August 2020
Blick vom Ehrenmal auf Laboe
Winter
Herbst
Sommer
Frühling


Hallo und herzlich Willkommen in meinem News Archiv.



August 2020

Montag, 03. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

der August fing so an wie man sich den Sommer vorstellt. Schön kuschelig warm, der Strand gut gefüllt und sämtliche Strandkörbe in Laboe waren ausgebucht. Meine Freundin und ehemalige Tauschringfrau Doris aus Buchholz war ja am vergangenen Wochenende zu Besuch, auf unserem Programm standen SBS, was so viel bedeutet wie „Schlemmen im MoccaFee – Bewegen, zu Fuß nach Möltenort, zurück mit dem Fahrrad – Schlemmen im Rhodos. Und auch am Sonntag gabs noch eine schöne Runde durch den Naturerlebnisraum Richtung Neustein.

 

Die nächste Tauschringfrau hat sich auch schon angesagt für ein paar Tage Urlaub in Laboe, der Tauschring in Buchholz agiert ja nach wie vor seit über 15 Jahren sehr erfolgreich um Menschen zusammenzuführen, die sich gegenseitig helfen können. Das ganz besondere daran finde ich aber, dass die damals entstandenen Freundschaften auch 15 Jahre später immer noch bestehen. All die Jahre die ich jetzt schon in Laboe lebe ist der Kontakt nie abgebrochen und das macht meines Erachtens eben echte Freundschaften aus.

 

Doris war ja auch schon oft in Laboe, ist aber noch nie den Fördewanderweg entlang gewandert und das wollte sie dann nun am Samstag einmal machen. Ich dazu nur: Fördewanderweg zu Fuß nach Möltenort am Wochenende? Kommt Selbstmord gleich. Da sind gefühlt tausende von Fahrradfahrern die die Tour de France dort austragen, wer nicht bei 3 auf den Bäumen ist wird umgefahren, dass macht am Wochenende wirklich keinen Spaß. Hatte dann aber als Kompromiss vorgeschlagen, wir könnten ja mal bis zum „Rahmen“ gehen und dann sieht sie selber was ich meine.

 

Aber nun kommt’s. Natürlich waren Fahrradfahrer unterwegs, aber nur sehr wenige und nicht alle dicht hintereinander auf Wettfahrt um das gelbe Trikot. Kein Dauergeklingel dass man laufend auf Seite springen muss, es war absolut entspannt wie sonst nur in der Woche außerhalb der Saison. Weiblicher Kommentar: Ha, das Männer immer so maßlos übertreiben müssen, nun laufen wir aber auch weiter bis in den nächsten Ort. Gesagt, getan.

 

Auch der Strand von Möltenort war voll, aber das war bei dem Wetter auch nicht anders zu erwarten, in Laboe sah es ja nicht anders aus. Auch das U-Boot-Ehrenmal haben wir besucht, dass empfand Doris dann wesentlich bedrückender als das Ehrenmal in Laboe. Das mag sicherlich daran liegen, dass es in Laboe ja sehr weitläufig und luftig ist, während man in Möltenort an den 115 Gedenktafeln vorbei ja wirklich einen engen Gang entlangläuft. Und hinter jedem der fast 30.000 Namen der gefallenen U-Boot Fahrer aus den beiden Weltkriegen verbirgt sich ja ein völlig sinnloser Tod der meist sehr jungen Menschen.

 

Auf dem Rückweg hat es dann diesmal geklappt mit den Fahrrädern der Sprotten-Flotte, es waren genügend vorhanden und so sind wir dann ganz entspannt zurück nach Laboe geradelt. Hat von der Ausleihstation auf dem Anleger in Möltenort bis Laboe Hafen genau 17 Minuten und 58 Sekunden gedauert, war also sogar noch kostenlos, denn bis zum Jahresende sind die ersten 30 Minuten Ausleihe noch umsonst. Oder fast, denn zu Hause angekommen haben wir dann nochmal einen Blick auf die App geworfen und festgestellt, dass bei meinem Rad die Uhr munter weiter tickte obwohl das Rad doch ordnungsgemäß abgestellt war.

 

Daher hieß es erstmal, im leicht erhöhten Schritttempo wieder zurück zum Hafen zu eilen und siehe da, das Schloss an meinem Fahrrad war nicht richtig eingerastet sodass die Uhr weiter tickte. Naja, 1 € hat das gekostet, nicht der Rede wert für zwei Räder und eine schöne Fahrrad-Tour, aber wieder was dazugelernt. 

 

Dann fuhr am Samstag das erste Kreuzfahrtschiff an Laboe vorbei, es war die „Hanseatic inspiration“ von Hapag Lloyd auf dem Weg nach Kopenhagen. Es ist ein Expeditionsschiff der Polarklasse 6, Baujahr 2019, 139 Meter lang, 22,3 Meter breit und bietet Platz für 230 Passagiere. Da würde ich sofort einmal mitfahren, leider ist mein Konto anderer Meinung, aber das sollten eigentlich die Kreuzfahrten der Zukunft sein und nicht die schwimmenden Plattenbauten für 5.000 und mehr Passagiere.

 

Am heutigen Montagabend startet ab Kiel nach vielen Vorbereitungen übrigens „Mein Schiff 1“ zu einer Kurzreise nach Oslo, geplante Abfahrt in Kiel ist um 21:30 Uhr, Laboe also gegen 22:00 Uhr. In Oslo wird „Mein Schiff 1“ aus technischen Gründen eine Stunde festmachen, ein Landgang für die Passagiere ist aber nicht geplant.

 

Es geht also so ganz langsam wieder los mit den Kreuzfahrtschiffen. Wie weit das unter den Coronabedingungen und noch ohne Landgang Spaß macht muss jeder für sich selber entscheiden. Im Gegensatz zu unseren Urlaubern hat man als Einheimischer die letzten Jahre ja kaum noch hochgeschaut wenn ein Kreuzfahrtschiff vorbei fuhr, heute Abend ist aber die Kamera im Anschlag, so ändern sich die Zeiten.

 

Sehr erfolgreich war am Sonntag auch der Bücherflohmarkt neben dem AWO Haus. Bei ersten Bild dass ich kurz nach der Eröffnung gemacht hatte war es noch recht ruhig, aber dann füllte es sich doch recht schnell. Schnutenpullis hatte fast jeder auf, Händedesinfektion war Pflicht, Kaffee und Kuchen gab es freiwillig. Und natürlich eine große Auswahl an Büchern. Die Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Heidemarie Kuhn war jedenfalls sehr zufrieden mit dem Nachmittag und auch dieser Bücherflohmarkt war ja wieder ein kleiner Schritt zurück in die Normalität.

 

Nach dem Bücherflohmarkt ist vor dem Bücherflohmarkt, die Gemeindebücherei veranstaltet am Samstag, den 29. August ebenfalls einen Flohmarkt, ich werde noch einmal rechtzeitig darauf hinweisen.

 

So, das war es für den Start in die Woche und in den August. Bis Dienstag zeigt die Wettervorhersage noch ein paar Wolken über Laboe an aber dann geht das richtig los mit dem Sommer.

 

Weiterhin eine schöne Zeit, ich sage Tschüss bis Mittwoch.

 

Euer Ostsee-Peter



Verliebt in Laboe ...

Mittwoch, 05. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

berichten möchte ich heute von zwei Ereignissen aus Laboe, einem schönen und einem leider nicht so schönem.

 

Fangen wir mal mit dem Erfreulichen an. Denn Montagabend erschien das erste große Kreuzfahrtschiff vor Laboe, es war „Mein Schiff 1“ auf dem Weg nach Oslo. Und das lockte dann am Abend noch viele „Sehleute“ an den Strand.

 

Der Neubau wurde 2018 in Dienst gestellt und auf der Meyer-Werft in Turku gebaut. Das Schiff ist 317 Meter lang, 35,8 Meter breit und bietet Platz für 2.894 Passagiere plus ca. 1.000 Besatzungsmitglieder. Gekostet hat das Schiff rund 625 Millionen US-Dollar.

 

Und so kam alles zusammen – ein herrlicher Sonnenuntergang in ganz verschiedenen Farben mit Kreuzfahrtschiff im Hintergrund. Das, was die vergangenen Jahre völlig normal und fast alltäglich war, ist in Corona-Zeiten auf jeden Fall einen Abendspaziergang zum Strand wert. Einfach ein herrlicher Anblick.

 

Und „Anblick“ ist auch das nächste Thema das mich im Moment sehr bewegt. Denn das, was man jetzt an der Promenade zwischen Schwimmhalle und U-Boot sehen muss sprengt glaube ich alles bisher Dagewesene in diesem Bereich. Es geht um den Strandzaun. Man muss sich das einmal vorstellen: Laboe ist ein Ostsee-Urlaubsort, nach wie vor besuchen jedes Jahr tausende von Besuchern das U-Boot und das Ehrenmal, jetzt auch noch positiv aufgewertet in dem Bereich Birkenweg durch Zantopp´s. Und dann sowas. Ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen, da sagen die ganz aktuellen Fotos mehr als 1000 Worte.

 

Das ist in meinen Augen kein unschöner Anblick mehr, das ist einfach nur noch grauenhaft. Denn dieses Problem ist ja nicht neu, und dank meines recht umfangreichen Privatarchives können wir sehen, dass bereits im Jahr 2012 diese Angelegenheit auf der Agenda der Gemeindevertretung stand. Bedeutet, schon zu dem Zeitpunkt war der Strandzaun dermaßen rott, dass seinerzeit verschiedene Vorschläge erarbeitet und öffentlich vorgestellt wurden, um den Bereich zwischen MWSH und U-Boot wieder aufzuwerten.

 

So gab es vor Ort Vorschläge mit einem Zaun im eleganten weiß, der natürlich gegen Graffiti und Schmierereien durch eine besondere Oberfläche geschützt war. Ein anderer Vorschlag war – Zäune ganz weg und eine entsprechende Bepflanzung vornehmen wie in anderen Urlaubsorten an den Küsten auch. Die Pflanzen wären jetzt nach 8 Jahren sicherlich auch schon schön dicht zusammengewachsen. Oder zumindest die Holzzäune in neue Halterungen setzen und von oben mittels Alu-Profile wasserdicht abschließen damit sie nicht so schnell verrotten.


Aber was wurde entschieden in den vergangenen 8 Jahren?? NICHTS! Außer Flickkram, mal hier mal da ein neues Element wo es gar nicht mehr geht, immer in einer anderen Farbe, wo ein neues Zaunelement nicht verfügbar ist wird auch schon mal eine Platte vorgenagelt, was für ein Horror-Anblick an der ganzen Promenade. 


An dieser Stelle darf natürlich das Argument nicht fehlen: „Aber dafür hat Laboe ja eine Schwimmhalle - die in den 8 Jahren rund 5 Millionen Euro Verlust eingefahren hat für seine 5.000 Einwohner.“ Sehr richtig, für das Geld hätte Laboe einen vergoldeten Zaun hinstellen und die Promenade mit Mosaik pflastern lassen können.

 

Nun kann man sich natürlich fragen, wieso haut der Bürgermeister nicht einfach mal auf den Tisch und ordnet an, dass ein neuer Zaun da hingestellt wird? Kann er leider nicht, denn er kann nur im Auftrage der Gemeindevertretung handeln die ihm dazu einen entsprechenden Auftrag erteilen muss. Und genau diese Gemeindevertretung wurschtelt nun seit 8 Jahren mit diesem Thema vor sich hin. Das Ergebnis wird uns allen jetzt glasklar vor Augen geführt.

 

Ich werde jetzt sicherlich von einigen Gemeindevertretern wieder die eine oder andere nette und sachliche Mail bekommen mit dem Inhalt: Lieber Peter, unsere Fraktion hat ja schon immer für eine entsprechende Lösung gestimmt, aber die anderen......

 

Und das ist so ein typisches Problem in Laboe, in den Nachbargemeinden spricht man immer gerne von den "Laboer Verhältnissen". Es wird geredet und geredet, selbst wenn ein Problem kurz vor dem Abschluss steht wird es noch einmal zurück in die Ausschüsse verwiesen. Da hat sich seit 100 Jahren nicht viel geändert in Laboe wie man in unserem Rathaus-Archiv nachlesen kann.

 

Jeder gegen jeden – Oberdorf gegen Unterdorf, früher sind die verschiedenen Parteien mit Schaufeln und Forken aufeinander losgegangen und bei Meinungsverschiedenheiten in den Sitzungen flogen auch schon mal die Fäuste und der eine oder andere Gemeindevertreter kam mit einem blauen Auge nach Hause. Aber es wurde immerhin etwas entschieden. Das alles ist urkundlich festgehalten.

 

So ist es zum Glück heute ja nicht mehr, aber alle gegeneinander statt miteinander ist auch heute leider noch eher der Normalzustand. Dabei geht es doch um die Büger und unseren schönen Ort. Wobei sich die Sacharbeit innerhalb der GV in letzter Zeit zum Glück sehr gebessert hat, seit Heiko Voß als Bürgermeister das Ruder übernommen hat.

 

Das ändert aber nun nichts an der Tatsache, dass es auf der vielbegangenen Promenade aussieht wie zu DDR-Zeiten in schlimmster Form. Wir hatten in diesem Jahr so viel Zeit bevor der Tourismus wieder langsam angelaufen ist, heute stehen wir vor dem Trümmerhaufen. Kein Geld für Investitionen, hohe Verschuldung des Ortes, Corona und natürlich trägt die Schwimmhalle einen ganz großen Anteil an diesem Desaster.

 

Aber liebe Gemeindevertreter – ihr alle gemeinsam hattet jetzt 8 Jahre Zeit um nach einer machbaren Lösung für den Strandzaun zu suchen. Zum Wohle für uns Einwohner und unsere Gäste. Aber wo können die Laboer und ihre Besucher das Ergebnis Eurer Arbeit zu diesem Thema sehen? Vielleicht wäre ja ein Spaziergang in die Nachbarorte Stein oder Möltenort ganz hilfreich, um sich einmal persönlich anzuschauen, wie schön die Promenaden dort aussehen.

 

Aber klar, die haben ja auch keine Schwimmhalle – ich kann das bald schon nicht mehr hören. Und trotzdem reißt sich Laboe mit allen verfügbaren Mitteln darum, wieder eine Schwimmhalle irgendwo im Ort zu bauen, statt das mal den anderen Umlandgemeinden zu überlassen die sich auch beworben hatten. Muss ich aber wohl auch nicht verstehen.

 

Nun bleibt nur zu hoffen, dass zumindest die teils völlig zusammengebrochenen Zaunteile schnellstens entfernt werden.  Im Moment sind ja noch keine Stürme zu erwarten, dann muss das auch mal ein paar Wochen ohne Zaun gehen. Alles ist besser als der momentane Zustand! Aber das ist eben nur meine ganz persönliche und bescheidene Ansicht als Bürger von Laboe, dem sein Ort sehr am Herzen liegt.

 

So, das war es für den Mittwoch. Wir lesen uns am Freitag wieder, genießen wir den schönen Sommer, der jetzt endlich auch Norddeutschland erreicht hat.

 

Bis dahin sage ich Tschüss

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 07. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

heute sind die News einmal länger, da ich mir in der nächsten Woche auch einmal eine kleine Auszeit gönne. Dazu am Schluss mehr. Zunächst einmal melde ich gehorsamst: Der Sommer hat den Norden erreicht und auch hier klettert jetzt das Thermometer locker auf über 30 Grad. Wie gut, dass wir in Laboe rein zufällig gleich die Ostsee vor der Tür haben.

 

Und so ist der Strand im Moment mehr als gut besucht. Aber das was ich dort teilweise sehen muss stimmt mich dann doch sehr nachdenklich in diesen Corona-Zeiten. Nochmal zur Erinnerung – das ist dieser kleine unsichtbare Virus der weltweit schon über 700.000 Menschen das Leben gekostet hat.

 

Die AHA Regeln hat wohl mittlerweile jeder bei sich einprogrammiert, aber in Urlaubszeiten vergessen manche Leute die Regeln anscheinend schon einmal ganz schnell. Und das sehen wir eben dann auch ganz speziell an den Wochenenden am Strand und auf der Promenade in Laboe.

 

Die Bilder die ich am Donnerstag und Freitag am Strand gemacht habe sollen einfach einmal wieder an diese Problematik erinnern. Einerseits gibt es Strandabschnitte die übervoll sind, während an anderen Stellen noch ganz viel Platz vorhanden ist. Natürlich würde man auch im größten Gedränge meist den Mindestabstand von 1,50 Metern vorfinden, ich lieg ja zu normalen Zeiten auch nicht direkt auf dem Handtuch meines Nachbarn. Aber ansonsten liegen die Menschen eben an manchen Stellen dicht an dicht und müssen ja auch immer ganz eng aneinander vorbei in dem Gedränge und da hat niemand eine Maske auf.

 

Wie gesagt, es sind ja nach wie vor genügend freie Strandabschnitte in Laboe vorhanden, nur das müsste dann eben  von den „Strandwächtern“, die in diesem Jahr eingestellt wurden, auch entsprechend koordiniert werden in dem man die Menschen entsprechend umleitet. Einige Ostseebadeorte machen das ganz modern per App, aber eine freundliche Ansprache halte ich persönlich für genau so gut.

 

Immerhin, für das kommende Wochenende hat Laboe sich gerüstet. Sollte es an einigen Strandabschnitten zu voll werden, können die Zugänge jetzt blitzschnell geschlossen werden. Auch Kontrollen finden an einigen Einlasspunkten statt, das habe ich heute auch das erste Mal gesehen. Das alles geht in die richtige Richtung um die Vernünftigen soweit wie möglich zu schützen. Schade eigentlich immer nur, dass durch ein paar unvernünftigen Zeitgenossen die Lockerungen teilweise wieder zurückgenommen werden müssen.

 

Schaut euch mal die Strandbilder an und dann kann jeder für sich selber entscheiden, ob er sich das Getümmel antun oder lieber etwas abseits liegen möchte. Das Wasser ist ja immer in greifbarer Nähe und 10 Meter weiter zu laufen ist doch kein Problem, oder? Aber wenn mir schon viele Einheimische erzählen, sie mögen ja im Moment gar nicht mehr an den Strand oder teilweise noch nicht mal ihren Jahresstrandkorb tagsüber benutzen, dann kann das einfach nicht richtig sein.

 

Aber kommen wir zu den schönen Dingen. Denn auf meinen Bericht vom Mittwoch über die total verrotteten Zäune an der Strandstraße waren die schlimmsten Elemente am Donnerstag sofort verschwunden. Selbstverständlich war das alles schon ganz lange geplant und wäre sowieso am Donnerstag erledigt worden, auch ohne meinen Bericht auf dieser Homepage (schmunzel). Aber Hauptsache, es tut sich was. Wer oder was dazu den Ausschlag gegeben hat ist letztendlich auch unwichtig. Im Moment ist das ohne die Zäune ein sehr schöner und freier Blick auf den Strand und das Wasser, aber bevor die Herbststürme kommen muss natürlich eine Lösung gefunden werden, wenn die Strandstraße nicht wirklich zur „Strand“-Straße werden soll. Aber nun muss ja was gemacht werden und das ist gut so.

 

Auf dem Wasser habe ich auch eine neue Sportart entdeckt, die mir bislang noch nicht aufgefallen war, ein noch recht junges Mädchen übte das „Wingsurfen“. Also nicht Wind sondern Wing. Das ist eine Art Drachen an dem man sich festhält, ohne Leinen und den man sogar einhändig steuern kann. Das Besondere daran ist auch, man braucht kein spezielles Surfbrett, sondern das geht genauso gut mit einem SUP, Snowboard und sogar mit einem Skateboard soll das möglich sein. Das Slingwing 2.0 gibt es in verschiedenen Größen zwischen 3,2 und 6,4 qm Segelfläche. Interessant, was es alles so gibt um sich auf dem Wasser fortzubewegen.

 

Interessant ist auch die neue Ausstellung im Freya-Frahm-Haus von Christin Karbaum, die am heutigen Freitag eröffnet wird. Die Künstlerin zeigt dort vom 07.08 bis 23.08.2020 ihre Arbeiten unter dem Titel „Holzschnitt“.

 

Christin Karbaum stammt aus der Schweiz, ist Absolventin der Kunsthochschule für Gestaltung in Basel und lebt und arbeitet heute in Westensee. Im Druckereimuseum in Rendsburg gibt sie auch regelmäßig Holzschnitt-Workshops. Das Druckverfahren mittels Holzschnitt ist ja ein sehr aufwändiges Verfahren und gerade bei den teils farbenkräftigen und mehrfarbigen Bildern die im Farbholzschnitt erstellt werden kann man nur erahnen, wieviel Arbeit hinter jedem Bild steckt. Denn für jede Farbe benötigt man einen eigenen Druckstock.

 

Aber wie entsteht nun solch ein Bild? Dazu Christin Karbaum: Nach der Idee für ein neues Bild erstellt sie eine kurze Skizze und legt die Farben fest bevor es an die Arbeit auf der Holzplatte geht, für die sie meist japanisches Lindenholz verwendet. Das Holz weist eine schöne Holzstruktur auf die später auch teilweise auf dem Papier noch sichtbar ist.

 

Auf dem Druckstock werden dann mit Schneidemessern die nicht druckenden Teile entfernt und die erhabenen Teile danach eingefärbt und abgedruckt. Und das bedeutet, dass man für jede Farbe einen eigenen Druckstock benötigt. Zum Drucken selber verwendet die Künstlerin meist Buchdruckfarben, aber auch wasserlösliche Farben um Transparenzeffekte zu erzeugen.

 

Gegliedert ist die Ausstellung in verschiedene Bereiche wie „Blumengarten“, „Sommerkleider“, „Musikalische Untermalung“ und einige andere Themen mehr.

 

Geöffnet ist die Ausstellung jeweils von Dienstag bis Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr, die Künstlerin ist zu diesen Zeiten anwesend und freut sich auf viele Besucher und schöne Gespräche. Der Eintritt ist wie immer frei, um eine kleine Spende für die Arbeit des Freya-Frahm-Hauses wird gebeten.

 

Am Dienstag, den 11.8. wird die Meerwasser-Schwimmhalle wieder geöffnet. Ich hatte ja vor ein paar Wochen schon einmal nach einem Gespräch mit Bürgermeister Heiko Voß über die Einschränkungen berichtet die jetzt auch so nach den Vorgaben der Landesregierung umgesetzt werden müssen. Maximal 35 Badegäste, Di und Do sind Ruhetage, keine Rutsche, kein Babybecken, kein Zugang zur Empore, Abstand halten usw. Leider konnte ich die Hinweise schlecht fotografieren weil das so spiegelt, aber wer die Schwimmhalle ab 11.8. nutzen möchte informiert sich am besten direkt vor Ort über die Einschränkungen.

 

Auch im Lachmöwentheater geht es ab 28. August weiter mit einer Tragik-Komödie in Form eines Monologs. Der Kartenvorverkauf im Internet hat begonnen, näheres zu dem Stück „Scheit mi een bäten dod“ und der Aufführung mit Corona-Einschränkungen findet man HIER. Hauptsache, es geht ersteinmal weiter und da drücke ich dem Ensemble der Lachmöwen ganz doll die Daumen - toi, toi, toi.

 

Ab dem 13.08. werden am Strand von Laboe die 18. Deutschen Meisterschaften im Beach-Volleyball in der Gruppe U19 ausgetragen. Die Finalspiele finden dann am Sonntag, den 16.08. statt. Aber Zuschauen geht in diesem Jahr leider nicht live sondern nur digital. Neben den Teams und Betreuern, dem Orga-Team und einzelnen Pressevertretern, sind auf dem Wettkampfgelände in diesem Jahr keine weiteren Personen erlaubt. Es gilt nichts zu riskieren und die Vorgaben zu beachten.

 

So, das war es für diese Woche. Auch ich verabschiede mich einmal für eine Woche in den Urlaub nach La Boe, ich bekomme Besuch um den ich mich natürlich kümmern möchte. Bügelwäsche habe ich schon mal bereitgestellt ..... Aber meine Kamera ist natürlich trotzdem immer dabei wenn wir unterwegs sind. Denn wie sagte Goethe doch schon so schön: „Warum in die Ferne schweifen, sieh, das Gute liegt so nah!“

 

Und ab 17. August ist dann auch Enkel Jannis für eine Woche beim Opa. Mit Jannis zusammen werden wir dann einmal die verschiedenen Aktionen der Urlaubskirche ausprobieren über die ich dann berichten werde. Auch bei einer Führung mit Dipl. Geografin Susanne Hörger-Ahlers durch den Naturerlebnisraum werden wir dabei sein, das habe ich in diesem Jahr auch noch nicht mitgemacht. Also immer was los hier im Appartement und ich freue mich schon sehr auf das bunte Treiben.

 

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein schönes Wochenende und eine sonnige neue Woche. Man liest sich.

 

Euer Ostsee-Peter

Freitag, 14. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

etwas früher als geplant wieder online, aber es gibt so viel zu berichten aus Laboe und da ab Montag mein Enkel Jannis eine Woche Urlaub in Laboe macht, wird es auch da knapp mit meiner Zeit.

 

Durch meinen Besuch stand natürlich auch einmal wieder der Besuch des Marine-Ehrenmals auf dem Programm, das war übrigens vormittags alles recht entspannt. Erstaunlich aber dann die Veränderungen am Strand. Wenn ihr jetzt ganz nach oben hochscrollt seht ihr das Bild vom Ehrenmal, dass ich im April 2013 aufgenommen habe.

 

Und dann schaut Euch mal das Foto von August 2020 an und da kann man dann sehr schön sehen, wie sich der Strandbereich zwischen U-Boot und Schwimmhalle verändert hat in den 7 Jahren und der Strand immer weniger wird. Und da ich mindestens einmal im Jahr ein Foto oben vom Ehrenmal aus mache, ergibt das irgendwann einmal eine sehr interessante Bildserie.

 

Nächstes Thema über das ich etwas ausführlicher berichten möchte ist das neue Stück im Lachmöwen-Theater mit dem Titel „Scheit mi een bäten dod!" von Rudolf Korf. Und mit diesem Stück werden wir im Lachmöwen-Theater etwas zu sehen bekommen, dass es so bisher noch nicht gegeben hat.

 

Nachdem das letzte Stück „Fro Pieper lävt gefährlich“ ja mitten in der Spielzeit wegen Corona abgebrochen werden musste, wagt das Lachmöwen-Theater jetzt einen vorsichtigen Neuanfang. In vielen Bereichen sind ja Lockerungen eingetreten bei öffentlichen Veranstaltungen, nur die Kulturszene befindet sich praktisch immer noch in einem Lock-down und alle Künstler, Regisseure, Veranstaltungsmanager haben bislang praktisch keinerlei Zukunftsperspektiven von Seiten der Regierung erhalten.

 

Die Kosten für die Kinos und Theater uam. laufen kontinuierlich weiter, aber für die Menschen die in diesem großen Bereich tätig sind und die uns Jahr für Jahr auf ganz vielfältige Weise erfreuen, sei es vor oder hinter der Bühne, sind plötzlich sämtliche Einnahmen ausgefallen. Ob Regisseur, Schauspieler, Bühnenarbeiter oder Filmvorführer, um mal ein paar Beispiele zu nennen, sie standen von heute auf morgen vor dem Nichts und irgendwann sind nun mal alle Rücklagen aufgebraucht.

 

Auch das kleine Lachmöwen-Theater mit seinen so engagierten Menschen traf Corona wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die große Frage lautete ja: Wie kann es weitergehen? Was können wir trotz aller Einschränkungen machen, um unser Publikum wieder zu erfreuen? Komödie mit vielen Schauspielern auf der Bühne und ausverkauften Vorstellungen, das ist im Moment noch undenkbar.

 

Wir müssen uns breiter aufstellen, so Theaterleiter Jan Steffen. Wir müssen neue Wege beschreiten, wie z.B. schon in dem Stück „Gode Geister“, das wie alle anderen Stücke ein großer Erfolg wurde, obwohl es von den bisher gezeigten Stücken im Stil des Bauerntheaters völlig abwich.

 

Und so ist es auch diesmal, allerdings eingezwängt in das enge Korsett der Corona-Regeln. Es wird ein Solostück mit dem Schauspieler Christian Becker, ein Monolog in dem es darum geht, welchen Sinn das Leben überhaupt noch hat, nachdem der kleine, stets frustrierte Angestellte plötzlich seine Kündigung erhalten hat. Sein einziger Gesprächspartner ist sein Goldfisch, dem er dann auch seine Kündigung vorliest. Aber nicht nur das, er teilt seinem Goldfisch auch mit, dass er sich das Leben nehmen will, diverse Dinge wie Tabletten, Seil, Messer und Pistole und andere Utensilien dazu hat er sich schon in der Stadt besorgt.

 

Doch dann kommen ihm Zweifel..... wem soll er seinen bescheidenen Nachlass vererben? Der Verwandtschaft, damit die sich darum prügelt? Eine kuriose Wende in dem Stück gibt es dann, als der Goldfisch plötzlich einen Vorschlag macht.

 

Und so können wir uns schon einmal darauf einstellen, dass wir wütende, traurige und verzweifelte Töne eines Menschen hören werden, der sich vom Staat und seinen Mitmenschen alleingelassen fühlt in der heutigen Zeit. Bei den Gedanken des einfachen Angestellten kommen aber auch skurrile Momente nicht zu kurz und es darf natürlich auch herzhaft gelacht werden. Es geht darum, einen Blick auf die Gesellschaft von Heute zu werfen. Moral, Tugenden, gute Vorsätze ja oder nein, Hilfsbereitschaft, Miteinander oder Egoismus, das alles wird in diesem kurzweiligen Stück die Zuschauer mit auf eine Gedankenreise nehmen, die durchaus nachdenklich aber auch fröhlich stimmen wird.

 

Und nun kommt das Besondere an dem Lachmöwen-Stück und seinem Regisseur Stephan Greve, der ja schon bei einigen Stücken der Lachmöwen Regie geführt hat. Denn es wird auch immer mal das aktuelle Tagesgeschehen in den Monolog mit einfließen. Warum bekommt die Lufthansa Millionen vom Staat während der kleine Mann oft durch das soziale Raster fällt? Üppige finanzielle Hilfen für Konzerne einerseits, Kunst und Kultur welche die Menschen erfreuen und fröhlich stimmen, werden so gut wie nicht bedacht. Geprobt wird übrigens seit 4 Wochen täglich 4 Stunden, ein hartes Stück Arbeit.

 

Freuen wir uns also auf einen unterhaltsamen Abend im Lachmöwen-Theater. Noch etwas zur Durchführung unter Corona-Bedingungen. Zunächst einmal sind 10 Vorstellungen geplant, der Startschuss fällt am 28. August 2020 mit einer öffentlichen Generalprobe. Statt der sonst fast immer ausverkauften 148 Plätze wird es jetzt nur 45 Sitzplätze geben, jeweils mit großem Abstand zueinander. Speisen werden nicht angeboten, aber auf jeden Fall Getränke. Gespielt wird zunächst einmal bis zum 25.9.2020, freie Sitzplätze die man sich selber aussuchen kann bucht man ganz bequem online  HIER oder telefonisch unter: 04343 4946-440

 

Dann noch eine ganz große Bitte an alle Laboerinnen und Laboer, aber natürlich auch an alle Urlauber, Gäste und die zahlreichen Lachmöwen-Fans. Ich glaube, wir alle haben „unser“ Lachmöwen-Theater ganz fest ins Herz geschlossen. Laboe besteht ja nicht nur aus U-Boot und Ehrenmal, auch das Lachmöwen-Theater, das mit ganz viel Herzblut betrieben wird, gehört dazu. Dieses kleine Theater hat schon so viele Menschen zum Lachen gebracht, so viel Freude bereitet, nun können wir uns alle einmal bedanken, in dem wir Karten für das neue Stück kaufen. Denn nur so kann das Theater überleben und vorsichtig in die Zukunft planen. Geld ist natürlich das eine, aber gerade auch der Rückhalt der vielen Lachmöwen-Fans gibt dem gesamten Ensemble enorme Kraft für ein Weitermachen.

 

Also Leute, kauft Karten für das neue Stück. Versuchen wir, aus 10 Vorstellungen 20 zu machen. Tun wir alles, um „unser“ Lachmöwen-Theater in Laboe zu erhalten. Ich danke Euch.

 

Ein anderes Thema: An diesem Wochenende finden ja in Laboe die 18. Meisterschaften im Beach-Volleyball U19 am Strand zwischen Lesehalle und Schwimmhalle statt. Nach 17 Jahren in Kiel-Schilksee finden die Meisterschaften in diesem Jahr zum ersten Mal in Laboe statt. Unser Strand bietet optimale Bedingungen für eine solche Veranstaltung und hätte auch vielen Zuschauern Platz geboten. Aber nun haben wir Corona.

 

Ausgerichtet wird das Event vom Schleswig-Holsteinischen Volleyball-Verband (SHVV) und dem VC Olympia Kiel. Die sonst üblichen Tribünen mussten leider aufgrund der aktuellen Corona-Situation entfallen und auch Zuschauer sind auf dem Wettkampfgelände nicht erlaubt. Einzig den Teams mit einem Betreuer darf der Zutritt gewährt werden.

 

Das Wettkampfgelände wurde gemäß den geltenden Vorschriften und Verfügungen durch Bauzäune mit Sichtschutz von dem restlichen Strandbereich abgetrennt um Gruppenbildungen zu vermeiden. Also keine Zuschauer, dafür werden die Wettkämpfe aber live als Stream auf https://sportdeutschland.tv/ übertragen. So viel zur Theorie.

 

Denn praktisch sieht es jetzt so aus, dass die Promenade nicht mit Sichtschutz versehen wurde, weil sie nicht zum Wettkampfgelände gehört. Wer also jetzt auf der Promenade zwischen MWSH und alter Lesehalle vorbeigeht muss an vielen Zuschauern vorbei, die dicht gedrängt das Spielgeschehen verfolgen. Das mag rechtlich völlig in Ordnung sein, verursacht aber bei mir aber ein ungutes Gefühl in der Magengegend.

 

Denn statt die Zuschauer sich rings um das Gelände gleichmäßig verteilen könnten, drängen sich jetzt die Menschen und Fans natürlich dicht an dicht in diesem kleinen und eh schon sehr engen Bereich. Unterwegs an dieser Stelle sind natürlich auch Fußgänger teils mit Gehwagen, Rollstühlen, Kinder- und Bollerwagen oder geschobenen Fahrrädern aus beiden Richtungen. Was da wohl erst am Wochenende los sein wird????

 

Einerseits finde ich es sehr schön, dass es auch wieder Sportveranstaltungen wie diese Meisterschaften stattfinden können, andererseits habe ich ein sehr komisches Gefühl dabei, wenn so viele Menschen dicht an dicht und ohne Maske dort zusammenstehen und ihre Mannschaften teils lautstark anfeuern. Auch wenn die Gesetze und Verordnungen klar definiert und umgesetzt wurden für diese Veranstaltung, bleibt die Geschichte mit den Zuschauern an der Promenade etwas nebulös in meinen Augen. Aber das ist halt nur meine ganz persönliche Meinung. 


Was es sonst noch alles so zu sehen gab in den letzten Tagen sehen wir dann nachstehend oder etwas größer im Fotoalbum. Viel Spaß beim Bilder anschauen.

 

Ich sage dann Tschüss bis Montag, dann mit Assistent Jannis, ich freue mich schon auf den jungen Mann.

 

Alles Liebe und bleibt gesund.

Euer Ostsee-Peter

Montag, den 17. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

einige meiner Leserinnen und Leser haben es sicherlich mitbekommen, ich hatte schon am vergangenen Freitag wieder mit den NEWS begonnen, es gab einfach zu viel zu berichten aus unserem schönen Laboe und natürlich entsprechend viele Fotos dazu. Wer das noch nicht gelesen hat, zu finden unter dem 14. August im NEWS-Archiv.

 

Ab heute macht ja nun mein Enkel Jannis eine Woche Urlaub in Laboe, wir Männer werden das schon rocken. Kulinarisch stellt mich das zum Glück nicht vor allzu große Herausforderungen, Pizza, Pommes, Nudeln, für mich mal einen Salat, Eis zum Nachtisch, ich denke mal, wir beide haben gute Überlebenschancen.

 

Wie war´s am Wochenende in Laboe? Nun, im Promenadenbereich durch die Volleyballmeisterschaften teilweise sehr voll, diesen Bereich habe ich dann auch gemieden, soviel Nähe zu wildfremden Menschen die da dicht an dicht stehen ohne Gesichtsmaske oder die sich eng aneinander vorbeizwängen müssen, das muss ich mir ja nicht freiwillig antun.

 

Aber ansonsten merkt man, dass in einigen Bundesländern die Schulferien vorbei sind, am Strand war es dann auch recht entspannt und es gab überall noch ein freies Plätzchen.

 

Dann ist es mir ja nun endlich mal gelungen, das neue Förde-Schiff GAARDEN vor meine Kamera-Linse zu bekommen. So im Original sieht das Schiff schon recht futuristisch aus, wenn es auf einen zukommt. Das Besondere ist aber der PlugIn-Hybridantrieb. So kann die GAARDEN im Kieler Hafen vollständig mit Batterieantrieb fahren und auf der Förde kommen dann 2 Antriebsmotoren mit Gas-to-Liquids-Technik zum Einsatz. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 11 Knoten, das sind etwas über 20 Km/h und insgesamt kann das neue Schiff 300 Passagiere und 40 Fahrräder transportieren.

 

Dass nun auch die Rampen hydraulisch ein- und ausgefahren werden ist ja auch ein gewaltiger Fortschritt, da war bis lang ja immer eine Menge Handarbeit notwendig. Rund 4 Millionen Euro hat das Schiff gekostet, eine gute Investition in die Zukunft, wenn es um umweltfreundliche Beförderung auf der Kieler Förde geht. Die rein elektrisch betriebene Schwentine-Fähre „Düsternbrook“ ist das nächste Schiff für Kiel, dass gerade in den Niederlanden gebaut wird und im Dezember seinen Dienst aufnehmen soll.

 

Ansonsten verlief der erste Tag mit Jannis erwartungsgemäß – Fischbrötchen essen – das hat er von seiner Mutter und meiner Tochter Jenny, dann an den Strand und schwimmen gehen. Das volle Urlaubsprogramm also.

 

Das war es für den Montag, ich wünsche eine schöne Woche und sage Tschüss bis Mittwoch.

 

Euer Ostsee-Peter

Mittwoch, 19. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

die News kommen heute reichlich verspätet, nun merke ich erstmal, wie stressig Urlaub ist......

 

Am Strand liegen, in der Ostsee baden, abends mit Freunden lecker essen gehen im La Dolce Vita, danach dann noch tolle Rock und Reggae-Musik in der Musikmuschel mit „Leo in the Lioncage“ und plötzlich ist es 22 Uhr und mit den NEWS habe ich noch gar nicht angefangen.....

 

Aber schön ist es und das macht eben auch ganz viel Spaß mit meinem Enkel Jannis, wobei ich die meiste Zeit damit beschäftigt bin, genügend Verpflegung für den jungen Mann herbeizuschaffen, ist ja unglaublich was der so den Tag über verdrückt. Schaut mich an, der futtert mir im wahsten Sinne die Haare vom Kopf..... Aber schön wenn es ihm schmeckt und Seeluft macht bekanntlich hungring.

 

Aus Kiel heute mal zwei Bilder vom neuen Holsten-Fleet, da wurde ja mittlerweile das Wasser eingelassen, ich denke mal, das wird mal ganz schick und lädt später dann zum Verweilen ein. Jannis und ich mussten Dienstag noch einmal nach Kiel, aber ob Sophiencenter oder Holstenstraße, überall gibt es Leerstände von Läden und gerade die Holstenstraße hat weder Flair noch lädt sie zum Bummeln ein. Aber da mussten wir halt einmal quer durch.

 

Anders dagegen die Holtenauerstraße mit ihren kleinen und netten Läden und wo die Bummelzone überdacht ist, das hat wenigstens Schick und wer von unseren Urlaubern einmal in Kiel bummeln gehen will, dem empfehle ich die „Holtenauer“.

 

Ein nettes Bild ist heute dabei, wie Jannis die Color-Fantasy begrüßt. Im Wasser und es sieht so aus, als stünde er nur 3 Meter entfernt von dem großen Schiff. Es zeigt aber auch, wie weit man vom Strand aus hinauslaufen kann bis kurz vor die Fahrrinne durch die zunehmende Versandung vor Laboe. Wer also schwimmen möchte, sollte sich Richtung Hafen begeben, dort ist es dann schneller tiefer.

 

Donnerstag haben meine Freunde aus Bayern mit ihren Kindern und Jannis einen besonderen Ausflug vor, schauen wir mal ob das klappt, dann werde ich Freitag darüber berichten. Es geht um eine besondere Attraktion für Kids hier in der Nähe, gibt es wohl schon länger, aber ich kann da jetzt noch nichts verraten falls Jannis mitliest......

 

Aber ich stelle diese Woche fest – Urlaub in Laboe ist cool. In diesem Sinne allen Urlaubern weiterhin eine schöne Zeit in Laboe, wir lesen uns am Freitag wieder.

 

Bis dahin sage ich Tschüss  

Euer Ostsee-Peter


Freitag, 21. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

heute ist seit Wochen wieder einmal ein „Natur-Tag“, es regnet ganz leicht. Da freuen sich natürlich die Bäume und Pflanzen und wir Menschen können uns auch nicht beschweren, schließlich hatten wir die letzten Wochen ein Traumwetterchen hier an der Küste.

 

Das Thema des Tages betrifft heute speziell Urlauber mit Kindern und es geht um einen Ausflug, den ich gestern mit meinen Freunden Sabrina und Maik und ihren Kids Luca und Lena aus Bayern und mit meinem Enkel Jannis gemacht habe. Was früher für uns als Eltern selbstverständlich war, nämlich, dass man alle Highlights für die Kinder im und um den Urlaubsort herum kannte, habe ich jetzt natürlich nicht mehr so auf dem Zettel.

 

Und so wusste ich auch gar nicht, dass es in nur 13 km Entfernung in Schönberg eine „Familien-Quadbahn“ gibt. Da müssen mir erst die Bayern sagen, was hier in der Gegend abgeht für die Kids (grins).

 

Wir also gestern dank Großraumlimousine alle Mann ab nach Schönberg, nur Jannis wusste als einziger nicht wo es hingeht, da haben alle eisern geschwiegen. Aber dann seine leuchtenden Augen, als er plötzlich vor den ganzen Quads stand, die Motoren vor sich hinblubberten und die ersten Besucher ihre Runden auf der Quadbahn drehten. Herrlich dieser Sound der Motoren, man stelle sich vor, da wären leise Elektromotoren eingebaut, passt ja gar nicht. Wie argumentieren die Fans der Autos mit Verbrennungsmotor immer so schön: „Wenn ich ein Elektroauto fahren will gehe ich auf die Kirmes und fahre Auto-Scooter“.

 

Los ging es dann erstmal mit dem Aussuchen des passgenauen Helmes, wir waren gleich um 14 Uhr vor Ort, da war noch alles ganz entspannt, später wurde es dann voller dort und die Wartezeiten entsprechend länger.

 

Die Quads gibt es in verschiedenen Größen für alle Altersklassen, und die ganz „Lütten“ können schon auf einem größeren Quad zusammen mit einem Erwachsenen mitfahren und das kostet auch nichts extra.

 

Bevor die Kids auf die Bahn geschickt werden, gibt es natürlich erst einmal eine genaue Einweisung. Und dann geht’s knatternd los durchs Gelände. Die Kiddy-Quads sind mit einem 4-Takt Benzinmotor, Automatik-Getriebe und einem geländegängigen Fahrwerk ausgestattet. Bei den kleinen Quads lässt sich außerdem die Geschwindigkeit soweit herunterregeln, dass sogar schon 4-Jährige mal eine Runde auf einem gesonderten Teilstück drehen und die Erwachsenen nebenher gehen können. Die Quad-Bahn selber ist ein abwechslungs- und kurvenreicher Parcours von rund 500 Metern Länge, mit Brücke, Hügeln und einer Unterführung.

 

Begeisterung und Spaß pur für die Kids kann ich da nur sagen, während die Eltern am Rand stehen und den Kindern lautstark zurufen, nach der Kurve nun ordentlich Gas zu geben. Und natürlich haben sich unsere Kids sofort wieder angestellt nachdem ihre Zeit abgelaufen war und sie herausgewunken wurden.

 

Dazu muss man sagen, dass die Zeiten sehr großzügig bemessen waren. Laut Preisliste kosten 6 Minuten 5 € für die Kids. Das mag so gehandhabt werden wenn die Schlange der Wartenden ganz lang ist, gestern ist aber keiner unter 10 Minuten gefahren, ein fairer Preis wie ich finde.

 

Somit haben wir für Eltern mit Kindern eine tolle Ausflugsmöglichkeit mehr hier in der Nähe die ich noch gar nicht kannte. Wer sich schon einmal vorab informieren möchte guckt HIER   

 

So, das war es für diese Woche, der Power-Sommer legt eine kleine Pause ein, Hauptsache es bleibt trocken, wenn morgen meine Familie aus Buchholz zahlreich in Laboe einfällt um Jannis wieder abzuholen.

 

Wir lesen uns dann am Montag in aller Frische wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss

Euer Ostsee-Peter

Montag, 24. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

eine turbulente Zeit liegt hinter mir, Tochter Jenny hat ihren Filius Jannis am Samstag wieder abgeholt, aber zusammen mit seinen kleinen Geschwistern Jannina und Jonathan konnten wir noch einen schönen Tag am Strand mit Strandkorb verleben.

 

Es war recht windig am Samstag aber das Baden mit Wellen war dann schon etwas Besonderes für die Kids. Ab ca. 17 Uhr kam dann der erste große Regenguss, wir hatten vormittags im Restaurant Rhodos einen Tisch draußen bestellt, denn da schien ja noch herrlich die Sonne. Aber abends ging dann ein Wolkenbruch nach dem anderen nieder, im Restaurant waren alle Tische belegt, also haben wir dann draußen gegessen – im Pavillon, der zwar einigermaßen Regenfest war, aber durch die Seitenverkleidung wurde es dann doch teilweise etwas feucht. Aber das Essen schmeckt natürlich auch bei so einem richtigen Küstenwetter.

 

Am Samstag gab es für die 15 Passagiere auf dem Haikutter GEFION auch ein ganz unerwartetes und nicht geplantes Abenteuer. Denn durch den kräftigen Wind war die GEFION statt auf der Außenförde Richtung Innenförde unterwegs. Als dann der Motor vor Möltenort gestartet wurde, kam es zu einem Getriebeschaden auf dem Schiff. Also hieß es Anker werfen und den Seenotkreuzer BERLIN benachrichtigen, der auch kurze Zeit später schon zur Stelle war.

 

Dann wurde die GEFION abgeschleppt und mit den 15 Passagieren an Bord sicher zurück nach Laboe gebracht. Routine für die Männer der BERLIN, Aufregung sicherlich bei den Fahrgästen. Wir hatten das noch vom Strand aus beobachtet und uns gewundert, warum die GEFION sooo dicht neben der BERLIN fuhr, dass das ein Abschleppmanöver war konnten wir aus der Ferne nicht erkennen.

 

Nun muss also erst einmal das Getriebe repariert werden, ich drücke Heike und Tom ganz doll die Daumen, dass sie hoffentlich bald wieder in See stechen können.

 

Ja, es war eine schöne und spannende Woche mit meinem Enkel Jannis, wir haben ja auch eine Menge erlebt. Unvergessen für den kleinen Mann war das Quadfahren in Schönberg, das hat ihn doch sehr nachhaltig beeindruckt. Was mich wiederum sehr berührt hatte war, als Jannis sich ein paar Ansichtskarten von seinem Taschengeld gekauft hatte und auf dem Rückweg zu mir sagte: „Opa, ich lade dich jetzt zu einem Eis ein“. Also so gut hat mir ja schon lange keine Kugel Eis mehr geschmeckt.

 

Nun kehrt also für mich wieder der Alltag in Laboe ein. Und es geht zunächst einmal weiter mit den Regenschauern und Temperaturen um 20 Grad herum. Aber bis auf Bayern und Baden-Württemberg sind die Schulferien ja wieder vorbei, das merkt man jetzt auch bei uns in Laboe, da Strand und Promenade langsam leerer werden. Da ich heute gleich zwei Zahnarzttermine hatte bin ich noch nicht richtig rumgekommen im Ort, das geht dann am Dienstag los. Aber so viel war heute schon zu erkennen – die Möwen haben wieder eine Menge Platz am Strand und das nutzen sie natürlich sofort aus.

 

In Kiel gibt es ja zur Kieler Woche immer die Veranstaltungsreihe „Gewaltig leise“, die aber ja in diesem Jahr Coronabedingt ausfallen muss. Dafür wird es am Mittwochabend aber in Laboe „Gewaltig laut“, wenn um 19:30 Uhr die Gruppe „Under pressure“ in der Musikmuschel auftritt. Rock und Pop vom Feinsten. Wie immer gibt es bekannte Hits wie z.B. Rocklassiker von Guns n`Roses' "Sweet child of mine" über Roxettes "The look", bis hin zu Totos "Hold the line", aber auch Songs von Lady Gaga und Co sind zu hören. Die 7 jungen Musiker haben es einfach drauf, da bleibt normalerweise keiner ruhig sitzen. Die tolle Stimmung könnte höchstens der Regen am Mittwoch etwas trüben, denn der ist für die ganze Woche angesagt. Aber wir denken ja positiv und freuen uns schon einmal auf einen tollen Musikabend in Laboe.

 

So, das war es für den Start in die neue Woche und mit dieser Woche neigt sich auch schon wieder der August langsam seinem Ende zu. Was für ein komisches Jahr.....

 

Ich sage dann mal tschüss bis zum Mittwoch

Euer Ostsee-Peter

Mittwoch, 26. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

also das mit dem Wetter hier ist ja echt lustig. Dienstagmorgen herrlicher Sonnenschein der mich sogar zu einem (für mich) sehr frühen Rundgang verleitete.

Und so konnte ich dann auch einmal die Gymnastikgruppe der VHS im Kurpark beobachten, die dort bei strahlendem Sonnenschein unter der Leitung von Ute Weidt ihre Übungen machte.

 

Dieses schöne Wetter nutzen wir aus, statt im Gymnastikraum der VHS, wo Coronabedingt nur 6 Teilnehmer*innen plus Trainerin zusammenkommen dürfen, so Ute Weidt. Hier im Freien unsere Übungen zu machen ist viel schöner, hier kann jeder Mindestabstand eingehalten werden und es macht allen Teilnehmern auch ganz viel Spaß. Ja, das stimmt, wie ich auch selber bei der fröhlichen Gruppe feststellen konnte.

 

Also mir ist aufgefallen, dass der Kurpark seit Corona von den Bürgern viel intensiver genutzt wird als vorher. Ob sich Menschen zum Singen, zum Sport oder Gymnastik treffen oder einfach nur mit ausgebreiteter Decke ein Picknick veranstalten, das alles habe ich früher in dieser Form nicht so wahrgenommen. Daran hat natürlich auch der liebevoll gepflegte Park einen großen Anteil, den die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen des Vereins „Freunde des Kurparks eV“ immer so toll in Schuss halten.

 

Ankündigen möchte ich eine neue Ausstellung im Freya-Frahm-Haus, die diesmal etwas ganz Besonderes sein wird. Denn 14 Künstlerinnen aus Schleswig-Holstein, alle Mitglied in der „GEDOK“, zeigen ab Freitag, den 28.August um 13:00 Uhr ihre Ausstellung „Innen – Außen – ein Blick über Grenzen“.

 

Eigentlich war diese Ausstellung schon für den April geplant, aber dann kam Corona. Nun hat es also doch noch mit einem Termin geklappt und ich kann es schon mal vorwegnehmen, dieses Ausstellung ist absolut sehenswert.

 

Kurz noch etwas zur GEDOK. GEDOK ist der Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e. V., das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen und wurde 1926 als „Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ in Hamburg von der Mäzenin Ida Dehmel (1870-1942) gegründet. Ihr Anliegen war die Förderung künstlerischer Talente von Frauen.

 

Heute besteht der Verband aus insgesamt 23 Regionalgruppen mit rund 3.000 Mitgliedern. Das wichtigstes Ziel ist es, so die 1. Vorsitzende Gabriele Pott der GEDOK in Schleswig-Holstein, die Werke und Leistungen der Künstlerinnen an die Öffentlichkeit zu bringen. Das geschieht durch verschiedene Ausstellungen, was im Moment aber fehlt sind z.B. kleine und individuelle Ausstellungen einiger Künstlerinnen z.B. in Arztpraxen, Cafés usw. Die Bandbreite der Künstlerinnen ist ja sehr groß und umfasst die Bereiche Bildende und angewandte Kunst / Art Design, Literatur, Musik und einiges mehr.

 

Wer also einmal Interesse an einer kleinen Ausstellung in seinem Hause oder in seiner Praxis hat, kann sich gerne mit der GEDOK Schleswig-Holstein eV in 23552 Lübeck, Holstenstraße 14-16 oder über die Homepage www.gedok-sh.de in Verbindung setzen.


Nun aber zur Ausstellung im Freya-Frahm-Haus. Eigentlich war die Ausstellung im April ja schon fertig, bis Corona allen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Zeit also auch für die Künstlerinnen, ihre Arbeiten zum Thema „Innen – Aussen“ noch einmal zu überdenken. Was geschieht plötzlich außen? Wie geht es mir innen mit der neuen und völlig veränderten Situation? Plötzlich bekam der Titel der Ausstellung einen ganz aktuellen Bezug der sich auch in einigen Werken niederschlägt.

 

An der Ausstellung sind Künstlerinnen beteiligt, deren Alter sich von Anfang 30 bis 80 Jahre erstreckt. Normalerweise spielt das ja überhaupt keine Rolle, ich fand es aber sehr spannend, wie Jugend und Lebenserfahrung aufeinandertreffen. So hat sich die jüngste Künstlerin dieser Ausstellung, die Fotografin Peggy Stahnke, mit ihrer Serie „Marita – intime Portraits einer jungen Frau“, ganz behutsam und sehr einfühlsam dem Thema Brustkrebs angenommen. Was passiert innen und was passiert außen wenn die Diagnose Brustkrebs gestellt wird.

 

Die Künstlerin Monika-Maria (MoMa) Dotzer ist die jung gebliebene Seniorin der 14 Künstlerinnen. Auch sie veranschaulicht in einer Installation mit (Stoff)-Mäusen sehr anschaulich das Thema Innen – Aussen. Wer wird mehr Glück haben und überleben, die Maus im goldenen Käfig mit den Leckereien in der Mausefalle oder die Mäuse, die außen bleiben müssen? Das ist schon fast eine philosophische Frage über die man diskutieren kann.

 

Und so gibt es immer wieder spannende Dinge zu entdecken in dieser Ausstellung. Auf dem Dachboden liegt z.B. das 200 x 300 cm große Ölbild „Silent Disco“ von Barbara Engel, und dieses große Bild liegt deshalb auf dem Fußboden, weil es einfach zu groß war für die jetzige Ausstellung im Freya-Frahm-Haus. Aber durch den neuen Blickwinkel ergibt sich nun eine ganz andere Perspektive auf das Bild. Die lyrischen Tuschezeichnungen von Cornelia Regelsberger zeigen wiederum z.B. Turnübungen zur Grenz- und Blicköffnung oder die Serie Gefühlslagen, also auch wieder Innen – Aussen.

 

Ein anderer Eyecatcher sind die 3 Installationen von Ruth Bleakley-Thiessen. Sie hat drei Spiegel mit Daen-Strumpfhosen so eingerahmt, dass man sich einmal selber mit Nonnenhaube, Kopftuch oder Burka betrachten kann. Habe ich natürlich gleich mal ausprobiert mit Block und Kamera in der Hand.

 

Und so erwartet die Besucher immer wieder Überraschendes, Spannendes und viele Dinge, über die man sprechen kann zu dem Thema „Innen – Aussen“. Mindestens zwei Künstlerinnen werden jeweils zu den Ausstellungszeiten anwesend sein. Beteiligt sind folgende GEDOK-Künstlerinnen:

Maren Allermannn, Ruth Bleakley-Thiessen, Monika-Maria Dotzer, Barbara Engel, Christine Erasmi-Hoffmann, Karin Hilbers, Astrid Hübbe, Tina Kalähne, Cornelia Regelsberger, Rufina Schröter, Peggy Stahnke, Evelyn Steinmetz, Eva Stüben und Claudia Wilm.

 

Die Ausstellung beginnt am 28. August 2020 um 13 Uhr und endet am Sonntag 13. September 2020 um 18 Uhr. Geöffnet ist sie jeweils Freitag, Samstag und Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr, der Eintritt ist frei.


Nicht zur Ausstellung direkt gehörend, aber zum Freya-Frahm-Haus passend, wurde jetzt neu im überdachten Teil des Balkons im 1. Stock eine kleine Dauerausstellung über das Leben von Freya-Frahm eingerichtet. Wer war Freya Frahm, wie hat sie ausgesehen und gelebt, darüber kann man sich jetzt einmal in Schrift und Bild informieren.

So, das war es für den Mittwoch. Ich sage dann mal Tschüss bis Freitag, vergesst die Regenjacke nicht wenn ihr in Laboe herumlauft.


Liebe Grüße aus dem feuchten Norden sendet euch

Euer Ostsee-Peter

Freitag, 28. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

als ich am gestrigen Donnerstag im norddeutschen Regen so Richtung U-Boot lustwandelte, habe ich mich dann schon gewundert, wie viele Menschen da trotz (oder gerade wegen) des schlechten Wetters in der Schlange beim U-Boot standen.

 

Das bedeutet doch aber auch, dass nach wie vor immer noch sehr viele Menschen auf der Promenade Richtung U-Boot und Ehrenmal laufen, aber der Anblick und Zustand der Zäune dort ist mittlerweile dermaßen abstoßend, dass man sich als Laboer Bürger nur noch dafür schämen muss.

 

Laboe. die angebliche Perle der Ostsee verkommt immer mehr. Ich hatte ja in den letzten Wochen auch eine Menge Besuch von auswärts, einfach stillschweigend auf der mit Schlaglöchern übersäten Promenade mit seinen Schrottzäunen entlang zu gehen funktioniert nicht mehr, jedes Mal musste ich auf die Frage: "Was ist denn bei euch hier los?“ nach einer passenden Antwort suchen, ja vielmehr sind es ja nur Ausreden, da unsere Gemeinde seit Jahrzehnten nicht in der Lage ist, dieses doch gar nicht allzu große Problem in den Griff zu bekommen. Und es ist ja nicht so, dass ich mit meiner Einschätzung ganz alleine bin, aus vielen Gesprächen mit Laboer Bürgern weiß ich, dass die meisten das genauso empfinden, aber sich der eine oder andere vielleicht schon an diesen maroden Zustand gewöhnt hat. Das darf aber eigentllich nicht sein.

 

Teure Schwimmhalle mit über 500.000 € Verlust pro Jahr, Corona, kein Geld in der Kasse, alles Gemeinplätze die sicherlich ja nicht falsch sind, aber nichts an der Tatsache ändern, dass die Promenade von Laboe ein einziger Schandfleck ist. Ich kenne kein anderes Ostseebad, das dermaßen heruntergewirtschaftet wurde, im Gegenteil, ob Lübecker Bucht, Flensburger Förde, überall sind die Orte bemüht, ihren Gästen ein schönes Ambiente zu bieten. Warum schaffen das andere Urlaubsorte an der Ostseeküste, nur Laboe nicht?

 

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und in meinem Foto-Archiv gestöbert um ein paar Beispiele von der Promenade in Laboe herauszusuchen. Am schönsten sah es eigentlich zwischen den 20-er Jahren bis 1960 herum an der Promenade zwischen Lesehalle und Hafen aus. Während der Bereich zwischen Schwimmhalle und Ehrenmal zeitweise schon immer haarsträubend aussah. Warum eigentlich?

 

Mitte der 50-er Jahre stand dort ein einfacher Maschendrahtzaun, da der allerdings den Sand nicht abhalten konnte, kam die Gemeinde dann Mitte der 80er Jahre auf die glorreiche Idee, diesen Zaun dann mit schwarzer Kunststofffolie zu verkleiden. Dadurch war er aber für den Wind anfälliger und knickte dann oft um. Also schon damals war dieser Teil der Promenade das absolute Schmuckstück von Laboe (Ironie aus).

 

Nun haben wir 2020 und außer Flickwerk ist nichts passiert, Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung werden ignoriert, immer nach dem Motto: Egal, weiter so, Hauptsache es kostet nichts, die Urlauber und Tagesgäste kommen ja trotzdem. Die Frage ist allerdings, wie lange noch? Es reicht einfach nicht, immer nur Konzepte zu planen die dann in irgendwelchen Schubladen verschwinden, es wird Zeit endlich zu handeln, damit Laboe langsam mal wieder vorzeigbar wird.

 

Es gibt kaum eine bessere Lage für einen Urlaubsort, die großen Schiffe fast hautnah zum Anfassen, der schöne Strand, Geschäfte und Gastronomie in unmittelbarer Nähe, was könnte man alles aus diesem kleinen und so netten Ort mit seinen freundlichen Menschen machen, wenn der politische Wille dazu vorhanden wäre.

 

Seit Mitte August haben wir eine neue Betriebsleiterin für den Eigenbetrieb, also Tourismus, Schwimmhalle, Bauhof und Hafen. Frau Kussin war schon einmal in leitender Position in Laboe tätig, war Geschäftsführerin beim Wasserversorgungsamt Probstei und zum Schluss in der Amtsverwaltung Schönberg in der Kämmerei tätig. Das sind also sehr gute Voraussetzungen, um endlich einmal wieder frischen Wind in den Eigenbetrieb zu bringen. Ich wünsche Frau Kussin ganz viel Erfolg in Laboe.

 

Das mal wieder zu dem Zaunproblem damit es nicht in Vergessenheit gerät. Sollte ich in 20 Jahren, also 2040, noch immer in der Lage sein, diese Homepage zu betreiben werde ich sicherlich auch dann noch von dem Thema Promenade berichten können. Aber vielleicht sogar im positiven Sinne nach dem Motto: Wisst ihr noch, wie gruselig und unterirdisch es 2020 in Laboe aussah und wie schön es heute ist? Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

 

Heute kam die Color-Magic übrigens eine halbe Stunde früher an Laboe vorbei als normalerweise üblich. Grund ist, das ab heute wegen der erhöhten Corona-Fälle in Deutschland keine deutschen Passagiere mehr mit nach Norwegen genommen werden. Lediglich die deutschen Passagiere die jetzt noch in Oslo sind werden mit zurück nach Kiel genommen. Nun war das gerade wieder etwas angelaufen bei der Color-Line, wenn auch mit Einschränkungen, jetzt ist das also alles schon wieder vorbei. Auch die norwegischen Passagiere dürfen in Kiel vorerst nicht mehr von Bord. Und in Berlin werden am Wochenende wieder tausende von Menschen demonstrieren die Corona einfach nicht wahrhaben wollen.

 

Im Kurpark schreiten die Abrissarbeiten an der Pumpanlage voran, heute einmal wieder zwei aktuelle Fotos dazu. Und dann – siehe oben – können wir 2040 dann sagen: Guck, so sah die alte Schmutzwasserpumpstation im Kurpark im Jahre 2020 aus.

 

Am morgigen Samstag, den 29. August findet zwischen 10:00 und 15:00 Uhr wieder ein große Bücherflohmarkt in der Gemeindebücherei im Beeke-Sellmer-Haus statt. In diesem Jahr findet der Flohmarkt zum ersten Mal mit der neuen Bücherei-Leiterin Frau Gabriele Hoffmann und ihrem Damen-Team Frau Cornehl und Frau Neufeldt statt. Und da gibt es wie immer eine ganze Menge zu entdecken. Viele Medien wie Bücher für Jung und Alt, Bildbände, CD´s, und Hörbücher warten auf ihre neuen Besitzer.

 

Stöbern ist also ausdrücklich erwünscht zwischen den vielen Krimis, Thrillern, Sachbüchern, Romanen, Fantasy und Historischen Romanen. Für die ganz jungen Leser fängt es mit Bilderbüchern an und auch für die Kids gibt es viele bekannte Bücher aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur. Hörspiele und Videos ergänzen das Programm. Neben den verschiedenen Medien aus dem Bestand der Bücherei werden auch viele Bücher aus Leserspenden das breite Angebot abrunden.

 

Auch Urlauber und Tagesgäste sind natürlich ganz herzlich willkommen, um sich mit Lesestoff einzudecken für die schönsten Tage des Jahres. Oder schon als Vorrat für den kommenden Herbst, wenn die Tage wieder kürzer und die Abende länger werden. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. Die Corona-Hygiene Maßnahmen werden selbstverständlich eingehalten, dazu gehören u.a. für die Besucher das Desinfizieren der Hände und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, aber das kennen wir ja alle schon.

 

Am Sonntag, den 30.08. tritt dann um 16:00 Uhr in der Musikmuschel die Gruppe „Merlot“ auf, hoffen wir, dass der Regen sich diesmal etwas zurückhält und nicht so wie beim Auftritt der Band Under Pressure Kübelweise Wasser über Laboe ausschüttet.

 

So, das war es wieder für diese Woche. Ich wünsche ein schönes und erholsames Wochenende. Bleibt gesund.

 

Liebe Grüße aus Laboe sendet Euch der Ostsee-Peter.

Montag, 31. August 2020


Moin Moin aus Laboe,

 

willkommen am letzten Tag des Monats August. Ein erlebnisreiches Wochenende mit meinen Freunden Daniela und Mark aus Hannover – absoluten Laboefans seit vielen Jahren, liegt hinter mir. Wobei Daniela im Moment durch ihre Fußverletzung schwer gehandicapt ist mit Oped-Stiefel, Krücken und Rollator, aber auch das geht ja vorüber und da Daniela noch eine junge Deern ist, kämpft sie sich überall tapfer mit hin wo wir Männer auch sind, nur Stufen sind halt sehr anstrengend.

 

Am Sonntag waren wir dann zusammen in 24247 Mielkendorf, den Ort hatte ich vorher noch nie gehört. Mielkendorf hat rund 1.300 Einwohner und liegt zwischen Kiel Russe und Molfsee und dort befindet sich auch das schöne Gut Blockshagen, gegründet im 13. Jahrhundert durch die adelige Familie Block.

 

Svenja Preiß und Karen-Inga Wollmann haben vor einiger Zeit zusammen mit ihren Ehemännern dann diesen Hof übernommen und als erstes eine Hofstube und ein Café dort eingerichtet. Auf dem großen Grundstück finden sich überall versteckte und lauschige Plätzchen, für Kinder ist es das reinste Paradies mit den vielen Spielsachen, hier können sie nach Herzenslust herumtoben, auf Bäume klettern oder im Stroh spielen.

 

Wo Kinder sind fehlen natürlich auch die Tiere nicht, Kaninchen, Hühner und als kleine Attraktion sind dort auch die Alpakas Thadeus, Gustav, Francis und Maximilian auf dem Hof zu Hause.

 

Durch Corona mussten die Kulturveranstaltungen auf dem Hof etwas eingeschränkt werden, aber der Flammkuchen-Donnerstag oder das einmal monatlich stattfindende „Hofschmaus-Dinner“ können nach wie vor mit den entsprechenden Corona-Regeln stattfinden.

 

Für mich gab es dann zum Kaffee eine Windbeutel-Torte, die hatte ich auch noch nie gegessen, sehr lecker und recht umfangreich..... Und als wir da so nett beieinander saßen haben mir Daniela und Mark ein wunderschönes Geheimnis anvertraut, das aber nicht in ca. 9 Monaten, sondern erst 2022 in Laboe und Umgebung stattfinden wird. Aber die Planungen sind jetzt angelaufen und auch ich darf einen kleinen Beitrag dazu leisten, freu, freu, freu.

 

Wer einmal etwas mehr über das Gut Blockshagen wissen möchte drückt HIER, auch der NDR hat dort schon mal eine Reportage gedreht die man über die Homepage aufrufen kann.

 

Am Nachmittag haben wir dann in Laboe noch dem Konzert von Merlot gelauscht, die 5 Musiker sorgten für Stimmung und gute Laune, viele Zuschauer lauschten den fetzigen aber auch teils ruhigen Songs. Und danach klang der Abend gemütlich in der Pizzeria „La Dolce Vita“ aus.


Wo wir gerade bei den Veranstaltungen sind. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen die Hafenfesttage in Laboe, die vom 4.9. bis 6.9.2020 geplant waren leider ausfallen. Das kommt nicht ganz überraschend, trotzdem ist das natürlich sehr schade wenn ich an diese wunderschöne Veranstaltung mit dem Lichterkorso denke, das war immer Gänsehautfeeling pur. Schade, aber die Gesundheit der Menschen geht einfach vor. Aber immerhin startet die Kieler Woche 2020 am kommenden Samstag, den 5. September, wenn auch in einer völlig veränderten Form wie man die Kieler Woche noch nicht erlebt hat. Ich werde im Laufe der Woche noch etwas mehr darüber berichten.

 

Ansonsten gibt es in Laboe wieder einige neue Angebote. Am 01.September 2020 hat die neue Hundepension „Doggies Home“ von Alexandra Lienhöft in der Wilhelmsallee 11 eröffnet, in Zukunft können die vierbeinigen Lieblinge dann sowohl für ein paar Stunden als auch für einen längeren Zeitraum wie z.B. Urlaub in liebevolle Hände abgegeben werden. Näheres dazu und auch eine Preisliste findet man HIER 

 

Am Probsteier Platz hat das griechische Restaurant El Greco geschlossen und in den Räumen der Firma Rutke Immobilen wird jetzt die Heilpädagogische Praxis Woche eröffnen.

 

Es gibt also immer wieder Veränderungen in unserem kleinen Ort, aber das ist auch gut so, denn die Zeiten verändern sich nun einmal. Und Leerstand sieht immer trostlos aus, also wünschen wir allen „Neuanfängern“ in Laboe viel Glück und Erfolg in unserem schönen Ort.

 

So, das war es für den letzten Tag im August. Wir lesen uns am Mittwoch wieder, bis dahin sage ich wie immer Tschüss 

Euer Ostsee-Peter