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Blick vom Ehrenmal auf Laboe

Freitag, 21. April 2017

 

Moin Moin aus Laboe,

 

so, die etwas verkürzte Woche neigt sich ihrem Ende zu und als ich so meine Bilder und Notizen der letzten Zeit durchgesehen habe ist mir aufgefallen, dass der Kurpark etwas zu kurz gekommen ist. Das wird heute geändert, auch wenn der Himmel etwas grau ist in Laboe. Aber umso besser kommen die farbenfrohen Blumen zur Geltung.

 

Ein Foto ist dabei von dem Blumenbeet vor dem Lachmöwen-Theater. Und das wäre dann gleich schon das nächste Thema, denn die „Lachmöwen“ haben den Titel ihres Sommerstücks bekannt geben. Es heißt „Kramer Kray“ und spielt in einem kleinen Krämerladen 1920 in Hamburg. Das bedeutet, dass es ja sicherlich wieder ein sehr aufwändiges und tolles Bühnenbild geben wird.

 

Ich habe mal etwas im Internet über das Stück gestöbert und konnte mir ein Grinsen dabei nicht verkneifen….. joooo, da können sich unsere Hauptakteure von den Lachmöwen aber mal wieder richtig austoben, das wird sicherlich ein sehr beschwipstes… ääähh beschwingtes Stück. Zu sehen war das Stück übrigens schon dreimal im Fernsehen, aber nicht von den Laboer Lachmöwen sondern vom Ohnsorg-Theater, und zwar das erste Mal am 02. Februar 1987 und dann nochmal 2002 und 2006.

 

Im Laboer Lachmöwen-Theater mit der Original Ausstattung aus dem ehemaligen Hamburger Ohnsorg-Theater können wir dann diese Zeit von damals noch einmal ganz stilecht nachempfinden. Ich freue mich schon riesig darauf und werde zwischenzeitlich natürlich auch wieder von den Proben und Vorbereitungen berichten.

 

Berichten kann ich auch von der neuen Ausstellung im Freya-Frahm-Haus, die am kommenden Sonnabend, den 22. April um 17:00 Uhr beginnt.

 

Sonnenschutz

„Skurrile Welten“ in Form von humoristischen Zeichnungen und Ölbildern des Kommunikationsdesigners und Illustrators Stefan Kruse aus Krummesse werden bis zum 14. Mai 2017 in den Räumen des Hauses zu sehen sein.

 

Seine Arbeiten, die er regelmäßig ausstellt, sind skurril, geistreich, humorvoll und manchmal auch von charmanter Boshaftigkeit. Stefan Kruse ist zurzeit Dozent an der Werkkunstschule Lübeck, an der Fachhochschule Lübeck sowie Sprecher des Kunstbeirates der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Außerdem hat er über 23 Jahre in Hamburg Design-Studenten ausgebildet. Daher stammt auch sein Ausspruch: „Designer denken anders“ und davon können sich die Zuschauer dann ab Sonnabend selber im Freya-Frahm-Haus überzeugen.

 

Ich konnte am heutigen Freitag schon mal einen Blick auf die Vorbereitungen der Ausstellung werfen und da musste ich dann doch so manches Mal schmunzeln. In einigen Bildern dominiert die Damenwelt über die Herren der Schöpfung, da dient dann schon mal ein großer Busen einer Frau am Strand als Sonnenschutz für den lesenden Herrn, ein ausladendes Hinterteil einer Dame kann als auch Sitzplatz umfunktioniert werden um in Ruhe ein Bier zu trinken.

 

Es sind eben skurrile Bilder die den Besucher erwarten, sie sind farbenfroh und sie strahlen viel Fröhlichkeit aus. Und was mir heute auch aufgefallen ist bei den Bildern - Frauen achten oftmals auf ganz andere Details wie ihre männlichen Artgenossen - und umgekehrt, live erlebt vorhin und viel gelacht in der Ausstellung.

In der ersten Etage befinden sich dann die Zeichnungen und Illustrationen, auf die man ab und zu schon mal zwei Blicke werfen muss, bis sich der Aha- und Schmunzeleffekt einstellt.

 

Alles in allem mal eine Ausstellung der etwas anderen Art, die Eröffnung findet am Sonnabend den 22.April um 17:00 Uhr statt, die weiteren Öffnungszeiten sehen wir dann auf dem Plakat im Album.

 

Zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache. Sinn und Zweck dieser Homepage ist es ja, möglichst vielen Menschen unseren wunderschönen kleinen Ostseeort Laboe näher zu bringen. In meinem Fall auf elektronischen Weg, die Presse auf gedrucktem Weg. Und daher bin ich auch immer gerne zu einem Interview über Laboe und meine Arbeit bereit, Mittwoch erschien ein Artikel im „Kieler Express“, den ich mal ins Album einfüge.

 

So, das war es mal wieder für diese Woche, ich wünsche ein frohes und erholsames Wochenende.

 

Liebe Grüße aus Laboe

Euer Ostsee-Peter

 

Mittwoch, 19. April 2017

 

Moin Moin aus Laboe,

 

am heutigen Mittwoch gibt es wieder eine Menge zu berichten aus Laboe. So wie z.B. die Schreckensnachricht vom Feueralarm am Dienstagabend in dem unter Denkmalschutz stehenden Hafenpavillon!! Das Horrorszenarium schlechthin! Es handelte sich um einen Feuerausbruch in der Werkstatt des Vereins „Ole Schippn“ im ehemaligen Rettungschuppen der DGzRS. Die gute Nachricht ist, dass eine verletzte Person vom Dachboden des Gebäudes gerettet werden konnte, die noch bessere Nachricht ist: es war nur eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Laboe.

 

Für unsere Urlauber möchte ich noch einmal auf die Kreuzfahrten Laboe – Kiel – Laboe mit dem Fördedampfer hinweisen, habe ich gestern auch gerade erst wieder gemacht. Und im Freya-Frahm-Haus haben die Kinder für 3 Tage wieder die Räume geentert, die Fantasiewerkstatt Laboe unter Leitung von Astrid Krömer und Wolfgang Slawski werden die kleinen Künstlerinnen und Künstler wieder gemeinsam ein tolles Projekt gestalten.

 

Aber der Reihe nach. Starten wir mit dem „Brand“ am Hafen. Gegen 19:00 Uhr am Dienstagabend erreichte die Freiwillige Feuerwehr Laboe der Einsatzbefehl zu einem Brand in der Werkstatt des Vereines „Ole Schippn“ am Hafen im ehemaligen Rettungsschuppen der DGzRS.

 

Zunächst wurde von 3 eingeschlossenen Personen im Gebäude ausgegangen, das konnte aber im Laufe des Einsatzes auf nur 1 Person revidiert werden, die sich auf dem Dachboden des Gebäudes befand.

 

Starke Rauchentwicklung machte den Einsatz von Atemschutzgeräten erforderlich. Die verletzte Person wurde glücklicherweise schnell gefunden, war ansprechbar und konnte mittels Fluchthaube und zugeführter Frischluft aus dem Gebäude geleitet werden.

 

Feuerwehr im Einsatz

Gasflaschen sowie Farbbehälter wurden umgehend nach draußen getragen, um Explosion oder Verpuffung zu vermeiden. Das Dach wurde mittels Drehleiter und Wasserbesprühung gekühlt, sodass ein Übergreifen der Flammen auf die anderen Teile des Historischen Gebäudes erfolgreich verhindert werden konnte.

 

Insgesamt waren 15 Feuerwehrfrauen und -Männer an dem Einsatz beteiligt, der aber zum Glück ja nur eine geplante Übung war.

 

Diese Übungen finden regelmäßig in Laboe statt, so Oberlöschmeister Thorsten Pickel. Der heutige Einsatz beim Verein OSL zählte in die Kategorie Brandbekämpfung und Technische Hilfe.

 

Wichtig für die Feuerwehrleute ist dabei auch, die Gebäude einmal unter Einsatzbedingungen kennen zu lernen. Im Anschluss zu jeder Übung erfolgt dann grundsätzlich auch immer noch eine entsprechende Abschlussbesprechung, um eventuelle Einsatz-Schwachpunkte aufzudecken.

 

Hoffen wir, dass in dem alten und historischen Hafenpavillon nicht wirklich mal ein Feuer ausbricht, aber wie wir gesehen haben – die Freiwillige Feuerwehr Laboe ist immer ganz schnell zur Stelle. Ein ganz großer Dank an die freiwilligen Feuerwehrfrauen und -Männer, die ihre Freizeit opfern um anderen Menschen Tag und Nacht, an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr in allen nur denkbaren Notfällen zu helfen. Daher finde ich es eben ganz besonders wichtig, dass auch den "obersten Stellen" bewusst wird, welche wichtigen und lebensrettenden Aufgaben diese Menschen bei der Freiwilligen Feuerwehr für uns alle übernommen haben. Ehrenamtlich.

 

Sommerzeit – Kreuzfahrtzeit. Das gilt für die großen Kreuzfahrtschiffe, die in der kommenden Saison wieder so zahlreich an Laboe vorbeifahren werden. Aber wir in Laboe haben ja das ganz besondere Privileg, dass wir im Rahmen des öffentlichen Nahverkehrs die Landeshauptstadt Kiel auch mit dem Schiff erreichen können. Und das gilt selbstverständlich auch für unsere Urlauber und Tagesgäste.

 

Natürlich kann man in 24 Minuten mit dem Schnellbus in Kiel sein, man kann aber auch ganz gemütlich kreuz und quer über die Kieler Förde schippern, vorbei an Werften und großen Schiffen, eine Tasse Kaffee, Tee oder Kaltgetränke an Bord ordern und eine Bockwurst oder ein Stück Kuchen sind meist auch immer vorrätig. Dann dauert die Fahrt zwar eine Stunde und 10 Minuten, aber es entschleunigt so schön. Und mal ganz ehrlich – wo bekommt man schon eine Kreuzfahrt für 4,20 € geboten?

 

In Laboe natürlich an Inas Fahrkartenschalter am Hafen, dort gibt es auch immer die leckeren und frischen Fischbrötchen und noch ganz viel mehr, ein fröhlicher Klönschnack ist jedenfalls immer umsonst mit dabei.

 

Fantasiewerkstatt in Laboe im Freya-Frahm ist das nächste Thema. Uiiii, so viele Schülerinnen und Schüler habe ich ja noch nie dort zu einem Workshop gesehen. Aber es spricht sich anscheinend herum, wie beliebt die Ferien-Kurse bei den beiden Kinderbuchillustratoren Astrid Krömer und Wolfgang Slawski sind. Gefördert werden die Workshops vom Bundesinnenministerium für Bildung und Forschung über das Programm „Kultur macht stark“.

 

Fantasiewerkstatt Laboe

14 Mädels und 5 Jungs zwischen knapp 6 und 12 Jahren waren diesmal mit dabei, die Vorbereitungen für den Workshop beginnen aber schon im Laufe des Schuljahres in der Grundschule. Das Highlight für die Kids sind dann immer die 3 Tage im Freya-Frahm-Haus, wo dann ab 17. Juni 2017 die kleinen Kunstwerke auch zu besichtigen sind.

 

Diesmal ging es darum, Menschen am Strand zu malen und um es etwas anspruchsvoller zu machen, müssen diese Menschen auch auf einem Badehandtuch liegen. Dazu wurden von den Kindern zunächst einmal alle Leinwände mit einer einheitlichen Hintergrundfarbe per Farbrolle bemalt.

 

Darauf wird dann zunächst der Umriss der Figur gemalt und als letzter Schritt wird dann das entsprechende Muster des Badehandtuchs hinzugefügt. Ob die Figur des auf dem Badehandtuch liegenden Menschen (whow) nun gleich komplett oder erst nach dem Malen des Handtuchs fertiggestellt wurde blieb den Kindern überlassen. Im Fotoalbum sehen wir dann mal ein paar Bilder von der Entstehung der kleinen Kunstwerke und die schon vollendeten Exemplare wie auf dem obenstehenden Foto.

 

Eines ist jedenfalls sicher, die Kinder hatten auch diesmal wieder ganz viel Spaß bei ihren Arbeiten und natürlich kam auch die Freizeit zwischendurch nicht zu kurz. Freuen wir uns also schon auf den 17. Juni, wenn die kleinen Kunstwerke im Freya-Frahm-Haus besichtigt werden können.

 

Hinweisen möchte ich noch auf einen Rundgang durch Laboe am kommenden Sonnabend, den 22. April, der um 10:30 Uhr vor dem AWO-Bürgertreff beginnt. „Wie behindertengerecht ist Laboe?“ Dieser Frage möchte der Arbeitskreis „Inklusion Laboe“, unterstützt durch AWO & DRK Laboe, am kommenden Samstag nachgehen.

 

Alle Betroffenen und Interessierte sind zur Teilnahme bei diesem Spaziergang herzlich eingeladen. Ist es für Blinde, Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder Personen mit anderen Behinderungen leicht, sich durch unserem Ort fortzubewegen? Nach dem Rundgang, der zum Hafen, zum Strand, durch den Kurpark bis zum DRK-Kindergarten und von dort bis ALDI/EDEKA führt, werden wir das etwas genauer wissen.

 

So, das war es für den Mittwoch, ich staune selbst immer wieder, was es alles so aus dem kleinen Laboe zu berichten gibt.

 

Bis Freitag sage ich Tschüss

Euer Ostsee-Peter

 

Montag, 17. April 2017

 

Moin Moin aus Laboe,

 

kaum habe ich am Freitag noch FROHE OSTERN gewünscht, sind die Feiertage auch schon wieder fast vorbei. Bedanken möchte ich mich für die vielen Grüße auf „Was geht App“, „Gesichtsbuch“, per Mail und auch persönlich wurde der Osterhase ja vor meiner Haustür gesichtet. Obwohl ich gar keinen Stiefel vor die Tür gestellt hatte…. Ach nee, das ist ja eine andere Veranstaltung……

 

ein Kaffee Moccafee im Cafe MoccaFee

Ansonsten habe ich Ostern mit einem megaleckeren Oster-Brunch im Landhaus verbracht und viele nette Laboer/-innen dort getroffen, na ja, Kaffee und Kuchen im MoccaFee durfte auch nicht fehlen und am heutigen Ostermontag gab es dann noch einen Ausflug nach Schloss Hagen zum Künstler-Forum.

 

Wie immer hatte der freischaffende Künstler Rainer Gorisch wieder rund 50 verschiedene Kunsthandwerker nach Schloss Hagen eingeladen, denn „Gori“ hat sich ja nicht nur selber einer vielfältigen Kunst verschrieben wie z.B. Acrylmalerei, Textilkunst, Schiffsportraits usw. sondern er ist auch Ausstellungsorganisator auf Schloss Hagen und dem Kunstwochenende in Stein. Seine ganz verschiedenen Werke kann man aber auch bewundern bei den Events „Tüdel & Tampen“ in der Hafencity Hamburg, beim Shantyfestival im Ostseebad Dahme oder beim Seestadtfest in Bremerhaven.

 

Aber nun ist es ja so, dass Männer solch ein gewaltiges Arbeitspensum kaum alleine schaffen können und daher ist seine Ehefrau Gerda immer an Goris Seite, wenn die vielfältigen Aufgaben bewältigt werden müssen.

Rainer Gorisch

 

Glück gehabt haben die Künstler, die außerhalb von Schloss Hagen ihre Stände aufgebaut hatten, denn nach dem Aufbau im Dauerregen gab es dann an den beiden Tagen nur immer wieder mal einen kleinen Schauer zwischendurch.

 

Kettensägenkünstler Martin Bode zeigte dem Publikum dann einmal vor Ort auf dem Hof, wie seine Figuren aus Baumständen gefertigt werden, sogar aus alten Gasflaschen lässt sich noch einiges herstellen und auch die Glas- und Steinmetzkunst war wieder sehr schön anzusehen.

 

Sowohl in den Räumen des Herrenhauses als auch in den Kellergewölben reihte sich Stand an Stand, ob Schmuck, Holzarbeiten, handgefertigte Karten, Stofftiere, Filzbekleidung, Seidentücher und vieles mehr, da schlug so manches Frauenherz höher, ich hatte mich schon gewundert, was da in den Gewölben so wummert….. ;-)

 

Für das leibliche Wohl war auch wieder bestens gesorgt, ob Flammkuchen draußen oder Erbsensuppe, Kaffee und Kuchen im Kaminsaal, da brauchte niemand hungrig nach Hause gehen. Es war wieder eine sehr schöne Veranstaltung die sichtlich auch allen Besuchern Spaß gemacht hat.

 

Gerade eben als ich diese Zeilen in den PC getippt habe schwamm vor meinem Balkon noch ein merkwürdiges Gespann vorbei. Vorweg Schlepper Isa und auf der Schute die sie hinter sich herzog befanden sich irgendwelche Decksaufbauten, sah so aus wie für eine Motoryacht. Gestartet war das Gespann am 15. April um 11:06 Uhr in Gdans/Polen, Zielhafen ist Rotterdam, wo Schlepper und Schute am 20. April gegen 14:00 Uhr erwartet werden. Sagt mein Schiffstracker.

 

So, das mal für den (Oster)-Montag, wir lesen uns dann am Mittwoch dieser etwas verkürzten Woche wieder.

 

Bis dahin liebe Grüße

Euer Ostsee-Peter

 

Freitag, 14. April 2017

 

Moin Moin aus Laboe,

 

auch wenn heute Karfreitag ist – also der stille Tag vor Ostern – möchte ich doch von der „Operation Petticoat“ am Gründonnerstag in Laboe berichten, die von Katjana Zunft, Vorsitzende der LINKEN Lübeck, Kandidatin zur Landtagswahl und Initiatorin des Lübecker Women´s Marsches in Lübeck, ins Leben gerufen wurde.

 

Nun, klappern gehört bekanntlich zum Handwerk und im Vorwege hatte ja die Lokalpresse in Schleswig-Holstein ausführlich berichtet, das Katjana Zunft und rund 20 Mitstreiterinnen in pinken Petticoats das Laboer U-Boot U 995 rosa anmalen wollten. Als Zeichen für Frieden und Abrüstung. Und nicht nur rosa Petticoats, auf dem Kopf wollten die Damen

pinke Wollmützen tragen, sogenannten Pussyhats, die weltweit ein Begriff gegen Donald Trump und der neuen Frauenbewegung geworden sind.

 

Die Aktion war als Friedenskundgebung geplant und genau das war es dann auch. Natürlich, so erklärte die Vorsitzende der LINKEN gleich zu Beginn ihrer Rede, haben wir nicht vor, das U-Boot vor Ort pink zu streichen. Das hatten wir auch nie geplant, hätten wir es gewollt, dann hätten wir das nicht vorher groß angekündigt. Wir wollen friedlich für den Frieden und Abrüstung demonstrieren. Dazu braucht es dann eben manchmal aber auch etwas ungewöhnlicher Mittel. Daher waren die Mitstreiter um Katjana Zunft dann auch mit kleinen, in pink angemalten Papp-U-Booten erschienen, die mitgebrachten Farbeimer waren leer.

 

Mir liegt auch die Genehmigung des Amtes für Sicherheit und Ordnung vom Kreis Plön für die Kundgebung vor, genehmigt wurde die Kundgebung nur unter der Bedingung, dass das U-Boot nicht pink angestrichen wird. Gestattet war lediglich, rosagefärbtes Maismehl für etwaige Pressefotos in die Luft zu werfen.

 

statt rosa U-Boot rosa Farbbeutel

Trotzdem waren rund 15 Polizeikräfte und eine Hundestaffel vor Ort, ebenso das Ordnungsamts Plön und natürlich Mitarbeiter des Deutschen Marinebundes, die das Geschehen aufmerksam verfolgten, zumal sich auch ein paar Gegendemonstranten versammelt hatten.

 

Katjana Zunft dann weiter:“ Wir haben Laboe für unsere Friedenskundgebung ausgewählt, weil hier anschaulich gezeigt wird, wie Kriegsgerät aussieht und das man ein U-Boot eben nicht mit Pinsel und Farbe bekämpfen kann.

 

Nach einer Schweigeminute für die Opfer der vielen Kriege überall auf der Welt zeigte sich Katjana Zunft aber dann doch erschrocken über die heftigen Reaktionen, die sie nach den Presseveröffentlichungen erreicht hatten. Nicht die Sorge um die Sachbeschädigung des U-Bootes stand im Vordergrund, sondern es waren größtenteils fremdenfeindliche und frauenverachtende Reaktionen, die nichts mehr mit der eigentliche Sache oder der Aktion zu tun hatten.

 

Ich kann Katjana Zunft sehr gut verstehen, denn wo Argumente fehlen sind einige Zeitgenossen immer schnell mit persönlichen Angriffen und Beleidigungen zur Stelle. Dabei wollte Katjana Zunft nur an den Frieden in der Welt appellieren und die Menschen zum Nachdenken auffordern, ganz unabhängig davon, welcher Partei sie angehört.

 

Es war ansonsten eine sehr friedliche Kundgebung, aber als Ostsee-Peter muss ich sagen, dass ich dann ja doch etwas enttäuscht war von der Veranstaltung. Angekündigt waren mindestens 20 Damen mit rosa Petticoats und Pussyhats, darauf hatte ich mich doch schon soooo gefreut!!!! Aber was war??? Männer hatten die rosa Petticoats an!!! Da stehe ich persönlich ja nun nicht so drauf, aber alles in allem war es schon eine Veranstaltung, die zumindest zum Nachdenken anregte.

 

Natürlich wäre Abrüstung ganz toll, aber wenn in Kiel keine U-Boote mehr gebaut werden und in Eckernförde bei SIG-Sauer keine Waffen mehr produziert würden, dann würde Frankreich die U-Boote bauen und die Kalaschnikows sollen ja auch recht robust sein. In einer Branche, die Jahr für Jahr Milliarden Dollar umsetzt ist mit Sicherheit keiner an Abrüstung interessiert und Geld regiert nun mal die Welt.

 

Aber da Ostern vor der Tür steht, hoffen wir einfach alle gemeinsam auf eine etwas friedlichere Welt und wenn jeder Mensch dem Anderen freundlich, respektvoll, ohne Vorurteile oder Hass und ohne Rücksicht auf seine Religion begegnen würde, dann hätten wir doch genau die Welt, die wir uns alle gemeinsam so sehr ersehnen.

 

Und damit wünsche ich all meinen Leserinnen und Lesern frohe, besinnliche, hoffentlich trockene und schöne Osterfeiertage.

 

Euer Ostsee-Peter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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