Januar 2020
Blick vom Ehrenmal auf Laboe



Verliebt in Laboe ...

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Januar 2020

Freitag, 03. Januar 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

nun haben wir es also geschafft... Willkommen im neuen Jahrzehnt. 2020 ist ja ein Schaltjahr und so können wir sogar einen Tag länger den Beginn dieses neuen Jahrzehnts genießen.

 

Viele Menschen nehmen ja immer gute Vorsätze mit in ein neues Jahr, aber das mache ich schon lange nicht mehr. Ich wünsche mir nur, dass die Menschen die mir ganz viel bedeuten und mir nahestehen gesund bleiben und nicht so leiden müssen. Es gibt nichts Wertvolleres als Gesundheit, das ist mir über Silvester wieder einmal so richtig bewusst geworden.

 

Ich war ja zum Jahreswechsel in meiner alten Heimat Buchholz, daher sehen wir heute zwar ein paar Fotos vom Silvester-Feuerwerk, aber ohne Strand und Wasser im Hintergrund. Ich habe dann auf der Rückfahrt Enkel Jannis mit nach Laboe genommen, also was wir da erlebt haben kann man sich gar nicht ausdenken, das muss man live erlebt haben.

 

Geplant und gebucht war Metronom-Zug von Buchholz nach Hamburg, dort umsteigen in einen ICE nach Kiel, denn nur wenn eine ICE-Fahrt dabei ist gibt es ja den Super-Sparpreis. Was ich zwar irgendwie noch nie wirklich begriffen habe warum das so ist, aber das wird wohl seinen Grund haben.

 

Normalerweise sind die Metronom-Züge sehr pünktlich, aber ausgerechnet am Donnerstag nicht - wegen eines verspäteten, vorausfahrenden IC-Zuges. 5 Minuten sind ja nun aber nicht das Ding, wir hatten 12 Minuten Zeit zum Umsteigen in Hamburg, also noch kein Problem für zwei so sportliche junge Männer wie wir.

 

Allerdings hatten wir bei der Ankunft am Hamburger Hauptbahnhof nur noch 2 Minuten Zeit und der ICE aus Stuttgart war erstaunlicherweise absolut pünktlich in Hamburg eingetroffen was schon mal sehr ungewöhnlich ist. Und den haben wir dann nur noch Richtung Kiel losfahren sehen während wir uns noch durch die Menschenmengen gekämpft haben. Na toll.

 

Nächster Regionalzug nach Kiel fuhr 45 Minuten später, da meldete sich bei Jannis der kleine Hunger und Durst. Wir also in so einen Bahnhofs-Kiosk, Jannis steht vor dem Kühlregal und schaut nach einem Getränk und ich schaue nach den belegten Brötchen. Plötzlich gab es einen explosionsartigen Knall und irgendetwas zischte zentimeterdicht an unseren Köpfen vorbei. Mit lautem Geschepper landete dann eine aufgeplatzte Dose Energy-Drink an der Glas-Eingangstür. Hui, was für ein Schreck. Und was für ein Glück wir gehabt haben.

 

Gewaltiger Schreck auch bei dem Mitarbeiter von dem Kiosk der sofort fragte ob uns was passiert sei, war aber ja zum Glück nicht bis auf ein paar Spritzer auf Jannis Tasche. Des Rätsels Lösung war ganz schnell gefunden. Die Dosen standen alle auf dem Kühlregal, und zwar direkt auf dem Platz über der Neon-Beleuchtung und dann noch unter dem Schlitz der Klimaanlage wo im Winter natürlich warme Luft raus kommt. Der Mitarbeiter von dem Kiosk hat dann sofort alles Dosen dort entfernt und die waren alle schon recht gut aufgeheizt.

 

Was für ein Abenteuer, Jannis meinte dann nur noch als wir im Zug nach Kiel saßen: Opi bei dir ist es immer ganz aufregend wenn wir zusammen sind. Also das hört man doch als Opa gerne. So kann man auch mit kleinen Sachen große Freude machen.

 

In Laboe selber ist es sehr grau am heutigen Freitag, wir haben dann aber natürlich trotzdem unsere Runde gedreht, aber zu Hause sitzen bei Skipbo und Uno spielen ist dann doch gemütlicher als draußen im Regen herum zu laufen.

 

So, das war es für die ersten NEWS im neuen Jahrzehnt. Im Freya-Frahm-Haus startet in der nächsten Woche eine neue Ausstellung mit dem Titel „Farbimpressionen“ und anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Meerwasserschwimmhalle wird ab dem 11. Januar auch dort eine Ausstellung mit Impressionen und Erinnerungen gezeigt, ich werde jeweils berichten über die Veranstaltungen.

 

Wir lesen uns dann am Montag wieder, bis dahin sage ich Tschüss

Euer Ostsee-Peter


Montag, 06. Januar 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

so, nun geht es also richtig los mit dem neuen Jahr, der Alltag hat uns wieder. Mein Sohn hat am Samstag dann Jannis wieder abgeholt und nach morgendlichen sintflutartigen Regenfällen hatten wir den ganzen Tag herrliches Wetter in Laboe. Also die Buchholzer haben irgendwie immer Glück wenn sie mich hier besuchen.

 

Ich hatte es ja in der letzten Woche schon ganz kurz erwähnt, das Veranstaltungsprogramm der Gemeinde Laboe für dieses Jahr steht fest, zumindest für die größeren Veranstaltungen. Das letzte Jahr hat im Rückblick gezeigt, dass die Veranstaltungen bei den Einheimischen und Gästen äußerst erfolgreich angenommen wurden und daher wird das auch in diesem Jahr fortgesetzt.

 

An einigen Stellschrauben wird Veranstaltungsleiter Christian Bohnemann noch etwas drehen, woran er nicht drehen kann ist am Wetter, aber das nehmen wir mal so hin wie es kommt.

 

Der Startschuss für die diesjährige Veranstaltungs-Saison fällt traditionell am 01. Mai mit dem großen Flohmarkt am Probsteier Platz und in der Reventloustraße. So richtig los geht es am 29. Mai, dann beginnt der 4-tägige Kunsthandwerkermarkt, ein Publikumsmagnet, der über Pfingsten für 4 Tage sicherlich wieder viele Menschen zu einem Besuch in Laboe animieren wird.

 

Auch das beliebte Weinfest wird wieder stattfinden, diesmal allerdings am zweiten Juli-Wochenende um möglichst dem Spruch vorzubeugen: Regenwasser im Wein – muss nicht sein.

 

Das Eisfest wird sicherlich wieder viele Menschen nach Laboe locken, allerdings muss da natürlich immer mit etwas längeren Wartezeiten vor den einzelnen Ständen gerechnet werden. Das ist für die Kinder nicht so schön und daher wird bei dem kommenden Eisfest im August das Spaß- und Spielangebot für die Kinder erweitert. So wird es also für die Lütten nicht langweilig bis zum leckeren Eisgenuss.

 

Am zweiten August-Wochenende wird es dann auch wieder sehr schmackhaft mit dem Food-Truck-Fest am Hafen, altbewährt und immer wieder lecker.

 

Wegen des großen Erfolges im letzten Jahr findet in Laboe Mitte August auch wieder die Deutsche U19 Beach Volleyball Meisterschaft auf dem Strandabschnitt zwischen Lesehalle und Meerwasserschwimmhalle statt wo um die Meisterschaft gepritscht und gebaggert wird.

 

Vom 20. - 22. August kommen bei der “German Classics“ Regatta des Freundeskreis klassische Yachten e.V. wieder zahlreiche historische Jollen und Jollenkreuzer ins Ostseebad. Ein wahres Fest für alle „Sehleute“.

 

Anfang September startet dann wieder das absolute Spätsommer-Highlight, die Laboer Hafenfesttage. Bereits zum dritten Mal wird es wieder ein Spektakel mit großartigem Bühnenprogramm, zahlreichen Mitmachaktionen, einem Lichterkorso und viel Spiel & Spaß für die Lütt`n  geben.

 

Am letzten September-Wochenende können sich die Besucher noch einmal auf einen Kunst-Handwerkermarkt freuen und auf Grund des tollen Erfolges bei der Premiere des Laboer Tannenwaldes (trotz des teilweise sehr schlechtem Wetters) wird diese sehr schöne vorweihnachtliche Veranstaltung vom 11. bis 13. Dezember und vom 18. bis 20. Dezember 2020 wiederholt. Die eine oder andere kleine Änderung wird dabei natürlich mit einfließen.

 

Ich habe gerade mal im 100-jährigen Kalender nachgeschaut wie das Wetter für diese beiden Termine ausfallen soll, ich sag mal so – wenn Sonnenschein oder Schnee vorhergesagt worden wäre hätte ich es erwähnt...... Aber immerhin, die Vorhersage trifft das vergangene Jahr ganz exakt, aber man muss natürlich auch an den 100-jährigen glauben.

 

Da auch heute das Wetter recht grau und trübe ist habe ich mir gedacht, ich zeige euch noch einmal zur Einstimmung auf die kommende Saison ein paar Bilder von diesen schönen Veranstaltungen die uns auch in diesem Jahr wieder erwarten. Aber ein paar sonnige Sonnabend-Bilder sehen wir natürlich auch.

 

Ich sage dann Tschüss bis zum Mittwoch

Euer Ostsee-Peter


Mittwoch, 08. Januar 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

das neue Jahr beginnt im Freya-Frahm-Haus sehr farbenfroh mit der Ausstellung von Elisabeth Schwarz und Inge Köser unter dem Titel „Farbimpressionen“. Die beiden Künstlerinnen sind keine Unbekannten im FFH und so bedanken sie sich auch noch einmal ganz ausdrücklich bei dem Förderverein, dass sie nun bereits zum zweiten Mal eine Ausstellung dort zeigen können.

 

Zu sehen gibt es ab kommenden Freitag um 18:00 Uhr viele maritime Bilder denn beide Künstlerinnen sind ja hier an der Küste zu Hause. Das interessante an der Ausstellung sind die unterschiedlichen Darstellungen und Arbeitstechniken. So experimentiert Elisabeth Schwarz gerne auch mal mit Spachtel und Pinsel, setzt gerne leuchtende Farben ein bis hin zu auffallenden Neon-Farben.

 

Wobei einige Bilder durchaus sehr abstrakt sind, aber bei näherer Betrachtung findet man immer wieder versteckte Detail wie Menschen in dem großen Farbenmeer der Leinwand. Ebenfalls  farbenfrohe Portraits sind von Elisabeth Schwarz zu sehen.

 

Inge Kösers Leidenschaft kann man sofort erkennen – das sind Wind, Wellen, Segelschiffe das Meer und der Strand. Die kreative Künstlerin ist sogar noch beim Aufhängen der Bilder sehr kreativ, ein Bild im ersten Stock hängt absichtlich falsch an der Wand, man muss das nur erst einmal erkennen bevor man sich verwundert fragt, was das Bild denn wohl darstellen soll.

 

Aber auch dezente Pastelltöne lassen Landschaften in einem zarten Licht erscheinen wie Bilder vom Henne Strand. Dann sind es wieder blaue Farben die ein Bild dominieren, ein Bild heißt z.B. Heimathafen. Wobei damit gar kein spezieller Hafen gemeint ist sondern als Seglerin fühlt sich Inge Köser immer in den Häfen wohl wo Ruhe und Stille herrschen, das ist dann „ihr“ Heimathafen.


Nicht im Programm erwähnt aber ganz kurzfristig dazu gestoßen ist die Heikendorfer Bildhauerin Ingrid Claussen mit einigen Exponaten. Sie betreibt schon seit 1994 ihre eigene Töpfergalerie mit dem Namen „Das wahre blau“ in Heikendorf.

 

Die Besucher der Ausstellung können sich also auf eine sehr interessante und schöne Ausstellung freuen, die vom 11. Januar bis zum 26. Januar Donnerstag und Freitag von 14 – 18 Uhr und Samstag und Sonntag von 11 – 18 Uhr geöffnet ist. Der Eintritt ist frei und jedes der über 50 Kunstwerke kann natürlich auch käuflich erworben werden. Die Vernissage findet am kommenden Freitag um 18:00 Uhr statt. Die Laudatio wird die Kieler Krimi-Autorin Cornelia Leymann halten.

 

Und wo wir schon gerade beim Thema Kunst sind, ich war gestern in Kiel in der Zentralbücherei um meinen Onleihe-Ausweis verlängern zu lassen, da musste ich dann doch noch einmal wieder einen Blick auf den „Apokalyptischer Reiter“ von Tobias Regensburger werfen der in der Stadtgalerie steht. Und auch die Skulptur „Seewind“, eine Röhreninstallation aus geschweißten Chromnickelstahl-Röhren des Künstlerehepaars Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghof aus dem Jahre 1989 ist immer wieder interessant anzuschauen. Es gab auch schon zweimal solche Röhreninstallationen auf der Documenta in Kassel und ein weitaus größeres Exemplar als in Kiel steht ja auch noch in Berlin.

 

So, das war es für den Kunst-Mittwoch aus Laboe. Ich sage tschüss bis zum Freitag.

 

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 10. Januar 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

nach wie vor grau in grau, regnerisch und das bei  fast sommerlichen Temperaturen um 12 Grad, da ist vom Winter noch nicht allzu viel zu spüren.

 

Am morgigen Sonnabend eröffnet der Förderverein Hallenbad Laboe eV um 10:00 Uhr eine Ausstellung im Foyer und im ehemaligen „La Musica“ unter dem Titel „50 Jahre Schwimmhalle Laboe – Impressionen und Erinnerungen“.

 

Leider sind diese 50 Jahre finanziell betrachtet kein Erfolg und sicherlich auch kein Grund zum Feiern sondern ein einziges Desaster für Laboe. Obwohl man im ersten Jahr nach der Eröffnung noch 248.000 Gäste !!! begrüßen konnte, musste die Gemeinde Ende 1971 schon 157.000 DM an Verlusten trotz dieser hohen Besucherzahlen ausgleichen. (Aus Laboe aktuell 1971) Heute besuchen im Durchschnitt nur noch rund 35.000 Besucher pro Jahr das Hallenbad, also 213.000 Besucher weniger als noch 1970.Tendenz weiter fallend bei steigenden Kosten.

 

Denn heute müssen pro Jahr über 500.000 € bezuschusst werden um die Verluste auszugleichen, was nur über Kredite finanzierbar ist. Und setzt man das einmal den 157.000 DM Verlust aus dem ersten Jahr in DM gegenüber, wären das jetzt schon 1.000.000 DM pro Jahr um die Halle weiterhin geöffnet zu halten. In dem Schwimmbadgutachten aus dem Jahre 2017 der renommierten Firmen WSP und conpro wurde auch ein Wartungs- und Renovierungsstau von rund 8 Millionen € ermittelt, da die Halle ihren Lebenszyklus bereits überschritten hat. Die Meerwasserschwimmhalle ist also sozusagen eine finanziell tickende Zeitbombe für die kleine Gemeinde Laboe.

 

Natürlich ist das Schwimmen gesund, natürlich müssen die Kinder schwimmen lernen, natürlich ist eine Meerwasserschwimmhalle touristisch betrachtet eine Aufwertung für den Ort Laboe, der ansonsten in den Wintermonaten seinen Gästen wenig zu bieten hat. Und natürlich möchten fast alle Bewohner von Laboe gerne eine Schwimmhalle vor Ort haben, auch wenn sie nur von wenigen regelmäßig genutzt wird, wie man an den wenigen verkauften Jahreskarten erkennen kann. Und natürlich möchten auch alle Verantwortlichen den Standort Laboe für eine neue Schwimmhalle erhalten, doch um es mal mit Goethe zu sagen: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“.

 

Wie will man alle Umlandgemeinden dazu bringen, sich für den Standort Laboe zu entscheiden, da eine Zweck-Schwimmhalle an anderen Standorten mit mehr Schulkindern im Ort ja auch durchaus Sinn macht um sie nicht immer nach Laboe fahren zu müssen. Wie soll das Ganze finanziert werden?

 

Geld ist auch in den Nachbargemeinden knapp und ein optimales und umsetzbares Konzept ist trotz zweier Bürgerentscheide nach über 4 Jahren immer noch nicht gefunden worden. Das hat der Gemeinde Laboe zwischenzeitlich aber schon wieder 2 Millionen Euro gekostet. Das eine öffentliche Schwimmhalle niemals einen Gewinn erzielt ist eigentlich auch allen klar, das aber eine so kleine Gemeinde wie Laboe solche Kosten alleine stemmen muss kann jeder Einheimische und Besucher daran erkennen, wie viele Schäden an den Straßen, der Promenade und vielen anderen Stellen nicht saniert werden können, weil einfach kein Geld mehr dafür vorhanden ist und Kredite nicht unendlich aufgenommen werden können. Da sind auch ein paar neu aufgestellte Parkautomaten keine Lösung sondern verärgern nur die Anwohner, die MWSH kann damit ganz bestimmt nicht gerettet werden.

 

Und dann seien wir doch einmal realistisch und nehmen die rosarote Brille ab die sich einige Ortspolitiker immer so gerne aufsetzen. Bevor sich alle Umlandgemeinden auf einen gemeinsamen Standort – egal ob in Laboe oder sonst wo – geeinigt haben, bevor alle Fördergelder beantragt und bewilligt sind und die Finanzierungen sowohl der Abriss-, Neubau- und Unterhaltungskosten für alle Beteiligten geklärt sind und eine neue Halle eröffnet werden kann, werden noch 10-15 Jahre vergehen. Dabei werden die veranschlagten Baukosten im Laufe der Bauzeit wie bei jedem größeren Projekt emporschnellen und irgendein bis dahin unbekannter Käfer oder eine seltene Pflanze sowie sich laufend ändernde Baugesetze und Vorschriften können zu weiteren Bauverzögerungen führen.

 

Und bis dahin soll Laboe die Schwimmhalle am Leben erhalten, koste es was es wolle? Eines ist jedenfalls sicher, die Zeche zahlt zum Schluss immer der Bürger und danach sitzen dann auch noch unsere Kinder und Enkelkinder vor einem riesigen Berg an Schulden, die heute für eine völlig marode Schwimmhalle gemacht werden statt endlich mal einen Schlussstrich zu ziehen.

 

Betrachten wir die Ausstellung also einfach einmal ohne Lobpreisung sondern als das was es ist, ein historischer Rückblick auf 50 Jahre Schwimmhalle, von der es auch natürlich sehr viele schöne Geschichten zu erzählen gibt. Seinerzeit berühmte Künstler waren schon in der MWSH, viele Laboer Kinder haben hier schwimmen gelernt.

 

Als Mann der ersten Stunde gilt Gert Mißfeldt ein besonderes Dankeschön. Als langjähriger leitender Schwimmmeister in der MWSH hat er viele Kurse entwickelt, so z.B. ein Konzept für die Wassergymnastik, er rief ein Schwimmprogramm für Schwangere ins Leben und revolutionierte mit bundesweit ausgeschriebenen Lehrgängen die Schwimmmeisterausbildung in Deutschland. Auch heute noch engagiert sich Gert Mißfeldt ehrenamtlich für "seine" Schwimmhalle und dafür gebührt ihm ein ganz großer Dank.

 

Alle Laboer Bürger und Besucher sind ganz herzlich eingeladen, sich diese 50 Jahre Zeitgeschichte einmal anzuschauen. Eröffnet wird die Ausstellung am morgigen Samstag um 10:00 Uhr und sie ist während der normalen Schwimmbadöffnungszeiten zu besichtigen.

 

Bekanntgeben möchte ich noch, dass unter mir Urlaub gemacht wird. Und zwar im Restaurant „Rhodos“. Ich habe gerade einmal nachgeschaut, die Eröffnung war am Freitag, dem 9. November 2018, seit der Zeit war jeden Tag geöffnet. Gönnen wir also Familie Kouni ihren Heimaturlaub vom 14. Januar bis zum 18. Februar.

 

Ansonsten freue ich mich auf heute Abend, dann werde ich einmal bei den Proben im Lachmöwen-Theater für das neue Stück „Fro Pieper lävt gefährlich“ dabei sein. Es gibt also am Montag wieder so einiges zu berichten aus unserem schönen Laboe.

 

Ich wünsche nun allen meinen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende und sage Tschüss bis zum Montag.

 

Euer Ostsee-Peter



Montag, 13. Januar 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

wettertechnisch gesehen war es ein eher graues Wochenende in Laboe, aber die Proben im Lachmöwentheater und die Eröffnung der Ausstellung „50 Jahre Meerwasser-Schwimmhalle Laboe“ haben dann doch noch ordentlich Farbe in das vergangene Wochenende gebracht.

 

Starten wir mal mit den Proben zu dem neuen Theaterstück der Lachmöwen, das am kommenden Samstag, den 18. Januar Premiere feiert. „Fro Pieper lävt gefährlich“ und es ist am Samstag gleich eine doppelte Premiere, denn es ist auch die erste Kriminal-Komödie die im Lachmöwen-Theater aufgeführt wird. Und so ging es natürlich schon bei den Proben „kriminell-lustig“ zu, das macht immer ganz viel Spaß einmal den Schauspielern während der Arbeit über die Schulter zu schauen-

 

Worum geht es in der turbulenten Komödie? Wie so oft im Leben fängt alles ganz harmlos an. Erna Pieper (Angela Tafel) arbeitet als Haushaltshilfe bei dem Ehepaar Henning (Jan Steffen und Dorothea Slenczek) die zur gehobenen Schicht der Hamburger Gesellschaft gehören und alles verläuft ganz friedlich bis Frau Pieper eines Tages die Leiche ihres Chefs findet. Der Fall ist für Frau Pieper sofort völlig klar: Das war Mord!

 

Großes Entsetzen im Hause Henning aber dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Denn bevor Erna Pieper Kommissar Willi Brockmann (Matthias Dehn) und Inspektor Waldemar Schult (Christian Becker) von dem Mord berichten kann, ist die Leiche verschwunden. Und taucht wieder auf. Das Chaos ist perfekt. Und als sich herausstellt, dass sich Frau Pieper und Kommissar Brockmann noch von früher kennen, entbrennt ein kriminalistischer Wettstreit zwischen den beiden.

 

Wer kann den verzwickten Fall als erster lösen? Der Fachmann der zwar trotz schwerer (Männer-)Grippe so seine eigenen Probleme hat, dafür aber über das notwendige know-how verfügt oder die zwar naive, aber gewitzte Raumpflegerin Erna Pieper. Ein gnadenloser Wettstreit zwischen den beiden beginnt der bei den Zuschauern sicherlich für viele Lachtränen sorgen wird. Und so viel sei schon einmal verraten, so ganz erfolglos ist Erna Pieper nicht bei der Aufklärung dieses verzwickten Mordfalls.

 

Regie führt Katharina Buttig aus Plön und auch drei neue und junge Schauspielanwärterinnen sind mit dabei: Lea Fischer, Julia Preuss und Kathrin Heim. Unterstützt werden die drei durch Christina Theuer, die von der Niederdeutschen Bühne in Preetz kommt.

 

Das Stück startet am Samstag den 18. Januar 2020 um 20.00 Uhr mit der ausverkauften Premiere und läuft bis zu, 9. April. Da viele Vorstellungen schon jetzt ausverkauft sind, empfiehlt sich eine schnelle Kartenbestellung, am besten per Internet auf der Homepage denn dort kann man sich seine Sitzplätze aussuchen und sogar Tischreservierungen vornehmen. Ansonsten ist auch eine telefonische Reservierung möglich unter 04343-4946440.

 

Am vergangenen Samstag lud dann der Förderverein „Hallenbad Laboe eV.“ zu einer kleinen Feierstunde in die Schwimmhalle ein, Grund war das 50-jährige Bestehen der Meerwasserschwimmhalle in Laboe.

 

Ein halbes Jahrhundert steht nun also schon die Meerwasserschwimmhalle am Strand und prägt seit dieser Zeit das Ortsbild durch ihr markantes Aussehen neben dem Ehrenmal, dem U-Boot und der Mühle hoch über Laboe.

 

Manfred Krutzinna vom Vorstand des Fördervereines begrüßte die anwesenden Gäste und in seinem kleinen Rückblick blickte er noch einmal zurück auf die Arbeit des Fördervereines. Nach dem von der Politik bereits zweimal das Aus für die Schwimmhalle signalisiert wurde gelang es dem Förderverein, durch zwei  Bürgerentscheide den Betrieb der Schwimmhalle bis heute aufrecht zu erhalten und Bewegung in die teils verhärteten Fronten zu bringen.

 

Bürgermeister Heiko Voss erinnerte sich noch an seine Kinder- und Jugendzeit, in der er in der Schwimmhalle häufig zu Gast war und als Leiter des Bau- und Ordnungsamtes in Laboe hatte er in diesen 17 Jahren auch stets die Schwimmhalle im Blick. Und das änderte sich auch nicht, als er 2001 in den Kieler Landtag wechselte wenn die Wellen um das Hallenbad in Laboe einmal wieder etwas höher schlugen.

 

Heute ist er hauptamtlicher Bürgermeister von Laboe und er bedankte sich bei der Gemeindevertretung und dem Förderverein, dass mittlerweise eine sehr sachliche Atmosphäre bei dem Thema MWSH herrscht. Es hat sich gezeigt, dass die Halle trotz des fortgeschrittenen Alters noch über eine gute Bausubstanz verfügt, sieht man einmal von dem maroden Umkleidebereich ab.

 

Im Februar hat Heiko Voss die Bürgermeister der Umlandgemeinden zu einem Gespräch eingeladen um über das „Laboer Angebot“ zu diskutieren. Die Umlandgemeinden sind daran interessiert und offen für Gespräche. Denn es handelt sich bei der Schwimmhallenfrage in der Region ja um eine sehr komplexe Sachlage.

 

Desweiteren ist ein Besuch in Schleswig geplant um dort einmal zu schauen, ob sich für die Schwimmhalle in Laboe auch noch andere Möglichkeiten eröffnen.

Auch anwesend waren zwei Mitarbeiter der ersten Stunde der Meerwasserschwimmhalle. Zum einen Gerd Mißfeldt als langjähriger Schwimmmister und Günther Steffen, der damals als Maschinenmeister für die Technik der Halle zuständig war.

 

Gerd Mißfeldt blickte auch noch einmal zurück auf die vielen schönen Veranstaltungen und Künstler und Prominente, die im Laufe der Jahrzehnte schon die Meerwasserschwimmhalle in Laboe besucht haben.

 

Danach wurde dann die Ausstellung in dem ehemaligen Café „La Musica“ eröffnet und zu sehen ist ein bunter Querschnitt aus den letzten 50 Jahren. Ob Rohbau der Halle, Pläne und Skizzen von der Erweiterung mit der Empore und der Außenrutsche, Prominente oder fröhliche Veranstaltungen, der Eröffnungstag hat gezeigt, dass sich viele Laboer noch gut an die eine oder andere Veranstaltung erinnern können.

 

Geöffnet ist die Ausstellung noch bis zum 02. Februar 2020 zu den Öffnungszeiten der Schwimmhalle.

 

So, das war es für den Start in die 3. Kalenderwoche des Jahres 2020. Veranstaltungen wurden mir keine gemeldet für diese Woche, dann sage ich also mal Tschüss bis zum Mittwoch

 

Euer Ostsee-Peter


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