem Leben sieht und das Stück hatte dank Regisseur Stephan Greve auch sehr viel Bezug zur heutigen Zeit.

 

Was passiert mit einem Menschen wenn er plötzlich arbeitslos wird? Warum bekommen Manager Millionen an Abfindungen, selbst wenn sie gewaltige Verluste für die Allgemeinhait verursachen, warum bekommt die Lufthansa sogar Milliarden Euro um Urlauber hin- und her zu fliegen, warum werden milliardenschwere Hilfspakete verteilt von denen der kleine Mann aber nichts abbekommt?

 

Diese ganzen für ihn so wichtigen Fragen erzählt er seinem Goldfisch und je weiter seine Flasche Rotwein geleert ist, desto mehr bekräftigt das den kleinen Angestellten in seiner Meinung, dass er auf dieser Welt völlig unnütz ist und sich das Leben nehmen will, denn kein Mensch wird ihn je vermissen. Messer, Pistole, sich aufhängen wären alles gute Möglichkeiten, besorgt hat er sich die Dinge schon.

 

Aber dann kommen ihm erste Zweifel.... und so wurde es dann auch lustig in dem Stück. Denn würde er sich ein Messer in das Herz rammen, würde das ja stark bluten und sein schöner Anzug wäre total ruiniert. Und überhaupt, könnte er sein Herz nicht spenden? Wie soll das mit dem erschießen gehen – selber fand der das schwierig und daher hielt der kleine Angestellte die Pistole ins Publikum und meinte: „Scheit mi een bäten dod!“

 

Und je länger er mit seinem Goldfisch redete, desto mehr kam er zu der Ansicht, dass sich das Leben doch lohnen würde und er noch etwas verändern könnte in dieser kalten und nur auf Profit ausgerichteten Welt. Nicht nur mit dummen Geschwätz – bei dieser Szene tauchten dann plötzlich die Amerikanischen Flaggen aus dem Nichts auf, sondern in dem er da raus geht und sein Ding macht. Also letztendlich auch hier wieder ein Stück mit Happy End das zwar auch zum Schmunzeln, aber auch sehr zum Nachdenken anregte.

 

Also ich bin sehr froh, dass ich meinen Sonntags-Spaziergang für dieses Stück unterbrochen habe. Und wie mir Jan Steffen dann erzählte, geht es am 30. Oktober wieder weiter mit der Kriminalkomödie „Fro Pieper lävt gefährlich“ die ja im Frühjahr wegen Corona von einem auf den anderen Tag abgebrochen werden musste. Geplant sind zunächst 6 Vorstellungen bis zum 08. November, die Karten können ab sofort online unter https://www.lachmoewen.de/index.php/karten gebucht werden.

 

Und ab dem 10. November können dann auch schon die Karten für das Winterstück „Fröhstück bi Kellermanns“ gebucht werden. Premiere ist am 22. Januar 2021. Alle Vorstellungen natürlich immer nach den gerade geltenden Corona-Schutzvorgaben. Und so war es auch für mich gestern völlig ungewöhnlich, in einem noch nicht mal zur Hälfte besetzten Lachmöwentheater zu sitzen. Ich kenne das nur mit komplett ausgebuchten Vorstellungen, aber es ist sehr schön, dass es trotz aller Schwierigkeiten weitergehen kann.

 

Helfen können wir alle dem engagierten Lachmöwen-Team, die uns schon so viele vergnügliche Stunden beschert haben,  in dem wir Karten kaufen und nochmals Karten kaufen und so zum Erhalt des Theaters beitragen.


So, das einmal zu meinem ungeplant unterhaltsamen und schönen Sonntagnachmittag. Im Hafen werden jetzt langsam die ersten Boote aus dem Wasser geholt und zu ihren Winterliegeplätzen transportiert. Das ist auch immer eine spannende Geschichte. Und auch von meinem Spaziergang durch den Kurpark Richtung Lachmöwen-Theater sehen wir heute ein paar Bilder.

 

Mein bester und alter Freund Maik ist wieder gut in Göttingen angekommen und wenn alles klappt wie geplant, erwarte ich am Mittwoch dann Besuch für ein paar Tage von einer Dame weiblichen Geschlechts 😉 Wir haben uns vor vielen Jahren in Buchholz im Tauschring kennengelernt, mittlerweile wohnt die Dame in Hamburg. 12 Jahre haben wir uns jetzt nicht mehr gesehen und ich finde es einfach total interessant, wenn die Wege zweier Menschen, die so lange getrennt waren, sich plötzlich wieder kreuzen. Da gibt es sicherlich eine Menge zu erzählen.

 

Ich erwähne das nur deshalb, weil die NEWS dann Mittwoch und Freitag wahrscheinlich wieder zu etwas unüblichen Zeiten erscheinen werden, aber ab nächster Woche sollte dann eigentlich wieder alles seinen normalen Gang gehen. Andererseits ist das Leben viel zu spannend um es mit Routine zu ersticken, oder?

 

Ich wünsche eine schöne, gesunde, hoffentlich sonnige und erfolgreiche Woche und sage Tschüss bis irgendwann am Mittwoch.

 

Euer Ostsee-Peter

Mittwoch, 14. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

Der heutige Mittwoch begann sonnig und mit etwas stärkerem Wind, daher war es ein sehr schönes Bild, als dann am Morgen die Alexander von Humboldt II an Laboe vorbeikam. Sie kam aus Skagen mit Ziel Tirpitzhafen. Durch den günstigen N/O-Wind sogar 4 Stunden früher als geplant. Ein Dankeschön an Christa, sonst hätte ich die Alex noch fast verpasst.

 

Aber dann hat sie doch noch in Laboe vorbeigeschaut, die Sturmflut mit dem Hochwasser, das eigentlich schon für gestern angekündigt war. Bis Mittag blies ein Kräftiger Wind aus Nord/Ost und drückte so eine Menge Wasser in die Kieler Förde. Am Nachmittag stieg der Wasserpegel weiter an, gegen 16:00Uhr stand dann im Hafen auch der Steg bei der Fischküche unter Wasser. Auch der Schiffsbetrieb der Fördedampfer von Kiel – Laboe – Kiel wurde wegen Sturm und Hochwasser

 

Auch der Strand wurde wieder mal komplett überspült und obwohl Firma Rüder in der letzten Woche schon die erste Reihe der Strandkörbe ein paar Meter zurückgesetzt hatte, standen heute wieder etliche Körbe im Wasser. Das ist natürlich immer sehr ärgerlich, Salzwasser und Holz vertragen sich nicht sonderlich gut und wenn das Holz der Strandkörbe erst einmal durch die Feuchtigkeit aufquillt bedeutet das immer eine Menge an Reparaturarbeiten. Und so war das Rüder-Team heute den ganzen Tag dabei, die Körbe aus dem Wasser zu holen bevor sie dann in das Winterlager gebracht werden.

 

Nebenbei wurde auch wieder jede Menge Treibsel Richtung Nordmole angetrieben, hier gibt es dann wieder viel Arbeit für den Bauhof, diese Mengen wieder abzufahren.

 

Bilder sagen immer mehr als Worte, wer den herrlichen Strand von Laboe noch vom Sommer her kennt kann nur staunen, wie es heute dort ausgesehen hat. Aber so ist nun mal die Natur, im Zweifelsfalle immer die Stärkere. Ich habe deshalb ein Extra-Album erstellt in dem die Bilder des heutigen Tages vom dem Hochwasser enthalten sind und das ich dann noch ggfls. ergänzen kann. Zu erreichen über das normale Fotoalbum oder gleich HIER     


Am Nachmittag noch ein schönes Erlebnis im Hafen. Der Seenotkreuzer BERLIN kam von einer stürmischen Einsatzfahrt wieder zurück und wurde heute sogar mit Wasserfontänen eines anderen Seenotkreuzers begrüßt. Das war die „alte“ BERLIN und zwar als Modellboot. Das war ja mal eine tolle Begegnung der beiden Seenotkreuzer im Hafen von Laboe.

 

Auch der Fitness-Parcours neben der Schwimmhalle ist jetzt freigegeben, davon dann Freitag mehr, heute war schon ordentlich Betrieb dort.

 

Nach den Naturgewalten ging es dann im Freya-Frahm-Haus heute etwas ruhiger zu. Ich habe schon einmal einen Blick auf die neue Ausstellung „Aufgemischt“ geworfen, die am Freitag, den 16. Oktober eröffnet wird.

 

Ehrentraud Friederich uns Beate Hajer heißen die beiden Künstlerinnen und ihre Bilder und Collagen heben sich von anderen Bildern durch die Herangehensweise bei der Gestaltung ab.

 

Die Collagen von Beate Hajer entstehen aus mehreren Schichten, in denen sie immer wieder Fundstücke wie z.B. Stücke von Plakaten und Litfaßsäulen, Zeitungsausschnitte, Fotos, Kassenbons – also Alltagsartikel mit einarbeitet. Diese werden dann übermalt oder überspachtelt, ohne aber ein genaues Bild vor Augen zu haben was es einmal darstellen soll. Beate Hajer erklärt es so: Sie startet nicht nur mit einer leeren Leinwand, sondern auch mit einem leeren Kopf.  Es gibt keine Vorlage, kein Motiv, jedes Bild entsteht mit der Beschäftigung an dem Werk, verselbständigt sich im Laufe der Zeit. Durch die Arbeit an ihrem Bild entsteht ein innerer und äußerer Prozess, der letztendlich dann zu dem Gesamtergebnis des fertigen Bildes führt.

 

Wir sehen in der Ausstellung aber auch einige Bilder von Beathe Hajer, die schon vor ein paar Jahren entstanden sind, einfach irgendwo in einer Ecker standen, für diese Ausstellung dann aber mit einer weiteren Schicht und Fundstücken versehen wurden, aber immer so, dass das ursprüngliche Bild noch erkennbar ist.

 

Ehrentraud Friederich abstrakte Bilder zeichnen sich aus durch intensive Farben, vorzugsweise in grün-blau Tönen, aber auch Bilder mit warmen Herbstfarben finden wir im 1. Stock. Auch sie startet ihre Bilder ohne ein bestimmtes Motiv vor Augen zu haben. Denn das bedeutet am Anfang Freiheit im Kopf, um etwas Neues zu erschaffen. Die Wechselwirkung der Farben, unterbrochen durch Linien und Flächen lenken das Auge auf ihre Werke.

 

Eine ganz andere Kunstrichtung sind die kleinen Objektkästen von Ehrentraud Friederich. Filigrane Arbeiten mit Mini-Figuren aus der Modelleisenbahnwelt zeigen Alltagssituationen und der Betrachter wird immer wieder etwas Neues in diesen kleinen Kästen entdecken können.   

 

Die Besucher werden also eine Ausstellung erleben, die keinem bestimmten Thema zuzuordnen ist. Es geht darum, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, um zu erfahren, welche Gedanken oder Vorstellungen die Besucher mit den Werken verbinden, so die beiden Künstlerinnen. Es ist also eine Ausstellung der etwas andern Art, geöffnet ist sie vom 16.10.2020 bis zum 01.11.2020 und zwar jeweils am Freitag von 15 – 18 Uhr, Sa+So von 12-18 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei, um eine Spende für den Förderverein des Freya-Frahm-Hauses wird gebeten, ohne den die Ausstellungen und Veranstaltungen gar nicht möglich wären.

 

So, das war es für den Mittwoch, schauen wir mal, wie es dann Donnerstag und Freitag am Strand aussieht.

 

Ich sage Tschüss bis zum Freitag irgendwann sofern Laboe dann nicht wie Atlantis im Meer versunken ist. Das hat schon Vorteile im Oberdorf zu wohnen......

 

Euer Ostsee-Peter

Freitag, 16. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

zwei überwiegend sonnige Tage liegen hinter uns, nur unterbrochen durch ein paar dunkle aber wasserlose Wolken. Die Zeit vergeht gerade wie im Fluge, und wenn sich zwei Menschen nach 12 Jahren das erste Mal wiedersehen gibt es natürlich eine Menge zu erzählen. Und das Carmen mit einem frisch gebackenen Apfelkuchen hier ankam den ich damals in Buchholz schon immer so gerne bei ihr gegessen habe, war natürlich das i-Tüpfelchen.

 

15,83 km zu Fuß zeigte heute Abend die Fitness-App an, das fing an am Morgen mit dem Gang zum Bäcker und den Strand entlang, führte uns später dann nach Möltenort und nach der Dampferfahrt nach Laboe ging es dann weiter in die andere Richtung zum Naturerlebnisraum und zurück.

Auch in Möltenort hat das Mastlegen und Kranen bei den Segelbooten begonnen, ein bekanntes Bild also auch im Nachbarbarort.

 

In Laboe herrscht ebenfalls Betriebsamkeit - und zwar am Strand. Denn die rund 500 Strandkörbe werden jetzt wieder ins Winterlager gefahren. Nach der Sturmflut am vergangenen Mittwoch und nachdem etliche Körbe im Wasser standen war es teilweise nicht möglich, die Strandkörbe per Hand in Sicherheit zu bringen, erzählte mir heute Andrea Rüder, Chefin der Strandkorbvermietung.

 

Selbst 2 gestandene Männer haben es teilweise nicht geschafft, die Körbe aus dem Schlamm zu ziehen, so hatten die sich im Untergrund festgesogen. Mit dem Traktor zwar kraftmäßig kein Problem, aber dabei gab es dann auch bei einigen Strandkörben große Schäden im Unterteil.

 

Nun wird es also wieder leer am Strand, das heißt fast. Denn der neue Fitness-Parcours für Erwachsene neben der Schwimmhalle wird begeistert von den Kindern angenommen. Ich finde, es ist egal wer die Geräte nutzt, Hauptsache sie werden auch benutzt und die letzten beiden Tage herrschte dort immer ein fröhliches Gewusel.

 

So, das einmal in Kürze aus Laboe, wir lesen uns am Montag wieder, dann sicherlich mit den ersten Bildern vom leeren Strand.

 

Bis dahin sage ich Tschüss und wünsche ein schönes und erholsames Wochenende.


Euer Ostsee-Peter

Montag, 19. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

so, nach einer schönen und ereignisreichen Woche muss ich jetzt leider wieder alleine frühstücken, ohne Frau im Haus ist das alles plötzlich wieder so still hier in meinem Appartement.  Aber meine Tochter Jenny hat Mitleid mit ihrem Papa, in Niedersachsen sind noch Herbstferien, also will sie dann am Mittwoch einen Tag mit ihrer fröhlichen Kinderschar nach Laboe kommen damit ihr Paps wieder Gesellschaft beim Frühstück hat. Mit ausgekipptem Becher Kakao, Brötchenhälfte auf dem Fußboden und fröhlichem Kinderlachen, alle Omas und Opas kennen das und ich freue mich auch schon wieder sehr auf das bunte Treiben hier.

 

Also ich muss feststellen, das Leben ist immer wieder spannend, aufregend und es geschehen immer wieder unverhoffte Dinge. Und auch am vergangenen Wochenende habe ich wieder mit vielen Laboer*innen sprechen können und wir alle waren uns darüber einig, wie dankbar und froh wir alle sein können, hier in diesem wunderschönen Ort an der Ostsee wohnen zu dürfen.

 

Eines dieser Gespräche war besonders interessant, weil ich wieder etwas für mich ganz Neues erfahren habe das ich gerne weitergeben möchte. Es ging um den Historischen Kalender 2021 der ja mittlerweile erschienen ist und in der Elatus-Buchhandlung, Strandstraße 11, Tel. 04343-494930 erworben werden kann. Auch ein Versand ist natürlich möglich. Über den Kalender hat die örtliche Presse auch in diesem Jahr wieder ausführlich berichtet, wer das einmal nachlesen möchte schaut in meinem Pressearchiv nach oder gleich HIER dann brauche ich hier jetzt nicht so viel darüber zu schreiben.

 

In dem besagten Gespräch ging es um die Geschichte mit dem Elefanten vor dem Laden des „Bäcker von Laboe“ und die muntere Seniorin die mich ansprach war eine direkte Nachkommin des zweiten Zweiges des Bäckers von Laboe. Ursprünglich war der Bäcker von Laboe Johannes Vöge, das war derjenige, der die Kaiserliche Marine die vor Laboe vor Anker lag noch per Ruderboot mit frischem Brot und Gebäck versorgt hat. Mitte der 20-er Jahre übergab Johannes Vöge dann das Geschäft seinem Gesellen Hermann Harms, zum Schluss führte dann sein Sohn Klaus Harms bis zum Neubau der Rathaus-Passage die Bäckerei, so beschreibt es die Chronik von Laboe.

 

Richtig ist, dass die damaligen Wanderzirkusse mit Tieren, meist Pferden, durch den Ort zogen um Reklame für ihren Zirkus zu machen. Aber zu dem Elefanten gab es noch eine ganz besondere Geschichte. Der brauchte nämlich jeden Tag eine Menge Wasser, eine öffentliche Pumpe befand sich zwar im Hafenbereich in etwa dort wo heute die Bushaltestelle ist. Das Problem war aber, das Wasser war zu kalt für den Elefanten, das konnte er nicht trinken. Daher kam der Zirkusdirektor auf die Idee, einmal beim Bäcker von Laboe nachzufragen, denn durch die Backstube müsste dort ja warmes Wasser zu bekommen sein.

 

Das gab es auch, aber womit niemand gerechnet hatte war, wieviel Liter so ein Elefant säuft. Und so war das vorgewärmte Wasser, dass eigentlich zum Backen benötigt wurde, schnell im Magen des Elefanten verschwunden und die Bäckersfrau musste dann eilig in einem großen Bottich frisches warmes Wasser aufwärmen, damit der Backbetrieb weitergehen konnte. Und als der Durst des Elefanten gestillt war, wird es sicherlich auch noch etwas zu futtern gegeben haben.

 

Tja, wieder etwas gelernt und so können wir im Rathaus-Archiv auch dieses Foto wieder etwas ergänzen. Einfach schön diese alten Geschichten die man so nebenbei beim Spaziergang erfährt.

 

Apropos Spaziergang. Als ich in den vergangenen Tagen mit meiner Bekannten und alten Freundin aus Buchholz durch Laboe gegangen bin, gab es immer wieder erstaunte Ausrufe wie: „Oh wie schön, das ist ja toll, das hätte ich ja hier nie vermutet“. Es war der erste Besuch von Carmen in Laboe und ganz bestimmt nicht der letzte. Ich habe dann immer mal auf den Auslöser gedrückt, wenn wieder so ein Ausruf kam. Wenn ich nun heute zusammen mit meinen Leserinnen und Leserinnen die Bilder anschaue muss ich sagen – ja, Laboe ist wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde, das sollten wir uns viel öfters mal wieder vor Augen führen.

 

Carmens Bemerkung zu den Zäunen: „Oh, war das der Sturm? Na, das wird doch sicherlich ganz schnell wieder repariert“. Ja, das wird repariert, aber der schönen Stimmung war es dann geschuldet, dass ich nicht näher auf das Thema eingegangen bin, was hätte ich da sonst alles erzählen können.

 

Und so wollen auch wir uns zum Wochenstart an den schönen Bildern aus Laboe erfreuen. Und viele meiner Leserinnen und Leser werden es ja schon live gespürt haben an diesen Orten, wie weit weg Corona oder Politik in solchen Momenten sind.

 

Nachdem am Sonntag die letzten Strandkörbe eingesammelt und ins Winterlager gefahren wurden, erscheint der Strand gleich ein paar Kilometer länger. Auch die Badeinsel wurde wieder eingeholt und das schwimmende Haus wartet jetzt auf den Einbau der Fenster- und Türelemente.

 

Im Hafen lag heute die Luxus-Yacht „Sandalphon“ aus Valletta/Malta. Sah irgendwie aus wie ein kleines Frachtschiff und wurde auch mal zu Forschungsfahrten eingesetzt. Heute bietet das 31 Meter lange Schiff, das übrigens 2017 um 3 Meter am Rumpf und 1 Meter am Heck verlängert wurde, Platz für 8 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder. Also das Schiff war auf jeden Fall einen Blick mehr wert. Nicht schnittig aber doch schick. Hat irgendwie was.

 

So, das für den Start in die neue Woche. Tochter und Enkelkinder haben sich ja für einen Besuch am Mittwoch in Laboe entschieden, wird also wieder mal nicht klappen mit den News um 20:00 Uhr - was für ein angenehmer und schöner Stress.

 

Das Restaurant RHODOS hat ab heute Abend wieder geöffnet, es gab einen Tag Verzögerung da die gesamte Familie erst einmal zum Corona-Test musste, ansonsten hätten bei ihrer Rückkehr aus dem Urlaub in Griechenland 14 Tage Quarantäne gedroht. Aber alle sind negativ getestet und positiv gelaunt, es geht also wieder los im Oberdorf.

 

In diesem Sinne alles Liebe, habt eine schöne Zeit und bleibt gesund

 

Euer Ostsee-Peter

Mittwoch, 21. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

Heute ist zwar schon Donnerstag, aber gestern Abend hatte ich nach dem Besuch meiner Familie und dem Toben mit den Lütten dann keine Lust mehr, den PC noch einmal hochzufahren.

 

Daher heute ganz kurz, Freitag dann wieder etwas ausführlicher. Im Moment Herbstwetter an der Küste, alles grau und mit Nieselregen garniert. Aber trotzdem gab es natürlich innerlich viel Sonnenschein und fröhliches Kinderlachen als meine Familie am Mittwochmorgen in Laboe eintraf. Und Kinder interessiert es nicht ob es regnet oder nicht, die wollen an den Strand. Und am Mittwoch war wirklich Dauerregen angesagt.

 

Aber so hatten wir dann den Strand für uns ganz alleine, die Kids waren gut verpackt in ihren Schneeanzügen die sich auch bei Schiet- und Matschwetter bewährt haben und so wurde fleißig gebuddelt am Strand und Muscheln und Steine gesammelt.

 

Übrigens Strand, da habe ich auf einem Foto heute mal einen Pfeil eingezeichnet, da kann man dann einmal sehr gut sehen, wie weit das Hochwasser in der letzten Woche den Strand überschwemmt hatte, noch gut sichtbar an dem angeschwemmten Seegras/Treibsel.

 

Wer durch den Hafen schlendert wird jetzt feststellen, dass die Absperrgitter auf der Nordmole wieder entfernt wurden, am Sonntag endet ja der Herbstfahrplan der Fördeschiffe, ab dann heißt es wieder per Bus nach Kiel zu fahren. Denn ab 26.10.2020 bis zum 21. März 2021 verkehren die Schiffe von und nach Laboe Mo – Fr nur von und noch auf der Route Laboe – Friedrichsort – Möltenort.

 

So, das für heute, wir lesen uns am Freitag zur gewohnten Zeit gegen 20 Uhr wieder.

 

Viele Grüße aus Laboe sendet Euch der

Ostsee-Peter

Freitag, 23. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

so, nun ist wieder Ruhe eingekehrt bei mir, die Restaurierungsarbeiten in meinem Appartement sind nach dem Besuch meiner 3 Enkelkinder abgeschlossen, wie immer wurde noch das eine oder andere wiedergefunden, u.a. auch die nagelneuen rosa Handschuhe, die Jannina erst am Mittwoch aus dem Kunterbunt-Laden bekommen hatte. Und ich habe nun auch wieder das eine oder andere Spielzeugauto hier am Lager, falls mir mal langweilig wird.

 

Das Wetter ist nach wie vor herbstlich schön, das mit dem letzten Mittwoch und dem Regentag war wirklich Pech. Das Titelbild von heute zeigt den Blick von meinem Balkon Richtung offene See, im Moment ein wunderschönes Bild mit dem herbstlich gefärbten Bäumen. Irgendwann sind die Blätter ja abgefallen und es gibt wieder freie Sicht, aber dieser herbstliche und farbenfrohe Anblick begeistert mich jeden Tag aufs Neue.

 

Auch beim Spaziergang gestern am Strand war es wieder wunderschön. Sonnenschein, kräftiger Westwind der viele Kiter auf den Plan rief. Und da der Westwind schon zwei Tage hintereinander blies, trieb er mal wieder das Wasser aus der Kieler Förde. Da kamen wieder etliche hundert Quadratmeter Bauland zum Vorschein, aber noch wurden die plötzlich aufgetauchten Sandbänke zum Spazierengehen genutzt.

 

Aber wer weiß wie es dort in 100 Jahren einmal aussieht, das Unterdorf zwischen Strandstraße und Parkstraße ist auch einmal so entstanden. Das können wir auf einer alten Ansicht von 1643, die Heinrich Artkämper 1980 gezeichnet hat, sehr gut erkennen. Als Anhaltspunkte dienen die heutigen Straßen Dellenberg, aber auch die Treppe am Petersberg war 1643 schon eingezeichnet. Die Sandbänke davor sind das heutige Unterdorf mit Strandstraße, Friedrichstraße usw. Die Veränderungen können wir dann sehr schön auf der zweiten Karte aus dem Jahre 1913 erkennen, die damalige Straße „Terrasse“ ist die heutige Parkstraße.

 

Laboe im Wandel, das finde ich immer wieder spannend und deshalb macht mir auch die Arbeit im Rathaus-Archiv immer so viel Spaß. Die nächste Veränderung in Laboe die auf jeden Fall Archivwürdig ist befindet sich im Kurpark. Dort wurde am gestrigen Donnerstag dann die alte Pumpstation des AZV (Abwasser-Zweckverband Ostufer Kieler Förde) endgültig abgerissen um einem Neubau Platz zu machen. Denn durch die Bauverdichtung im Oberdorf erhöhen sich die Schmutzwassermengen, insgesamt werden 35 Pumpstationen vom AZV betrieben, die Station in Laboe gehörte mit zu den ältesten Anlagen und das konnte man im Sommer auch teilweise riechen, wenn man dort am Kurparkeingang vorbeiging. Allein der fachgerechte Abriss und die Sicherstellung, dass das Abwasser auch weiterhin auf die andere Fördeseite gepumpt wird schlägt mit 250.000 € zu Buche.

 

2022 soll der Neubau fertig sein, bis dahin sind im Kurpark zwei große mobile Pumpen im Einsatz, die nicht nur das Schmutzwasser aus Laboe, sondern auch aus Stein und Wendtorf unter der Förde hindurch in das Klärwerk Bülk bei Strande leiten, die 3 großen Faultürme des Klärwerks sind ja auch von Laboe aus immer gut sichtbar.

 

Aber zurück zum sonnigen und windigen Spaziergang am Donnerstag. Denn dort waren der SK Berlin und Tochterboot Steppke im Einsatz, um ein havariertes Segelboot in den sicheren Hafen von Laboe zu schleppen. Und auch das Fischereischutzboot „Seeadler“ aus Rostock das zur Küstenwache gehört kreuzte vor Laboe. Laut Wikipedia dient das Schiff, das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bereedert wird, der Fischereiüberwachung.

 

Schmunzeln musste ich gestern vor dem „Strandlädchen“ an der Promenade, denn dort gibt es Mützen, Schals und Handschuhe speziell für „Frostköttel“ zu kaufen. Na dann kann der Winter ja kommen, selbst Frostköttel haben jetzt in Laboe gute Überlebenschancen......

 

So, das war es mal wieder für diese Woche. Bislang hat sich noch kein Besuch angemeldet, das sieht also auch für mich nach einem ruhigen und entspannten Wochenende aus.

 

Und genau das wünsche ich meinen Leserinnen und Lesern auch. Wir lesen uns dann am Montag zur Winterzeit wieder, hmm... also ist das dann eigentlich früher oder später? Egal, Hauptsache wir lesen uns.

 

Bis dahin sende ich ganz liebe Grüße, gebt gut auf Euch acht und bleibt gesund.

 

Euer Ostsee-Peter

Montag, 26. Oktober 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

willkommen in der letzten Woche des Monats Oktober. Ich hoffe, meine Leserinnen und Leser haben die Zeitumstellung gut überstanden. Ich tue mich am ersten Tag nach der Umstellung immer etwas schwer, so auch am Sonntag.

 

Den ganzen Sonntag über grau und Nieselregen, aber einmal eine Runde drehen muss auf jeden Fall sein. Ich also los im Nieselregen durch den Naturerlebnisraum zur Hagener Au, als dann plötzlich ein gewaltiger Regenguss niederging. Also schnellen Schrittes zurück ins heimische Oberdorf, mein Fitness-Tracker war begeistert über meine schnelle Gangart, das gab aber sofort Bonuspunkte für den nächsten Monat mit.....

 

Den Rest des Tages habe ich dann doch mit heißem Tee und Buch auf dem Sofa verbracht, das gab zwar keine Fitness-Bonuspunkte, tat aber trotzdem gut. Und dabei habe ich dann vom Wohnzimmerfenster aus beobachtet, wie ein halbes Schiff von dem Niederländischen Schlepper Multratug 4 und dem deutschen Schlepper Bugsier 6 an Laboe vorbei gezogen und geschoben wurde. Heutzutage ist es ja üblich, dass bei größeren Schiffen mehrere Segmente eines Schiffsrumpfs auf verschiedenen Werften z.B. in Deutschland oder Polen gebaut werden, die dann zum Schluss auf einer Werft zusammengefügt werden. Das erstaunt mich immer wieder, dass die Teile dann alle so nahtlos und millimetergenau ineinanderpassen.

 

Dann habe ich doch am Wochenende auf dem neuen Fitness-Parcours neben der Schwimmhalle tatsächlich das erste Mal eine erwachsene Frau bei einer Übung gesehen, bislang wurde das ja immer nur als Spielplatz für Kinder statt für Erwachsene wahrgenommen. Aber nun zeigt eine neu errichtete Hinweistafel auf die verschiedenen Übungsmöglichkeiten für die Erwachsenen hin, Kinder sollen übrigens erst ab 13 Jahren dort turnen und toben. Auch an jedem Gerät ist noch einmal dargestellt welche Übungen und mit welchem Schwierigkeitsgrad man dort absolvieren kann. So macht das natürlich auch erst richtig Sinn, sehr gut.

 

Allerdings gibt es da ein kleines Problem – laut den Schildern und Piktogrammen ist die Anlage nur für Männer gedacht, die junge Frau vom Wochenende an dem Sportgerät war da zwar sportlich sehr gut aber völlig falsch .... 😉  


Menno, und ich hatte mich schon so auf den nächsten Sommer gefreut, wenn meine beiden Lieblingsurlauberinnen Daniela aus Hannover und Sabrina aus Bayern da ihre Fitness-Übungen machen, das hätte ich natürlich zu gerne mit der Kamera im Anschlag festgehalten.

 

Also müssen wir das jetzt anders machen. Ich – der Ostsee-Peter – rufe allen Menschen weiblichen Geschlechts zu: „Mädels und Frauen aller Nationen und Altersklassen ab 13+, strömt in Scharen nach Laboe und haltet Euch fit an den neuen Sport-Geräten am Strand neben der Schwimmhalle. Was Männer dürfen dürft ihr schon lange!“ So, nun haben wir das auch geklärt.

 

Der Bauhof hat um einige Bänke an der Promenade zwischen MWSH und U-Boot nun Hecken gepflanzt wie das schon bei anderen Bänken dort der Fall ist, so sitzt man dann im Sommer geschützt und „kuschelig“, wieder ein kleiner Schritt, um die Promenade ganz langsam ansehnlicher zu gestalten.

 

Zum Schluss möchte ich noch einen lieben Gruß in die Pfalz senden. Die Pfälzer Leckereien wurden mir von Karin übergeben, vielen Dank dafür, darüber habe ich mich sehr gefreut. So sind wieder ein paar Tage Überleben für mich gesichert.

 

Das war es für den Start in die letzte Oktober-Woche, genießen wir sie noch, der meist dunkle und nasskalte November kommt noch schnell genug.

 

Ich sage Tschüss bis zum Mittwoch

Euer Ostsee-Peter