Februar 2019
Blick vom Ehrenmal auf Laboe
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Sommer
Herbst
Winter

 

 

Verliebt in Laboe ...

 

Hallo und herzlich Willkommen in meinem News Archiv.

 

 

Februar 2019

Freitag, 01. Februar 2019

 

Moin Moin aus Laboe,

 

willkommen am ersten Tag des zweiten Monats 2019. (Also nun ist es ja schon der zweite Tag im zweiten Monat wenn diese News erscheinen, es gab am Freitagnachmittag einen Ausfall des Servers in Dänemark der die Nacht über anhielt, aber die Techniker waren fleißig, nun funktioniert zum Glück also wieder alles).

 

Heute möchte ich mal wieder einen kleinen Beitrag aus dem Rathaus-Archiv beisteuern, der mich gestern im GRAL (Gemeinde-Rathaus-Archiv-Laboe) doch sehr erheitert hat. Seit letztem Jahr arbeitet das Archiv-Team jede Menge Unterlagen aus dem 1. Weltkrieg (1914-1918) auf. Eigentlich sind das alles heute kaum noch vorstellbare Dinge, unter denen die Menschen seinerzeit leiden mussten und da war auch Laboe menschlich, politisch und wirtschaftlich sehr stark betroffen.

 

Man stelle sich nur einmal vor, dass damals die Menschen Fahrradreifen und Schläuche abgeben mussten, da diese vom Kriegsministerium dringend benötigt wurden. Wer das nicht freiwillig tat wurde zwangsenteignet, im Zweifelsfalle das Fahrrad gleich mit. Lebensmittelknappheit, fehlende Brennstoffe, alles ein gewaltiges Drama in der damaligen Zeit, all diese Unterlagen sind im Gegensatz zum 2. Weltkrieg aber noch sehr umfangreich im Archiv erhalten.

 

Flyer Kochbuch von 1920

Und trotzdem gab es gestern für mich bei diesem ernsten Thema doch einiges zu schmunzeln. Es geht um ein Werbeblatt für ein Kochbuch von Mary Hahn, das 1920 erschienen ist. Die Überschrift lautet: „Die Hausfrau am Kochherd – jede deutsche Frau suche eine Ehre darin, eine gute Hausfrau zu sein“.

 

Und dann wird zunächst einmal die deutsche Hausfrau beschrieben, wie sie nach damaliger Ansicht sein sollte, eine Betrachtungsweise, die uns heute nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln lässt, dabei ist das erst 100 Jahre her. Aber folgender Satz hat mich ja dann doch begeistert, er lautet: „Eine tüchtige Hausfrau dagegen ist die beste Bürgschaft für eine glückliche Ehe; denn die Frau, die ihrem Manne ein schmackhaftes Essen vorzusetzen vermag, fesselt ihn am stärksten an das Haus…..“ Also dem kann ich ja sofort lauthals zustimmen, aber dann? Ich meine, irgendwann ist man(n) ja satt und fertig mit dem Essen, was kommt danach?

 

Früher war es ja wohl so, dass der arme und völlig erschöpfte Mann sich erst einmal ausruhen musste nach der guten Mahlzeit, während die Frau sich um Abwasch, Küche und Kinder gekümmert hat. Aber ob das wirklich vor 100 Jahren ein erfülltes und freies Leben für die Damen bedeutet hat? Also Mädels, überlegt mal, wie gut ihr das heute habt. Und wie positiv sich die Männer doch im Laufe der letzten 100 Jahre verändert haben, vom Haustyrann zu wahren Prachtkerlen, für die auch Hausarbeit kein Fremdwort mehr ist.

 

Ihr kennt ja wahrscheinlich alle die kleine Geschichte….ER, auf dem Sofa liegend, ruft seiner Frau in der Küche zu: „Schatz, wie lange brauchst Du noch mit dem Abwasch und Küche aufräumen?“ SIE: „Ungefähr eine Stunde, aber wenn Du mir hilfst geht es schneller“ ER: „Och, eine Stunde ist schon OK“. Männer heute????

 

Neugierig geworden, habe ich übrigens mal im Internet nachgeschaut und siehe da, dass illustrierte Kochbuch von Mary Hahn für die einfache und feine Küche und Anleitungen zur Resteverwertung usw. gibt es heute noch bei Ebay oder in Antiquariaten zum Preise zwischen 10 und 60 €. Eigentlich wäre das ja das ideale Kochbuch für mich, die Ansprüche an die Kochkunst waren damals sicherlich nicht so hoch wie heute, ich gehe da mal in mich.

 

 Restaurant Seeterrassen

Aber wo wir gerade beim Kochen sind, am Samstag, den 02.02.2019 beendet das Restaurant Seeterrassen seine Winterpause. Ob Fleisch- oder Fischgerichte, es ist ja immer sehr lecker dort. Und das werde ich Samstagabend auch gleich ausprobieren, der Tisch für den Club „Die fröhlichen Fressraupen“ ist reserviert, da kann also nichts mehr schief gehen.

 

Aber auch in der Fischküche geht es langsam dem Endspurt entgegen. Die Tischlerei Sindt hat die Außenbänke und -Tische wieder aufgearbeitet und montiert, die Handwerker werkeln aber immer noch fleißig an den Lüftungs- und Absauganlagen, anvisiert ist ein Eröffnungstermin um den 15. Februar herum. Es geht also voran.

 

Dafür hat diesen Monat das „Thang Long“ komplett geschlossen. Also da bin ich mir jetzt nicht sicher, ob es das schon einmal gegeben hat. Aber verdient hat das Team vom Thang Long den gemeinsamen Urlaub natürlich auf jeden Fall, denn dort bekommt man ja auch mal zu etwas ungewöhnlichen Zeiten immer noch etwas zu essen.

 

So, dann wünsche ich ein schönes und erholsames Wochenende, in Laboe ist es etwas grau am Freitag, die Temperaturen liegen zwischen 1 und 2 Grad plus. Hört sich nach Sofa, Tee und einem guten Buch am Weekend an.

 

 

Ich sage dann mal Tschüss bis zum Montag

Euer Ostsee-Peter

 

Montag, 04. Februar 2019

 

Moin Moin aus Laboe,

 

ein traumhaft schöner Sonntag mit strahlendem Sonnenschein lockte wieder hunderte oder tausende, auf jeden Fall ganz schön viele Menschen nach Laboe. Strand und Promenade waren gut gefüllt von sonnenhungrigen Besuchern in dicker Winterkleidung, denn kalt war es natürlich noch. Aber schööön….

 

Am Samstag absolvierte die Freiwillige Feuerwehr Laboe eine Übung zum Thema Bäume fällen, endlich konnte ich mal die im letzten Jahr von der Bäckerei Steiskal gesponserten Schni-Schnu-Hosen im Einsatz sehen. Also Schni-Schnu Hosen sind Schnitt-Schutz-Hosen, lässt sich aber schwer aussprechen, und in den selbigen steckten natürlich unsere fröhlichen Feuerwehrleute.

 

Lagebesprechung im Kurpark

Übungsgebiet war die Schmutzwasserpumpstation im Kurpark, diese rund 30 Jahre Anlage muss dringend erneuert werden, gerade im Sommer roch es dort ja nicht immer nach frischer Blumenwiese. Die neue Anlage ist den gewachsenen Fördermengen natürlich angepasst und wo würde es besser passen, als dort dann auch gleich eine öffentliche WC-Anlage mit zu integrieren. Denn über ein WC im Kurpark wurde ja auch schon jahrelang diskutiert.

 

Die Bäume, die für das Bauvorhaben gefällt werden müssen, werden natürlich alle in doppelter Menge wieder ersetzt, der Kurpark wird also auch in Zukunft nicht ohne Bäume dastehen.

 

Möglich war die Aktion natürlich nur dadurch, dass Bürgermeister und Feuerwehr wieder so zusammenarbeiten wie es eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber das war ja leider mit der vorherigen Bürgermeisterin nicht immer so. Aber nun läuft es für alle Beteiligten wieder ganz prima und allen ist ja mit so einer Aktion geholfen. Die Gemeinde spart Geld und die Feuerwehrleute können üben, wie man schnell und sicher Bäume fällt, die evtl. bei entsprechenden Wetterlagen Menschen oder Hab und Gut zu beschädigen drohen.

 

Und wenn man da jetzt die Berge an Holz liegen sieht, da ist das nächste Maifeuer ja schon wieder gerettet.

 

Ansonsten sehe ich einer ruhigen Woche entgegen, dann kann ich der Landeshauptstadt Kiel mal wieder einen Besuch abstatten und eingeladen bin ich dann noch zu einer ganz besonderen Familienfeier, die einen für Laboe sehr interessanten geschichtlichen Hintergrund hat und wo es garantiert lecker wird. Davon werde ich dann Mittwochabend berichten.

 

Das war es für den Start in die neue Woche. Ich sage Tschüss bis zum Mittwoch

 

Euer Ostsee-Peter

 

Mittwoch, 06. Februar 2019

Moin Moin aus Laboe,

 

heute gibt es wieder einiges zu berichten aus Laboe, also so einen richtigen Winterschlaf gibt es in unserem kleinen Ort gar nicht. Bedeutet für mich, statt öfters mal Augenschonung auf dem Sofa zu zelebrieren, viel auf den Beinen sein, was natürlich für meine Figur gar nicht mal so unvorteilhaft ist.

 

hier ist normalerweise überall Wasser

Starten wir also die heutigen Berichte mal mit der Natur. Am Dienstag hieß es: Hurra, hurra, der Strand ist wieder da! Allerdings an der falschen Stelle. Aber der anhaltende Westwind hatte mal wieder das Wasser aus der Förde gedrückt und nun zeigte sich einmal das ganze Ausmaß des fortgespülten Sandes vor Laboe.

 

Also ich wohne ja nun mittlerweile schon über 10 Jahre in Laboe, aber das habe ich auch noch nicht gesehen. Man konnte am Dienstag trockenen Fußes bis fast zur roten Fahrwassertonne laufen, absoluter Wahnsinn. Das war jetzt wirklich wie im Wattenmeer. Da sagen Bilder mehr als Worte, es war absolut beeindruckend. Und zeigt aber auch sehr deutlich, vor welchen Problemen Laboe da steht mit seinem Strand.

 

Und was mir dazu noch eingefallen ist – heute werden die meisten Laboe-Fans beim Betrachten der Bilder wohl denken: Whow, cool, das sieht ja sagenhaft aus. Aber was mag wohl in 50 Jahren sein? Ich werde das ja nicht mehr erleben, aber das ganze Unterdorf ist ja auch mal genau so durch die damaligen Sandablagerungen entstanden. Aber wer weiß, vielleicht kann ich mir das ja mal vom Himmel aus angucken. Da komme ich bestimmt hin, denn in der Hölle war ich ja schon mal!!

 

Dann ist den Laboe-Besuchern vielleicht aufgefallen, dass der Seenotkreuzer BERLIN gar nicht mehr im Hafen liegt, sondern dafür der SK Vormann Jantzen. Und da ich ja immer gerne mit netten Mädels schnacke, habe ich gleich mal bei der stets fröhlichen Manuela Diestelhorst im Infozentrum der Seenotretter nachgefragt. Also unsere neue BERLIN ist tatsächlich auch schon 2 Jahre alt und liegt nun in Bremen in der Werft, wo im Prinzip noch einmal jede Schraube nachgezogen wird sowie Inspektions- und Gewährleistungsarbeiten durchgeführt werden. Das Ganze wird ca. 4 – 6 Wochen dauern und solange ist der SK Vormann Jantzen also im Hafen von Laboe stationiert. Danke Manuela, nun wissen wir das also auch.

 

leiten in Zukunft zusammen mit ihrem Vater Ernst-Wilhelm Gerdts die Geschicke des Familienunternehmens: Christine Gerdts (li) und Claudia Kürtz

Ein weiteres großes Ereignis fand am heutigen Mittwoch statt. Und zwar im Hotel und Restaurant Seeterrassen. Da war ich zwar erst am vergangenen Samstagabend zum Abendschmaus, aber heute gab es einen ganz besonderen Grund. Denn die 3. Generation des Familienbetriebs übernimmt jetzt das Ruder und Hanna Strugl und Karin Holst begeben sich in den wohlverdienten Ruhestand.

 

Ernst-Wilhelm Gerdts, der ebenfalls seit 1995 der Geschäftsleitung angehört, wird zusammen mit seinen beiden Töchtern Christine Gerdts und Claudia Kürtz die Geschäfte des Familien-Unternehmens übernehmen.

 

Und so gab es dann heute einen Empfang für geladene Gäste, um dieser Übergabe beizuwohnen. Vertreter aus der Politik, von den Vereinen, Familienmitglieder, Freunde und Bekannte waren erschienen, um an diesem Tag mit der Familie Gerdts gemeinsam zu feiern.

 

Claudia Kürtz blickte in ihrer Ansprache noch einmal zurück auf die Anfänge der „Seeterrassen“.

 

Begonnen hatte es 1956, als Wilhelm und Elfriede Gerdts einen Laden in der Strandstraße 84 mit Backwaren und Eis eröffneten, ab 1962 wurde dann daraus das Restaurant „Bäckerhütte“. Nach dem Kauf des Nachbargebäudes wurde dann 1968 das Restaurant „Seeterrassen“ um einen Hotelbetrieb erweitert.

 

In der zweiten Generation der Familie übernahmen Hanna Strugl, Karin Holst und Ernst-Wilhelm Gerdts im Jahr 1995 dann die alleinige Leitung der Seeterrassen. Im Laufe der letzten 50 Jahre wurden die „Seeterrassen“ immer wieder erweitert, es wurde An- und Umgebaut und aufgestockt. Heute verfügen die „Seeterrassen“ über 10 Einzel- und 30 Doppelzimmer sowie 4 Komfort-Appartements.

 

Seeterrassen um 1930

Das Restaurant ist ja seit Jahrzehnten bekannt für seine ausgezeichnete regionale Küche und die Fischspezialitäten. Eine eigene Konditorei und Backstube gehören ebenfalls zum Haus und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, die Marzipan-Nuss-Torte ist schon mega-lecker, egal ob im Restaurant oder draußen auf der großen Terrasse.

 

Heute gab es dann zur Feier des Tages ein Buffet mit Lachs auf Gemüse oder deftigen Grünkohl, natürlich immer mit dem kompletten Beilagen-Programm.

 

Claudia Kürtz betonte zum Schluss dann noch, dass alles in bewährter Form weiter geführt wird, dazu gehören der Hotelbetrieb ebenso wie der Restaurantbereich mit seiner anerkannten und beliebten Küche. Und auch der Nachwuchs wird im eigenen Hause ausgebildet.

 

Wünschen würde sie sich für ihre Gäste, dass der Strand vor dem Hotel wieder aufgeschüttet wird, so ist es im Moment etwas trostlos vor den „Seeterrassen“.

 

Ich wünsche dem neuen Team unter der Leitung von Claudia Kürtz, Christine Gerdts und Ernst-Wilhelm Gerdts für die Zukunft ganz viel Erfolg.

 

Im Album sehen wir dann heute auch ein paar historische Aufnahmen von den Seeterrassen, das ist wirklich erstaunlich, welche Veränderungen dort im Laufe der Jahrzehnte stattgefunden haben.

 

So, das für den Mittwoch. Ich wünsche weiterhin eine schöne Woche und sage Tschüss bis zum Freitag.

 

Euer Ostsee-Peter

 

Freitag, 08. Februar 2019

Moin Moin aus Laboe,

 

so, die erste volle Februar-Woche ist auch geschafft, allerdings endet sie ziemlich grau und mit viel Nieselregen in Laboe.

 

Yachthafen Baltic Bay

Staunen musste ich heute wieder bei der Fischküche, also die Klima- und Dunstabzugsanlage die dort montiert wird reicht ja gefühlt für jedes Kreuzfahrt- oder Containerschiff. Ich denke, da werden doch nur ein paar Fische in der Fischküche gebraten, war doch vorher auch immer OK. Aber wahrscheinlich gibt es da neuerdings wieder ausufernde Behördenvorschriften zu beachten, vielleicht filtert aber ja die Anlage auch sämtliche Abgase und den Feinstaub der vorbei fahrenden Schiffe aus, von der Größe kommt das ja fast hin. 😉

 

Ansonsten sehen wir im Album heute mal wieder ein paar Hafenbilder von der Baltic Bay und ein paar Fotos unser allgegenwärtigen Segelflieger, man nennt sie auch Möwen. Ist immer gar nicht so einfach, die so im Fluge zu erwischen, aber ich mag den kleinen Mini-Geiern immer gerne bei ihren Flugkünsten zuschauen.

 

Im GRAL (Gemeinde-Rathaus-Archiv-Laboe) habe ich gestern noch einen interessanten kleinen Flyer vom Handwerker- und Gewerbeverein gesehen, er listet die Firmen auf, die zwischen 1978 und 1980 Mitglied im HGV waren. Gut 40 Jahre ist das also schon her, vom Namen her sind mir durch meine Archivarbeit zwar alle Firmen bekannt, aber immerhin sind ja auch noch 3 Firmen bis heute in Laboe vertreten.

 

Das sind die Firmen Tischlerei und Bestattungen Sindt, Malermeister Rumohr und Friseur Heinz Reimann. Aber die älteren Laboer und die Urlauber, die uns schon seit Jahrzehnten besuchen, werden sicherlich noch so manche Geschichte zu dem einen oder anderen Geschäft zu erzählen wissen.

 

Interessant sind ja auch die Preise der damaligen Zeit z.B. bei EDEKA Stockwald im Heikendorfer Weg, (heute Restaurant BOSNA). Da kostete damals eine Kiste Holsten (Holsten knallt am dollsten) DM 14,98. Das wären heute 7,66 € für 30 Flaschen, gibt es natürlich zu dem Preis nicht mehr. 1 Liter Milch kostete damals 89 Pfennig, das wären jetzt 46 Cent. Da zahlen wir jetzt natürlich auch mehr, aber das ist ja völlig OK. Ich wünsche jedenfalls viel Spaß beim Abtauchen in die Laboer Geschichte. Ich höre es schon förmlich: ach guck mal…. und weißt Du noch?

 

Dann hat diese Woche das Eiscafé Venezia am Probsteier Platz nach der Winterpause wieder aufgemacht, es können also ab sofort wieder Eisbecher geordert und geschlemmt werden.

 

So, das für den Freitag. Mein Terminkalender ist wunderbar leer für dieses Wochenende, das hört sich nach KBS an. (Kaffee-Buch-Sofa).

 

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern ebenfalls ein entspanntes Wochenende und allen Karnevals-Flüchtlingen kann ich nur empfehlen: In Laboe sind noch Betten frei, Alaaf und Helau ist hier nicht, hier sagt man Moin.

 

In diesem Sinne liebe Grüße

Euer Ostsee Peter

 

Montag, 11. Februar 2019

 

Moin Moin aus Laboe,

 

leichtes Gruselwetter am Wochenende in Laboe, gefühlt mit Nieselregen rund um die Uhr. Bin dann aber trotzdem am Sonntag im Regen losgegangen, irgendwie hat das Wasser auch nach 10 Jahren noch nichts von seinem Reiz verloren, einmal am Tag muss ich an den Strand und in die Ferne schauen, sonst war es kein „richtiger“ Tag für mich. Und so war ich dann am Sonntag auch fast ganz alleine unterwegs.

 

ideales Wetter für Kiter am heutigen Montag

Ganz anders dann heute am Montag. Strahlender Sonnenschein mit Windstärke 7-8 aus Nordwest, da konnten die Kiter im wahrsten Sinne des Wortes große Sprünge machen. Das war so schön anzuschauen, deshalb heute im Album mal ein paar tolle Fotos von den Kiter-Flügen.

 

Ist immer gar nicht so einfach da den richtigen Moment zu erwischen, manchmal sind die Jungs (Mädels hab ich keine am Himmel gesehen) schneller wieder im Wasser als ich auf den Auslöser drücken konnte. Aber das alles bekommen wir hier umsonst zu sehen, das ist schon super.

 

Auch bei den beiden Baustellen in der Strandstraße und beim Hof Goerke geht es weiter mit den Arbeiten, in der Strandstraße wird die Baugrube für die Tiefgarage ausgehoben und auf dem Hof Goerke werden nun die Bäume gefällt. Teilweise waren die auch schon sehr morsch, trotzdem ist es immer ein komisches Gefühl für mich, wenn so große und alte Bäume dann plötzlich gefällt und klein gesägt werden.

 

So, das war es schon für den Montag, noch ist es ja ruhig in Laboe. Aber es kommen auch wieder die Montage, wo ich von den ganzen Wochenendveranstaltungen berichten werde, da hat sich das dann erledigt mit Mittagspause auf dem Sofa. Aber so hat eben jede Jahreszeit seine schöne Seiten.

 

Ich sage dann mal Tschüss bis Mittwoch, dann habe ich schon einen Blick auf die neue Ausstellung im Freya-Frahm-Haus geworfen, die das künstlerische Lebenswerk von Helga Aulitzky aus Laboe zeigen wird. Die Ausstellung wird am kommenden Freitag um 18:00 Uhr eröffnet.

 

Euer Ostsee-Peter

 

Mittwoch, 13. Februar 2019

 

Moin Moin aus Laboe,

 

berichten möchte ich heute von der neuen Ausstellung: Dreiklang – Natur – Gestaltung – Freude von Helga Aulitzky, die am kommenden Freitag um 18:00 Uhr im Freya-Frahm-Haus eröffnet wird.

 

Kunst hält jung und so zeigt die agile und muntere Seniorin, geboren 1929, im Freya Frahm Haus einmal einen Ausschnitt aus ihrer 50-jährigen kreativen Zeit, denn Kunst hat Helga Aulitzky nie studiert, sie erlernte ihre ganz verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten im Laufe der Jahrzehnte bei vielen verschiedenen VHS –Kursen in Laboe und Kiel.

 

Helga Aulitzky stellt im FFH aus

Immer wieder wurde sie angeregt, neue Techniken auszuprobieren, die Dinge anders zu betrachten und darzustellen. Angefangen hatte es 1965 mit Töpferarbeiten unter Wolf Müller-Reichau. Ab 1970 kam dann unter Leitung von Karl Siebenrok die Ölmalerei hinzu. Mit Kreide- und Aquarellmalerei ging es dann 1982 weiter, ergänzt durch Seidenmalerei bei Helga Mieze ab 1983. Experimentelle Arbeiten folgten ab 2005 und es folgten noch viele weitere Kurse an der VHS.

 

Und so entstand eine ganz lebhafte Ausstellung, die so unterschiedliche Dinge zeigt, dass man kaum glauben mag, dass alles von einer Künstlerin erschaffen wurde. Gezeigt werden Keramiken, Kreidezeichnungen, Öl-, Aquarell- und Seidenmalerei, experimentelles Malen und Gestalten.

 

Sehr gut gefallen haben mir auf Anhieb die Halbedelsteine in Seide, das habe ich so auch noch nie vorher gesehen. Seidenmalerei konnte Helga Aulitzky ja schon, nun war es Prof. Peter Heinig, der sie zur Bildgestaltung mit Steinen animierte. Und so entstanden dann die wunderschönen kleinen Kombinationen aus Halbedelsteinen in Seide.

 

Landschaften, aber auch experimentelle Bilder erfreut das Auge des Betrachters. Als die Nichte von Helga Aulitzky in der Schule die Aufgabe bekam, einmal einen Baumstumpf zu fotografieren, hat Helga Aulitzky dieses Foto zum Anlass genommen, daraus ein farbenfrohes Acrylbild zu malen.

 

Und so geht man also staunend durch diese Ausstellung und entdeckt immer wieder Neues. Im Erdgeschoss gibt es einen allgemeinen Querschnitt zu sehen, im 1. Stock sind dann die Werke nach den Dozenten geordnet, ein Dankeschön für die Menschen, die Helga Aulitzky künstlerisch begleitet haben. Ein Dankeschön aber auch an alle Menschen, denen Helga Aulitzky in den vielen Kursen begegnet ist, denn es gab immmer viel Spaß, es entstanden Freundschaften und für Geselligkeit und Unterhaltung war auch immer gesorgt.

Rund 150 Exponate werden ab Freitag zu sehen sein, im Album bekommen wir heute dann schon mal einen kleinen Überblick. Ich kann nur sagen, ein Besuch lohnt sich, geöffnet ist die Ausstellung dann jeweils am Freitag von 14.00 bis 17.00 Uhr und am Samstag/Sonntag jeweils von 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

am "Kleinen Kiel" in Kiel

Im Album werfen wir dann auch noch mal kurz einen Blick nach Kiel, wo ja gefühlt die ganze Innenstadt nur eine einzige Großbaustelle ist. Aber es geht immerhin sichtbar voran in dem neuen Quartier „Am Bootshafen“. Dort wo einst das C&A Gebäude bzw. die Markhalle war entstehen Wohn- und Geschäftsräume sowie Hotel- und Apartmentgebäude, dort werden auf circa 25.000 m² rund100 Wohneinheiten, 90 Appartements und 150 Hotelzimmer errichtet. Mit der Fertigstellung wird im Sommer 2019 gerechnet.

 

Dafür verkümmert die Holstenstraße eigentlich immer mehr, hohe Leerstände und laufender Mieterwechsel tragen nicht gerade zur Attraktivität dieser einst so beliebten Einkaufsstraße bei, an vielen Läden springt einem das Schild „Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe“ in die Augen.

 

Aber warten wir einmal ab, wenn das Leben rund um den "Kleinen Kiel“ wieder erwacht, dann wird das dort sicherlich ein schöner Ort zum Verweilen.

 

So, das war es für den Mittwoch – ich schaue mal eben aus dem Fenster…. Nebel über der Ostsee, aber immerhin 9,4 Grad warm, ist also schon knapp vor Frühling.

 

Wir lesen uns am Freitagabend wieder mit dem Fast-Livebericht von der Vernissage, bis dahin sage ich Tschüss

Euer Ostsee-Peter

 

 

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